Mic-Splitter sebst bauen?

Erstellt 17 Antworten18 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo!
Mal wieder eine Selbstbau-Frage von mir.
Nicht daß ich mir keinen besseren Zeitvertreib vorstellen könnte, aber aus wirtschaftlichen Gründen wird das Thema von Zeit zur Zeit interessant für mich ...
Das Problem:
Ich möchte Live-Mitschnitte unabhängig von der Beschallung machen. Das Recording-Setup inkl. Mic-Preamps steht eigentlich, nur hatte ich in meiner Überlegung die Splitter für die Mikrofon-Signale vergessen. Da diese aber selbst von der Hausmarke des "großen T" für 24 Signale nicht zu bezahlen sind, muss ich mir was einfallen lassen ...
Ich gehe jetzt einfach mal davon aus, daß ein passives Splitting (Y-Kabel) größere Probleme mit sich bringt, und deswegen noch etwas in den Signalweg eingebaut werden muss.
Ein Bekannter meinte dazu Folgendes:
"Intern wird jeder Signaldurchgang noch mit einem Trafo auf den Recording-Out
gesplittet. Dadurch bist du für den FOH und Monitorplatz signalmäßig
unsichtbar. Weiterhin brauchst du dich um Phantompower nicht kümmern, da die
eh nicht durch den Trafo geht, sondern durch FOH oder Monitor geschaltet
wird."
Die große Frage ist jetzt natürlich:
Hat jemand von Euch schonmal einen Splitter gebaut und/oder kann mir vielleicht sagen, welche Teile ich dafür brauche?
Vielen Dank im Voraus!
Michael
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Antwort#2
Y-Kabel geht notfalls.
Viele Splitter sind reine Y-Splitter. Auf Anfrage sagte mir mal ein
Bekannter, dass bei einer Verantaltung mit ZDF ein Mikro passiv auf 6 Eingänge verteilt wurde. Nähere Details sind mir nicht bekannt.
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Antwort#3
Hi,
ich bin der Meinung, dass man unbedingt eine galvanische Trennung des Aufnahmepultes braucht. Dass große T ist ein Minimum. Über Y - Kabel kann ich nur abraten.
Noch was: beim slpitten werden zwei Mirofoneingänge parallel geschaltet: Nehmen wir an, es sind zwei Pulte mit einem Zin von 1,2 kOhm. Dann sieht das Mikrofon eine Lastimpedanz von 600Ohm. Dieses ist meiner Meinung nach schon kritisch und geht so grade noch. Die Mikrofonhersteller sehen es nicht so gerne, da sich der Frequenzganu und die Aussteuerbarkeit zum ungünstigeren hin bewegen kann.
Viele Grüße
Holger
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Antwort#4
Splitter selber bauen wird wahrscheinlich nicht billiger, alleine das ganze Steckergedöns kostet ein Heidengeld.
Gerade die öffentlich rechtlichen bauen überall und immerzu Trafos zwischen (und wundern sich dann, wo ihre Phantomspeisung bleibt), deswegen ist der Bericht übers ZDF eher zweifelhaft.
unter Splitter wird im Allgemeinen eine Lösung verstanden, die eben keine simple Y-Verkabelung ist, sondern die Signale elektronisch oder mittels Übertrager neu symmetriert.
Sicher ist, dass der blanke Draht des ys das Signal am wenigsten verfremdet, aber eben keine Potentialtrennung bietet.
Über Einsatzgebiete von Y-Stageboxen und Splittern ist lang und breit im
PA-Forum diskutiert worden:



http://www.paforum.de/phpBB/viewtopic.php?t=27482&highlight=
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Antwort#5
Die meisten Pulte haben eine Zin von 10k und mehr. Da gibt es kaum Probleme.
Grüße
Opi
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Antwort#6
Solange die selbe Stromversorgung auch am Rec-Pult zur Verfügung steht,
sollte es auch ohne Trafo gehen. Bei sehr kritischen Anwendungen oder ungünstigen Rahmenbedingungen wäre ich aber vorsichtig.
Die T-Splitter für rund 100 Euro sind ok, ich sehe auch nicht warum
knapp 600 Euro für 24 Kanäle "unbezahlbar" sein sollen.
Falls Du das nur so "nebenbei" machst kannst Du Dir auch Spitter leihen
(entsprechende Splitcore-Systeme mit Trafos hat jeder größere PA-Verleiher,
allerdings ist der Neukauf nach 5 Mal mieten auch drin...)
Selbstbau lohnt sich nur wenn Du viel Zeit hast. Die Ersparniss lohnt den
Zeitaufwand sonst kaum.
Gruß,
Christopher
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Antwort#7
Hallo Christopher!
Du schreibst:
"Die T-Splitter für rund 100 Euro sind ok, ich sehe auch nicht warum
knapp 600 Euro für 24 Kanäle "unbezahlbar" sein sollen."
Naja, "unbezahlbar" für mich in meiner momentanen Situation.
Außerdem denke ich, wenn Behringer (oh, oh) für 600 EUR ein 32-Kanal-Pult bauen kann, dann sollten 24 Split-Kanäle für weniger drin sein ... in dem Fall würde ich auch den Zeitaufwand in Kauf nehmen.
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Antwort#8
Behringer hat _ganz_ _andere_ Konditionen was Bauelemente, sowohl mechanisch als auch elektronisch, betrifft als du!
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Antwort#9
Hallo Michael,
ich freue mich über Selbstbauer die so wunderbar anachronistisch ihre Zeit mit "nutzlosen" Projekten verbringen.
Wenn du mal in Norddeutschland bist, können wir bei mir aufräumen. Ich habe noch einige V672er von Telefunken die sich hervorragend für eine erdfrei-symmetrische Signaltrennung und auch als 1 auf 2 Splitter umbauen lassen. Ob ich 24 Kanäle noch voll bekomme bleibt abzuwarten. Ich habe auch gerade ein altes Pult geschlachtet und könnte dir eine 6,3er Patchbay obendrauf geben.
Es gibt auch passive Splitter mit Übertragern, hier muß man höllisch auf die Pegel und Impedanzen achten. Ich habe alte "Sascom" 1 auf 3 Splitübertrager die relativ gut funktionieren. ALLE guten Übertrager kosten viel Geld, alle mir bekannten Billigteile machen viel Ärger.
Bei Interesse solltest du deine Mailadresse mitteilen.
Gruß
M. Hein
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Antwort#10
Das Problem ist nur: Du brauchst kein Pult sondern (vielleicht, s.o.) Splitter.
In dem Pult sind keine, sonst wäre es auch deutlich (!) teurer.
100 Euro für vier wenn auch nur zweitklassige Trafos + stabilem Metallgehäuse
sind daher OK. Würden diese Teile in (noch) größeren Mengen gebaut ließe sich da vielleicht was preislich noch was machen.
Aber noch mal ein Tip aus der Praxis: Es geht auch ohne wenn man bestimmte
Punkte beachtet.
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Antwort#11
Hallo Ton Opi,
Die meisten Pulte haben eine Zin von 10k und mehr. Da gibt es kaum Probleme.
Von welchem Eingangswiderstand redest du? Da gibt es den Mic-Level-Eingang zwischen 1 und 2 KiloOhm und den Line-Level-Eingang um 10 KiloOhm.
Wir reden hier nur vom Mikrofon-Eingang und der ist bei guten Mischpulten (Mikrofonverstärkern) aus Rauschgünden wegen der geringen Mikrofonspannungen so um 1,5 kOhm und nicht höher.
Holger hat das schon richtig gesagt.
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Antwort#12
Hallo M. Hein!
Verkaufst du die V672-er auch?
Grüsse, Michi
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Antwort#13
Hallo Michi,
Michael war ja nun mit seiner Frage zuerst da, ich möchte erst einmal abwarten. Außerdem haben wir uns ja alle darauf geeinigt, das dies ein Forum und kein Flohmarkt ist.
Ich warte jetzt erst einmal ab.
Nicht böse sein.
Gruß
M. Hein
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Antwort#14
okay, okay, die Welt verbessert sich.
Bei den alten Tascam Inline-Pulten war das so, meine ich. Das hat sich mir damals gleich für alle Zeit als negatives Beispiel eingebrannt. Hab gedacht:"achso, nur die großen Tische leisten sich die niedrige Impedanz"
Hab grad noch mal geguckt. Heute liegen die Impedanzen der meisten Mikeingänge tatsächlich unter 3k.
Grüße
Opi
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Antwort#15
Kein Problem!
Ich hätte dich eh gern per Email kontaktiert aber dein Email-Link fehlte...
Grüsse,
Michi
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Antwort#16
Ich halte prinzipiell nichts oder zumindest nicht viel von passiven Mikrofonsplit-Boxen. Entweder es wird das Mikrofon zu stark belastet weil man es auf mehrere Eingänge parallel schaltet. Oder das Mikrofon wird zwar nicht mehr belastet als an einem einzigen Eingang, aber dann wird das Signal zu stark gedämpt, und zwar umso mehr je mehr Eingänge gespeist werden müssen. Die bessere Lösung ist, einen Mikrofonverstärker zu benutzen mit einem zweiten Ausgang , der vom ersten Ausgang vollständig entkoppelt ist und dann genügend niederohmig ist. Dann kann man dieses Ausgangssignal auch per Y-Kabel(s) auf mehrere Eingänge verteilen.
Alle anderen Lösungen sind nichts halbes und nichts ganzes.

Grüße
Rainer
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Antwort#17
Hallo Michi,
mi-hein et foni.net
ersetze et durch @ und schon läuft´s.
M. Hein
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Antwort#18
Hallo Michael,
irgendwo im Netz habe ich mal die Schaltpläne eines Splitters von Klark-Technik gefunden. Wenn man sich den anschaut, rate ich von einem Selbstbau ab. Es gibt zwar die rein passiven Split-Trafos, die sind aber nicht ganz preiswert. Alle anderen Geräte haben in der Regel einen eingebauten Mikrofon-Vorverstärker mit ein oder zwei schaltbaren Stufen. Diese Geräte kommen aber auch um Trafos nicht herum, da für ein vernünftiges Splitting die Ausgänge galvanisch getrennt werden müssen, sonst kommst Du in Teufels-Küche. Wenn man dann alles addiert, was an Teilen so nötig ist (siehe oben Trafopreise), lohnt sich Selbstbau einfach nicht, schon gar nicht für 24-Kanäle, es sei denn, Du hast viel Zeit...
Gruß
Markus Przybilla
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