Einmessen eines Studer 169 Mischers

Erstellt 28 Antworten29 Beiträge
Antwort#21
Moin Rainer...
die "4dBu"-Geräte werden hier meist mit 6dBu betrieben, weil die Aussteuerungsreserve groß genug ist.
Naja, spätestens ein Wandler, bei dem +4dBu = 0dBfs sind, dürfte damit Probleme kriegen. Und bei einem Limiter, der bei "0dB" (ohne Index) greifen soll, möchte ich nicht dauernd umrechnen müssen zwischen IRT und US. Aber jedem das Seine. Irgendwo geht man immer Kompromisse ein, fragt sich nur (je nach Tätigkeitsschwerpunkt), bei welchem System man öfter "frickelt".
"Zu Deiner Frage ob ich die Geräte umrüste: Die Cinch-Verbindungen benutze ich - sofern vorhanden - überhaupt nicht. Ich benutze überhaupt keine unsymmetrischen Verbindungen. Andererseits kaufe ich auch keine Consumer-Geräte wenn es ein professionelles Pendant dazu gibt. Oder ich rüste mir die auf XLR symmetrisch um und calibriere sie dann auf 6 dBu."
Gut, ein Punkt für dich. Das hätte ich nicht erwartet - aber dann immerhin konsequent.
Zu deiner Begründung der +6dBu: Nun sind ja die historisch gewachsenen 600Ohm auch relativ willkürlich... Der Physik wegen (je mehr Pegel, umso besser) sollte man eigentlich erwarten, dass man sich am sinnvollsten in die Gegend von 5V bewegt - oder auch noch mehr. Das nehmen alle üblichen OPs noch locker im linearen Bereich mit, und der Störabstand wird nochmal besser.
"Gewiß verteufle ich nicht alles - bei weitem nicht alles - was die Amis hervorbringen. Aber ich wehre mich gegen diese "Vergötterung" oder "Vergötzung" der Amis wie man landesweit beobachten kann und wo unreflektiert alles was die Amis hervorbringen unreflektiert als "heilig" angesehen wird, angefangen bei den Anglizismen."
Den Satz könnte man völlig gleichwertig umschreiben, wenn man "Amis" durch "deutsche (Ingenieure)" ersetzt. Ich sag doch: Warum nicht "best of both worlds" - oder einfach nur im Einzelfall das passendere?
"Ich finde den alten DIN-Stecker im Prinzip gar nicht mal soooo schlecht, verhindert er zumindest mal eine Kanalvertauschung und/oder er ermöglicht zweiadrige Verbindungen in Form von symmetrischen Verbindungen."
Letzteres ist aber nirgendwo implementiert, und ersteres möchte man vielleicht mal absichtlich machen. Ich bin da lieber flexibel, als ein "1diotensicheres" (Wortsperre) System zu haben.
Ich weiß auch, dass beide Systeme ihre Schwachpunkte haben, das mit dem "hot first" habe ich ja schon erwähnt. Bei einer Hifi-Anlage steckt man aber normalerweise im laufenden Betrieb nicht um. Da finde ich die schwache mechanische Ausführung der DIN-Stecker, wo der Schirm wegen der meist zweigeteilten Schale selten gut kontaktiert und andere mechanische Aspekte bei DIN nerviger. Was nützt mir eine Zugentlastung, wenn sich DIN-Stecker schon beim verrutschen des Geräts im Schrank mit der Zeit losruckeln (ist mir bei RCA noch nie passiert), und wenn bei schräg aufs Kabel gehendem Zug die Buchse auseinanderbröselt oder noch schlimmer die halbe Platine wegbricht?
Ich wär ja für eine Durchsetzung von XLR (von mir aus auch 5-pol) bei Hifi. Da würde die Hifi-Jünger mal was vernünftiges (symmetrische Signalführung) propagieren können.
"Aber hier haben wir typisch etwas was aus Amerika "importiert" wurde und ohne nachzudenken wurde es bei uns auf den Markt geschmissen."
Nichts für ungut, aber der weltweite "Siegeszug" von RCA ging AFAIK doch eher von Japan aus...
"Zu Deinem Vorwurf mit "Esoterikern" und "Pseudowissenschaflern": Wenn man sich mal landauf landab so umhört, was alles für ein Mist erzählt wird - und nicht nur in der Hifi-Szene - da geht einem der Hut hoch. Man denke nur mal an diese ganzen Diskussionen über das Thema "Mobilfunk" - Esoterik ist da noch beschönigend! - es ist schon fast eine neue Religion mit okkultem Charakter! Ich könnte sogar aus dem Hochschulbereich so einiges berichten, was an pseudowissenschaftlichem Unfug alles grassiert, was ich aber hier an dieser Stelle nicht tun möchte.... "
Da möchte ich dir gar nicht widersprechen. Du solltest aber nicht gleich jeden, der eine andere Meinung vertritt, in diese Ecke stopfen. Und das tust du - mit Verlaub - doch recht gerne.
Jens
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Antwort#22
""Der Physik wegen (je mehr Pegel, umso besser) sollte man eigentlich erwarten, dass man sich am sinnvollsten in die Gegend von 5V bewegt - oder auch noch mehr. Das nehmen alle üblichen OPs noch locker im linearen Bereich mit, und der Störabstand wird nochmal besser""
Richtig, aber irgendwo ist auch eine Aussteuerungsgrenze, die durch die Betriebsspannung bedingt ist und letztere kann man nicht beliebig groß wählen. Wir wollen - und müssen - ja auch noch genügend Headroom haben.
Zum "idiotensicheres System": Murphy sagt: Mache etwas idiotensicher, und nur Idioten mögen es benutzen wollen....
Ich denke aber, daß wir keine Idioten sind... :-)

Grüße
Rainer
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Antwort#23
Hallo Hans-Joachim,
ich habe dir eine E-mail an roehr.muenchen.... geschickt, die als unzustellbar zurueck kam. Hat sich die geaendert?
Gruss Hendrik
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Antwort#24
Lieber Hendrik,
da hast du dich auch genau an die korrumpierte Fassung gehalten. Mit roehrs.muenchen@ etc., also unter Einschluss des Genitiv-S, kommst du ungleich weiter. Nicht verzagen, nochmals versuchen, noch gibt es mich....
Hans-Joachim
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Antwort#26
hallo zusammen!
hab' ein anderes, weit weniger komplexes problem mit dem studer 169!
beim monitoring eines vocals, macht sich in der monitorsektion des mixers igendeine phasenschweinerei breit. jedenfalls kling das vocal ziemlich hohl über den hörer. einen mackie als monitormixer genutzt, leistet, zumidest als monitorsklave, weit bessere dienste. selbstverständlich und glücklicherweise ist das summensignal aus dem 169 perfekt. wenn nicht live eingesungen wird, sondern ein bereits aufgenommenes signal von der mehrspurmaschine abgehört wird
funktioniert die monitorsektion des 169 supergut! mein setup sieht wie folgt aus:
im aufnahmebetrieb
neumann u67-->TAB v76-->neumann w495/b--->urei 1178-->akai dr-8 HD recorder-->studer 169 ***hier macht er den fehler!!!***

beim mixdown
akai dr-8 HD recorder-->studer 169 ***hier ist alles im grünen bereich!!!***

allerbesten dank im voraus für eure hilfe
markus
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Antwort#27
Hi,
eine Vermutung: falls Du das Mikrofonsignal gleichzeitig direkt und über den Monitorausgang des Recorders auf dem Pult liegen hast und beide Kanäle öffnest, so klingt das Ergebnis durch die Latenz des Recorders (A/D/D/A-Wandlungen)und die damit verbundene kurze Verzögerung des Monitorsignals gegenüber dem 'Originalsignal' ziemlich seltsam.
Abhilfe: einen der beiden Kanäle von der Abhöre nehmen.
hth
gruss
joachim
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Antwort#28
oder Du hast bei der Kabelpeitsche zum LS-Anschluss einen Loetfehler....
Aber das doppelte Routing scheint auch mir wahrscheinlicher.
Herzliche Gruesse aus Leipzig
Georg


Einfach Klasse!
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Antwort#29
hallo!
bei diesem test liegt nur ein signal auf dem studer, welches seriell verkabelt von den anderen geräten zugeführt wird!
alles vollsymetrisch mit durchgemessenen kabeln! es ist also ein kanalfader offen und der kopfhörerausgang. das wars...
besten dank markus
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