Frequenzen für Lokalisation

Erstellt 5 Antworten6 Beiträge
Startbeitrag#1
Angenommen ich nehme einen Impuls (Knacken, Trommelschlag etc.) her dann lokalisiere ich eine Phantomschallquelle bei reiner Laufzeitstereophonie.
Jetzt verschiebe ich einzelne Frequenzbereiche zeitlich.
Hier sind mehrere Kombinationen denkbar.
Wie wirkt sich das auf die Position der Phantomschallquelle aus?
Auf welche Frequenzen reagiert das Gehör?
Praktische Fragen:
Wie spät darf ein künstlicher Bass aus einen Subbass-Processor kommen um nicht als separater Klang wahrgenommen zu werden?
Wie spät darf ein zugemischtes Sample gegenüber einem originalen Trommelklag verzögert sein um als ein Klang durchzugehen?
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Antwort#2
Hallo,
schau Dir mal den Link an. Dort wird es grafisch dargestellt.
Grundsätzlich brauchen wir bei tiefen Tönen eine höhere Laufzeit, als bei hohen impulshaften Tönen.
Bei tiefen brauchen wir bis zu 2 ms bei hohen schon bei 1 ms Laufzeitdifferenz um ein Signal klar der 100%igen Hörereignisrichtung zuzuordnen.
Gruß
Hendrik


Sengpiel
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Antwort#3
Ja, aber was ist, wenn ich es vermische. Und z.B. den Bassanteil einer Bassdrum verzögere. Ab wann wird er Bass als extra Schlag empfunden?
Was ist wenn ich den Schlag per Laufzeit panne? Muss ich da den Bassanteil anders verzögern?
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Antwort#4
Grundsätzlich brauchst Du für hohe Frequenzen geringere Laufzeitdifferenzen als für tiefe. Als Richtwerte nimm 1ms für hohe Frequenzen und 2 ms für tiefe. Umso höher die Frrequenz umso weniger verzögern und umso tiefer umso mehr. Genaue Untersuchungen bzgl Frequnz/Ortung/Laufzeit sind mir nicht bekannt. Das wird auch wohl sehr unterschiedlich sein.
Also, willst Du eine Bassdrum nach links "Pannen" verzögerst Du den Tiefbassbereich um 2ms und den "Attack" um 1,5 bis 1 ms.
Es ist wie beim Kontrabass in AB Technik aufgenommen. Da kann es Dir passieren, dass der Bass in der Mitte zu hören ist und das Anstreichgeräusch rechts.
Deshalb sollte man diese Werte auch mitteln, um insgesamt eine "schlüssige" Lokalisation zu ermöglichen.
Mehr kann ich Dir leider nicht helfen. Da hört mein Wissen dann auf. Vielleicht können Dir Eberhard Sengpiel bzw Rainer geziehlter weiterhelfen.
Gruß
Hendrik
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Antwort#5
Hallo Thomas,
Hendrik schreibt dir, wie Du eine BD mittels Delay nach links oder rechts pannen kannst. (1-2ms) Sollte es aber darum gehen, wie lange die BD verzögert werden kann, ohne dass man die BD als zweiten Ton (zweites Geräusch) wahrnimmt, dann gelten andere Zeiten. Aus "Dickreiter" meine ich mich noch erinnern zu können, dass bei kurzen, percussiven Tönen/Geräuschen die maximale Delayzeit wesentlich geringer als bei längeranhaltenden Tönen/Geräuschen ist. Bei Musik meine ich mich an
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Antwort#6
Wenn ich mal Zeit habe, müsste ich mal experimentieren.
Es sind natürlich zwei paar Dinge. Einmal zwei Sound zu einem und ein andermal die Lokalisation der Frequnzen.
Auf letzteres kam ich, weil wir es von der Reproduktion der Transienten hatten. Und die ist die Frage wie genau muss das sein um 100% Lokalisierung zu gewährleisten.
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