Decca Tree mit unterschiedlichen Druckempfängern??

Erstellt 7 Antworten8 Beiträge
Startbeitrag#1
...ich hab keine 5 baugleichen Druckempfänger, möchte aber ein Decca Tree aufbauen. Kann über 2 KM83 und 2 MK2H sowie ein K6 mit Kugelkapsel mikrofonieren. Im Grunde genommen ist es ja egal, sofern die Übertragungsqualität stimmt. Es wäre dann lediglich, je nach Typ (freifeld oder diffusfeldentzert) via EQ zu entzerren. Hat das schon jemand probiert? Oder sollte ich das Exiperiment lieber verwerfen?
Gruß
Jörg
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Antwort#2
Habe ich mal praktiziert.
Mitten-Mic war anders (LR waren Sennheiser MKH20, Mitte war ein AKG).
War nicht allzu problematisch.
Es gibt ja sogar Leute, die in der Mitte mit XY oder etwas voellig anderem aufnehmen.
Man muss bloss "mehr" hineinhoeren.
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Antwort#3
Generell liegt es nahe, das Mittenmikro mit einem anderen Typ zu bestücken, wenn man keine 3 von einem Typ hat. Meist bekommt man ja sowieso nur 1 abgeglichene Paar an Mikros.
Das mit dem XY- habe ich mir auch schonmal überlegt. Mit der Variation des Öffnungswinkels kann man doch herrlich den Aufnahmebereich einstellen. Was wäre anders herum mit 2 Nieren als Kugelersatz?
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Antwort#4
Mit drei Nieren erhaeltst Du den Fukada-Tree.
Laesst sich ja alles durchfuehren, ist aber dann kein DECCA-Tree mehr.
Auch das Center-XY, das ich genannt habe, wird praktiziert; dann steht aber der Tree meist nicht im Orchester (sondern eher davor) und es handelt sich schon eher um eine Technik XY+Flankenstuetzen.
Beim Original-DECCA befindet sich das Mitten-Mic doch ziemlich weit im Orchesters, was fuer die Kugeln spricht. Wenn Du Niere nimmst (oder ein XY) stellt sich die Frage, was Du mit der Charakteristik ausblenden willst, wie Du ausrichtest und ob ein solcher Wandler mitten im Orchester eine Funktion (welche?) erfuellt.
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Antwort#5
Drei Nieren -> Fukada-Tree
... aber dann kein DECCA-Tree mehr.
Auch das Center-XY ... wird praktiziert
Beim Original-DECCA befindet sich das Mitten-Mic doch ziemlich weit im Orchesters, was fuer die Kugeln spricht.
Wenn Du Niere nimmst, stellt sich die Frage, was Du mit der Charakteristik ausblenden willst ....
... und ob ein solcher Wandler mitten im Orchester eine Funktion (welche?) erfuellt.
Aha, den Namen als solchen kannte ich schon.
Habe ich verbucht!
Sollte man das XY Konventionell mischen, also direkt auf L und R wie im Alleinbetrieb, oder wie von mir vermutet, zunächst zu einer "einstellbaren Niere" als Centerkanal zusammenmischen, der dann seinerseits voll auf beide L+R geht? Nur im letzteren Falle dürfte das Decca (Fukada) als Dreichsystem wie gewohnt funktionieren.

"dann steht der Tree nicht Orchester ... und es handelt sich schon eher um eine Technik XY+Flankenstuetzen"
Dies spräche aber dafür "echtes" XY zu betreiben. So war es nicht gemeint.
Steht den ein Nieren-Center bei Fukada nicht im Orchester?
Ich hoffe nun, nichts durcheinander zu werfen: Das Studium einer Abhandlung über die Geschichte des Decca-PDFs (von wem, muss ich nachsehen) liess es offen ob jeweils Nieren oder Kugeln verwendet werden und gezeigt wurden nur "Dreiecke". Daher stand für mich das Mittenmikro in einem "Nieren-Decca" (das ab heute Fukada heisst) auch vorne, also durchaus im Orchester, genauer gesagt stand es nach meinem Dafürhalten immer in ähnlichem Abstand zur Frontreihe wie seine Begleiter.
Du schreibst nun:
Ergo stünden die drei Mikros bei kompletter Nutzung von Nieren eher flach?
Auch bei halbrunden Orchester?
Zuschauer!!! Die Hauptidee, statt der Kugeln die Nieren zu nutzen wäre, die Zuschauer von hinten etwas zu reduzieren und auch den Klang trockener zu bekommen im Falle von "bescheiden" klingenden Räumen z.B.

Wie gesagt: Geht man davon aus, daß man eine Mitten-Niere (wo auch immer sie steht) ersetzen will, so könnte man zwei daraus machen, wie ein XY verschalten und zusammenmischen. Wenn man so vorginge, liesse sich die Breite dieser Niere einstellen. Sagen wir 10-20 Grade. Sie könnte recht nahe ran, von mir aus an die Position, die auch eine Kugel hätte, oder gfs sogar noch näher. Aufgrund der Mikrofonverdopplung hätte man 6dB Gewinn, weswegen relativ um diese 6-dB weniger gepegelt werden müsste. Wegen der Aufspaltung der Mikrorichtungen würde man nicht ganz 6Db absenken. Berücksichtigt man nun, daß das Mono auf beiden Kanälen breiter wird, könnte man anders herum gedeacht sogar stärker als 6dB absenken. Das ist aber alles theoretisch und wurde noch nicht von mir probiert. Mit dem Arobieren warte ich aber noch etwas, weil ich mir den Aufwand genau dann sparen kann, wenn EBS dies hier liest und als Unfug einstuft :D
?
Der Grund, den Begriff "Nieren nehmen" in die Runde zu werfen war darüber hinaus der, daß ich mit 2 gekonterten Nieren ja eine Kugeln bekomme (so ein wenig jedenfalls). Wenn man also von obigem System der zwei gegeneinander leicht verdrehten Nieren ausgeht und diese weiter in Richtung 180 Grad verdreht, so lande ich doch prinzipiell bei der Kugel, oder?
Es ist allerdings wirklich die Frage, was bringt, (nur) für das MiMi eine Zwischenstufe zwischen Niere und Kugel hinzubasteln.
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Antwort#6
Bei der Wortfindung von Fukada-Tree, den Decca-Tree (Decca-Dreieck) mit M50 Mikrofononen mit Kugelcharakteristik für die Stereoaufnahme herbeizuzitieren, habe ich Bedenken.
Der Fukada-Tree hat nichts mit Stereo-Aufnahmen zu tun, sondern ist eine reine Surround-Sound 5.1-Anordnung. Dazu gehören auch zwei Raummikrofone. Das Center wird eben nicht auf L und R gegegen, sondern gehört allein dem Centerkanal. Die Idee von Fukada hat wenig bis nichts mit dem Decca-Tree zu tun. Der Fukada-Tree steht vor (!) dem Orchester und nicht innen drin.
Meinetwegen nennen wir eben drei Nierenmikrofone auch in Stereo eben Fukada-Tree; nur stehen die nicht im Orchester, sondern davor.
Man kann nur ungestraft mit Kugeln so nah an die Instrumente gehen, ohne hörmäßig gestraft zu werden. Darum Vorsicht bei Nieren.
Hier ist nicht die Audio-Polizei. Machen darf man einfach alles. Hauptsache es zeigt auch den gewünschten Erfolg. So einfach Austauschen der Decca-Kugeln in Nieren geht eben nicht.
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Antwort#7
Hi,
Zuschauer!!! Die Hauptidee, statt der Kugeln die Nieren zu nutzen wäre, die Zuschauer von hinten etwas zu reduzieren und auch den Klang trockener zu bekommen im Falle von "bescheiden" klingenden Räumen z.B.
Also, wenn Du mit Druckmikrofonen ca. 3m über einem Orchester liegst wird das Zuschauergeräusch grösstenteils maskiert. Da brauchst Du Dir nun wirklich keine Sorgen machen. Problematischer wird es erst, wenn Du den Räumlichkeitseindruck ändern möchtest, da meist - eine gute interne Balance des Orchesters hängt mit der Höhe des Trees zusammen - das Tree-signal alleine zu direkt ist.
Gr.
Dirk
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Antwort#8
Aha, dann streiche ich doch den Fukada mal gleich wieder aus meinem Kopf :D
Die Nieren streiche ich hingegen noch nicht ganz, das probiere ich in Kürze mal konsequent durch.
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