Hi, Nachdem ich viele der Diskussionen zu diesem Thema verfolgt habe, und noch mehr Kataloge, Tests und Artikel gewälzt habe, auch Rainers Rat bezüglich der Dateninterpretation befolgt habe, stellt sich für mich eine Frage: Gibt es ihn eigentlich, einen Preamp, der NUR ( möglichst neutral ) verstärkt und MÖGLICHST WENIG rauscht ? Ohne EQ, Comp., Wandler etc. Ich sehe den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr. Ich suche tatsächlich etwas, das jenseits von Geschmack / Einsatzbereich und diesseits der Bezahlbarkeit ist ( 300 - 1000 ¤ pro Kanal ), an dem ich zwei KM 184 / 183 betreiben kann, auf das dieses Thema für die nächsten paar Jahre erledigt ist. Die einzige Geschmacksfrage dürfte dann noch die Farbe der Neumänner sein ( ich bevorzuge Nickel ). Mir fällt gerade wirklich keiner ein...
Hallo Christoph, kaufe Dir doch von Lawo einen V 976/17. Die liegen so ziemlich an der physikalischen Rauschgrenze, entsprechen in allen Daten dem IRT-Pflichtenheft 3/5 und sind als Rundfunknormkassette von der Größe B1 ausgeführt (40x95x100). Man muß eines wissen: Je größer bei einem Mikrofonverstärker der Feineinstellbereich ist, desto ungünstiger wirkt sich dies auf das Rauschen aus!
Hi Rainer, ich habe noch nie mit einem V976 gearbeitet, es würde mich aber interessieren. Könntest Du mir sagen, was solch ein Modul ungefähr kostet? Ich nehme an man wird eine Art Rack dazukaufen müssen etc.? Überhaupt findet man im Netz - auch auf der Seite von Lawo - nichts über diese Preamps.
Hallo Dirk, Genauer Preis müßte man erfragen, aber die dürften heute so in der Gegend um 600...650 ? liegen. Man braucht dazu ein spezielles Rack wo die RF-Normkassetten hinein passen. Das kann aber von Lawo angefertigt werden. In den heutigen Unterlagen von Lawo sind diese Baugruppen nicht mehr verzeichnet, weil es konventionelle Analogtechnik in "klassischer" Studiotechnik ist und die nur bei Bedarf gefertigt werden. MfG Rainer
Das mit dem Feineinstellbereich und dem Rauschverhalten verstehe ich nicht, wie meinst du das? Der Gainbereich generell oder die Abstufung? Wenn man einen VCA hat, sollte das doch egal sein und ein simples Poti haben sicher nur die Billigteile. Btw: ich las neulich was vom "theoretischen Johnson Limit" im Bezug aufs Rauschen. Noch nie vorher gehört, weiss einer, was das ist?
Also VCA im Micpre....was sollte das bringen? Die Verstärker der V X76-Serie haben eine gerastete Grobeinstellung und eine Feineinstellung per Poti, siehe Schaltbild eines V476 von Neumann Georg
Der OP wollte ca. 400-1000 Euro pro Kanal. Aufgrund der genannten Neumaenner gehe ich davon aus, dass er langsfristig ein qualitativ hochwertiges Stereo-System zusammenstellen will. Da ist der Millennia eine gute Investition. Er ist tatsaechlich etwas fuer "Profi-Studios" und eine Anschaffung fuer mehrere Jahre, die sich auszahlt. Wenn der OP nur "brauchbare Oberklasse" will, so tut es ein RME Quadmic auch.
Kurzer Einwurf: Sind denn da die Neumänner wirklich die Oberklasse, die den Erwerb eines 2kE-Preamps rechtfertigen? Wäre das Geld nicht zunächst besser in noch höherwertige Mkros investiert? Z.B. DPA?
Die Neumann 183/184 gehoeren fuer mich in die Oberklasse; aber es gibt natuerlich auch noch die Sonderklasse.;-) Eine Kombination DPA (B&K) & Millennia HV3 ist schwerlich zu ueberbieten; da sind die 183/184 tatsaechlich etwas darunter. Ich verstand den OP so, dass er nicht schrittweise ausbauen will, dass er nicht jetzt ca. 500 Euro per Kanal und dann in 3 Jahren 1000 Euro per Kanal fuer eine erweiternde Neuinvestition ausgeben will. Er will eine Anschaffung, damit die naechsten Jahre "Ruhe ist". Daher mein Tipp fuer den Millennia HV-3B. Damit hat er im Bereich PreAmp fuer ein Stereo-System ausgesorgt. Ob er spaeter bei seinen Mics auch noch die letzte Stufe erklimmen will, bleibt ihm ueberlassen.
Hallo Jürgen, vorsicht bei den DPA-Mikrofonen, DPA mißt oftmals nach anderen Vorschriften sodaß ein Vergleich der Daten nicht so ohne weiteres möglich ist. Ich habe Unterlagen von Neumann, in denen die DPA mit den Neumann verglichen wurden und dabei schnitten die DPA im Störabstand schlechter ab!
Hallo, in dem Zusammenhang: gibt es Meinungen/Tests/Berichte über evtl. Unterschiede zwischen dem HV3 und dem HMA4000 (dpa)? Eben zur Verwendung mit den High-Voltage-Mics 4003... Gruss, Martin
DPA gibt beim Mikrofon 4006 (Omni) zum Beispiel an: Maximum sound pressure level: 143dB SPL. Das ist die Grenzaussteuerung. Sie sagen nicht, dass das beim Klirrfaktor von 1% gemessen wurde. Da alle Firmen die Grenzaussteuerung bei 0,5% Klirr angeben, ist das unfair, denn darauf zurückgerechnet hätte das DPA nur 137 dB SPL maximum sound pressure level. Also Augen und Ohren auf.
D.h. in einem Neumanndokument schneiden Neumannmikros besser ab? Das mit den 1% als Grenzwert für Verzerrung wäre natürlcih ein objektiver Wert. Die meisten, preiswerten Mikros beziehen sich ja auf 1%- einige sogar auf 2%. Aber bei den DPA hatte ich max-Dynamikpegel von z.T. 150dB in Erinnerung. Seltsam: Habe nun auuf der Seite mal nachgesehen: Das Type 4016 z.B: wird bei 0.5% soagr nur mit 110dB angegeben.
http://www.svconline.com/mag/avinstall_dpa_microphones/ Hier steht: Maximum SPL before clipping is 144dB. THD is less than 1 percent at peak SPL of 123dB. Man muss schon genau lesen und sich nicht fürs unsinnige Clipping bei 144 dBSPL interessieren, sondern für die schlappen 123 dBSPL bei 1% (!) Klirr-THD, was bei 0,5% Klirr nur noch ein Pegel von 117 dBSPL wäre! http://www.soundpure.com/showProduct.do?id=453 Hier steht: "Typ. 38dB (max. 40dB) Total harmonic distortion (THD): 133dB SPL peak (