Ich besitze ein älteres Bändchenmikrofon "Beyer M 360" . Wenn ich es an mein Mischpult anschließe, daß die "normale" XLR-Steckerbelegung 1 - Ground , 2 - hot , 3 - cold , aufweist, funktioniert es zwar , allerdings brummt es stark wenn man es berührt / in die Hand nimmt. Meine Frage an die Profis: Weiß jemand, ob die Beschaltung des Beyer-Mikrofons evtl. anders ist ( Es besitzt einen normalen XLR Anschluss )? Oder was könnte noch die Ursache sein ? Da ich weiß, daß Bändchenmikrofone empfindlich sind , möchte ich keinen Fehler machen und das Mikro u.U. kaputt machen. Bin für jeden Tipp dankbar !
Wenn es beim berühren brummt, ist mit Sicherheit etwas mit der Erdung nicht in Ordnung. Prüfe mal (Ohmmeter) ob der Pin 1 mit dem Gehäuse Verbindung hat und prüfe auch das Mikrofonkabel, ob der Pin 1 beidseitig mit dem Schirm verbunden ist. Wenn nicht, dann Schirm mit 1-er Pin verbinden, sowohl am Stecker als auch an der Kupplung.
... und prüfe nicht mit einem Ohmmeter, ob zwischen den Mikrofonpins 2 und 3 des Bändchenmikrofons eine Verbindung besteht. Das soll nicht gut für das "Lametta" im Mikrofon sein.
Da hätte ich keine Bedenken, daß der Meßstrom das Bändchen zerstören könnte. Bei elektronischen Ohmmetern ist der Meßstrom mit Sicherheit weit geringer als bei einem gewöhnlichen Vielfachmeßinstrument.
Bei einfachen Ohmmetern (Durchgangsprüfern) könnte die eingebaute Batterie für das Messen an den Pins 2 und 3 bei Bändchenmikrofonen schon bedenklich sein, weil der immer im Mikrofon eingebaute 30 zu 1 Übertrager für recht hohen Strom sorgt und der induktive Schaltimpuls recht hoch ist. So baut man auch Zigarettenanzünder mit Glühdraht. Ob das dem zarten Bändchen gut tut? Beim Lautsprecher-Polaritäts-Test mit einer Batterie habe ich hingegen weniger Bedenken.
Hallo, da habe ich ein Problem. Ich lese: "... und prüfe nicht mit einem Ohmmeter, ob zwischen den Mikrofonpins 2 und 3 des Bändchenmikrofons eine Verbindung besteht. Das soll nicht gut für das "Lametta" im Mikrofon sein" In der Literatur wird darauf hingewiesen, daß wegen der vom Bändchen zur Verfügung stehenden geringen Spannung in Bändchenmikrofonen eine Transformation erfogen muß und dazu ein Transformator eingebaut wird. Deshalb denke ich, daß zwischen den Mikrofonpins 2 und 3 die Sekundärseite des Übertragers liegt. Ob der geringe Stromimpulse in der Sekundärwicklung beim Messen auf der Primäseite des Übertragers einen Impuls erzeugt, der dem Bändchen gefährlich werden könnte, kann ich nicht einschätzen. We weiß mehr? Vieke Grüße Rolf
Bei Durchgangsprüfern hätte ich schon Bedenken, weil der Meßstrom ziemlich hoch sein dürfte. Man sollte noch aus einem ganz anderen Grund Ohmmeter verwenden mit geringem Meßstrom (z.B. das "Unigor 6e hat einen sehr niedrigen Meßstrom): Durch anlegen von Meßspannung an den Übertrager wird dieser aufmagnetisiert. Dies kann später zu Verzerrungen führen. Wenn von vornherein der Meßstrom auf einen Wert von nur ein paar µA begrenzt ist, dürfte das kaum etwas schaden.
Zunächst mal: DANKE für die Tipps. Ich hab´s mit den Ohmmeter, wie Rainer empfohlen hat, am Gehäuse und an den Pins ( jeden einzeln ) überprüft , und festgestellt, daß bei diesem Mikrofon ( Bj. vermutlich 60er - 70er Jahre ) Pin 3 die Masse ist. Das "Lametta" hängt an Pin 1 und 2 . Ich war mal wagemutig und habe auch zwischen Pin 1 und 2 den Durchgangsprüfer gehalten. Ds Mikro hat´s ausgehalten und verzerrt auch nicht , wie jemand vermutete. Also nochmals danke für die guten Tipps an alle !
"Pin 3 ist die Masse. Das "Lametta"-Bändchen hängt an Pin 1 und 2." Demnach dürftest du nicht an einem XLR-Stecker gemessen haben. Denn dort wäre 1 immer die Masse. 2 und 3 sind dann die beiden heißen Mikrofon-Pole.