Mikrofonische Übertrager

Erstellt 13 Antworten14 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo,
was kann ich gegen mikrofonische Eingangsübertrager tun? Sie sind direkt auf die Platine gelötet und mit MU-Met. abgeschirmt. Entmagnetisieren, Ausgießen?
Vielen Dank für eure Antworten.
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Antwort#2
Gegen durch sehr hohen Schalldruck ausgelöstes mechanisches Schwingen der Mikrofon-Eingangsübertrager würde ich erst einmal die Körperschallbrücke unterbinden. Leider hilft oft nur, der menschlichen "Schallquelle" zu sagen, sie möge nicht so wahnsinnige Energie in ihr Spiel legen, dass sogar die Zahnplomben rausfallen und auch dem Trommelfellen bekommt das auf die Dauer nicht gut.
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Antwort#3
Es geht nicht um hohe Schallpegel, sondern ums bloße Berühren des Pultes bei der Arbeit. Das reicht schon aus damit es zur Übertragung kommt...
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Antwort#4
Könntest Du nochmal das Probelm beschreiben? Aus Deinem Replay entnehme ich daß Du ein Schwingungsproblem hast (wofür auch "Ausgiessen" späche), Dein Einwand "Entmagnetisieren" deutet jedoch auch auf elektrische Probleme.
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Antwort#5
Die Übertrager im Mischpult reagieren wie Mikrofone, d.h. wenn ich das Pult benutze, indem ich Schalter drücke oder an Potis drehe, höre ich die Bediengeräusche auf meiner Summe/Abhöre und zwar nicht als elektrische Störung, sondern akustisch. Eben wie durch ein Mikrofon aufgenommen. Einige Übertrager machen das stärker, andere schwächer. Je höher der Gain, desto stärker die Geräusche. Der Austausch und das Abklopfen der Ü. untereinander beweist, dass es an ihnen liegt....
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Antwort#6
Wenn Du es "akustisch" wahrnimmst, so muss irgendwo die Umandlung des Koerperschalls in das elektro-magnetische Signal mechanisch erfolgen.
Erste Frage: Hast Du ein eingebautes Mikro im Pult?
Zweite Frage: Wie sind Deine Uebertrager aufgebaut?
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Antwort#7
Es sind die Übertrager. Nichts anderes.
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Antwort#8
Wenn ich diesen Fall so analysiere, dann schwingen die kleinen Eingangs-Übertrager auf der gedruckten Platine des Mikrofonverstärkers, wenn man am Mischpult hantiert. Das kann nur direkter Körperschall (!) sein, wenn nicht doch ein Kommandomikrofon offen ist. Ich würde mal probieren, ob reingeklemmte Schaumstoff-Fetzen das Schwingen der Platine mit den Übertragern mildern kann.
Mir ist bekannt, dass zum Beispiel ein eingebauter Taster im Fuss eines Kommandomikrofons beim Draufdrücken immer einen unangenehmen Bumms im Kommandolautsprecher machte. Der Körperschall ging mechanisch vom Taster über den Schwanenhals in das Mikrofon. Die Lösung war einfach: Einen Extra-Schalter daneben anschließen. Also nie einen Taster in den Fuß des Mikrofons einbauen.
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Antwort#9
Hallo Manni, das Abmildern der Körperschallübertragung ist sicherlich eine gute Sache, nur leider nicht so ohne weiteres zu realisieren, da u.a. die Bedienelemente direkt mit der Platine und so mit dem Übertragern verbunden sind. Mich interessiert daher, ob man das Problem direkt am Übertrager lösen kann, indem man sie mit Gießharz ausgiest. Leider sind die Dinger mit MU-Metall abgeschirmt und dicht zugepresst. Ich müsste also die Gehäuse öffnen oder aufbohren und riskiere dabei evtl. die kompl. Zerstörung der Übertr.
Ich bin eben nicht sicher, ob das überhaupt reicht, denn selbst beim kompl. Ausgiesen, können ja immernoch Windungen im Innern wackeln....!?
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Antwort#10
Ich sehe das Problem. Klingt in der Tat nach wacklig aufgebauten Ü wo die Spulen nicht fest sitzen. Das ist ein generelles Fertigungsproblem: Jeder Kern wird anders gefertigt und bei der Montage gedrückt, wodurch sich der Luftspalt dann als sehr relevant erweist. Es könnte nun durchaus so sein, daß ein weich befestigter Kern druckempfindlich ist oder schwingt.
Ausgiessen würde ich das, in dem ich das MU-Metallgehäuse an zwei Stellen oben anbohre und mit einer Spritze befülle. Gfs den Hersteller des Ü vorher anmailen, wo genau das am Besten zu geschehen hat.
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Antwort#11
Ich würde Dir in keinem Fall raten, den ÜT aufzubohren, denn die Gefahr daß Du die Wicklung dabei beschädigst ist sehr groß ! Auch wird durch jede Öffnung im Mu-Metall die Schirmwirkung vermindert. Bau den ÜT aus und schicke ihn zum Hersteller. Er soll sehen wie er das Problem löst. Auf jeden Fall deutet das ganze Problem auf einen schlechten Übertrager hin. Gute ÜT's haben keinen Mikrofofonieeffekt.

MfG
Rainer
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Antwort#12
grad nur mal ne idee:
je nach grösse, könnte man die dinger vielleicht mit 'bostik blu-tack' umhüllen. diese knete hat bei mir in diversen anderen fällen schon wunder gewirkt, um etwas vor akustischen einflüssen zu versiegeln. das bringt dann noch eine zusätzliche masse auf die platine, was zusätzlich einen positiven effekt haben könnte. vorteil: ohne beschädigung wieder entfernbar.


blu-tack
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Antwort#13
danke für eure Antworten, werde wohl erstmal versuchen neue ÜTs zu bekommen.....
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Antwort#14
Hallo Kyuri,
Die MU-Metallschirme lassen sich oftmals mechanisch lösen. Leider beschreibst du nicht, welche Übertragerausführung bei dir vorliegt.
MU-Metall ist äußerst empfindlich gegen mechanische Beanspruchung, das ändert sofort den "u"-Wert. Deshalb sind die Teile meist einfach demontierbar.
Du solltest beim Verguß daruaf achtetn, daß kein Klebstoff mit zu starkem Schrumpf verwendet wird, sonst riskiert du Drahtabriß. Es gibt z. B. von DOW Corning sehr spezielle, dünnflüssige Vergußsilikone für elektronische Schaltungen, die Shorehärte liegt meist bei ca. 30 Shore (A), damit liegst du auf der sicheren Seite.
Gruß
M. Hein
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