Ambienvemikros bei Liveaufnahme

Erstellt 13 Antworten14 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo!
Ich hab schonmal die Suchmaschine bemüht sind aber noch nicht alle unklarheiten beseitgt.
Es geht um die Mikrofonierung des Publikums bei Konzertmitschnitten. Was benutzt Ihr da für Anordungen? Da ich jetzt schon rausgefunden habe das es am sinnvollsten ist die Mics ins Publikum zu stellen und später beim Abmischen mit nem Delay zu arbeiten wäre jetzt nur noch die Frage nach der Anordnung, ich dachte da an klein AB mit zwei Kugeln. Oder doch lieber auf die Bühne mit den Mics neben jede Boxenseite eins und dann mit so einer Art groß AB mit zwei Nieren ins Publikum gerichtet?
Schonmal besten Dank
Gruß
Sebastian
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Antwort#2
Hallo Sebastian,

laß im Himmels Willen die Mikrofone aus dem Publikum raus! Du bekommst Geräusche noch und noch. Ich habe das früher auch gemacht, daß ich Raummikrofone angeordnet habe und hatte nur Probleme mit den Geräuschen die im Publikum erfolgen: Schwätzen, Husten, Stuhlknarren und alles was man sich denken kann. Verzichte auf den "authentischen" Raumeindruck und verwende besser künstlichen Hall.

MfG
Rainer
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Antwort#3
Rainer,
verallgemeiner doch nicht so. Ich wuerde gerne wissen, WAS denn aufgenommen werden soll. Bei mancher Musik ist das Publikumsgeraeusch sogar erwuenschenswert.
Gr.
Dirk
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Antwort#4
Hallo Dirk,
was willst du denn im Publikum aufnehmen?
Die Klangfarbe der Saalbeschallung?
Die nichtvorhandene Räumlichkeit der Schallquellen?
"Spontane Emotionen" des Publikums?
Bei letzterem empfiehlt es sich Menschen zu bestellen, die durch übertriebene Laut-Äußerungen die Tonaufnahme beleben. Wir wissen doch, dass Aufnahmen von Jürgen von der Lippe oder Mike Krüger mit bezahlten "Jublern" unterlegt sind. Außerdem gibt es "Geräuschbänder" mit penetranten lauten Lachern für die Nachbearbeitung.
Mundwinkel anheben und Lächeln sind eben nicht mit einer Tonaufnahme festzuhalten.
Dieter
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Antwort#5
Hallo Rainer...
ich vermute hier eher eine Aufnahme aus dem Rock/Pop/Jazzbereich. Da wird es wohl weniger um die Raumakustik gehen, als vielmehr tatsächlich um die Publikumsreaktionen. Und die kann man BTW auch nur da einblenden, wo sie erwünscht sind, also etwa am Ende eines Stückes o.ä.
Noch ein Wort zu Dieters Vorschlag, dafür doch lieber fertige Bänder/Samples zu nehmen: Das kann doch als Tontechniker nicht dein Ernst sein? Wozu macht man denn dann eine Aufnahme einer realen Veranstaltung? Dann nimm doch bitte statt des Blüthner-Flügels auch ein x-beliebiges Stagepiano - da kommen viel mehr unerwünschte Nebengeräusche mit auf die Aufnahme. Oder spar den klassischen Gitarristen ein, das geht doch auch mit einem MIDI-Keyboard...
Als letzte Möglichkeit, wenn im Original das Publikum nicht "genug" reagiert hat (oder der Saal einfach zu schlecht besucht war), oder tatsächlich mehr störende als wünschenswerte Geräusche aus dem Publikum kommen, dann kann man immer noch tricksen. Aber von vornherein auf echte Atmosphäre verzichten? Komisch... Ich dachte, hier wird immer soviel Wert auf "authentische Reproduktion" gelegt!
Jens
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Antwort#6
Dieter,
wie ich schon geschrieben habe ist der Richtfaktor das aufzunehmende Schallereignis - ein klassisches Konzert nehme ich gerne mit dem eher nahen Hauptsystem zugemischten "Raummikros" auf und habe eigentlich eher weniger Probleme gehabt mit nervenden Publikumsgeraeuschen waehrend der Musik.
Eine Jazz-gig im lokalen Club z.B. :-) dagegen verlangt doch geradezu nach den Publikumsgeraeuschen, sie sind Teil der kuenstlerischen Aussagekraft der Aufnahme.
Popkonzerte von mir aus sind vielleicht eher funktional aufzunehmen, getrennte Audience-signale koennen da bei Bedarf ein- und ausgefadet werden, um Programmpunkte abzutrennen oder den Witz des Saengers lustiger erscheinen zu lassen.
Wie auch immer: niemand diktiert was richtig und was falsch ist, und es gibt keine "eine" Loesung. Publikumsmikrofone - richtig eingesetzt und plaziert, natuerlich - koennen sehr hilfreich sein.
Dirk
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Antwort#7
Ich habe einmal bei einer Jazz-Aufnahme in einem Klub einen Kunstkopf samt Hut ins Publikum gesetzt,... ist eine interessante Aufnahme geworden , und insbesondere die Musiker haben die naturgetreue Abbildung und Ortbarkeit des Raumes (über Kopfhörer) sehr geschätzt.... :)
Also, experimentieren ist sehr wohl erlaubt!


Tonzauber - einfach klassisch
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Antwort#8
Hi,
erlebt man dann mit Kopfhoerer auch den zunehmenden Klangunterschied nach steigendem Alkoholkonsum? :-)
Gr.
Dirk
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Antwort#9
ja durchaus....vor allem am zunehmenden Obertonspektrum des weiblichen Gelächters...


Tonzauber - einfach klassisch
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Antwort#10
Hallo!
Also es ging eher um die Reaktionen des Publikums im Rock Pop Bereich. Wenn das Publikum bei irgendeinem Song den die Band spielt lauthals mitsingt hätte ich das auch gern auf der Aufnahme. Die Frage ist nur stell ich zwei Nieren in Groß AB auf die Bühne neben jedes Stack z.B. oder stelle ich einmal klein AB mit zwei Kugeln an den Foh Platz oder lass ich einfach zwei Kugeln in Groß AB von der Decke abhängen, das war halt die Frage die sich mir stellt wie ich zum besten Ergebniss komme.
Gruß
Sebastian
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Antwort#11
Moin...
ich kann aus jüngster Erfahrung berichten, dass ein Tontechniker das Publikum bei einer Aufnahme meiner eigenen Band mit je einer Grenzflächen AUF dem Stack mitgeschnitten hat.
Was mir beim Aufbau noch ausgeprochen Spanisch vorkam ("...da kommt doch nur PA rein über den Körperschall, aber kein Publikum?"), hat mich im Ergebnis erst überrascht und schließlich überzeugt.
Jens
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Antwort#12
Hi!
Wie hoch waren denn dann die Stacks über den Köpfen des Publikums? Weil wenn ich mir jetzt überleg das da ein PZM in 2,5m Höhe auf ner Box liegt kann ich mir auch nur noch schwer vorstellen das da noch was vom Publikum ankommt.
Gruß
Sebastian
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Antwort#13
Hallo Sebastian,
ich hatte vor einiger Zeit eine ähnliche Frage gestellt: http://f11.parsimony.net/forum16949/messages/36159.htm
Bei den Aufnahmen schließlich hatte ich dann ein Kondensatormikro (Niere) seitlich auf der Bühne auf Höhe der PA-Boxen in Richtung Publikum aufgestellt.
Im Mix habe ich dann das Mikro an den erwünschten Stellen hochgezogen und damit für mich (Amateurmusiker, der für seine Band Demos benötig) sehr brauchbare Ergebnisse erzielt.
Gruß Dan
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Antwort#14
Die Höhe kommt hin.
Wie gesagt: mich hat das erst auch gewundert, aber die Atmo kam auf der Aufnahme gut rüber - und mit nur sehr wenig tieffrequentem Störschall vom Stack. Das kann man bendenkenlos weg-EQen, denke ich.
Ich habe das auch nur vorgeschlagen, weil ich es letztens mit überraschend gutem Ergebnis selbst erlebt habe.
Jens
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