Praktikum in der Tontechnik gesucht

Erstellt 30 Antworten31 Beiträge
Startbeitrag#1
Guten Tag!
Möchte gerne ein Praktikum im Bereich der Tontechnik absolvieren. Vielleicht kennt hier ja jemand ne gute Adresse oder hat ein paar Tipps für mich?
Ich wohne in der Nähe von Bonn.
Vielen Dank für eure Posts,
Melanie
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Antwort#3
Hier gibt es Angebote für das Gebiet Köln/Bonn.



Ausbildungsplätze
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Antwort#4
Als Anmerkung zu dem Link bzw. zur Ausbildung TonIngenieur / Tonmeister:
Die Interessenten an diesen Ausbildungen sollten sich vor Augen halten, daß beide Studiengänge
mit einem Studium an einer Musikhochschule verbunden sind. Vor den Eintritt in eine solche Institution
ist eine "Aufnahmeprüfung" gesetzt. Wer sich die Aufnahmeprüfung zu einem "normalen Studium
Hochschulklasse" zutraut, kann versuchen, die Prüfung für den TonIngenieur zu bestehen. Wer meint,
er brauche erst gar nicht Musik zun studieren, weil er sich gleich zum Konzertexamen anmelden
kann, soll Tonmeister machen.
Die Eingangsvoraussetzungen können angesichts der vielen Bewerber auf wenig vorhandene Studienplätze
derart hoch gesetzt werden. Gerade Musiker, die rechtzeitig erkennen, daß sie niemals im Konzertbetrieb
so Fuß fassen werden, schwenken gerne auf Tonmeister um.
Ich fürchte, einige Jahre nur Schlagzeug gespielt zu haben, reicht da nicht. Es sollte wenigstens ein
Soloinstrument oder Klavier beherrscht (!) werden.
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Antwort#5
Danke Juppy, für den "Ball":
Die Eingangsvoraussetzungen können angesichts der vielen Bewerber auf wenig
vorhandene Studienplätze derart hoch gesetzt werden. Gerade Musiker, die
rechtzeitig erkennen, daß sie niemals im Konzertbetrieb so Fuß fassen werden,
schwenken gerne auf Tonmeister um.
Eine Anmerkung hierzu. Es ist bekannt, dass sich diese umgeschwenkten Studenten beim Studium "Diplom-Tonmeister" recht schwer tun mit der Elektro-Akustik und der Liebe zur Aufnahmetechnik.
Meine private Meinung hierzu ist: Sie werden keine "guten" Tonmeister. Sie nehmen somit den anderen die Studienmöglichkeit.
Wer also keine "abgebrochene" Musikerlaufbahn hat, ist deutlich besser für diesen vielseitigen und schönen Beruf geeignet.
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Antwort#6
Eine Anmerkung hierzu. Es ist bekannt, dass sich diese umgeschwenkten
Studenten beim Studium "Diplom-Tonmeister" recht schwer tun mit der
Elektro-Akustik und der Liebe zur Aufnahmetechnik.
Meine private Meinung hierzu ist: Sie werden keine "guten" Tonmeister.
Sie nehmen somit den anderen die Studienmöglichkeit. Wer also keine
"abgebrochene" Musikerlaufbahn hat, ist deutlich besser für diesen
vielseitigen und schönen Beruf geeignet.
Liebe zur Aufnahmetechnik?
Im Vordergrund sollte schon die "Liebe zur Musik" stehen.
Und ins Bett nehme ich meine Liebste, nicht meine Mikrofone.
Und die meisten Musikstudenten werden keine guten Musiker. Ich habe - wie viele andere hier sicher
auch - genügend Mittelmaß kennen gelernt. Die Male, wo ich vor den Leuten, die ich aufgenommen habe,
wirklich den Hut ziehen mußte, sind doch recht selten.
Wieso sollte das bei "Tontechnikern" - wie auch in vielen Berufen - anders sein?
Abgesehen davon ist die Ausbildung zum Tonmeister eine Musikausbildung. Und die meisten betreiben
ihren Beruf mit einer ausgesprochenen Liebe. Manch einer wirkt in Kammermusikensembles mit, zum
einen, um sich selber weiter zu schulen und sich zu sensibilisieren, zum anderen, weil's einfach Spaß macht
(, nicht nur den Kram anderer zu bearbeiten).
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Antwort#7
Juppy alles richtig was du sagst.
Kannst du dir einen fertigen Musiker vorstellen, der den Orgel-C-Schein hat, aber keine Anstellung in der Kirche als Berufs-Organist findet?
Aus der Not heraus kommt ihm der Gedanke, es mal mit der "Tonmeisterei" versuchen zu wollen.
Das wird kein Tonmeister werden, von dem ich gerne aufgenommen werden möchte.
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Antwort#8
...da frage ich mich grad: wer von den Tonschaffenden hier ist eigentlich befähigt und in der Lage einen Praktikanten oder eine Praktikantin zu beschäftigen? Welche Voraussetzungen sind dafür notwendig? Tonstudios oder Firmen für Veranstaltungstechnik, Filmproduktionsfirmen und was es in der Richtung noch gibt, sind ja keine 'Handwerksbetriebe' in üblichem Sinne mit Innung und so... Sicher möchte da so mancher einen billigen Strippenzieher oder Equipmentschlepper haben, oder? :)
Weiss hier einer, was die Voraussetzungen sind? Schliesslich soll es ja eine Bescheinigung geben, die anerkannt ist - an Hochschulen, oder wo auch immer.
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Antwort#9
Stefan,
Ein Tonstudio kennt keinen Meister, der bei der Industrie- und Handelskammer eingetragen ist und der Gesellen ausbilden darf.
Ob Mitarbeiter eines Studios befähigt sind Praktikanten auszubilden, wird niemand fragen. Es gibt auch keine geforderten Voraussetzungen dafür.
Ich weiß nur, dass Schüler in ihrem letzten Schuljahr Mittelschule im Fach Arbeitslehre einen Monat lang ein Praktikum machen sollten. Wenn man dann als Studiobesitzer die beamtischen "Richtlinien" und "Forderungen" der Schule an den Ausbilder für das Praktikum überflogen hatte, konnte man nur zu dem Schluss kommen, nie einen Praktikanten dieser Art haben zu wollen.
Eine Bescheinigung, die allgemein an Hochschulen anerkannt ist, kann es auch nicht geben.
Es ist sehr schwer einen Praktikumsplatz zu bekommen, wenn man nicht Beziehungen hat und mit "Forderungen" klappt das erst recht nicht.
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Antwort#10
wofür ist dann ein Praktikum gut? (zugegeben - dumme Frage).
Ein Praktikant ist ja quasi noch weiter unten, als ein Lehrling und ich würde sowas auch nur machen, wenn mir dann eine entsprechende Bescheinigung im weiteren Werdegang weiterhilft...
Diese Einmonats-Praktikanten: sitzen die nur in der Ecke, gucken dir auf die Finger und stehen im Weg, weil sie nichts arbeiten dürfen?
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Antwort#11
Kannst du dir einen fertigen Musiker vorstellen, der den Orgel-C-Schein hat,
aber keine Anstellung in der Kirche als Berufs-Organist findet?
Ich kenne einen, der ein genialer Musiker ist - als Organist, Pianist und Liedbegleiter.
Letztlich hat er es auf Grund seiner "Mentalität" nur zum Provinzorganisten geschafft.
Wäre er mit seiner Anstellung und den kleinen Mucken nicht so ausgelastet, ich würde
sofort mit ihm zusammenarbeiten wollen und ihm dabei durchaus auch musikalische
(Mit-)Verantwortung übertragen - zumal er obendrein zu denen gehört, die sich gerne
die Anregungen anderer anhören, um seine eigene Auffassung zu überdenken.
Vor allem bei Kirchenmusikern sollte man vorsichtig sein, einige dieser Jungs (und
inzwischen auch Mädels) sind richtig fit: Transponieren vom Blatt, in Gehörbildung
kaum zu übertreffen.
Ich gebe Euch in Bezug auf jene gerne recht, die merken, daß sie weder Fähigkeiten noch
Format zum Künstler haben und überlegen, was aus dem Leben noch werden kann. Als
Instrumentalpädagoge mit unmotivierten Kindern? Taxifahrer, Alleinunterhalter als Barpianist
(diese Jobs wurden auch schon abgebaut und Selbstspielerklaviere ersetzt)?
Tonmeister ist doch auch nett, man kommt durch die Welt - womit sogar der Traum des
Instrumentalisten- oder gar Solistendasein erfüllt wäre ...
Aber ein Aspekt, der Euch wirklich recht geben könnte:
Für eine anstehende Kammermusikproduktion mit Zeitgenössischen Werken habe ich einen
Cellisten, den ich für genial halte und der sehr viel dieser Musik macht, gebeten, mir bei der
Produktion zu helfen. Er hat abgelehnt mit dem Hinweis, er sei "nur" Cellist und könne
diese Aufgabe nicht erfüllen.
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Antwort#12
wofür ist dann ein Praktikum gut? (zugegeben - dumme Frage).
Ein Praktikum ist eine vom Arbeitsamt akzeptierte Maßnahme über éinen Zeitraum von
drei Monaten, während der das Arbeitslosengeld weiterbezahlt und der Praktikant vom
Arbeitsamt verschont wird, in der Hoffnung, daß dieser Arbeitslose vom Betrieb über-
nommen wird und damit aus der Statistik verschwindet.
Viel Spaß beim Suchen eines Praktikumsplatzes ...
Für ein Studium an einer Hochschule wird man ein Praktikum wohl nicht vorweisen müssen.
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Antwort#13
...kein Studium ohne Praktika! :))
Selbst ein absolviertes Musik-Grundstudium galt als 'Praktikum' und wurde im Studiengang Bild&Ton in Düsseldorf anerkannt (war zumindest früher mal so, wenn ich mich recht erinnere...)
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Antwort#14
Studiengang Bild&Ton in Düsseldorf
So ziemlich der ineffizienteste und unorganisierteste Studiengang, den man sich denken kann. Es kommen sich zwar alle gross vor, ist aber nicht viel dahinter.
Alles ein bisschen, nichts richtig.
Das braucht die Welt nicht.
Rate jedem davon ab!
Zu den Profs habe ich von Kollegen auch schon übles gehört, das sage ich hier lieber nicht.
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Antwort#15
...kein Studium ohne Praktika! :))
MOMENT!
Wir sollten doch unterscheiden zwischen ausbildungsbegleitenden/ergänzenden Maßnahmen
und jenen "Schnupper"angeboten, die nur dazu führen, daß sinnlos Zeit abgesessen oder
vertrödelt wird.
Also, Frage an z.B. Rainer oder ebs:
Was macht ihr mit den Jungs, die Tontechnik total toll finden und irgendwie immer mal
was kreatives mit irrer Technik und einem Gewusel von Knöpfen anfangen wollten?
Mikrofonkabel verlegt Ihr selbst, ebenso wickelt ihr diese wieder auf - denn keiner hat
die Zeit, beim nächsten Mal 400 Meter Kabel zu entwirren. Stundenlang erklären, wieso welches
Mikrofon wohin kommt? - Für den Streß habe ich keine Zeit.
Kisten nach Außenproduktionen zusammenpacken? Ich hätte Angst, daß ein Mikro verloren geht.
Die Überspielung von Band auf Schnittcomputer? - Langweilig
Die Auswahl der Takes und den anschließenden Schnitt? Muß ich eh selber machen.
KAFFEE KOCHEN - auch nicht, ich trinke eh schon zuviel.
Was - zum Teufel - soll ich dem Praktikanten vermitteln?
Wenn sich "mein" Praktikant für die Zeit ausgiebig mit seinem Instrument beschäftigt,
mit jemandem zusammen musiziert
UND LERNT, AUF EINEN KAMMERMUSIKPARTNER ZU HÖREN,
hat er in meinen Augen tausend mal mehr in der Zeit für eine berufliche Qualifikation getan
als wenn er in einem Studio herumsitzt.
Sorry - meine bescheidene Meinung.
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Antwort#16
""Was macht ihr mit den Jungs, die Tontechnik total toll finden und irgendwie immer mal was kreatives mit irrer Technik und einem Gewusel von Knöpfen anfangen wollten?""
Oftmal ist es so, daß - wenn man mal tiefer hinter die Leute blickt - es an den einfachsten Dingen hapert: Das HÖREN. Ich hatte kürzlich einen Studenten zu betreuen, der bei uns in der Vorlesung "Audiotechnik" 2 mal durch die Klausur gerauscht war. Er sollte dann eine praktische Übung machen mit anschließender mündlicher Prüfung. Er sollte eine Mischung machen von einer Choraufnahme, die in 8-Kanaliger Aufnahme vorlag. Ich hatte große Mühe, ihm erst mal klar zu machem wie sich eine Mono- und eine Stereoaufnahme gehörmäßig unterscheiden... d.h.: Er war nicht mal in der Lage, eine Mono- von einer Stereoaufnahme zu unterscheiden. Vom Ausgang der mündlichen Prüfung will ich gar nicht erst reden...
So sind dann oftmals die Tatsachen.

Grüße
Rainer
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Antwort#17
Er war nicht mal in der Lage, eine Mono-
von einer Stereoaufnahme zu unterscheiden
Wahrscheinlich hast Du uns verschwiegen, daß nur eine Mono-Abhöre zur Verfügung stand?
Vor Jahrzehnten hatte ich auf einer HiFi-Messe Lautsprecher vorgeführt.
Ein älterer Herr bestand darauf, die offensichtlichen Unterschiede nicht zu hören.
Erst als er ging, wandte er mir sein rechtes Ohr zu: Da saß ein Hörgerät ...
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Antwort#18
nasowas ...aber die Hörgeräte sind heutzutage um einiges besser geworden! :)
Trotzdem: seid alle hier bloss vorsichtig - vorallem die Musiker - dass ihr sowas nicht bald braucht!
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Antwort#19
Nein, es stand definitiv eine Stereoabhöre zur Verfügung und ich habe ihm sogar im Umblendvergleich Stereo ./. Mono vorgeführt! Er hat es sogar über Kopfhörer abgehört!

Grüße
Rainer
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Antwort#20
Habe damals mal zu meinem Chef (Herrn Lawo) gesagt: Wenn wir mal keinen Markt mehr für Tonregieanlagen haben sollten, dann bauen wir Hörgeräte - da haben wir eine sichere Zukunft!
Meine jüngste Nichte ist Hörgeräteakustikermeisterin und leitet eine Filiale eins bekannten Hörgeräteherstellers, und ist darüber hinaus noch als Lehrbeauftragte an der Hörgeräteakustikerschule in Lübeck tätig.

MfG
Rainer
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