Klangqualität durch zeitrichtiges Hören

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Antwort#101
Sehe ich auch so. Albert Einstein hätte die Relativitätstheorie bestimmt nicht entwickeln können, wenn ihm die Gesetze der klassischen (Newtonschen) Physik nicht bekannt gewesen wären. Die Newtonsche Physik hat sich seit Einstein ja auch nicht als falsch erwiesen.
Die moderne Physik (Relativitätstheorie, Quantentheorie, Atomphysik) hat die klassische Physik mehr bestätigt als widerlegt.
Ich staune auch immer wieder, was den bekannten Naturwissenschaflern alles für Märchen angedichtet werden.

MfG
Rainer
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Antwort#102
Hallo Rainer,
"Die technischen Daten sind ja ganz gut, aber es klingt schlecht". Ebensowenig umgekehrt: "Die technischen Daten sind ja miserabel, aber es klingt gut".
Ich hoffe, Du wirst jetzt nicht auch noch böse auf mich, denn ich will gerne mit Dir in Ruhe diskutieren. Ausserdem siehst Du in anderen Postings, dass ich ja in vielen Punkten Deiner Meinung bin. Bloss obenstehendes lässt mich doch stutzen. Wenn Du dies wirklich noch nie begegnet bist, bist Du entweder ein begnadeter Entwickler oder hast Du ziemlich viel Glück gehabt.
Andauernd höre ich unter Kollegen - um es mit Deinen Worten zu sagen: "nahmhaften" Kollegen - diese Diskussionen. Da geht es übrigens um Geräte, deren Spezifikationen so gut sind, dass davon gar nicht mehr die Rede ist.
Ich erinnere mich an einen Artikel von John Watkinson über den Sinn der durch die Hersteller angegebenen Spezifikationen bei ihren Geräten, wobei er vor allem den Frequenzgang als einen oft überbewerteten Teil ansieht.
ICh vermute in dieser ganzen Forum-Diskussion eine Uneinigkeit darüber, was wir eigentlich meinen mit Messwerten und Daten. Es kommt nämlich oft vor, dass Geräte mit ähnlichem Frequenzgang (gleichen gibt es nicht) total anders klingen, da wie wir wissen u.a. das zeitliche Verhalten auch mitzählt. Letzteres wird bloss oft nicht betrachtet.
Deswegen nochmals Rainer, ich glaube auch, dass alles Hörbare gemessen werden kann, und alles Messbare nicht unbedingt hörbar ist. Jedoch interessiert mich viel mehr WAS gemessen wird und WIE wir das dann Hören. Vielleicht haben wir doch noch nicht eine hinzureichende messtechnische Beschreibung gefunden für unsere Audiogeräte.
Ich jedenfalls kann mir meist nur schwer eine Vorstellung machen vom Klang eine Gerätes, wenn ich mir das Datenblatt durchlese.
Das Argument "ein gut konzipiertes Gerät klingt nicht" finde ich zu einseitig und interessiert mich ehrlich gesagt auch als künstlerisch engagierter Mensch nicht. Meine Erfahrung im Aufnahmeprozess hat mir bisher auch bestätigt, dass jedes Gerät extra in der Kette irgendetwas verändert am Signal, was wir wiederum als verändertes Hörerlebnis erfahren. Jedem das Recht zugesprochen, zu entscheiden ob er das als wesentlich empfindet, oder nicht.
Gr.
Dirk
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Antwort#103
Wichtig und selbstverständlich ist es, dass die Gerätehersteller sich an Standards halten, wenn Sie für ihre Datenblätter Messungen machen. Es will ja keiner Äpfel mit Birnen vergleichen.
Hier gibt es aber das Problem, dass eine Norm, nach der gemessen wird nicht unbedingt etwas über den Klang eines Gerätes aussagt, insbesondere, weil stationäre Signale zur Messung verwendet werden. Weiterhin kann mit den gültigen Standards immer noch durch geschickte Interpretation ein Messwert im Datenblatt geschönt werden. Dieses Bestreben unterstelle ich auch seriösen Firmen, denn Datenblätter zähle ich zum Marketingmaterial und nicht zur technischen Dokumentation. Diese bleibt nämlich intern und ist 'confidential'.
Das Produktdatenblatt wird mit einem Referenzgerät der Laborserie oder Vorproduktion erstellt und repräsentiert ein Gerät, dessen Daten in der Mitte des Toleranzbandes liegen. Und dass die Toleranzen eingehalten werden, garantiert der Endtest in der Produktion. Das ist manchmal heikel, wenn der Yield sinkt (Geräte bestehen den Test nicht), dann gibts ne Feuerwehraktion, denn mit jedem Gerät geht viel Geld verloren...
Gibts Firmen, die das anders machen? Meine macht das so :)
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Antwort#104
Hallo Rainer
Sehe ich auch so. Albert Einstein hätte die Relativitätstheorie bestimmt
nicht entwickeln können, wenn ihm die Gesetze der klassischen (Newtonschen)>Physik nicht bekannt gewesen wären.
Die Newtonsche Physik hat sich seit Einstein ja auch nicht als falsch erwiesen.
Die moderne Physik (Relativitätstheorie, Quantentheorie, Atomphysik) hat die
klassische Physik mehr bestätigt als widerlegt.
Ich staune auch immer wieder, was den bekannten Naturwissenschaflern alles
für Märchen angedichtet werden.
Sicher nicht. Insofern stimme ich dir zu. Aber sie haben sich eben als unzureichend (nicht falsch!) herausgestellt. Sobald wir nämlich über den Horizont des bis dahin alltäglich Erfahrbaren hinausgehen (SEHR große Massen und/oder Geschwindigkeiten), liefert die Newtonsche Mechanik falsche Ergebnisse.
Einen Teilchenbeschleuniger kannst du "Newtonsch" nicht korrekt berechnen. Einen Stein, der von der Klippe fällt, kannst du "klassisch" und relativistisch berechnen und wirst das gleiche Ergebnis erhalten (bzw. erst in der 7. oder 8. Nachkommastelle Unterschiede sehen).
Genaugenommen doch, s.o. Sie ist nur nach wie vor für "Alltagsmechanik" brauchbar. Aber Newton hat nicht vorhergesehen, dass man die Gültigkeit einschränken müsste auf "moderate" Geschwindigkeiten z.B.
Vor Einstein wurde die Newtonsche Mechanik als immer und überall gültig erachtet - das ist sie nicht.
Da hast du in gewisser Weise recht. Aber "Grenzen aufzeigen" ist etwas anderes als "widerlegen". Das könnte ebenso für die Tontechnik oder die Physik des Hörens gelten.
Wir wissen heute, dass ein Mensch 20kHz-Töne bewusst nicht wahrnehmen kann, und wir wissen, dass ein Tiefpass bei 20kHz in Hörtests keine Relevanz hat. Das beweist aber nur genau diese beiden Sachverhalte, und sagt zunächst nichts aus über die Fähigkeit des Gehörs/Gehirns, 20kHz auf IRGENDEINE Weise vielleicht doch zu verarbeiten.
Bis jetzt gibt es dafür noch keine begründbaren Anhaltspunkte, aber ich halte es nicht für ausgeschlossen, dass irgendwann jemand vielleicht die RICHTIGE Frage stellt und dann auch wissenschaftlich voll fundierte Antworten erhält.
Ich auch. Aber dass Einstein etliches in Frage gestellt hat ("Lichtäther"), und selbst zunächst nicht ernstgenommen wurde, ist beileibe kein Märchen. Das ging übrigens anderen großen Köpfen oft nicht anders.
Jens
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Antwort#105
Dass Einstein etliches in Frage gestellt hat ("Lichtäther"), und selbst
zunächst nicht ernstgenommen wurde, ist beileibe kein Märchen. Das ging
übrigens anderen großen Köpfen oft nicht anders.
Soll sich damit unser Gabor-Link-Forscher Ralf Heinrich trösten?
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Antwort#106
Schicken wir ihm dies als "Friedensangebot des Forums" per @mail?
Ich kann das allerdings nicht; zu heftig und aufrichtig gemeint war mein Vorwurf.
:->
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Antwort#107
Moin Rainer...
Es ist immer wieder das selbe Prinzip: "man nehme eine Wahrheit und stelle
sie in Frage".
Das was wir in der Audiotechnik als "erwiesen" ansehen ist auch wirklich
erwiesen!
Es ist im Bereich der Hörphysiologie und Psychoakustik mehr erforscht als
mancher glaubt und wahrhaben will.
Anderenfalls wäre man nicht in der Lage eine inzwischen unüberschaubare
Anzahl Effektgeräte zu bauen, die die psychoakustischen Eigenschaften des
Gehörs ausnutzen. Denn die Entwicklung solcher Geräte setzt ja voraus, daß
diese psychoakustischen Vorgänge bekannt sind.
So funktioniert Forschung! Ohne diese Frage hätten wir absoluten Stillstand. Man baut heute Prozessoren, deren Belichtung nach dem Wissensstand von vor 20 Jahren gar nicht funktionieren dürfte (Beugungslimit). Tonnenschwere Flugzeuge heben vom Boden ab - was vor 100 Jahren niemand für möglich gehalten hätte. Der Beispiele gibt es viele...
Mit Verlaub, Rainer, mit dieser Aussage lehnst du dich IMHO sehr weit aus dem Fenster. Die bisher gemachten Erkenntnisse sind sicher nicht falsch - aber es werden teilweise unberechtigt viel zu weitreichende Schlussfolgerungen daraus gezogen.
Das Ohr ist (wissenschaftlich anerkannt) ein nichtlineares "Messinstrument", und so würde es mich verwundern, wenn Erkenntnisse, die mit stationären Signalen, womöglich einzelnen Sinustönen gewonnen wurden, auf jedes x-beliebige Signal zutreffen müssten. In vielen Fällen mag das sein, aber doch nicht zwingend!
Aus der Aussage "Mensch kann einen 20kHz-Sinus nicht wahrnehmen" die Aussage "Wir brauchen uns um alles oberhalb 20kHz GARANTIERT nicht zu kümmern" herzuleiten, ist physikalisch völlig falsch! Das KANN stimmen, MUSS es aber nicht.
Dem möchte ich gar nicht widersprechen. Aber ich hätte gerne von dir mal Links o.ä. zu umfassenden Reihenuntersuchungen zum Hörvermögen z.B., die in den letzten 15-20 Jahren gemacht wurden.
Warum?
Das menschliche Gehör lässt sich nur begrenzt vermessen. Das meiste fußt auf subjektiven Angaben ("Höre einen Unterschied - höre keinen"), die erst durch umfangreiche Statistik wissenschaftlich relevant wird. Und wegen des subjektiven Charakters müssen auch Hörerfahrungen mit einbezogen werden. Ein Beispiel: Die meisten Menschen hören zwischen MP3-codiertem Material mit 128 vs. 192kbps keinen Unterschied. Lässt man dieselben Leute aber mit einer sehr niedrigen Bitrate (etwa 48kbps) den Klang von MP3-Artefakten erfahren, so dass diese wissen, wie sich so etwas anhört, können dieselben Leute nachweislich(!) hinterher den Unterschied 128/192 mit recht großer Sicherheit sehr wohl hören.
Das gleiche könnte (ich sage bewusst "könnte") ähnlich gelten für solche Dinge wie den "Hörfrequenzgang". Heute konsumieren die Menschen viel mehr Musik in durchschnittlich viel besserer Klangqualität als vor 30 oder 50 Jahren. Das kann IMHO durchaus darin resultieren, dass Unterschiede, auf die das Durchschnittsgehör "anno Fletcher" einfach nicht trainiert war, heute eher wahrgenommen werden.
Wenn man natürlich solche Tests wie "wir bauen mal einen 20kHz-Tiefpass in den Signalweg und machen damit einen AB-Doppelblindtest" mit Musikmaterial durchführt, was z.B. mit Mikrofonen und anderem Equipment aufgenommen wurde, die schon deutlich früher "zumachen", darf man sich über ein Nullresultat nicht wundern.
Ernstgemeinte Frage: Kennst du eine Untersuchung, die z.B. diesen Test macht mit komplexen Musiksignalen, die zuvor mit einer über die gesamte Signalkette garantierten Bandbreite von 40kHz aufgenommen wurden? Ich wäre dankbar für einen Link.
Geräte, die die BEKANNTEN Effekte ausnutzen kann man auch dann, wenn es weitere, noch unbekannte Effekte gibt. Das widerspricht sich nicht.
Jens
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Antwort#108
Nein, sicher nicht.
Das wollte ich damit auch um Himmels Willen nicht gesagt haben.
Denn im Gegensatz zu Herrn Heinrich hat Einstein sein "Infragestellen" mit wissenschaftlich korrekten Methoden durchgezogen und hat nicht bloss spekuliert.
Auch die Frage war schon von einer ganz anderen Qualität: Es gab unerklärliche Widersprüche zwischen jeweils anerkannten Theorien bzw. zwischen Theorie und Experiment.
Jens
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Antwort#109
Hallo Juppy,
wir sind der gleichen Meinung, Du hast da was verwechselt
Gruß
Erdie
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Antwort#110
Hi Juppy,
kein Problem .. ;-)
Grüße
Erdie
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Antwort#111
huuui -hier gehts ja ab!
ähem, wollt bloß mal ne zwischenfrage stellen, da ja hier die zeitliche wahrnehmung zur debatte steht. ich meine mal gelesen zu haben, daß das ohr im prinzip jeden ton 2 mal hört (reflexionen in der ohrmuschel) und aus der auswertung dieses "echos" informationen ableitet. der zeitliche unterschied betrug (ich hoffe ich erinnere richtig) ca. 1/5000 tel sekunde!
wenn wir musikalisch ab 50 ms irgendwann alles "zusammenziehen" und nicht mehr 2 impulse ausmachen können, heißt das noch lange nicht, daß wir nicht trotzdem noch kürzere impulsdifferenzen wahrnehmen können.
hat jemand evtl. hier nähere und genaure infos???
p.s. keine bange: egal, ob das gerät etwas "macht"-allein die ankündigung disqualifiziert sich schon etwas. was aber nicht heißen muß, das da nix passiert. und: der eine räumt halt seine boxen um, der andere stöpselt nen gaborlink ein.... ;-)
lg matthias
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Antwort#112
der eine räumt halt seine boxen um, der andere stöpselt nen gaborlink ein.... ;-)
Ins Ohr?
Was es nicht alles gibt - Kopf schüttelnd ...
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Antwort#113
Also beim "natürlichen Hören" ist es sicher nicht so, dass das Ohr im Prinzip jeden Ton zweimal mal "hört" (Reflexionen in der Ohrmuschel) und aus der Auswertung dieses "Echos" Informationen ableitet.
Wir wissen, das das Gehör solche kurzen Reflexionen nicht getrennt "hört" sondern sie automatisch für ein Ereignis hält.
Etwas anderes ist unser synthetisches Stereo-Aufnahme und Lautsprecher-Wiedergabesystem. Da bewerfen wir, was in der Natur nicht vorkommt, von zwei Lautsprecherseiten beide Ohren - also direkt und außerdem überkreuz - und selbst bei diesem technischen Unding lässt sich das Ohr doch ganz schön "betrügen".
Erstaunlich ist es, das das recht gut funktioniert - selbst ohne so ein Gabor-Hilfs-Ding dabei als "Zeitkorrektur-Prothese".
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Antwort#114
Die "zeitrichtige Wiedergabe". Von Aufnahme wird nicht geredet und von Ohren auch nicht.
Wer sich mal den Thread dazu im AudioMap.de - HiFi Heimkino Guide ansehen will:
http://www.audiomap.de/forum/index.php/az/show_search/forum/106/topic_id/18618/mesg_id/18618/sid/092a801086693eab7a985785e0f7fc60/listing_type/read_new/page/key/key/

Hier geht es weiter im "hifi-forum":
http://www.hifi-forum.de/viewthread-18-624-1.html
Ab Mail #47 und Folgende. (Aber auch schon vorher).

Wem es immer noch nicht reicht, kann hier noch mehr bekommen:
http://www.audiomap.de/forum/index.php/az/show_mesg/forum/106/topic_id/18618/mesg_id/18651/page/


HiFi Heimkino Guide und die zeitrichtige Wiedergabe
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Antwort#115
Hallo Rainer
also - jetzt werde ich aber langsam verdammt böse!
Hast Du denn so wenig Hirn um mal konkret nachzudenken
was wirklich gemeint ist?
Wenn Du Dir dessen so sicher bist, daß man nicht alles messen
könne was man hört,
oder daß man sich bedenkenlos auf sein Gehör verlassen sollte,
Weil ja wahr sein muß was wahr sein soll. Genauso handeln jene
"Audiophilen" die sich sowas kaufen wie den "GaborLink" und
meinen daß es jetzt besser klinge,
Sorry, nimm es doch nicht so persönlich!
Willst Du mich beleidigen?
Ja, da bin ich mir sicher. Die Messmethoden waren vor 50 Jahren noch nicht so ausgeklügelt wie heute, und die Entwicklung hört nicht auf, so dass ich Grund zur Annahme habe, dass die Messmethoden in 50 Jahren noch ausgeklügelter sein werden, so dass man vielleicht die Wirkung von Metallen auf den Klang messen können wird.
Für das Gesamtergebnis: Ja, unbedingt. Ich dachte immer, der Tontechniker tue das.
Mir ist klar, dass sich mit schlechten Daten keine Musik machen lässt und dass das Gehör allein kein genügend zuverlässiges "Messinstrument" ist.
Zu denen gehöre ich sicher nicht: Ich habe keinen Gabor und werde mir vermutlich auch keinen zutun. Allerdings. Punkto Kabel, vor allem Lautsprecher-Anschlüsse, Lötzinn-Legierung etc. habe ich meine Aha-Erlebnisse hinter mir. Von daher hat mich Deine Argumentation schon etwas erstaunt.
Christian-B
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Antwort#116
""Allerdings. Punkto Kabel, vor allem Lautsprecher-Anschlüsse, Lötzinn-Legierung etc. habe ich meine Aha-Erlebnisse hinter mir. Von daher hat mich Deine Argumentation schon etwas erstaunt.""

Dann beschreibe mal konkret WAS Du für ein Aha-Erlebnis hinter Dir hast.
Daß man einen 4-Ohm-Lautsprecher/100 Watt nicht mit 10 meter langer 0,5-er Zwillingslitze anschließt sollte jeder der das Ohmsche Gesetz noch im Kopf hat wissen. Und daß man eine Lötstelle heiß genug löten muß und nicht die Zinnmenge das entscheidende ist, sollte auch jeder wissen. Was also soll da noch alles an "aha-Erlebnissen" anstehen?
Berichte mal!
Ich werde gelegentlich nochmal ein Posting verfassen, was die Absurdität des Gabor-Link aufzeigt. Wer halbwegs solide Fachkenntnisse hat, für den ist sowas wie GaborLink kein Diskussionsthread wert.
Und was ich nicht leiden kann, ist wenn mich jemand in einem Thread so von der Seite her anmacht. So jedenfalls habe ich eines Deiner Postings empfunden.
MfG
Rainer
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Antwort#117
Hallo Dirk,

Ich habe das Gefühl, daß viele, sehr viele Audiointeressierte (damit meine ich nicht ausschließlich nur Hifi-Freaks und sog. "Highender", sondern alle die sich auch nur ein klein wenig mit der Technik auskennen und an Audiotechnik interessiert sind) und auch viele Kollegen, noch immer glauben, daß einzig und allein mit dem Frequenzgang die technischen Eigenschaften eines Audiogerätes erschöpfende beschrieben sind. Das aber ist bei weitem nicht der Fall.
Was das Übertragungsverhalten betrifft, so erwähnst Du das "zeitliche Verhalten". Was ist das denn anders als die komplette Übertragungsfunktion die aus Amplitudenfrequenzgang und Phasengang besteht? Aber auch das ist nachweislich nicht entscheidend. Die nichtlinearen Verzerrungen und zwar namentlich der Klirrfaktor und die Intermodulation sind maßgeblich ein Einflußfaktor auf das was man hört. Der Klirrfaktor alleine sagt aber noch nichts aus über die Art der Verzerrungen, welcher Ordnungszahl sie sind und ob geradzahlig oder ungeradzahlig. Und erst recht die Intermodulations- und Differenztonverzerrungen tragen entscheidend dazu bei ob zwei Geräte mit sonst gleichen Daten unterschiedlich "klingen".
Das Problem ist nur, daß in den meisten Fällen derartige Angaben und Differenzierungen fehlen. 1% Klirrfaktor sind nicht immer gleich 1% Klirrfaktor und 1% Intermodulationsverzerrungen können auch völlig unterschiedliche Struktur haben.
Erst wenn hier genau differenziert wird, kann man Aussagen machen. Wenn hier und sonst überall die Daten gleich sind, dann klingen die Geräte auch gleich. Es gibt doch keine "unerklärlichen" Phänomene und auch keine Akausalitäten.
Wenn man Messungen von Audiogeräten macht, dann muß man sie auch so machen, daß sie direkt miteinander vergleichbar sind und nicht einfach nur qualitative (summarische) Aussagen.
Wer sich mal die Vorgaben und Meßvorschriften der IRT-Pflichtenhefte angesehen hat, wird mir bestätigen, daß solche Messungen ganz schön umfangreich sind. Ich bin mir sicher, daß beispielsweise im Hifi-Bereich solche aufwendigen Messungen nicht vorgenommen werden und dann Geräte mit anscheinend gleichen Daten unterschiedliche Höreindrücke hinterlassen, was dann auch (wegen der oben erwähnten Beispiele die ich nannte) auch nicht verwunderlich ist.
Und ich betone nochmals, was ich auch schon vor längerer Zeit mal sagte: Wenn Audiogeräte (solange es sich nicht um ausgesprochene Effektgeräte handelt) hörbare Veränderungen hervorrufen, stimmt etwas nicht, dann hat der Entwickler nicht aufgepaßt und nicht alle Vorgaben korrekt erfüllt.

MfG
Rainer
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Antwort#118
Gibt es!
Gehe mal in "http://www.hifi-forum.de". Da kann man noch einigermaßen vernünftig mitreden. Allerdings gibt es auch da Themen, wo der Fanatismus nicht auszurotten ist. Ich habe vor ein paar Wochen in einem Thread wo es wiedermal um Kabel ging einige Ausführungen gemacht, allerdings wurden auch da einige Unbelehrbare wach und wollten Ihre pseudowissenschaflichen Thesen anbringen.
Ich habe mich dann wieder ausgeklinkt, weil es mir zu blöd war mich mit solchen lernresistenten Typen herum zu zanken. Diese Leute sind in jeder Hinsicht unbelehrbar, selbst dann wenn man mit ihnen einen Doppelblindtest macht, weil dann die abstrusesten Ausreden kommen um ihr Versagen zu erklären bzw. zu entschuldigen.
Ansonsten geht es mit diesem Hifi-Forum einigermaßen. Es gibt weit schlimmere.

Grüße
Rainer
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Antwort#119
Hallo,

ich warne vor Artikeln in dem "Audiomap"! Vor allem vor solchen Artikeln die ein gewisser "Klaus Witte" schreibt. Ich habe die Postings dieses Teilnehmers eine geraume Zeit verfolgt und festgestellt, daß gerade er auf das Thema "zeitrichtige Wiedergabe" fanatisch abfährt und daß seine Postings derart pseudowissenschaflich sind, daß sie es nicht wert sind weiter zu lesen - bestenfalls um sich zu amüsieren. Dieser Mensch glaubt wirklich jeden Mist! Und seine Fachkenntnisse hinsichtliche der Elektronik sind auch nicht weit her.
Vergiß also diesen Artikel!
MfG
Rainer
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Antwort#120
Hallo Jens,

ich meine: Forschung funktioniert, indem man auf den bekannten Tatsachen aufbaut was Vorgänger schon erforscht haben. Sonst würden wir immer wieder bei Adam und Eva anfangen.
Es geht mir hier speziell um Tatsachen die mittlerweilen unumstößlich sind.
Ich verfolge seit geraumer Zeit die Diskussionen um das Thema "Mobilfunk". Es gibt tatsächlich Leute, die die maxwellschen Gleichungen und die Thermodynamischen Hauptsätze ernsthaft in Zweifel ziehen. Sieht man mal genauer hin, dann stellt man fest, daß diesen Leuten frundlegende mathematische Kenntnisse fehlen.
Was ich im Laufe der Jahre in der Hifi-Szene bei den ganzen Kabeldiskussionen gesehen habe trifft genau diesen Punkt: man nehme eine Wahrheit und stelle diese in Frage. Da wird tatsächlich das ohmsche Gesetz und die Leitungstheorie in Frage gestellt oder die Gesetze der Wechselstromlehre. Und als "Entschuldigung" oder auch als "Rechtfertigung" wird dann oft der Satz gebracht: "Die Wissenschaft hat sich schon sooft geirrt" oder der berühmt/berüchtigte Spruch "Weil nicht sein kann was nicht sein darf". Sowas zeugt ganz klar von Dilettantismus und hat mit seriöser Forschun nicht das geringste zu tun.
Was mir bei den ganzen Gurus, die solche fragwürdigen Artikel wie z.B. der Gabor-Link anbieten immer wieder auffällt: Vor einer seriösen Untersuchung drücken sie sich indem sie entweder ganz lächerliche Gründe anführen oder die Beweislast umkehren wollen. Auch bei Herrn Heinrich ist mir das aufgefallen.

MfG
Rainer
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