Nochmal die Verkabelung Kapsel

Erstellt 12 Antworten13 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo hallo,
hier mal wieder der seine Billigmikrokapseln bnicht verdrahtet bekommt.
Zur verfügung: Kapsel mit zwei Anschlüssen (Masse, Signal?????)
Frage 1: Wie verdrahte ich die Kapsel an einen XLR? 1-Masse ist klar; dann Signal an 2 und 3 anschließen? Wie läuft dann die Phasendrehung um symmetrisch zu werden?
Frage 2: Ich baue einen Kunstkopf nach, also 2 Kapseln an einem Kopf. Raus über XLR-5-Pol: 1-Masse, 2-3 Signal links, 4-5 Signal rechts?
Das hieße ja das die Signale, die ich ja zweifach durchs Kabel jage um Symmetrisch zu sein, in gleicher Phase liegen oder?
Mikro ist das hier: Mikrofonkapsel EM4 die zweite von unten
Sorry habs letztens immernoch nicht ganz gecheckt.
Danke! George
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Antwort#2
ach mist wieder murks mit dem link einfügen...
es ist die EM4 Mikrofonkapsel im Conrad shop!
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Antwort#3
Die Steckerbelegung findest Du zb. unter dem unten angegebenen Link.
Die Elektretmikrofonkapseln sind alle unsymmetrisch. Die Symmetrie wird erst in einer
Mikrofonausgangsstufe hergestellt, die an die Kapsel angeschlossen wird. Solltest Du
dir den Selbstbau der Verstärkerschaltungen zutrauen, finden sich im Internet durchaus
ein paar geeignete Schaltungen, z.B.:
http://sound.westhost.com/project93.htm
Ein sehr gut geeignetes IC - wenn auch wesentlich teuerer als die "Figure 7" angegebenen -
ist der AD797. Beim Einbau der Schaltung in einen Kunstkopf dürfte genügend Platz
vorhanden sein. Allerdings würde ich den Kunstkopf nicht über Phantomspeisung, sondern
mit Batterien betreiben. Wahrscheinlich benötigt der AD797 viel zu viel Strom, als daß
Phantomspeisung noch sinnvoll mäglich ist.




Steckerbelegungen XLR 3pol/5pol
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Antwort#4
Gut danke. dann blei ich also erstmal unsymmetrisch aus der kapsel raus. verbinde ich denn dann trotzdem die phase + und - beide mit signal oder nehme ich dann nur eine leitung und masse? wenn ja welchen pin? 2 oder 3 oder beides!?
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Antwort#5
Nehme ich dann nur eine Leitung und Masse?
Wenn ja welchen Pin? 2 oder 3 oder beides!?
Das kommt auf die Eingangsschaltung des Verstärkers an, welcher der unsymmetrischen Elektretkapsel folgt.
Wenn das so ein unsymmetrischer Monacor-Verstärker ist, dann gehst du dort an heiß und an Masse des Eingangs.
Bei solch einer Low-Fidelity ist ein XLR-Stecker sicher übertrieben. Nimm eine unsymmetrische 2,5 mm oder 3,5 mm Klinke dazu.
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Antwort#6
Nimm eine unsymmetrische 2,5 mm oder 3,5 mm Klinke dazu.
Dem Klang tut es zwar keinen Abbruch. Aber 3.5mm Klinken lassen sich beschissen löten.
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Antwort#7
Ich muss XLR nehme weil ich keine adapter benutzen will und die xlr-buchsen eh rumliegen habe, außerdem sind die halt schön einfach zu löten.
Ich hätte nunr gerne eine klare Antwort zu den Pins, ich hab ein MD mit PluginPower dran, keinen Verstärker oder sonstiges extern, nur die kapsel an kabel unnd kabel in den md...wie ist das also?
1-masse und dann 2,3-signal???? Oder nur einmal Signal???????????????????
Habe jetzt 2 mit 3 verbunden und ans signal gehängt und 1 mit masse verbunden, so funktioniert das mikro, aber ist das ok so?
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Antwort#8
Korrekte Beschreibung - nach den geltenden Standards der Beschaltung - wäre:
XLR 3-polig:
Pin 1: GND/Masse
Pin 2: + Signal
Pin 3: - Signal (sym) / GND/Masse (unym.)
Warum die Kapsel bei Dir trotz falscher Beschaltung läuft, kann ich nicht sagen, dazu
müßte ich einen Blick in die technischen Unterlagen zu Deinem MD werden können.
Bei der Spannungsversorgung (PluginPower) scheinen die Hersteller unterschiedliche
Süppchen zu kochen.
Bei Deinen Unsicherheiten wäre es bei einem Selbstbauprojekt sicherlich sinnvoll,
hier im Detail zu beschreiben, was Du vorhast: Den Verstärker für die Elektretkapsel,
die technischen Daten Deines MD-Players (Anschluß, PluginPower, ...)

Und noch die Belegung XLR 5-polig:
Pin 1: GND/Masse
Pin 2: Kanal A + Signal
Pin 3: Kanal A - Signal (sym) / GND/Masse (unym.)
Pin 4: Kanal B + Signal
Pin 5: Kanal B - Signal (sym) / GND/Masse (unym.)
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Antwort#9
Mir ist ein Fehler unterlaufen, als ich den AD797 empfohlen habe: Dieser OpAmp ist nur
dann ideal, wenn er mit sehr kleinen Quellimpendanzen betrieben wird. Deshalb noch eine
kleine Übersicht der Empfehlunegn von Analog Devices:
r(source), ohm
recommend OpAmp
0 - 1 k
AD797
1 k - 10 k
AD743/AD745, OP27/OP37, OP07
10 k - 100 k
AD743/AD745, OP07
100 k
AD548, AD549, AD711, AD743/AD745
In Frage kämen also: AD743/AD745, OP27/OP37, OP07. Die Datenblätter sollten sich Dank
Google & Co schnell finden lassen. Mit Sicherheit findet man auch andere ICs, die geeignet
sind. bei Batteriebetrieb ist ein geringer Stromverbrauch des OpAmps ein Feature, soll
die Schaltung mit Phantomspeisung betrieben werden, ist geringer Stromverbrauch unabdingbar.
Ein passendes IC habe ich hierfür bisher noch nicht gefunden.
(Nicht umsonst sind viele Impendanzwandlerstufen in Kondensatormikrofonen diskret
aufgebaut. Diese Verstärker eignen sich jedoch nicht zum Nachbau, da eine Reihe von
Bauteilen selektiert bzw. eingemessen werden müssen.)
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Antwort#10
Hallo Juppy,

soweit ich noch in Erinnerung habe, ist dieser OP-Typ zwar sehr rauscharm, aber von der Schwingneigung her sehr problematisch. Hier sollte man vorher die Datenblätter sehr genau studieren, damit man nicht unfreiwillig einen UKW-Sender baut.
Der gute alte NE 5534 tut es genausogut. Daß man auch mit diesem OP einen rauscharmen Mikrofonverstärker bauen kann, der von seiner Rauschzahl her an der theoretischen Grenze liegt, hat Dr. Corinth vor ein paar Jahren eindrucksvoll bewiesen.
Bei diesen billigen Kapseln dürfte vielmehr das Quellrauschen überwiegen, sodaß es gar nicht notwendig ist, den rauschärmsten OP zu verwenden den man kriegen kann. Es macht also nicht immer Sinn, nur ausschließlich nach dem minimalen Rauschen zu sehen, sondern die Randbedingungen sind ebenso wichtig.

MfG
Rainer
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Antwort#11
Hier sollte man vorher die Datenblätter sehr genau studieren,
damit man nicht unfreiwillig einen UKW-Sender baut.
Stimmt - das Datenblatt geht indirekt auf dieses Problem ein. Man muß nur genau lesen,
dann findet man auch die Tabelle für Gegenkopplungswiderstände und den Kompensationskondensator.
Besonders bemerkenswertes Beispiel für "Nichtlesen" eines Datenblatts war ein Netzteil
für Röhrenmikrofone, wo der Entwickler hinter den 7805-Spannungsregler einen 1.000 µF-Elko
setzte. Dabei gibt das Datenblatt zu den 78/79xx-Reglern eine (sinnvolle) Dimensionierung
dieses Elkos vor ...
Fällt mir noch in dem Zusammenhang die Modifikationswut mancher Audiophilen ein:
Kapazität der Elkos in den Netzteilen auf ein Vielfaches erhöhen - nach dem Motto
"Viel hilft viel".
Was sie dem Netztrafo und den Gleichrichtern zumuten wissen sie nicht. Von den Rückwirkungen
ins Netz haben sie erst recht keine Ahnung. Aber dafür kauft man sich eine abgeschirmte
Netzsteckerleiste für hunderte ? ...
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Antwort#12
Das stimmt! Es ist völliger Blödsinn, hinter einen Stabi nochmal einen dicken Elko zu setzen. Ich setze dahinter max. 47 µF - mehr nicht, denn das bringt nämlich nichts mehr an Siebwirkung. Eigentlich bräuchte man nur einen kleinen Ko, der die Schwingneigung verhindert.
Das was da in der Audiophilen Szene für ein Unfug getrieben wird, mit den Netzteilelkos ist wirklich lächerlich. Die Leute vergessen nämlich, daß solche Kondensatorbatterien von mehreren 1000 µF nur die Stromflußwinkel derart verkleinern, daß nur noch sehr oberwellenreiche Impulse auf dem Netz sind die wiederum ganz andere Störungen verursachen. Solcher Unfug animiert dann die Hersteller esoterischer Spezialartikel dazu, abstruse Netzfilter zu bauen und die dann für teures Geld den "Hifidelikern" anzudrehen.... So greift eine Dummheit in die andere.
Gescheiter wäre es, die Netzteile der Endstufen ordentlich zu stabilisieren. Dann reichen 5000 µF für ein Netzteil für einen 100-Watt-Verstärker voll aus, vielleicht sogar schon 3000 µF.
Ich habe in meinen Selbstbaugeräten in keinem Netzteil mehr als 2200 µF an Ladeelko.

MfG
Rainer
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Antwort#13
Gescheiter wäre es, die Netzteile der Endstufen ordentlich zu stabilisieren.
Dann reichen 5000 µF für ein Netzteil für einen 100-Watt-Verstärker voll aus
...
!!!
no comment
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