ich habe mal eine frage wegen meinem mischpult zwecks phantomspeisung

Erstellt 88 Antworten89 Beiträge
Startbeitrag#1
hallo ihr!
diesmal habe ich keinen song zum vorstellen;-). noe da is das wetter jetzt einfach zu gut und den sommer über wird nix mehr grossartiges gemacht*g*.
habe ne ganz andere frage an euch:
ich habe ein mischpult dynacord mcx 24/2. dieses mischpult hat eine phantomspeisung.
da ich aber ausschließlich kondensator mikrophone mit batteriespeisung betreibe habe ich die phantomspeisung am pult abgeschalten.
was mache ich aber jetzt wenn ich zusätzlich zu den kondensator mikrophonen, die mit batterie betrieben werden noch phantomgespeiste mikrophone anschließen will? dann hab ich ja überall den saft drauf und die normalen mikros ohne phantomspeisung würden doch dann sofort zerstört werden wenn ich die gleichzeitig betreiben will?
weiss das von euch zufällig jemand? ich kann das nämlich nicht extra für jeden kanal einstellen? ach ja noch was. für was sind die schalter PF-Playback & AF-REC an jedem Kanal?
vielleicht kann mir ja einer die fragen beantworten. ich würde jetzt meinen dad adoptiv daddy fragen weil er bei rhode & schwarz arbeitet aber der is wie fast immer auf geschäftsreise. würde mich also freuen wenn ihr mir weiterhelfen könnt.
gruss
alex
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Antwort#2
Wenn an ein mit Phantom-Batterie betriebenes Mikrofon parallel dazu noch eine Phantomspeisung vom Mischpult bekommt, dann kann nichts kaputtgehen.
Wenn du mit einer Autobatterie eine Glühlampe speist und parallel dazu noch eine Autobatterie schaltest, bleibt die Spannung am Ausgang unverändert.
Es passiert eben an der Spannung nichts.
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Antwort#3
yo stimmt, dirk. aber wie sieht es denn bei dynamischen mikros aus mit phantomspeisung. geht das denn? oder raucht es dann aus dem mikro*g*?
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Antwort#4
Wenn du mit einer Autobatterie eine Glühlampe speist und parallel dazu noch eine Autobatterie schaltest, bleibt die Spannung am Ausgang unverändert.
Es passiert eben an der Spannung nichts.
Und was ist, wenn die beiden parallelgeschalteten Quellen nicht ganz genau die
_gleiche_ Spannung haben ??
MfG -kln
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Antwort#5
du, ich glaube dann muss die andere schwächere batterie dran glauben;-). is doch so oda?
jetz is halt immer noch net meine frage beantwortet wie es dann mit dynamischen nicht stromgespeisten mikres aussieht. kann ich die denn jetzt gleichzeitig betreiben?
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Antwort#6
An die dynamischen Mikrofone kommt an die tonführenden Adern überhaupt keine Spannung mit plus und minus ran. Informiere dich doch mal über der Trick der Phantomspeisung.
http://www.gccarstensen.com/glossar/glossar_p.htm
Die Warnung, bei dynamischen Mikrofonen wenn möglich die Phantomspeisung wegschalten, ist bei heutigen Mikrofonen unbegründet.

http://de.wikipedia.org/wiki/Phantomspeisung
http://www.musik-service.de/Mikrofone/miBegriffe.htm
http://homerecording.de/modules/newbb/viewtopic.php?topic_id=32960&forum=49
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Antwort#7
Was ist, wenn die beiden parallelgeschalteten Quellen nicht ganz genau die
_gleiche_ Spannung haben?
Dann wird die höhere der Spannungen weiterhin wirksam sein, oder geringfügig weniger.
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Antwort#8
Sind die ´Spannungen unterschiedlich, fliesst innerhalb der Spannungsquellen ein Ausgleichsstrom I0 , der abhängig ist von der Differenzspannung und den jeweiligen Innenwiderständen. Die Innenwiderstände liegen parallel zueinander
I0 Ausgleichsstrom
I1, I2Teilströme
IL Laststrom
Ui1,Ui2 Spannungen an den Innenwiderständen
U01,U02 Urspannungen
Ri1, Ri2 Innenwiderstände der Spannungsquellen
Der Laststrom ist die Summe dieser Teilströme
IL=I1+I2
Der Ausgleichstrom bei unterschiedlichen Urspannungen ist so gross wie die Differenz der Urspannungen geteilt durch die Summe der Innenwiderstände
I0= (U01-U02) / (Ri1+Ri2)
Ferner gilt analog zu der Parallelschaltung von Widerständen:
1/Ri= 1/Ri1+ 1/Ri2; für zwei Spannungsquellen:
Ri=(Ri1*Ri2) / (Ri1+Ri2)
U=U1=U2
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Antwort#9
Von wegen ! Es wird ein Ausgleichstrom fließen, dessen Höhe nur von der Summe der Innenwiderstände der beiden Quellen begrenzt wird!

MfG
Rainer
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Antwort#10
Dankeschön Eugen, jetzt blick ich da durch.
Aber glaube trotzdem nicht dass es so gut ist wenn man das gleichzeitig betreibt. mein dad meinte mal zu mir dass man phantomgespeiste mikros grundsätzlich nicht über das mischpukt anzapfen soll weil da oft die spannung etwas schwanken soll und es dann zu einbußen kommen kann. man soll nen extra trafo dafür hernehmen. weiss zwar nicht ob das stimmt. ich werde wohl weiterhin nur meine kondensator mikrophone über batteriespeisung verwenden. da hab ich den sauberstens strom und 100%tig keine störungen, brummen oder so drauf.
so danke nochmals für deine recherechen, hat mir weitergeholfen
gruss
alex
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Antwort#11
Das ist ebenfalls ein völlig unbegründete Meinung. Die P-Spannung bei Mischpulten ist stabilisiert und wird durch den geringen Strom der Mikrofone nicht zusammenbrechen. Außerdem macht es nichts, wenn auf dem Phantom eine geringe Brummspannung vorhanden ist. Die wird um den Faktor der Unsymmetriedämpfung unterdrückt. Bei einer Batterie dagegen, wirst Du niemals eine konstante Spannung haben, denn jede Batterie hat eine gewisse Selbstentladung und auch der Gleichstrom der Batterie erzeugt genauso ein Rauschen wie der einer stabilisierten Spannungsquelle die aus einem Trafo gespeist wird. Bei allen professionellen Mischpulten wird die P-Spannung im mischpulteigenen Netzteil erzeugt. Es kommt niemals zu Problemen. Batterien sind für die Versorgung von C-Mikrofonen die schlechteste Lösung weil die Erfahrung zeigt, daß meist das Mikrofon vergessen wird auszuschalten und beim nächsten Gebrauch ist die Batterie leer ! Laß das Batteriegelumpe weg und nimm die Spannung aus dem Mischpultnetzeil. Bis jetzt hat dies immer am besten funktioniert.

MfG
Rainer
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Antwort#12
hehe rainer, dann probier ichs mal damit wenn du meinst. du musst es ja wissen wenn du täglich damit zu tun hast. hatte aber bisher noch nie probleme mit den batterien. ich schalte die mikros aber auch immer aus;-).
gefährlich wird es wenn die batterien auslaufen. hab erst bei ebay so n mikro ersteigert. der typ hatte 5 jahre lang die batterie nicht mehr gewechselt.
folge war dass alles oxidiert ist und man nicht mal mehr das mikro öffnen konnte um die batterie zu wechseln.
musste dann das ganze mikro zerlegen in 4 stündiger arbeit und mit rohrer gewalt den einsatz aus dem alugehäuse regelrecht heraushammern.
inzwischen geht das teil wieder aber das krasseste war als er angegeben hat bei ebay " voll funktionsfähig"*lol*. wenn jetzt einer nicht weiss wie man mit nem lötkolben umgeht der ist reingefallen.
und umtauschen kann man ja glaub nix bei ebay wenn es privatverkauf ist.
aber danke für deinen tipp, rainer. ich werde die mikros jetzt mal mit phantomspeisung betreiben. aber vom stromnetz hast immer störungen, echt jetzt.
auch wenn sie noch so gering sind aber die meisten tonstudios schalten ja eh einen trenntransformator nochmals vor das pult und andere geräte.
hab das mal in tschechien gesehen in nem tonstudio. aber vielleicht liegts da am schlechten strom;-). quatsch.
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Antwort#13
... und um die Frage nun endlich mal konkret zu beantworten:
Der Innenwiderstand der Batterie ist deutlich geringer als der der Phantomquellen. Daher wird sich die Spannung am Summenpunkt praktisch der, der Batterie annähern. Allerdings ist die Phantomquelle im Mikro gegen die Batterie abgeblockt und nicht direkt verbunden. Gfs sitzt da noch ein Spannungsregler. Wenn dieser geschützt ist, kann bei eingelegter Batt nichts passieren- auch wenn die Phantomspeisung kurz geschlossen wäre. Ist sie im Betrieb, könnte es sein, daß die Batterie geringfügig geladen wird - je nach Design.
Schlaue Schaltungshersteller begegnem dem Problem, indem sie die Schaltungen von einnader abgrenzen:
Meine derzeitige Non-Audio-Applikation läuft mit 5-15Volt am Eingang, wobei ein Festspannungsregler auf 3.3V herabsetzt. Gleichzeitig setzt ein Stepup-Wandler eine 1,35V-Volt-Batterie auf 5V hoch und geht gesiebt über eine Diode an den Wandler. Beide Schaltungen haben vollständige Schutzbeschaltung gegen HF, ESD und sind ex-fähig bestückbar. Faktisch ist es vollkommen Wurscht, ob man den Akku benutzt, die Fernspeisung oder beides. Keines kann durch Verpolung kaputtgehen und bei mehr als 7V Eingang wird der Akku geladen :D
Ich denke mal, daß eine vernüftige Mikrospeisung ähnlich resistent ist. Akkus laden wird sie aber wohl eher nicht.
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Antwort#14
Hi Alex,
1. Du hast wahrscheinlich Mikrfone bei denen mit 1,5Volt Batteriespannung gearbeitet wird, vielleicht auch Tonaderspeisung mit Batterieadapter. Du müßtest prüfen, ob deine Mikros gegen Gelichspannung am Eingang mit Konsensatoren geblockt sind, dann kann nichts passieren.
2. Dynamische Mikrofone an P48: Es passiert solange nichts, bis du irgendwann einmal im laufenden Betrieb (aus versehen) ein Mikrokabel stöpselst. Wenn du Pech hast, kommt einer der beiden Pins 2 oder 3 zu spät mit P48 in Berührunge und schon hat deine Mikrofontauchspule den Magnetspalt verlassen. Ich würde grundsätzlich kein dynaisches Mikrofon an P48 betreiben, auch wenn es theoretisch funktioniert. Die Praxis läuft oft anders!
3. Bau dein Mischpult doch einfach so um, das du einen Teil der Eingänge mit Schalter versiehst und die P48 einzeln schalten kannst das ist die fachlich richtige Ausführung. Wenn du dir das nicht zutraust, kauf dir bei T-Mann eine Mehrfachspeisung für 4...8 Kanäle, kostet ca. 40...80.- Euronen.
Gruß
M. hein
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Antwort#15
Es sei denn, beide Spannungsquellen haben (Schutz-)Dioden im Ausgang, die diese Ausgleichsströme verhindern.
Anders wäre ein Parallelschalten von Netzteilen zur Erhöhung der Betriebssicherheit nicht möglich.
In dem Fall wird die Spannungsquelle / das Netzteil mit der höheren Ausgangsspannung belastet,
das andere Netzteil arbeitet unbelastet im Leerlauf.
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Antwort#16
Hallo,
gaaanz großes Warnschild!!
die meisten preiswerten batteriegespeisten Elektretmikrofone haben lediglich einen Trennkondensator (Elko mit 10 - 15V Spannungsfestigkeit) zwischen Kapsel und Anschlussstecker, dabei liegt beim Vorhandensein eines XLR-Steckers meist Pin 2 oder 3 parallel an Masse.
Wenn man mit P48 ankommt, stirbt meistens binnen von Sekunden die Mikrofonkapsel, da der Elko 1. verkehrt herum und 2. an unter einer viel zu hohen Spannung steht und diese somit zur Kapsel durchlässt. Da mir das in meiner unerfahrenen Jugendzeit mehrfach passiert ist, möchte ich dringend davor warnen, solche Mikros an eine P48 zu hängen.
Es gibt aber auch (hin und wieder) Exemplare mit Ausgangsübertrager, hier besteht i.d.R. keine Gefahr.
Im Zweifelsfall würde ich das Mikro öffnen und untersuchen, ob ein Trafo drin steckt und ggf. einen Fachmann hinzu ziehen.
Viel Erfolg
Martin
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Antwort#17
hey, noe da steckt kein trafo drin. darf es also wie du sagst auf gar keinen fall mit 48 v phantomspeisung mit den anderen mikros koppeln.
wenn ich jetzt wie du schon sagtest da strom draufgebe, würde in kürzester zeit der transistor der im mikrophon eingebaut ist zerstört inklusive der kapsel.
ich habe auch gerade vohin noch mit meinem dad telefoniert, er kommt ja aus dem elektronikbereich und er meinte auch dass ich das mikro danach in die mülltonne werfen kann;-).
er sagte zwar wie hier andere auch dass es bei dynamischen mikros in der regel nichts macht er aber trotzdem die finger davon lassen würde.
so muss ich also entweder mein mischpult umbauen was ich aber nicht machen werde da es sonst nicht mehr in originalzustand ist. also muss ich die phantomspeisung wohl extern irgendwie wo anzapfen, trafo oder so.
ich danke euch nochmals recht herzlich für die zahlreichen antworten.
ich glaube manche mischpulthersteller müssten hier noch mehr dran machen, so dass man an jedem kanal extra die phantomspeisung ein oder ausschalten kann und nicht für alle 24 kanäle nur ein schalter vorhanden ist.
das wäre wirklich mal ein guter verbesserungsvorschlag für die herren wo dies konstruieren.
so und jetzt hau ich mir n deftiges steak auf den grill, und genieße noch den schönen tag. solltet ihr auch machen*g*, nachts im studio zu arbeiten is nämlich viel cooler;-).
bye bye


http://www.Nacht-Lager.de
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Antwort#18
ich glaube manche mischpulthersteller müssten hier noch mehr dran machen, so
dass man an jedem kanal extra die phantomspeisung ein oder ausschalten kann
und nicht für alle 24 kanäle nur ein schalter vorhanden ist.
Ich denke, je so ein Ein- und Aus-Schalter für die Phantomspeisung werden die Mischpulthersteller zu Recht nicht spendieren. Das ist auch unnötig. Die symmetrischen Mikrofone, die im Studio benötigt werden, brauchen Phantomspeisung und wenn die üblichen symmetrischen dynamischen Mikrofone vorhanden sind, dann kann die Phantomspeisung problemlos immer eingeschaltet bleiben und alles ist in bester Ordnung. Die unsymmetrischen Multimedia-Mikrofone mit Elektretkapsel und kleiner Gleichspannung für den Mikrofonverstärker gehören eben nicht an diese Studiomischpulte, keine Frage.
Weg mit diesem Multimedia-Schrott für Heimbastler.
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Antwort#19
lol, die elektret mikrophone gehen manchmal besser als manch andere. zumindest das wo ich habe. ich behalte sie weiterhin und werde sie nicht wegwerfen.
ich könnte es ja auch umbauen so dass ich sie mit 48v phantomspeisung betreiben kann. dynamische mikrophone taugen eh nix, die eignen sich eh nur für liveauftritte aber nicht für studio aufnahmen.
mir ging es nur darum ob man phantomgespeiste mikros mit dynamischen anschließen kann, diese frage habt ihr mir ja jetzt beantwortet. mehr wollt ich ja gar net wissen;-).
so, bis bald mal
tschüss
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Antwort#20
Hallo Jens-Uwe!
""Ich denke, je so ein Ein- und Aus-Schalter für die Phantomspeisung werden die Mischpulthersteller zu Recht nicht spendieren. Das ist auch unnötig.""
So, so, das ist unnötig... Ich sag Dir was: Mischpulte mit nur globaler +48V-Schaltung sind in vielen (Live-)Situationen unbrauchbar und somit unprofessionell.
Und bei fast allen ausgewachsenen Pulten gibt es einen seperaten Schalter pro Kanal - wie es sich gehört. Nicht selten hängt nämlich bei einigen Anwendungen auch mal ein Gerät am Preamp, dem man die Phantomspeisung lieber nicht zumuten will. Z.B. ein Bassamp, ein Keyboardmixer oder gar das Netzteil eines Röhrenmikros. Vielleicht denkst Du auch mal an sowas.
"Karaoke"-Mikros sind also nicht gemeint- außerdem haben die meist Klinkenstecker, da ist das sowieso egal.
Gruß,
Christopher
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