Ich würde nicht extrem pannen, wie es ja im Beitrag über mir anklingt. Man kann aber über Laufzeitverschiebungen der einzelnen Instrumente nachdenken. Generell könnte man auch jedes der Einzelinstrumente per Laur.-Schod. ins Stereo setzen. Allerdings ist IMHO die gesamte Diskussion nicht sinnig: mit drei (solchen) Mikros Schlagzeug aufzunehmen ist und bleibt ein Matsch. Da gibt jedes Chinesen-Drumset für 99,- mehr her.
ich denke, man sollte dringend elektrischen und akustischen kammfilter unterscheiden. Elektrischer Kammfilter kann bei der Summierung zweier Mono-Signalquellen entstehen. Kommt darauf an - wenn es ein koinzidentes Hauptsystem ist, nicht, wenn es sich um zwei Mikrofone mit laufzeitbehafteten Signalen oder komplett unterschiedliche Signale handelt, durchaus. Dennoch darf es in der abhöre KEINEN akustischen Kammfilter geben, egal wo in meinem Stereopanorama ich die Signale anordne... Wenn es ihn "nur in der MItte" gibt, gibt es ihn überall anders auch - und damit ist meine Abhöre unbrauchbar.
Ich möchte hier anschließen: Es ist falsch das Stereo-Centersignal mit "Monosignal" zu bezeichnen. Wir haben hier einen Zweikanaltechnik. Es gibt in der Stereo-Aufnahmetechnik mit Koinzidenz-Signalen die M/S-Technik. Das ist Mitte-Seite-Technik. Auch hier wird von Laien häufig falsch Mono-Stereo oder Mono-Seite gesagt. Selbst die englisch sprechenden Techniker sagen mid-side. Mono sagt niemand. Das M-Signal ist das richtungslose Musiksignal oder das Stereo-Centersignal, aber nicht das Monosignal, auch wenn der Buchstabe M dazu verführen könnte. In diesem Forum gibt es komische Meinungen dazu. Was hat hier Mono in Stereo zu suchen?
Da bist du der erste mit dem Problem. Normalerweise ist die Snare viel lauter. HiHat und andere Becken im Snaremikro ist dagegen öfters ein Problem. Versuch das Mikro von vorn auf die Snare zu richten, so dass die BD "hinter" dem Mikro ist.
Hallo ORFler, und was passiert bitte, wenn man einen mono-Sinus z.B. in die Stereomitte anordnet, und dann mit dem Kopf hin- un herbewegt? Hörst Du dann keine Auslöschungen / Verstärkungen? Der Schritt zu den akustischen Kammfiltern ist nun doch nicht so gross mehr. Gr. Dirk
Wieso ist die Diskussion unnötig? Meine Frage war doch einfach nur wie die Profis denn Ansätze liefern können was man mit 3 Mikros machen kann, mehr nicht. Dass ich hier keinen exzellenten Drumsound bekomme ist mir schon klar, habe schon mehr als ein professionelles Studio von innen gesehen und mache mir nicht die Illusion dass ohne die entsprechende Technik auch nur annähernd so ein Ergebnis zu erreichen ist. Nichts für ungut, Kiro
Hallo, nein, meist mit 6 Saiten, es sei denn eine reißt, dann spiel ich zeitweise auch mal mit 5 Saiten. Trotzdem habe ich noch nie darüber nachgedacht mir für jede Saite einen eigenen Amp zuzulegen. Muss man das? Aber trotzdem danke für Deinen Tipp, wirklich hilfreich.
Hallo Kiro, das Thema Drumsaufnahmen mit nur drei Mikrofonen ist hochaktuell. Sieh doch mal hier in den Newsgroups. Einige schwören richtig drauf. http://groups-beta.google.com/groups?q=drums+3+mics&hl=en Man kann sicher sehr gute Aufnahmen vom Drum-Set mit nur 3 mics machen.
ich finde das du (hafi) nicht nett auf Beiträge antwortest, und du unterstellst mit deinen antworten in letzter zeit immer einen fehlgedanken hinter gut gemeinten ratschlägen, welche sich der meinung des autors wohl in der praxis bewährt haben, man könnte es auch ergänzend erwähnen, dagegen hätte ich nichts einzuwenden. denk mal drüber nach. oder willst du vieleicht erreichen, dass alle noch so kleinen fragen aus diesem forum verschwinden, und es dann nur noch um komplexe, immer neue erkenntnisse in der Technik geht? grüsse dB
Wie viele Beiträge darüber gabs in letzter Zeit? Wie viele neue Erkenntnisse gab es überhaupt in letzter Zeit?
Das Wort "komplex" heißt im Hausgebrauch ganz schlicht "verwickelt". Mir sind keine verwickelten Beiträge und Erkenntnise in diesem Forum bekannt. Es kommt auch keine höhere Mathematik vor.
Moin... Abgesehen davon, dass du vom akademischen Standpunkt aus recht hast (und mit der Bezeichnung von MS sowieso), verstehe ich nach wie vor die Aufregung um solche Marginalien nicht. Wenn ich eine Mono-Aufnahme über ein Zweikanalsystem wiedergebe, dann ertönt sie (bei neutralem Panpot) aus der Stereomitte. Wenn ich ein einzelnes Mikrofon benutze, so ist dieses ersteinmal Mono. In welchen signaltechnischen Kontext ich das dann stelle (Mono, Stereo, Surround,...), "weiß" weder das Mikrofon noch das Signal. Und wenn ich dann ein solches Signal in eine Stereosumme einfüge, so bleibt die Phantomschallquelle doch Mono (dass das Zweikanal-Summensignal Mono wäre, hat niemand behauptet). Das ist dann eben eine Mono-Phantomschallquelle (z.B., aber keineswegs zwingend) im Stereo-Center. Andersrum könnte man aber auch philosophisch werden und sich folgendes ansehen: Eine Stereomischung bleibt eine Stereomischung, egal ob ich mir das als LR betrachte oder MS. Was also ist jetzt eine Mischung, bei der das S-Signal die ganze Zeit über exakt null ist? Du wirst mir erzählen, das sei Stereo. Nun andersrum: Ich habe eine Mono-Aufnahme. Ich kann mir doch nun ohne weiteres beliebig viele "Nullsignale" hinzudenken - was an der Aufnahme NICHTS ändert - und das erste z.B. "S-Signal", das zweite "Vorne-Hinten-Signal" oder sonstwie nennen und kann lustig vor mich hin matrizieren. Die Aufnahme bleibt trotzdem Mono, oder? Dass ein Mono-Signal über eine Stereo-Abhöre WIEDERGEGEBEN nicht dasselbe ist wie eine Wiedergabe über nur einen Lautsprecher, darüber sind sich doch hier alle im Klaren und längst einig. Wozu also dann das Nachfassen? Jens
Ich glaube, mit "unsinnig" war gemeint die Diskussion über Mono, Stereocenter, Panning etc. in _diesem_ Zusammenhang. Nicht deine ursprüngliche Frage. Denn die Mikros geben eben nicht _so_viel her, als dass man Feinheiten beim Panning sinnvoll umsetzen könnte... Jens