Moin... Du kannst dir gewiss sein, dass ich aus dem "Alter", wo ich mich von der Form oder Optik eines Mikrofons habe leiten lassen, inzwischen längst heraus bin. Es mag wohl sein, dass solche Irrtümer weit verbreitet sind, aber DAS war nicht der Grund für den Tipp mit dem Abschrauben des Korbes. Noch ein Nachtrag übrigens zum Thema "Dumpf" beim SM58: Ein fabrikneues oder frisch gereinigtes Mikro wird vielleicht nicht "dumpf" klingen (und wenn man sich die Frequenzgänge von 57 und 58 vergleicht, sieht man keine gravierenden Unterschiede - lediglich um 7...8kHz herum). Aber eines, was schon einige Einsätze in "erhöhter Luftfeuchte" - sprich: Gesang - hatte, wird mit der Zeit obenrum etwas taub. Das ist meine Erfahrung. Das kann man aber mit einem neuen Schaumstoffeinsatz beheben ;) Im übrigen dürfte bekannt sein, dass es "DAS" SM58 nicht gibt, sondern dass unter diesem Namen über die Jahre immer wieder etwas andere Konstruktionen im Handel waren - und einige davon (namentlich aus der "Klassiker"-Zeit in den 80ern) klingen tatsächlich etwas muffig. Jens
Du bist doch frei zu denken, was du willst. Halte doch ein Stereo-Center-Signal für ein Monossignal. Das ist zwar falsch, aber das stört doch nicht. Diejenigen, die es begriffen haben, werden schon wissen, was sie mit dieser Aussage anfangen: "Ein Stereo-Center-Signal ist kein Mono-Signal." Ein Monosignal ist ein einkanaliges Signal. Darüber muss man doch wirklich nicht so viel diskutieren. Dieter
Dieter, ihr habt beide recht. Bloss meint ihr zwei verschiedene Dinge. Lies Dir doch noch mal alle Postings durch, dann wird es Dir sicherlich deutlich. Freundlicher Gruss, Dirk
Hallo Rainer, mir ist nicht ganz klar, ob hier alle dasselbe meinen. Bei der Wiedergabe eines Mono-Signals über zwei Lautsprecher treten Kammfiltereffekte durch das Übersprechen zwischen den Kanälen auf. Das recht Ohr hört den linken und zugleich den rechten Lautsprecher, beide natürlich mit der HRTF gefiltert. Bei der Wiedergabe über nur einen Lautsprecher ist das nicht der Fall. Die Wiedergabe eines Mono-Signals über einen Lautsprecher vor dem Hörer klingt daher anders, als die Wiedergabe eines Mono-Signals über zwei Lautsprecher in Stereo-Aufstellung. Allerdings bildet sich in beiden Fällen eine exakt in der Mitte zu lokalsierende Phantomschallquelle aus. Ob der Begriff "Phantomschallquelle" bei Wiedergabe mit nur einem Lautsprecher formal treffend ist, sei dahingestellt. Gruß Andreas
Auch wenn ich nicht Rainer bin, möchte ich meine Meinung zum Begriff "Phantomschallquelle" darlegen. Es bildet sich bei der Stereowiedergabe eine virtuelle Schallquelle zwischen zwei Lautsprechern, die aus zwei sich überlagernden Schallfeldern besteht. Dieses nennen wir Phantomschallquelle. Kommt der Schall alleine aus einem Lautsprecher, dann wird diese Schallquelle nicht mehr virtuell aus zwei Signalen gebildet, sondern sie ist nur "eine" Schallquelle (Mono): der Lautsprecher selber. Ein Schall, der nur aus einem Lautsprecher kommt, kann keine "Phantom"-Schallquelle mehr sein, weil kein zweites Signal mitwirkt. Das ist quasi mit einem an dieser Stelle spielendem Musikinstrument zu vergleichen, das ja auch keine Phantomschallquelle sein kann. Sicher hat "ein" Lautsprecher eine andere Abstrahlcharakteristik als eine dort spielende Flöte.
Lieber Dieter. Du unterstellst mir Unwissen, wo keines ist. Ich kenne wohl den Unterschied zwischen Mono und Stereo-Center. Du hast es aber mit deinem herablassenden Posting unmittelbar auf meine Liste der Leute aus diesem Forum geschafft, auf die ich zukünftig erst gar nicht reagieren werde. Jens
Hallo Jens, bei dir besteht ein hoher Empfindlichkeitsgrad betreffs unterstelltem Unwissen. Mein Posting wird sicher von anderen nicht (!) als herablassend empfunden, so wie es auch gemeint ist. Das Folgende konnte ich inhaltlich nicht verstehen: "Du hast es aber mit deinem herablassenden Posting unmittelbar auf meine Liste der Leute aus diesem Forum geschafft, auf die ich zukünftig erst gar nicht reagieren werde." Gruß Dieter
Moin... "bei dir besteht ein hoher Empfindlichkeitsgrad betreffs unterstelltem Unwissen." Mein lieber Dieter. Ich halte mich nicht für sonderlich empfindlich. Aber wenn jemand die Posts, auf die er antwortet, offenkundig nicht richtig liest; und dann süffisant verkündet, die dort geäußerten Dinge wären falsch, dann zeugt das nicht von gutem Stil. Du schreibst: "Halte doch ein Stereo-Center-Signal für ein Monossignal. Das ist[...] falsch, ..." Ich habe an keiner(!) Stelle behauptet, ein Stereo-Centersignal sei ein Monosignal. Ich habe von Mono-Phantomschallquellen in einem Stereosignal gesprochen. Und ich habe z.B. dieses hier geschrieben: "Dass ein Mono-Signal über eine Stereo-Abhöre WIEDERGEGEBEN nicht dasselbe ist wie eine Wiedergabe über nur einen Lautsprecher, darüber sind sich doch hier alle im Klaren und längst einig." Wo also findest du in meinem Beitrag die Aussage, die du mir unterschiebst? Ich fand die Diskussion darüber bis hierher recht interessant, und ich könnte sicher noch ein paar Dinge dazu beitragen - aber auf diese Art und Weise sicher nicht... "Das Folgende konnte ich inhaltlich nicht verstehen:" Ich hätte das auch anders formulieren können, habe mich aber aus Gründen der Etikette für die höfliche Variante entschieden... Jens
Hallo db, ich wollte wirklich nicht "unnett" erscheinen, was ich eigendlich sagen wollte hier noch mal in anderen Worten: Ob ich das SM58 mit oder ohne Korb oder gleich ein SM 57 für die Snare benutze: Es hat KEINEN spürbaren qualitativen Einfluß auf die Aufnahme. Spürbar hingegen ist der Drummer, seine Snare und deren Fell sowie die Qualitäten des Menschen der daraus etwas produziert. DARAUF kommt es an, auf nichts anderes! Grüße, Christopher
""mit drei (solchen) Mikros Schlagzeug aufzunehmen ist und bleibt ein Matsch. Da gibt jedes Chinesen-Drumset für 99,- mehr her."" Pauschal ist diese Aussage mehr als Unsinn. Pauschal ist weder die Qualität dieser drei Mikros unzureichend (OK, das China-GM kenne ich nun nicht), noch viel weniger ist es unmöglich, mit drei Mikros gute Drumsetaufnahmen zu machen. Die Devise "viel hilft viel" - für 99 EUR gibt es dann fünf (?) garantiert minderwertige Mikros - kann doch wohl nicht Dein Ernst sein? Hilfreicher wäre gewesen darauf hinzuweisen, daß bestimmte Klangvostellungen eben nicht mit drei Mikros gehen - aber wer weiß schon, welche er hatte. Hinterfragt hat das bisher niemand.
Hallo, ich neige auch dazu, bei nur einem Lautsprecher nicht den Begriff "Phantomschallquelle" anzuwenden. Das der Lautsprecher als Realschalquelle hörbar wird, würde ich jedoch eher als Wiedergabefehler auffassen, denn man kennt auch von Mono-Aufnahmen (oder wenn man nur einen Kanal einer Stereo-Aufnahme hört) eine ausgeprägte Tiefenstaffelung, wenn sie denn aufnahmeseitig in Form von diskreten Reflexionen und eines Diffusfeldes des Ursprungsraumes vorhanden ist. Nahaufnahmen werden dagegen auch bei Mono (wie auch bei stereophoner Darbietung) direkt vor dem Kopf lokalisiert (immer vorausgesetzt, die Wechselwirkung zwischen Lautsprecher und Hörraum wurde hinreichend unterdrückt). Also weder Phantomschallquelle, noch Realschallquelle? Gruß Andreas
Es war keine pauschale, sondern eine konkrete und auf DIESEN Fall bezogene Antwort. Und ich leibe dabei: Die Einzelaufnahme, gerade des Schlagzeugs, ist schon essenziell. Im Vergleich zu einem SM58-overhead oder was immer dort diskutiert wurde, wirst Du musikalische besser liegen.
""Es war keine pauschale, sondern eine konkrete und auf DIESEN Fall bezogene Antwort. Und ich leibe dabei: Die Einzelaufnahme, gerade des Schlagzeugs, ist schon essenziell."" Genau das meinte ich mit pauschal... ""Im Vergleich zu einem SM58-overhead oder was immer dort diskutiert wurde, wirst Du musikalische besser liegen. "" Das SM58 als OH stand gar nicht zur Debatte sondern ein günstiges GM. 58er waren für Kick + Snare vorgesehen. Und mit dieser Kombination lässt sich generell erstmal ein Sound einfangen, der mit "Matsch" nichts zu tun hat. Zumindest für Demozwecke ist das ein äußerst gangbarer Weg - und um etwas anderes ging es Kiro ja nicht.
Dies erfordert aber auch einen passenden Raum! Wenn ich nicht alle Teile eines Drumsets für sich aufnehme, dann kann ich vernüftig mischen und das meiste an Signal ist dann automatisch durch den Raumklang verseucht! Und genau dies ist bei Pop, Electro und Rock strengstens zu vermeiden. Lieber ein paar schlechte Mikrofone zusätzlich, als gar keine!
Hallo Club-DJ, Deine Aussage stimmt dann, wenn kein brauchbarer Raum - also ein wirklich kritischer - zur Verfügung steht. Nur: Dann wird es nie richtig gut, egal ob 3 oder 13 Mikros. Zu einer guten Schlagzeugaufnahme gehört ein "hörenswerter" Raum, genau wie zu einer guten Schlagzeugaufnahme auch Raummikros (also nicht nur OHs) gehören. Wer den synthetischen 80er Jahre-Sound mag, kann natürlich durch reine Stützen, ordentlich REV7 o.ä. sowie Drumsoundreplacement glücklich werden, für mich hat das aber nichts mehr mit gutem *Drumset*-Sound zu tun. Gleichwohl: Erlaubt ist was gefällt und die Musik erfordert. Aber nicht selten tun es auch 3-4 Mikros (und dafür könnte ich jetzt ewig viele Beispiele nennen...). Nochmal: Anzahl und Qualität der Mikros sind kein Garant für gute Schlagzeugaufnahmen! Ich habe alle Variationen durchprobiert. Gruß, Christopher
DJ: Wenn ich nicht alle Teile eines Drumsets für sich aufnehme, dann kann ich "nicht" vernünftig mischen. (Vermutlich fehlt das "-" Wort) Deine extreme Aussage trifft sicher nur für dich und deine spezielle Musik zu zu. Es geht deutlich auch anders und außerdem viel besser. Alles einzeln und direkt aufzunehmen ist tot und nicht wieder zum Leben zu erwecken.
Ich würde eher sagen: Zwei unterschiedliche Erfahrungshorizonte ;-) Ganz sicher bekommst Du mit Deinen Mitteln einen super Drumsound hin, von daher akzeptiere ich das. Ich als Schlagzeuger und Produzent habe in den letzten knapp 20 Jahren immer wieder neue Techniken ausprobiert, angefangen vom Standart-"Live"- Setup (KI,SN,HI,3xT,2xOH-AB) über die "Jim-Keltner-Methode" (2xKi,2xAmb) zu meiner jetzigen (2xKi,2xSn,2-4xTom,2xOH ORTF/XY, 2xAmb AB Druckempfänger), inclusive aller erdenklichen Mikros für alle möglichen Positionen (auch Live). Wenn ich eins gelernt habe: Der Drummer macht den Sound. Dann das Set & seine Stimmung. Dann der Raum. Das Arrangement. Und irgendwo ganz hinten kommen wir dann zu den Mikros. Und nochmals: Pauschalaussagen wie z.B. "nimm für BD DIESES Mikro" und "nimm möglichst viele und gute" sind vollkommen wertlos. Jemand mit musikalischem Gehör bekommt auch ein 10 EUR Mikro an BD und Snare zum klingen, jemand ohne tut sich auch mit 1000 EUR Mikros schwer. Gruß, Christopher
Wenn ich eins gelernt habe: Der Drummer macht den Sound. Dann das Set & seine Stimmung. Dann der Raum. Das Arrangement. Und irgendwo ganz hinten kommen wir dann zu den Mikros.
Der gefällt mir! (Auch wenn man ein "Ja, vielleicht aber ..." einwerfen kann.) Ich hoffe, Dr. Fischer und seine Geige lesen gerade mit und machen gerne "Suchen & Ersetzen"-Spiele. >:->