Qualifizierung von Mikrofonen

Erstellt 4 Antworten5 Beiträge
Startbeitrag#1
Noch ein Denkanstoss für sinnvolle Diskussionen:
Hersteller von Mikrofonen geben bekanntlich nur spärliche Informationen heraus: Da findet man einen 0-Grad-Frequenzgang, ein Polardiagramm, normierte Werte für Rauschen und das war's.
Wie könnte man, angelehnt an die Vorgehensweise der Indsutrie, Güteklassen schaffen, die für alle Werte einer Klasse, gewisse Mindestanforderungen vorschreiben, damit ein Mikro zu eben jener Klasse zu zählen ist.
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Antwort#2
Das ist doch Unsinn. Wie willst Du denn "Güteklassen" bei Mikrofonen definieren? Das kann man bei Mikrofonen nicht so machen wie bei Meßinstrumenten, wo man die Güteklassen nach dem Fehler definiert, den das Meßinstrument auf den Skalenendwert bezogen hat.
Die Mikrofonhersteller geben bewußt spärliche Informationen heraus, weil sie genau wissen, daß sonst damit sehr viel Unfug getrieben wird. Das habe ich von keinem Geringeren als von Jörg Wuttke (Schoeps) erfahren. Lies doch mal die Aufsätze von J.Wuttke durch. Da gibt es einen unter dem Titel: "Mikrofondaten und ihre Bedeutung in der Praxis". Genausowenig ist ein Studiomikrofon
"eichfähig" im Sinne des Eichgesetzes. Dazu nämlich sind Studiomikrofone nämlich zu sehr auf den Anwendungszweck zugeschnitten.
MfG
Rainer
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Antwort#3
"Die Mikrofonhersteller geben bewußt spärliche Informationen heraus, weil sie genau wissen, daß sonst damit sehr viel Unfug getrieben wird ..."
Da bin nun aber auch ich anderer Meinung: Wenn man ein paar mehr Messdaten hätte, dann wüsste man sicher ein ganzes Stück mehr über ein guts Mikro, denn andere Hersteller müssten ja nachziehen. Schon jetzt sehe ich das mit Argwohn, wenn einer bestimmte Werte, die andere aufführen, selber nicht aufführt.
Ich würde z.B. mal ein paar DAten haben wollen wie z.B. die nichtlinearen Verzerrungen bei 20,200 und 2000Hz, statt immer nur einen ominösen Grenzschalldruckpegel.
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Antwort#4
Nach Norm müssen die Hersteller bestimte Angaben machen (siehe Link)
Du wirst bemerkt haben, dass die "amtlichen" Hersteller nicht mit Daten geizen, je billiger dagegen ein Produkt wird, umso spärlicher ist die Information über das Produkt - abgesehen von Werbetexten. Allein anhand dieser Tatsache lässt sich doch schon eine bestimmte "Klassifizierung" herleiten.
Gruß
Martin


Muss - Herstellerangaben nach DIN
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Antwort#5
Danke Martin Kennerknecht,
das ist eine wahre und gekonnte Zusammenfassung von dir:
Je billiger ein Produkt wird, umso spärlicher ist die Information über das Produkt - abgesehen von Werbetexten.
Ich möchte hierzu einen Link ergänzen:
"Technische Daten in der Elektroakustik"
http://tinyurl.com/blaew
Hier ist der lesenswerte Vortag in ganzer Länge: "Technische Daten in der Elektroakustik - eine unendliche Geschichte (pdf, 110 kB)"
http://www.dke.de/NR/rdonlyres/44591CBC-C715-40E7-8F47-A4673A4E8849/8288/TechnischeDateneineunendlicheGeschichte.pdf


Technische Daten in der Elektroakustik
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