Hallo, ich bräuchte einige Tipps für das Mischen eines Hörspiels, in Bezug auf die Effekte (Räume). Es gibt hier drei verschiedene Szenen zu bearbeiten: -Sprechszenen im Freien (freie Natur) -Sprechszenen in einer Holzhütte -Sprechszenen in einem Burgturm Hier die Geräte ich zur Verfügung habe: -Lexicon L300 (Hardware) -TC 4000 (Hardware) -TC D-two Delay (Hardware) -Waves Trueverb (Plugin) -UAD-1 (Plugin)
Welche Effekte, (Geräte) für die jeweiligen Sprechszenen ? ...respektiv, von welchen Presets soll ich jeweils ausgehen um sie weiterzubearbeiten? Ich möchte schon, dass die räumlichen Unterschiede der verschiedenen Szenen für den Zuhörer eine akustische Orientierungshilfe sind.
Vielen Dank im voraus für Eure Ideen, bis bald, Heng
Ich habe vor einiger Zeit ähnliches gemacht. Draussen ist ein Problem da es keinen Hall gibt. Die Lösung da: Umgebungsgeräusche (Vögel, Strassen, Leute etc.) um die Illusion "draussen" zu vermitteln. Holzhütte ist auch recht trocken. Womöglich reicht da der Studiohall des Aufnahmeraums. Allerdings hier ohne Geräusche. Burgturm müsste man probieren. Die Wände sind nah, also frühe Early Reflektions, kurzes Hallprogramm. Gut wären irgendwelche Flatterechos. Aber wie bekommt man die mit Hallgeräte hin?
Aussenszene: Komplett reflexionsfrei auf nehmen, gfs. Raum mit extrem viel Schalldämmmaterial befüllen - auch um das Mikro herum, gfs eine einzige Reflexion durch verschobenen, verdoppelter Track künstlich erzeugen (Boden) -> damit die gehörte Entfernung einstellen, nähebetonende Höhen und vor Allem Bässe wegnehmen! Holzhütte: Sprecher auf eine Holzkiste sprechen lassen, an der ein Körperschallmikro sitzt. Dieses dann hinzumischen. Gfs geht ein Bass oder Cello mit Tonabnehmer (bei fixierten Saiten versteht sich) Steinturm sollte wohl kein Problem sein
Wirklich am Schwersten sind die Sprechszenen im Freien (freie Natur), weil es dafür keinen Plugin für "freie Natur" gibt. Wenn Menschen sich aus einiger Entfernung laut etwas zurufen, ist das schon ein dickes Problem. Ein guter trockener nicht zu kleiner Raum und ein Koinzidentmikrofon sind da schon Voraussetzung. Dabei nicht zu stark den Kompressor einsetzen. Die anderen Räume darzustellen ist dagegen kein Problem.
""Gut wären irgendwelche Flatterechos. Aber wie bekommt man die mit Hallgeräte hin?"" Das L300 hat sehr gute Ambience-Programme, auch das M4000 (Gratulation zu dieser Ausstattung...) sollte das können, wie auch mit Abstrichen das Trueverb und der UAD Realverb. Was aber gar nicht geht: Bereits aufgenommene Spuren mit "Eigensound" nach Freiluft klingen lassen. Gruß, Christopher
In diesem Zusammenhang hier ein Hinweis auf eine interessante Seite: movie-college.com Denn was bei Filmtondialogen und Synchronisation gilt, lässt sich sicher auch auf Hörspiele übertragen. Vielleicht ist ja was nützliches dabei: