Hallo, in Ermangelung von Coles 4038 Bändchenmikros würde ich gerne mal das Bändchenmikro vom großen T ausprobieren. Hat jemand schonmal Erfahrungen damit gemacht ? Ich würde gerne Violine damit aufnehmen. Vielen Dank für Eure Meinungen !
Ich gehe davon aus, daß das Mikrofon radiale Einsprechrichtung hat. Die Haupt-Einsprechrichtung ist gewöhnlich bei allen Mikrofonen auf der Seite wo das Firmenlogo angebracht ist. Grüße Rainer
Die Position auf dem t.bone-RB500-Bild suggeriert dem Laien er müsse von vorn einsingen. Das wird häufig auch so gemacht und dabei wird nichts bemerkt. Das chinesische Bändchenmikrofon t.bone RB500 für 129 Euro von Thomann klingt nicht so wie das Edel-Bändchenmikrofon Coles 4038. Siehe: oben! Ich würde auf zwei dieser Coles sparen. Der Geiger braucht zwei von diesen Mikrofonen (Klein AB-Aufnahme), wobei man die Magnetkräfte nicht unterschätzen sollte. Juri
... kennt das jemand oder hat schon damit gearbeitet? Wo setzt ihr Bändchenmikrofone ein? ebs hatte mal gepostet, dass die Coles sehr schön für Geige zu gebrauchen sind. Ansonsten sehe ich aber, ehrlich gesagt, wenig Bändchenmikrofone im Einsatz, sicher auch, weil sie vergleichsweise wenig Output bringen und man sich Rauschen einfängt. Ich könnte mir ein Bändchen gut für Saxophon oder auch für Kontrabass vorstellen (gute Basswiedergabe, im oberen Frequenzbereich eher abfallend), hab es aber noch nie probiert. Ein Problem könnte die rückwärtige Empfindlichkeit sein. Ich bitte um Erfahrungsberichte. Gruß Uwe
Erfahrungsbericht zu Bändchenmikrofonen: Ich arbeite oft in USA. Dort ist das Land der Erfindung der Bändchenmikrofone. Dr. Harry F. Olson von RCA war stark daran beteiligt. Siehe Link "12 Mikrofone, die Geschichte machten" 1. RCA 44 Style Ribbon Microphone 2. RCA 77 Unidirectional Ribbons 3. Western Electric 639 A/B Natürlich werden in USA besonders bei Pop-Aufnahmen sehr oft Bändchenmikrofone eingesetzt. Klassikaufnahmen kümmern auch dort vor sich hin. Von der Fa. Telarc kenne ich keine Anwendung von Bändchenmikrofonen. Wie man das Coles 4038 bei Instrumenten anwenden solle. Sehr interessant! http://www.wesdooley.com/pdf/4038C.pdf Weitere historische Mikrofone: http://www.radioblvd.com/BCMICS.htm http://www.k-bay106.com/history.htm http://www.roger.beckwith.btinternet.co.uk/bh/mics/4038.htm Bei uns kennt man die "Nicht-Bändchen" Sennheiser-Achten hauptsächlich von Aufnahmen der Deutschen Grammophon Gesellschaft DGG, die diese Type für ihre verzögerte Nah-Stützmikrofontechnik unbedingt braucht. Da M/S sehr wenig angewendet wird, sind das MK 8 und das KM 120 wenig im Einsatz. Großmembran-Mikrofone, wie das U 87, das U 89 oder das TLM 170 werden bisweilen mal auf Acht geschaltet. Wie Ebs schon einmal postete, sind zwei Coles 4038 beim Geiger Perlman ein "Muss". Richtig eingesetzt klingen diese Bänchen-Achter-Mikrofone schön voll und grundtönig und nie so in den Höhen fisselig, wie man das von den KMs kennt.
"Sind diese Oktavamikrofone wirklich so gut, wie ihr Ruf ?" Habe ein MK012 Matched-Pair mit Nierenkapseln von DAS ohne Preamp-Update und 2 MK101 von dem Oktava-Online-Betreiber. Zusätzlich steht mir noch ein MK012 Matched Pair mit Nieren und Kugeln und Preamp Update zur Verfügung. Bin von den MK012 sehr angetan und habe sie schon als Overheads, Tom-Mikrofone, ORTF-Hauptmikrofone, Ambience-Mikrofone, Gesangs-Mikrofone und für Akustik-Gitarre benutzt. Ich bin sehr zufrieden mit den Mikrofonen. Soweit ich es beurteilen kann, ist der Klang bzgl. Frequenzen und Transienten sehr neutral. Wirklich begeistert war ich während einem Drumrecording für eine Jazzproduktion, bei dem ich das Schlagzeug mit 4 MK012 Oktavas, 2 für Overhead und 2 für die Toms, mikrofoniert hatte. Wenn es mein Budget wieder zulässt, werde ich mir noch ein Paar (oder ein paar mehr) MK012 kaufen. Die MK101 habe ich bisher als Ambience-Mikros, Snare-Mikros, zur Leslie-Mikrofonierung und als Gesangsmikrofone benutzt. Da ich nicht der größte Fan von Großmembranern bin, fällt es mir schwer, irgendwas über die MK101 zu sagen ... an der Snare (Bottom), am Leslie und als Ambience-Mikrofone waren sie wirklich brauchbar, das "Aha-Erlebnis" wie bei den MK012 blieb aber aus. Als Gesangsmikrofone hatte ich sie nur ein mal im Einsatz, im direkten Vergleich zu einem U87, einem Groove Tubes Röhrenmikrofon und einem AKG C414 hatten sie mir überhaupt nicht zugesagt, während ich mit dem MK012 schon gute Erfahrungen mit Gesang gemacht habe.
-> Meiner Meinung nach ist das MK012 Preis/Leistungs-mäßig einfach ein tolles Mikrofon. Ob das bei allen anderen Modellen auch so ist, weiß ich nicht. Aufgrund meiner guten Erfahrungen würde ich aber sagen: Wenn man sich budgetmäßig EH im unteren Bereich aufhält (ansonsten kauft man sich eben Neumann, Schoeps, oder Royer oder Coles), sollte es nicht schaden, den Oktavas eine faire Chance einzuräumen.
"wobei man die Magnetkräfte nicht unterschätzen sollte." Wieso? Na, die ziehen sich ganz schön an. Das muss man mal erlebt haben. Mit der Hand kannst du sie bei einem Abstand von 5 cm nicht mehr festhalten. Klack und sie kleben zusammen. Lustig, nicht? Jorgos
Es muss wohl nicht erwähnt werden, daß ein solches Zusammenschlagen den Mikros nicht bekommt. Was die Bändchen im Betieb tun, daran will ich garnicht denken. Aber auch selbst die Magnete mögen keine Erschütterungen, wenngleich das Gehäuse sicher als Knautschzone dient. Ich kann die magnetische Kraft diese Mikros nicht einschätzen, baue und forsche aber selber ein bissl mit Magnetik. Bisweilen sind die Kräfte dieser Magnete gewaltig! Ich habe u.a. zwei Neodymmagnete, die man links und rechts des Oberschenkels plazieren kann und dann von selber halten - durch das Bei hindurch. Nähert man die auf mehr als 10cm an, kann man mit den Händen nicht mehr verhindern, daß sie zusammenschlagen - die beiden Fäuste rasseln unweigerlich zusmmen. Wenn man nur einen eizigen Finger dazwischen hat, ist der platt! Der Verkäufer hat mir erzählt, daß 2 dieser größe, die einmal zusammen sind, selbst mit Werkzeug nicht mehr zu trennen waren. Übrigens kann man mit solchen Magneten gut einkaufen: Die auf vielen Packungen versehenen Antiklau-Aufkleber, tragen eine magnetische Codierung, die beim unerlaubten Entfernen an den Barrieren einen Alarm auslösen. Ein ordentlicher Neodymmagnet über das Siegel und es ist neutralisiert :-) Auch Kreditkarten werden entwertet, wenn man einem solchen Magneten auf die Brieftasche legt.
In dem vorhin genannten Zusammenhang sollte man noch andere magnetische Datenträger nicht unerwähnt lassen: Die Dinger sollten ziemlich weit weg von Festplatten und (falls noch vorhanden) Bändern sein. In wie weit diese Schuhspanner-Mikros den Datenträgern gefährlich werden können, weiss ich nicht, hab diese Mikrofone noch nie im Original gesehen...
Hallo, ich bin mit solchen Dingern grundsätzlich äußerst vorsichtig geworden, nachdem ich mir mal vor einigen Jahren mit einem Taschendiktiergerät den Magnetstreifen meiner Euro-Chequekarte gelöscht hatte! Es empfiehlt sich, jeden Ton-, Bild- und Datenträger mit magnetischer Speicherung weit fern zu halten von dynamischen Mikrofonen, Lautsprechern und solchen Geräten wo Magnete enthalten sind.
Hi, ich möchte zu den Bändchenmikros auch eine Frage dazusetzen. Die Probelmatik der fiselige Geige ist mir auch bekannt. Da ich keine Bändchenmikros habe, möchte ich wissen, wie es denn mit dem Achter-Bändchen von Beyerdynamic als Alternative zu Coles etc wäre. Den Typ habe ich derzeitig nicht im Kopf. Holger
... Du meinst sicher das M130. Ich habe eins, konnte das Teil allerdings noch nicht mit einem Coles 4038 (mangels selbigem) vergleichen, aber einem Royer 121 konnte das Beyer leider nicht "das Wasser reichen" ... (man beachte aber den Preisunterschied zwischen den einzelnen Modellen!).
Es hat schon seinen Grund, warum Beyerdynamic Mikrofone in der Profiwelt nicht vorkommen. Das Coles 4038 ist zu Recht so berühmt. Es hat eine lange Geschichte und hängt mit der BBC-Entwicklung zusammen.
Frequency Response 30Hz - 15kHz Output Sensitivity 0.5mV/Pa Max SPL 125dB for 1%THD Self Noise (CCIR) (keine Angaben) Self Noise (DIN/IEC) (keine Angaben) Output Impedance 300 Ohm Alternative Powering Do not use phantom power Physical Characteristics
Connector 4069 jack (adaptable to XLR-3M) Connector Notes Available Colours Black Weight 1080g (38.02oz) Length 197mm (7.75") Min Diameter/Width Max Diameter/Width 83mm (3.26") Depth 61mm (2.40") Accessories
Included Soft cloth protective bag, foam-lined carrying case,4069 jack plug
Optional 4070, 4071, 4069 XLR
Aus den Daten wird nicht unbedingt ersichtlich, warum dieses Mikrofon heute noch "Kult"status genießt. Vor 50 Jahren mag der Frequenzgang noch überzeugt haben; aber heute sind 15 kHz nicht mehr die Grenze des Möglichen. Beachtlich finde ich nur die Linearität bei tiefen Frequenzen (für eine Acht!, aber wie gemessen?). Ansonsten sehe ich den Einsatz eher problematisch: - geringer Ausgangspegel - hoher Ausgangswiderstand