SAND und LEAGUE CRAFTY GUITARISTS

Erstellt 26 Antworten27 Beiträge
Startbeitrag#1
Liebe Tontechniker, Musiker und andere Kollegen!
Ich habe hier im Forum schon den einen oder anderen guten Tip bekommen und möchte euch daher 2 Dinge nicht vorenthalten.
1. Entgegen aller Marktprognosen haben wir (Sebastian Lohse und ich) einen kleinen Beitrag zur aktuellen Quotendiskussion um deutschsprachige Musik vorbereitet, welcher ab 22.8. in hoffentlich allen Plattenläden steht. Es handelt sich um die erste Platte von Sand, sie heisst "Winterlieder" und wir bezeichnen es als "Neue Deutsche Chansons". Wer möchte, kann sich auf
www.winterlieder.de
ein paar mp3s anhören, oder sich unter:
www.was-uns-verbindet.de
ein video anschauen. Wir freuen uns auf sachdienliche Kritik.

2. Wer schon mal was von GUITAR CRAFT gehört hat, freut sich sicher zu hören, dass "The League of Crafty Guitarists" eine Tour durch (ost) Deutschland machen.
Nähere Infos auf
www.thelcg.net
Also, alle Sachsen, Thüringer und sonstige "Ossis" im Forum. Hinkommen!
Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit und Zeit!
Frieder Zimmermann



http://www.winterlieder.de
ZitierenPost melden
Antwort#2
Wann endlich arbeiten deutsche Sänger an ihrer Deklaration und Intonation?
DAS wäre ein Beitrag zur "Quote" ...
ZitierenPost melden
Antwort#3
ganz ehrlich zu Sand?
Die Musik zieht einen runter, der Sänger kann nicht singen und trifft keinen Ton.
Zu allem Überfluss ist alles so künstlich aufgeblasen als handelt es sich um eine Effekte Demo CD.
Sorry ihr wolltet eine Meinung, dies ist meine.
Nix für ungut.
Ich
ZitierenPost melden
Antwort#4
Hallo DasDu!
Etwas anderes habe ich - dezenter formuliert - auch nicht geschrieben.
Wenn dies ein Beitrag sein soll, die Quote "deutschsprachiger Lieder" im RF zu heben, wandere ich aus. Deutschland hatte seinen ersten Verlust an "deutscher/n" Kultur(trägern) in der Zeit von 1933 - 45, der zweite Schub muß ja irgendwann folgen.
Man mag von der Schlagermusik in der Zeit ab 1950 halten, was man will - aber die Schlagersänger jener Zeit beherrschten wenigstens das "Handwerk" des Singens - im Gegensatz zu unseren "Sternchen" von heute.
Und das Schlimme: Nicht einmal MPEG kann die Unsäglichkeiten der Musik aus deutschen Landen reduzieren.
Wie schrieb Heinrich Neuhaus sinngemäß in seinem Buch "Kunst des Klavierspiels":
"Nur wer etwas zu sagen hat, sollte auch auftreten" (dürfen).
ZitierenPost melden
Antwort#5
Naja ganz so schlimm finde ich das nicht.
1. Das du im Prinzip das selbe geschrieben hast ist ja auch ok. es gibt Leute, die können auch die selbe Meinung haben, ich habs für mich nur etwas konkretisiert.
Zumindestens was hier Sand angeht.
Den Rest teilen wir dann doch nicht so.
Ich bin ein grosser Fan und Befürworter der "deutschen Welle", klar da gibt es viel grauseliges aber auch sehr viel gutes.
Aber als sehr angenehm finde ich die Tatsache, das ich Texte sofort so verstehe wie sie gemeint sind.
Aber was auf den Markt schmeißen weils grad in ist? Nein Danke
ZitierenPost melden
Antwort#6
Na ja, wenn Du mit 'deutscher Welle' die gute alte NDW (Morgenrot,Fee,Ideal) meinst, stimme ich zu. Aber wenn ich mir die Texte von z.B. Juli anhöre, wünschte ich, die würden in Suaheli singen, dann würde ich es wenigstens nicht verstehen (warum redet diese Band in Interviews eigentlich immer von Heavy Metal??).
Was Sand angeht. Ein weiterer Beweis, daß die allgemeine Verfügbarkeit von Aufnahmeequipment und der Bereitstellung übers Internet alles andere als ein Segen ist.
Marcel
ZitierenPost melden
Antwort#7
Komisch, dass die Texte immer überbewertet werden.
Bei Opern fragt auch niemand danach.
Wer Lyrik will soll Gedichte lesen. Es ist in der Tat so, dass man vorallem bei deutschen Sängern immer merkt ob zuerst die Musik oder der Text da war.
Und bei letzteren ist die Musik meist primitiv im Strophe-Refrain-Strophe-Refrain-Solo-Strophe-Refrain-Schema und natürlich jeweils Vierzeiler...
ZitierenPost melden
Antwort#8
Hallo,
das finde ich eigentlich das Schlimme. Wenn ich das Radio anmache, dann sind da 95% der Stücke in 4/4 und als ABCBCDC aufgebaut, wobei D bitte vier Takte und somit maximal 3:30 Spielzeit nicht überschreiten darf.
Gruß
Claus
ZitierenPost melden
Antwort#9
Wieso? Du brauchst es Dir ja nicht anhören.
Musikmachen und -aufnehmen sollte als Hobby übrigens grundsätzlich verboten werden und das entsprechende Equipment sollte bitte nur an Tonmeister verkauft werden dürfen. Diese allgemeinen Rundumschläge find ich einfach arrogant, verzeihung, das ist meine Meinung. Ich denke auch, wer nichts zu sagen hat, der soll den Mund halten, egal ob verbal oder musikalisch, aber offensichtlich wollen die Herren von Sand etwas sagen.
Claus
ZitierenPost melden
Antwort#10
MOIN!
"das finde ich eigentlich das Schlimme. Wenn ich das Radio anmache, dann sind da 95% der Stücke in 4/4 und als ABCBCDC aufgebaut, wobei D bitte vier Takte und somit maximal 3:30 Spielzeit nicht überschreiten darf."
wo ist da ein problem?
die masse der hörer (ich auch) möchte musik die 1. tanzbar und 2. mitsingbar ist.
das bedingt das eine gewisse vorhersehbarkeit vorhanden ist.
das best lied ist das das man ohne den text zu kennen mitsingen kann. wie in der kirche, auf´m schützenfest oder im fußballstadion.
ich finde das garnicht schlimm.
das ist imho die verbreitetste art mit musik umzugehen.
dennoch wäre es schön könnte der interpret singen.
(ich kann sand mit diesem rechner nicht hören)
konzentriert musik hören wie ein gutes buch zu lesen ist eine andere sache. und mindestens genauso legitim.
die vielseitigkeit ist ja das schöne an der musik.
grüße
ZitierenPost melden
Antwort#11
Zitat:
"Komisch, dass die Texte immer überbewertet werden.
Bei Opern fragt auch niemand danach. "
Naja das stimmt ja so wohl nicht
Wieso überbewerten? ICH habe den Anspruch, dass ich verstehen will worum es geht. Es gab mal ein "tolles" Lied, keine Ahnung wie das hieß, aber Text ging so:
ein, zwei Polizei und das dann 3 min. lang.
Sehr schön!! Das gibt es auch in englisch, nur da bekommt es kaum einer mit.
Und das mit der Oper ist so eine Sache. wie war das mit der E und U-Musik.
Oper ist ernsthafte Musik und dann befasse ich mit vorher mit dem Stück und dann weiss ich schon genau was die singen, bzw. ich bekomme Übertitel.
Und bei der U-Musik, wie der Name schon sagt, da will ich Unterhalten werden.
Steckt schon im Wortstamm: Unterhaltung setzt vorraus das ich alles verstehe.
Klar kann ich auch engl. Deshalb verstehe ich da in den Texte trotzdem oft nur Bahnhof.
ZitierenPost melden
Antwort#12
Hallo,
Du glaubst doch nicht ernsthaft, dass das Publikum, fuer die die Opern konzipiert waren, sich vorher mit dem Stueck beschaeftigt haben. Der jeweilige Komponist war sich bei der Wahl des Librettos seh bewusst davon, was begriffen werden wuerde, und was nicht - etwas, was sich auch musikalisch recht eindeutig nachweisen laesst.
Die Klassifizierung in E- und U-Musik ist absoluter Bloedsinn und meist falsch verstanden. Eine tiefergehende Diskussion diesbezueglich ist hier fehl am Platze, so viel sei jedoch gesagt: wenn es darauf ankommt, unterhalten zu werden, dann kann 80% der "klassischen" Musik als U-Musik verstanden werden. Oder welchen anderen Sinn hatten Mozarts Opern, oder Handels Wassermusik?
Wenn Du die Texte der Popmusik nicht verstehst, liegt das vielleicht daran, dass Du nicht in ihre Zielgruppe faellst. Es hat wenig Sinn, etwas zu verurteilen, wenn man sich nicht versucht mit etwas zu identifizieren, sei es auch nur des Lernens Willen. Der typische Satz von klassischen Musikern "Techno etc. ist keine Musik" usw. deutet nur auf totales Missverstehen der Materie hin, und ist ein Armutszeugnis fuer denjenigen, der es ausspricht. Die Wirkung dieser Musik unterscheidet sich nur wenig von der z.B. Steve Reichs, bloss ist das ja ein "ernsthafter" Komponist.
Bezueglich der Bewertung der Kuenste leben wir in einer geschmacklosen Zeit - und das meine ich woertlich! Stilverstaendnis wird nicht mehr als wichtig angesehen, "das Gefuehl" herrscht! Auf diese Weise pseudo-subjektiv - pseudo deshalb, weil es wirklich subjektiv gar nicht geht - sich mit Kunst zu beschaeftigen, hat meist einen kontraproduktiven Effekt.
Verstehe mich nicht falsch, aber bevor man solche Aussagen trifft, sollte man sich doch echt mal naeher mit der Materie befassen.
Gruesse,
Dirk
ZitierenPost melden
Antwort#13
Hallo,
also du sagst es ja selber:
Zitat:
"Du glaubst doch nicht ernsthaft, dass das Publikum, fuer die die Opern konzipiert waren, sich vorher mit dem Stueck beschaeftigt haben"
Nein, das mussten sie ja auch nicht, da die Opern für die jeweilige Sprache konzipiert war, soll heissen die Leute haben den Text verstanden.
Oder was denkst du warum z.B. fast alle Stücke von Strauss in Wien bzw. in Berlin Uraufgeführt worden sind?
Aufführungen in anderen Ländern sind dann in Landessprache gemacht worden.
z.B. wurde aus der Fledermaus in Frankreich zu ?La Tsigane" und in Italien zu "L?Orgia".
Als Stücke in Originalsprache aufgeführt worden sind, bin ich überzeugt, das sich die Leute damit beschäftigt haben zu verstehen worum es geht.
Aber du hast recht, die Diskussion führt hier zu weit und ist in dem Thread falsch.
Zurück zu Sand:
ZitierenPost melden
Antwort#14
Hallo Ich,
ist es nicht auch so, dass die englischen Begriffe, wie sie in den meisten Songs in den Charts verwendet werden, fuer einen grossen Teil die deutschen Pendanten ersetzt haben? Hier in den Niederlanden ist das teilweise extrem bemerkbar.
Ich glaube auch, dass der gleiche Text im Deutschen eine ziemlich andere Wirkung hat, als die englische Variante.
Mein Eindruck ist, dass die jeweilige Zielgruppe mit den gelieferten englischen Texten sehr gut zurecht kommt. Teilweise wuerden vielleicht sogar deutsche Versionen nicht mehr korrekt "verstanden" werden?
Gr.
Dirk
ZitierenPost melden
Antwort#15
Hi Dirk,
da hast du vollkommen Recht.
Genau das ist ja das Problem. Ich will ja nicht das englische Lieder hier in deutsch auf den Markt kommen.
Aber wie du sagst: Andere Sprache, anderer Sinn.
Also übersetzte ich einen Song der mir gefällt und erhalte evtl einen anderen Inhalt, hat zur folge ich verstehe ihn nicht. Ausgenommen ich spreche so perfekt englisch, das ich nicht "übersetzten" muss.
Das kann mir bei deutschen Texten nicht passieren.
Deshalb finde ich die Entwicklung auf dem deutschen Musikmarkt sehr gut.
Sand gefällt mi aber immer noch nicht :-)
ZitierenPost melden
Antwort#16
""wo ist da ein problem?
die masse der hörer (ich auch) möchte musik die 1. tanzbar und 2. mitsingbar ist.
das bedingt das eine gewisse vorhersehbarkeit vorhanden ist.
das best lied ist das das man ohne den text zu kennen mitsingen kann. wie in der kirche, auf´m schützenfest oder im fußballstadion.
ich finde das garnicht schlimm.
das ist imho die verbreitetste art mit musik umzugehen.""
Das Radio, die Charts, eine ganze Musikindustrie hat eine große Mehrheit zu musikalischen Analphabeten herangezüchtet, DAS ist schonmal sehr Schlimm.
Dieser Krampf geht schon soweit, das Menschen meinen sich unwohl zu fühlen, wenn sie nicht im Viertelrhythmus Bassimpulse um die Ohren kriegen, sogar beim Einkaufen oder während eines Sportereignisses.
Was die verdummte "Masse" der Hörer also will, ist mit Sicherheit Müll:
Verkrüppelte und gleichgeschaltete musikalische Ausdrucksformen in fast allen Sparten, Texte jenseits des Schwachsinns (Stadion!?).
Gar nicht so schlimm, Jeff?
Gruß,
Christopher
ZitierenPost melden
Antwort#17
Hi,
ich finde es noch nicht einmal so ein grosses "Problem", dass die Musik verarmt sei. Das ist halt oft ihr Zweck. Moechte man "anspruchsvollere" Musik hoeren, ist die Auswahl - ganz ehrlich - recht gross.
Schlimmer finde ich, dass sich die Stumpfsinnigkeit in das taegliche Leben uebertraegt. Wir sind tatsaechlich doofe Massenkonsumenten. Wenn die Jugend in den Clubs und Kneipen genauso bloede reden, wie der VJ des Musiksenders, dann ist das ja noch aergerlich. Wenn sich aber die Gefuehlswelt und die Bewertung der Umwelt dementsprechend anpasst und verarmt, ist das ein soziales Problem. Leider wird dieses unterbewertet.
Gr.
Dirk
ZitierenPost melden
Antwort#18
Tadaah! Und jetzt kommen ein paar Idealisten daher, wollen ihre eigene Musik machen, die auch aufnehmen und unter die Menschen bringen und was wird ihnen entgegengeschleudert? Sie sollten das lieber bleiben lassen, weil sie nicht qualifiziert genug dafür wären. So geht das nicht.
Claus
ZitierenPost melden
Antwort#19
wir freuen uns auf sachdienliche kritik..........
wow: "Ein weiterer Beweis, daß die allgemeine Verfügbarkeit von Aufnahmeequipment und der Bereitstellung übers Internet alles andere als ein Segen ist."
"Die Musik zieht einen runter, der Sänger kann nicht singen und trifft keinen Ton.
Zu allem Überfluss ist alles so künstlich aufgeblasen als handelt es sich um eine Effekte Demo CD."
na gut ihr halbgötter, da werden wir jetzt ganz rot und stampfen die CD einfach wieder ein.....

Vielleicht kommt ja trotzdem jemand zur League of Crafty Guitarists.
nix für ungut.
:-)


http://www.thelcg.net
ZitierenPost melden
Antwort#20
Ich meine auch: Sollen sie doch. Der Markt ist da unerbittlich.
Viel schlimmer ist das Profis Schrott auf den Markt schmeissen und den auch noch gut vermarktet bekommen. Also mir sind solche Anfänger lieber als Dieter B.
ZitierenPost melden

Deine Antwort

Du kannst ohne Anmeldung schreiben.