Von Kunden, Diven und dem Geizkragensyndrom

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Antwort#21
... und dieses kostenlose Demo natürlich in bester Qualität zur Verfügung gestellt ...
Wenn diese Nummer bei mehreren Studios gelingt, hat man schnell einen CD-Sampler mit "my best recordings" zusammen.
:->
Ich hatte hier vor einiger Zeit mal angefragt, welches Programm aus fertig gestelltem Audiomaterial auf MPEG-Qualität reduzierte AudioCDs erstellen kann. Ich hatte damals einen Kunden, bei dem ich das Gefühl hatte (immer noch habe, denn eine Endabnahme hat "wegen diverser Konzertreisen und anderer Termine" noch nicht statt finden können), daß der nötige Arbeitsaufwand und der Betrag, den er dafür zu zahlen bereit ist, nicht in Relation stehen ...
Ich gebe nach dem Verlauf der damaligen Diskussion zu, daß es mich durchaus mit Schadenfreude erfüllen kann, daß auch andere - so oder so - über diese Problematik stolpern.
Allerdings sollte man auch einen anderen Aspekt nicht außer Acht lassen:
Früher schienen die Plattenfirmen für Neuproduktionen - auch mit weniger bekannten Künstlern - wesentlich begeisterungsfähiger gewesen zu sein und haben darein investiert. Heute haben selbst bekanntere Musiker nur mit Bandübernahmeverträgen Chancen auf Veröffentlichungen, und dies teilweise mit Mindestabnahmemengen von Tonträgern zu Händlereinkaufspreisen, die vom Interpreten auf Konzerten verkauft werden sollen und für die genügend Platz im Keller sein sollte ...
Eine CD-Produktion ist für den Musiker als Auftragsgeber mit weit mehr Kosten als nur denen für die Aufnahme verbunden.
Wo früher Produktionskosten für eine Veröffentlichung - zumindest dem Musiker - relativ egal waren, wird heute bei "Eigenproduktionen (mit Bandübernahmevertrag)" kräftig gespart.
Es sind also nicht nur die Hobbyisten, die mit Samson und Behringer-Geräten den Markt kaputt machen, sondern auch die so laut klagende "Platten"industrie.
Nichts desto trotz: Ich kenne genügend Musiker, die auf "Hobbyisten herein gefallen" sind, ihre Demos im Regal liegen haben und Neuproduktionen mitsamt Kosten scheuen. In sofern habe ich sogar Verständnis für jene Musiker, die sich einen Eindruck vom zu erwartenden Ergebnis verschaffen wollen. Allerdings sollten hier (Hör-)Beispiele aus anderen Produktionen genügen können, um festzustellen, ob ein Studio Klangvorstellungen verwirklichen kann ...
Apropos Sopranistinnen:
Ist es nur meine Beobachtung oder allgemeingültig, daß künstlerische und gesangliche Qualität bei Sängerinnen in umgekehrt proportionalem Verhältnis zu affektiertem und exaltiertem Auftreten derselben stehen?
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Antwort#22
"Apropos Sopranistinnen:
Ist es nur meine Beobachtung oder allgemeingültig, daß künstlerische und gesangliche Qualität bei Sängerinnen in umgekehrt proportionalem Verhältnis zu affektiertem und exaltiertem Auftreten derselben stehen?"
Nein, ich habe gut gut 15 Jahre lang korrepetiert (teils bei einem doch recht bekannten
Gesangslehrer) und muss Dir darin Recht geben.
Meine Erfahrung ist: "Gute" Saengerinnen arbeiten laufend an sich, sind kritikfaehig und
fuer viel Neues offen, sie wissen, worauf es wirklich ankommt.
"Schlechte" Saengerinnen halten sich fuer supertoll, treten auch
so auf, tendieren bei nichtigen Anlaessen zu Szenen oder Explosionen,
glauben, die ganze Welt waere nur fuer
sie da und haette auf ihre Emotionen Ruecksicht zu nehmen.
Meine weitere Erfahrung ist, dass das affektierte Verhalten sowohl bei Frauen als
auch bei Maennern mit der Lage steigt...
Sprich: Koloratursoprane und lyrische Tenoere sind am meisten uebertrieben,
Bass oder Alt sind tendenziell eher locker und gelassen.
Das ist zumindest meine persoenliche Erfahrung...
Anfangs hatte ich probiert, darauf immer Ruecksicht zu nehmen. Mittlerweile tue
ich das nicht mehr. Wenn jemand nicht arbeiten will oder mit seinen
Emotionen zu kaempfen hat, so ist das sein Problem - dann
verzichte ich auch gerne auf die Kooperation... So trennt sich ziemlich schnell
die Spreu vom Weizen.
Gruss,
Mathematiker
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Antwort#23
Man koennte doch auch Demos nur ausschnittsweise machen?
Bei einer Werbung fuer einen Film oder beim Verkauf einerCD
wird ja auch nur ein Ausschnitt gezeigt/gespielt, nicht der ganze Film.
Dh., kurzer Ausschnitt, aber in hoher Qualitaet.
Gruss,
Mathematiker
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Antwort#24
gesagt getan... :)
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Antwort#25
moin!
nun lasst doch mal die kirche im dorf. was erwartet ihr eigentlich.
ich bitte darum etwas zu differenzieren.
wer zur sae geht um eine aufnahme zu machen, dem muss klar sein das der werdende toning vorher maximal 6h in diesem studio verbracht hat. vermutlich die einzigen 6h die er überhaupt in einem studio dieser größe verbracht hat.
nun hat er 6 stunden zeit eine komplette band zu recorden und 2 stunden für die mischung.
man kann ja theoretisch viel lernen aber erfahrung ist nicht lehrbar.
erschwerend kommt hinzu das die bands meistens auch nicht die ausgeburt ausgebuffter profesionalität darstellen. ("kannst du mal mit dem mikrorumgeschiebe aufhören, die dinger stehen doch, könnenn wir mal anfangen?")
da treffen sich anfänger auf hohem technischen niveau. das beste was dabei rumkommen kann ist die erkenntniss das man unter diesen bedingungen kaum ne anständige aufnahme hinbekommt.
die 2te erkenntniss ist das man neben dem geld was man in der schule gelassen hat noch reichlich geld (in form nicht eingenommener bezahlung) nachlegen muss um erfahrung zu sammeln. das heist erstmal low budged.
wer sich traut nach der sae normale preise zu verlangen wird langperiodisch nixtun.
aufträge bekommt man aus der semipro ecke, von leuten die ihre musik studien abgeschlossen haben, kein geld und keine referenzen und keine erfahrung haben und ein demo brauchen.
hier wachsen anfänger aneinander.
wenn profis dumpen lasst sie die erfahrung machen: "wer billich kauft kauft 2x" zur not auch öfter.
grüße
p.s. ich möchte nicht wissen wieviel geld bruce swedien in seiner anfangszeit nicht verdient hat.
p.p.s. man hat schon meister vom himmel fallen sehen, die meisten sind in der reichweite von pferden gelandet die vor apotheken.....
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Antwort#26
Hi Georg,
HiWi heißt Hilton-Wien
Jockl
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Antwort#29
Mit "frei von stoerenden Kammfiltern" waere ich vorsichtig. Wenn Du das HS in Wandnaehe unguenstig
positionierst, erhaeltst Du trotz "one-point-recording" Kammfilter.
Gruss,
Mathematiker
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Antwort#30
....take everything written on this page with a grain of salt....


der beste Weg zum Musikgenuss - analoge audiophile Aufnahmen
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Antwort#31
Ich habe die Seite schon verstanden.
Dennoch gibst Du als Referenz Deine Studioadresse an und veroeffentlichst in einem oeffentlichen Medium.
Und ich muss ehrlich sagen, dass ich den Text als Werbung gar nicht so schlecht finde.
Genau so muessen wahrscheinlich die Texte fuer dieses Segment abgefasst sein.
Ich hoffe, dass Deine Bandmaschinen noch funktionieren...
Gruss,
Mathematiker
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Antwort#32
Du, wenn ich auf diese Weise auch nur einen Auftrag bekomme solls mir recht sein. Ich bin inzw. so weit dass ich meine Seele verkaufe....


http://www.musikgenuss.at
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Antwort#33
hast aber nun die url falsch getippt, oder? (Musigkenuss).
Mal sehen ob Du damit in Ö ankommst. In D scheint es dafür keinen Bedarf zu geben, wenigstens ist die URL für Kochereien verbraten.



WWW MUSIKGENUSS DOT DE
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Antwort#34
Man koennte doch auch Demos nur ausschnittsweise machen?
Dh., kurzer Ausschnitt, aber in hoher Qualitaet.
... kommt darauf an, welchen Zweck man mit dem Demo erreichen möchte.
Ursprünglich ging es darum, daß Sänger eine "Demoproduktion zum Kennenlernen" machen wollen, um bei "gegenseitiger Sympathie" den Auftrag zu erteilen.
Da kann ein "Hörpröbchen" - wie von Dir vorgeschlagen - durchaus sinnvoll sein. Ich befürchte nur, die Intention dieser Sänger ist eine andere ...
Und da habe ich vollstes Verständnis für die Argumentation von studio96 - arbeiten für nichts außer der bloßen Vorahnung, daß niemals ein Auftrag kommen wird.
Hingegen finde ich es nicht ungewöhnlich, wenn sich Musiker und Studio über eine Zusammenarbeit einig sind, daß man vor der eigentlichen Produktion (auch bei Außenaufnahmen) Probeaufnahmen macht, die der Musiker sich erst einmal in Ruhe und vertrauter Umgebung anhören kann, um Korrekturwünsche einzubringen.
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Antwort#35
Hallo,
ja, volle Zustimmung von mir. Genauso wird´s versucht. Ich persönlich mache da aber nicht mit. Auch nicht bei den Anrufen á lá: "Unser Techniker nimmt ... wenn du darunter gehst ..." Denn auch diese Masche führt nicht zum Erfolg. Sie dient nur dazu, den eigenen Techniker weiter nach unten zu drücken - mit meinem Gegenangebot.
Ich achte inzwischen darauf, angebotsmäßig immer über dem Preis des anderen zu liegen!!!!! Ja, das meine ich im Ernst. Wenn wenn man mich nur wegen des Preises nimmt, dann bin ich sofort wieder draußen, sobald mich einer unterbietet. Da habe ich keine Lust zu. Ich lasse mich lieber wegen der Qualität verpflichten.
OK, so ganz klappt das noch nicht, aber ich versuche es weiterhin und werde mich von der Billig-Unterbietereischiene fernhalten.
Viele Grüße
Wolfgang
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Antwort#36
Eine interessante Entgegnung eines Kunden vor Jahren war mal - als ich ihm meine Preise nannte - "Ja soviel bezahlt man ja nicht mal in einer Autowerkstatt!".

Man sollte in so einem Fall dann prompt sagen: "Dann laßt Eure Aufnahmen in einer Autorwerkstatt machen!"

MfG
Rainer
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