Schlagzeug abnehmen (aufnehmen) etc.

Erstellt 4 Antworten5 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo,
ich stehe vor der schwierigen Aufgabe, meiner Band ein Demo Tape (CD) zu erstellen.
Das schwierigste an der Sache ist mit Sicherheit das abmischen eines schlagzeugs.
Ich habe 8 Micros für das Schlagzeug, gehe davon in einen Mixer dort werde ich es aussteuern und dann als 1 Spuf den PC aufnehmen.
Könnt ihr mir einen Tipp geben, wie das Schlagzeug gestimmt werden muss.
Eher trocken, dumpf. Habt ihr sonnst eine Idee...
Vielen dank für Eure Hilfe
Tobi
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Antwort#2
Hallo Tobias,
das ist wieder eine der Fragen auf die man keine oder tausende Antworten schreiben kann.
Deshalb hier mal meine, also Variante eins. Andere mögen da wohl noch vom Rest-Forum folgen.
Ganz kurz:
Da du ja das Schlagzeug direkt auf eine Stereospur runtermischen willst, muß es genau so gestimmt sein, wie es anschließend auch klingen soll, da du es klanglich nur noch als Gesamtpaket bearbeiten kannst.
Wenn man das Set auf einzelne Spuren mitschneidet, sind die Toms und die Kick schonmal etwas "schlaffer" gestimmt um einen längeren Ausklang zu bekommen.
Denn das kann man nachträglich noch gaten oder bearbeiten. Einen zu kurzen Ausklang aber schwer verlängern.
Viel Spaß bei der Aufnahme
Ich
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Antwort#3
Moin...
Ich würde das noch etwas erweitern und sagen: Das Schlagzeug sollte keine spezielle Stimmung "für eine Aufnahme" haben, sondern einfach so, dass es auch von sich aus schon gut klingt. Nur wenn das der Fall ist, wird es aufgenommen auch gut klingen (können). Die einzige Ausnahme ist da IMHO die Bassdrum, da sie i.d.R. von innen mikrofoniert wird. Hier ist ggf. eine Stimmung mit "schlaffem" Resonanzfell sinnvoller, weil das Mikro innen von der Kesselresonanz mehr mitbekommt als der Zuhörer draußen.
Das entscheidende ist dann die Aufstellung der Mikros. Das ist natürlich umso schwieriger, wenn man nachher nur eine Stereosumme im Ganzen bearbeiten kann. Es gilt also, mit der Aufstellung solange zu experimentieren, bis der aufgenommene Klang den Vorstellungen entspricht.
Allein schon deswegen sollte man hier nach dem Motto verfahren "weniger ist mehr" und lieber wenige Mikros geschickt aufstellen als viele Mikros aufs Geratewohl. Die Vorzüge der Multi-Mikrofonie kann man nämlich nur ausnutzen, wenn entweder Einzelspurbearbeitung möglich ist oder zumindest eine Handvoll Gates und ggf. Kompressoren zur Verfügung stehen.
Jens
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Antwort#4
Hi -
nimm lieber 2 Spuren auf
- Bassdrum
- 1 x Overhead (gutes Kondensatormikro)
in einem gutklingenden Raum.
Michael
(oder 3 Spuren: BD, 2 x OH stereo)
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Antwort#5
Hallo Michael,
deinen natürlichen Ansatz zu einer Schlagzeugaufnahme verstehe ich recht gut und ich würde das auch so machen: Ein gut-abgestimmtes Schlagzeug wird von einem passablen Spieler bedient und in einem ansprechenden Raum akustisch nicht zu nah aufgenommen.
Von den meisten "Teenies" wird aber der "Big Bäng" gewünscht, eine unakustische synthetische Klang-Abnahme ganz nah, mit einem Klangwunsch, so wie er noch niemals da war, dass alle nur noch staunen.
Nur gibt es dabei ein kleines Problem: Je näher sie mit den Mikrofonen an die "Töppe" rankriechen, umso kleiner und enger wird der "Sound". Das muss so sein, denn das Mikrofon bekommt auch nur einen kleinen Klangausschnitt zu "sehen". Darum sucht man dann wieder elektronische Geräte (Plug-Ins) die das kümmerlich mikrige Resultat wieder groß machen und "anfetten".
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