Moin,
ich möchte Jürgens Thema vom Anfang des Monats noch einmal aufgreifen und einige meiner Gedanken dazu zur Diskussion stellen.
(Wenn das Thema nervt, HIER mit Lesen aufhören und die 'Zurück' Taste des Browsers betätigen)
Ist es nicht unser eigener Qualitätsanspruch, der uns hier im Wege steht ? Müssen wir immer 'Grammy' verdächtige Aufnahmen abliefern? Brauche ich beim Livemitschnitt in der Sporthalle den gleichen Rauschabstand wie im Studio ? ......
Müssen wir eigentlich für den Kirchenchor aus Hintertupfingen, der sich gerade 300? für einen Livemitschnitt leisten kann, die ganze Breitseite an Mikrophonen und Equipment auffahren ? Oder kann auch ein Ansatz so aussehen:
2-4 Mikrophone, Vorverstärker/kleines Pult , CD Recorder oder DAT. Aufwand für 'unproduktive Tätigkeiten' wie Vorgespräche, Einpacken, Aufbau usw. drastisch reduzieren. Soundcheck adé.. wird schon irgendwie hinhauen.. hat ja neulich auch geklappt. Anreise ist bis 30 km im Umkreis im Preis drin, alles darüber wird nach Aufwand zusätzlich abgerechnet.
Neue Rechnung:
Vorgespräch: 10 Minuten am Telefon, einige E-Mails. Gesamtaufwand 0,5 h
Einpacken, Anreise, Aufbau Gesamtaufwand 1,5h, Mitschnitt incl. Pausen 2h
Abbau, Heimfahrt 1h, Reinziehen der Aufnahme in die DAW, Schnitt, ein paar VST's drüberbügeln, CD brennen: 2 h also das Ganze 'Quick'n dirty'.
Um bei unserem Kirchenchor zu bleiben, kriegen wir 300? bar auf die Kralle.
Gesamtaufwand: 7h Arbeit , Benzin ~ 10?, Gerätenutzung 5?, Mwst. ~32?
Bleben also rund 250 ? für 7 h Arbeit - scheint sich doch zu lohnen.
Aber: Tun wir uns damit einen Gefallen ? Begeben wir uns auf das Niveau des Homerecording ? Oder haben wir aufgrund unserer Erfahrung immer noch einen kleinen/mittleren/grossen Qualitätsvorteil gegenüber der MD Fraktion ?
Sollen wir uns jetzt alle schmollend verkriechen und über das nicht mehr so locker sitzende Geld klagen oder wirklich das untere Ende der Leistungsskala neu definieren?
Ich habe mich entschlossen, genau dies zu tun und bin gerade dabei mir den 'Low cost' Setup zusammenzustellen. Keine 24 Spur, keine 20-30 Mikros, keine 3 Stunden Soundcheck (sondern von der Beamtenfraktion abgesegnete 'Standard' Mikrofonaufstellungen) .....
Damit sollte dann immer noch eine brauchbare Qualität bei deutlich reduziertem Aufwand machbar sein - und damit sollte dann doch wieder ein akzeptabler Stundensatz rauskommen. Aber: wie differenzieren wir uns vom Homerecorder mit Chinesenmikro's und der Soundkarte im PC ?
Kann ein Ansatz vielleicht so aussehen, dass wir unseren Kirchenchor (um bei dem Beispiel zu bleiben) beraten wie er statt dem 'Belegexemplar' pro Sänger noch einmal 50 oder 100 CD's zusätzlich verkaufen kann und damit vielleicht ein paar ? mehr für eine gute Aufnahme ausgeben kann?
Jürgen hat hier mit seinem Thread wirklich den Finger auf die Wunde gelegt und die Antworten haben bei mir noch mehr neue Fragen aufgeworfen.
Ich habe keine Idee, wo man hier die Quadratur des Kreises ansetzen soll und bin auf eure Anregungen/Ideen sehr gespannt.
Schönen Sonntag noch
Gerhard
ich möchte Jürgens Thema vom Anfang des Monats noch einmal aufgreifen und einige meiner Gedanken dazu zur Diskussion stellen.
(Wenn das Thema nervt, HIER mit Lesen aufhören und die 'Zurück' Taste des Browsers betätigen)
Ist es nicht unser eigener Qualitätsanspruch, der uns hier im Wege steht ? Müssen wir immer 'Grammy' verdächtige Aufnahmen abliefern? Brauche ich beim Livemitschnitt in der Sporthalle den gleichen Rauschabstand wie im Studio ? ......
Müssen wir eigentlich für den Kirchenchor aus Hintertupfingen, der sich gerade 300? für einen Livemitschnitt leisten kann, die ganze Breitseite an Mikrophonen und Equipment auffahren ? Oder kann auch ein Ansatz so aussehen:
2-4 Mikrophone, Vorverstärker/kleines Pult , CD Recorder oder DAT. Aufwand für 'unproduktive Tätigkeiten' wie Vorgespräche, Einpacken, Aufbau usw. drastisch reduzieren. Soundcheck adé.. wird schon irgendwie hinhauen.. hat ja neulich auch geklappt. Anreise ist bis 30 km im Umkreis im Preis drin, alles darüber wird nach Aufwand zusätzlich abgerechnet.
Neue Rechnung:
Vorgespräch: 10 Minuten am Telefon, einige E-Mails. Gesamtaufwand 0,5 h
Einpacken, Anreise, Aufbau Gesamtaufwand 1,5h, Mitschnitt incl. Pausen 2h
Abbau, Heimfahrt 1h, Reinziehen der Aufnahme in die DAW, Schnitt, ein paar VST's drüberbügeln, CD brennen: 2 h also das Ganze 'Quick'n dirty'.
Um bei unserem Kirchenchor zu bleiben, kriegen wir 300? bar auf die Kralle.
Gesamtaufwand: 7h Arbeit , Benzin ~ 10?, Gerätenutzung 5?, Mwst. ~32?
Bleben also rund 250 ? für 7 h Arbeit - scheint sich doch zu lohnen.
Aber: Tun wir uns damit einen Gefallen ? Begeben wir uns auf das Niveau des Homerecording ? Oder haben wir aufgrund unserer Erfahrung immer noch einen kleinen/mittleren/grossen Qualitätsvorteil gegenüber der MD Fraktion ?
Sollen wir uns jetzt alle schmollend verkriechen und über das nicht mehr so locker sitzende Geld klagen oder wirklich das untere Ende der Leistungsskala neu definieren?
Ich habe mich entschlossen, genau dies zu tun und bin gerade dabei mir den 'Low cost' Setup zusammenzustellen. Keine 24 Spur, keine 20-30 Mikros, keine 3 Stunden Soundcheck (sondern von der Beamtenfraktion abgesegnete 'Standard' Mikrofonaufstellungen) .....
Damit sollte dann immer noch eine brauchbare Qualität bei deutlich reduziertem Aufwand machbar sein - und damit sollte dann doch wieder ein akzeptabler Stundensatz rauskommen. Aber: wie differenzieren wir uns vom Homerecorder mit Chinesenmikro's und der Soundkarte im PC ?
Kann ein Ansatz vielleicht so aussehen, dass wir unseren Kirchenchor (um bei dem Beispiel zu bleiben) beraten wie er statt dem 'Belegexemplar' pro Sänger noch einmal 50 oder 100 CD's zusätzlich verkaufen kann und damit vielleicht ein paar ? mehr für eine gute Aufnahme ausgeben kann?
Jürgen hat hier mit seinem Thread wirklich den Finger auf die Wunde gelegt und die Antworten haben bei mir noch mehr neue Fragen aufgeworfen.
Ich habe keine Idee, wo man hier die Quadratur des Kreises ansetzen soll und bin auf eure Anregungen/Ideen sehr gespannt.
Schönen Sonntag noch
Gerhard
