Kabine: Basis Holzblockhütte?

Erstellt 8 Antworten9 Beiträge
Startbeitrag#1
Ich bin immer noch bei der Planung meiner Probekabine und jetzt auf einen etwas verrückten Ansatz gestossen:
Im Baumarkt Holzblockhütte kaufen (ca. 250,-) und diese dann innen mit Rockwool o.ä. ausstatten, dann Holzverkleidung vor Rockwool und schon ist man fertig.
Günstig und einfach?
Was meint Ihr dazu?
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Antwort#2
Im Baumarkt Holzblockhütte kaufen (ca. 250,-) und diese dann innen mit Rockwool o.ä. ausstatten:
Das wird ganz prima gehen. Aber leider nur für Frequenzen höher als sagen wir mal 1000 Hz.
Die tieferen Frequenzen werden weiterhin schön dröhnend rauskommen und sicher arg stören.
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Antwort#3
Warum?
Weil die Hütten nicht aus massiven Wänden bestehen?
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Antwort#4
Weil die "Hütten" nicht aus massiven Wänden bestehen?
"massiv" ist schon richtig. Es fehlt schwere "Masse" zur Schalldämmung tiefer Frequenzen. Man benötigt ein hohes Flächengewicht, wodurch tiefe Frequenzen und Materialschwingungen absorbiert werden.
Es ist zu unterscheiden bei der Anwendung des technischen Schallschutzes:
1. PRIMÄRER SCHALLSCHUTZ
Minderung der Lärmentstehung durch konstruktive Maßnahmen
2. SEKUNDÄRER SCHALLSCHUTZ
a) Minderung der Schallausbreitung durch Schalldämmung, Kapselung, abschirmende Trennwände, Reflexion.
b) Schalldämpfung, Lärm unwirksam machen durch Umwandlung in Wärme anhand von Absorbern, Akustikplatten, Entdröhnmassen, Bauelemente mit innerer Dämpfung, wie Gummi und Kunststoffe.
Ein Thread über die "Schalldämmung für Aufnahmekabine":
http://www.logicuser.de/forum/viewtopic.php?t=2711&highlight=regips



Schalldämmung von Mauerwerk
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Antwort#5
...das ist leider so. Dämpfung und Dämmung von tiefen Frequenzen sind oft das Hauptproblem. Die Absorptionsgrade von Rockwool und Ähnlichem sind in diesem Frequenzbereich halt nunmal sehr gering. Durch geschickte Kombination unterschiedlicher Materialien kann man da aber sicher was machen.
Hab grad mal in einer Tabelle von Schallabsorptionsgraden nachgeguckt: 13mm Holzfaserplatten auf 5cm Luft zum Beispiel (= Plattenschwinger) würde zum Beispiel Schallenergie im unteren Frequenzbereich schon brauchbar 'vernichten'. Schwere, faltige Theatervorhänge sind nicht schlecht, aber man muss immer noch den verfügbaren Platz im Auge behalten.
Ein komplexes Thema, bei dem es nie ein Patentrezept gibt. Man kann auch viel verschlimmbessern, aber mit dem nötigen Basiswissen läuft man zumindest nicht in die falsche Richtung. Vielleicht ist das da hilfreich, ich finde dort die Zusammenhänge gut erklärt:



Raumakustik Grundlagen
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Antwort#6
...da ich grade zu faul zum googlen bin (sorry, is schon spät): hat jemand URLs von solchen Schallabsorptionstabellen?
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Antwort#8
Ich bin leider selber nicht fündig geworden im Netz... Meine Tabellen, die ich habe, sind in einem Vorlesungsscript abgedruckt und vermutlich aus einem Buch kopiert. Muss mal nachgucken, wo ich da eine Quellenangabe finde. Notfalls könnte ich die scannen...
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Antwort#9
oh mann. auf wikipedia hätte ich ja auch kommen können :) Danke!
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