Hallo Ich habe mir für die Lautsprecher für unterwegs dreipolige Stecker von Neutrik gekauft. Die sollen die Lüsterklemmen ablösen. Ich weiß nicht, ob die allgemein im Einsatz sind oder nicht. Es kann sein, dass diese nur in einer Firma lokal eingesetzt werden. Falls diese allgemein verwendet werden: Stecker und Kupplungen sind einmal Blau und einmal Grau. Welche Farbe kommt wohin? Blau an die Endstufe und Grau an die Lautsprecher oder umgekehrt? Herzliche Grüße Wolfgang
Verstehe ich jetzt nicht. Mal ganz davon abgesehen, dass XLR Stecker nicht mehr als LS Anschluss verwendet werden dürfen, spielt die Farbe überhaupt keine Rolle. Du hast je eine male/female in grau und je einmal in blau ? dann kannst du doch beide Kabel sowieso nicht gleich machen. Aber besser ist, ich lese das hier nochmal, wenn mir die Party von gestern nicht mehr so in den Knochen steckt, mal sehen was ich dann jetzt falsch verstehe....
Hallo DasIch Sorry ich meinte keine xlr-Stecker. Das wäre Unfug. Ich meinte sowas: http://applikationssoftware.de/Sonstiges/Neutrik.jpg Die Dinger sind Berührungssicher in beiden Richtungen und werden gerne für 100V-Verkabelungen genommen. Und wenn es keine Norm gibt, dann ist mir egal dann lege ich die fest. Aber wenn es eine gibt, dann würde ich mich gerne dran halten. Herzliche Grüße Wolfgang
Servus Wolfgang, die Stecker die du da gekauft hast werden nicht zur Verkabelung von Lautsprechern an Lautsprecherkabeln verwendet. Bei diesen Steckern handelt es sich um sog. Power-Con Stecker die zum Stromanschluss von Geräten verwendet werden ( z.B. Dynacord Madras ). Ich würde an deiner Stelle diese Stecker auf keinen Fall zur Lautsprechervekabelung einsetzen da sonst jemand der keine Ahnung hat und und da was falsch verkabelt auch schnell mal 230 V in deinen Lautsprecher reinjagen kann was dann den Tod für diesen bedeuten würden. Für Lautsprecherkabel werden zum Großteil die Speakonstecker verwendet. Diese sind auch von Neutrik. Ich empfehle dir die von Neutrik zu verwenden und keine Nachbauten da die Nachbauten lange nicht so stabil und roadtauglich sind. Geh doch mal auf www.neutrik.com und dann auf products speakon lockable loudspeaker connectors. Besord dir solche Stecker und Buchsen und alles wird gut werden. Die Norm hierfür ist ganz einfach: Eine Buchse am amprack, eine Buchse am Lautsprecher und dann ein male / male kabel zur verbindung. mfg Martin Winter
Vorsicht an der Bahnsteigkante! Das sind Neutrik POWERCON, ein Anschlussstecker für NETZSPANNUNG. Blau ist "Eingang", grau ist Ausgang. Aus meiner Sicht KEINESFALLS für etwas anderes verwenden, sonst bringt mal jemand ein anderes Kabel ins Spiel und fertig ist der Schuko-zu-Lautsprecher Signalweg (oder noch schlimmer). Niemals darauf verlassen, das dies eine "Insellösung" ist. Es geht IMMER dumm zu!
Moin... Man sollte vielleicht noch erwähnen, dass die Neutrik SPEAKONs tatsächlich optisch sehr ähnlich aussehen und vom Prinzip her identisch sind wie die POWERCONs (sind aber i.d.R. schwarz, ggf. mit farbigem Ring), aber zum Glück nicht passen (die Codier-"Nasen" sitzen woanders). Jens
Geh doch mal auf www.neutrik.com und dann auf products speakon lockable loudspeaker connectors. Besord dir solche Stecker und Buchsen und alles wird gut werden.
Vielen Dank die Dinger besorg ich mir Ich sage es ja immer wieder. Man soll keinen Salesmann nach was technischem Fragen. Herzliche Grüße Wolfgang
""Mal ganz davon abgesehen, dass XLR Stecker nicht mehr als LS Anschluss verwendet werden dürfen..." Dazu sei gesagt das dies Unfug ist. Zwar ist es richtig, daß seit etlichen Jahren bei Neugeräten keine XLRs mehr eingesetzt werden (dürfen), ein Betriebsverbot alter Geräte besteht meines Wissens nicht - zum Glück. Denn das "Verbot" von LS-XLRs selbst ist grober Unfug - warum dürfen dann weiterhin Klinken benutzt werden (z.B. an großen Bassamps) wenn dort eine theoretische "Verletztungsgefahr" noch höher ist (Spitze liegt vollkommen offen). Andererseits sind Speakonstecker auch nicht unbedingt der Weisheit letzter Schluß: Sinn machen sie eigendlich nur im 4 poligen Betrieb - und da kocht jeder 2. Hersteller schon sein Spezialsüppchen mit exotischen Steckern (erst recht sind die 8-poligen Speakons fast überflüssig - ich kenne fast niemanden der sie benutzt). Umständlich ist das Prinzip "Stecker an Kabel - Buchse an Amp/LS", weil sich ohne sog. Spookies nichts verlängern lässt. Und die sind mal gerne nicht zur Hand. Besonders ärgerlich sind dann speziell Monitorsysteme, die sowohl XLRs als auch Speakon-Kabel und Adapter benötigen. Fazit: Speakon braucht (fast) kein Mensch. Für Monitorsysteme wird weiterhin XLR verwendet (ohne einen Hauch von Problem); aktive 2-Weg-Systeme verwenden eigene Normen genau wie die großen PA-Systeme. Ich benutze immer wenn es geht lieber XLR-Kabel - aus oben genannten Gründen. Powercon (für 230V) finde ich da m.E. schon eher Sinnvoll. Gruß, Christopher
""Mal ganz davon abgesehen, dass XLR Stecker nicht mehr als LS Anschluss verwendet werden dürfen..." ""Dazu sei gesagt das dies Unfug ist. Zwar ist es richtig, daß seit etlichen Jahren bei Neugeräten keine XLRs mehr eingesetzt werden (dürfen),..."" Nix anderes habe ich gesagt.
Ohne jetzt Haare spalten zu wollen: Du hast Dich sehr allgemein ausgedrückt, jede Interpretation war da möglich (Zitat: ""dass XLR Stecker nicht mehr als LS Anschluss verwendet werden dürfen..."") - somit hast Du faktisch schon etwas anderes gesagt als ich. Aber das ist ja jetzt wohl geklärt - XLR für LS ist eben NICHT verboten. Gruß, Christopher
ok lassen wir das Haarespalten. Ich hatte ja auch geschrieben: ""Aber besser ist, ich lese das hier nochmal, wenn mir die Party von gestern nicht mehr so in den Knochen steckt, mal sehen was ich dann jetzt falsch verstehe.... "" Aber was du jetzt sagst stimmt so nicht. XLR sind bei Neugeräten als LS Anschluß verboten. (Was natürlich keinen hindern kann, selber einen dran zu bauen) Die haben nur eine Zulassung bis 48 V oder so. Was du sagst mit den Klinkensteckern dem gegenüber ist natürlich echt ein Witz. Ich gebe dir aber auch recht was Speakon angeht, das handling ist ne Katastrophe. Verbinder fehlen immer oder liegen im Weg rum und wer noch alte Speakonstecker ohne Autoriegel hat weiß wie man da ans fluchen kommen kann.
Moin... "Denn das "Verbot" von LS-XLRs selbst ist grober Unfug - warum dürfen dann weiterhin Klinken benutzt werden (z.B. an großen Bassamps) wenn dort eine theoretische "Verletztungsgefahr" noch höher ist (Spitze liegt vollkommen offen)." Da hast du natürlich in gewisser Weise recht - konsequent ist das nicht. Andererseits sind natürlich bei den Klinken _tendenziell_ (natürlich nicht immer - die großen Bassamps...) die Verstärkerleistungen deutlich geringer als bei großen PA-Systemen. Viel mehr als rund 350W (an 8 Ohm ca. 50V) findet man bei Instrumentalverstärkern eigentlich nicht. Zum anderen dürfte der Grund für das "weiter so" bei Klinken daran liegen, dass es aufgrund der Vielzahl von immer noch eingesetzten Vintage-Geräten schwer sein dürfte, eine neue Norm durchzusetzen. Wobei das natürlich kein Grund ist...
"Sinn machen sie eigendlich nur im 4 poligen Betrieb" Och, das würde ich so nicht sagen. Allein schon die Verarbeitung von angemessen dicken Leitern ist beio Speakon wesentlich einfacher als bei XLR oder Klinke. "und da kocht jeder 2. Hersteller schon sein Spezialsüppchen mit exotischen Steckern" Hmmm. Die Variante 1 Top, 2 Sub ist zwar nicht wirklich genormt, aber doch die weitaus verbreitetste Variante. "Umständlich ist das Prinzip "Stecker an Kabel - Buchse an Amp/LS", weil sich ohne sog. Spookies nichts verlängern lässt. Und die sind mal gerne nicht zur Hand." Da gebe ich dir völlig recht. Es hat aber auch seine Vorteile. z.B. kann man so die doch recht schweren LS-Kabel (besonders gebündelte, z.B. für geflogene Cluster) einfach immer so verwenden, wie sie aus dem Case kommen, ohne gleich etliche Kilo Kupfer "wenden" zu müssen. Andererseits ist es natürlich so, dass man LS-Kabel ja ohnehin (bis auf Ausnahmen) nicht bis dorthinaus verlängern möchte. Der "normale" Anwendungsfall in der professionellen Beschallung ist ja doch der, dass die Amps pro Seite direkt hinter den Clustern gestackt werden. Da sind die Längen überschaubar. Und für Spezialanwendungen bekommt man bei jedem Verleiher auch m/w-Verlängerungen und kommt ohne Spookies aus. BTW: Bei Klinken müsste man auch mit "Spookies" verlängern. "Besonders ärgerlich sind dann speziell Monitorsysteme, die sowohl XLRs als auch Speakon-Kabel und Adapter benötigen." ??? Wenn beide Anschlüsse da sind, heißt das doch eher "oder" als "und"... "Fazit: Speakon braucht (fast) kein Mensch." Dann frag mal die großen Tourverleiher, ob die lieber wieder auf XLR gehen würden. Ich glaube kaum. Für kleine Clubgig-Anlagen mögen evtl. tatsächlich die Nachteile überwiegen, aber für alles, was mit mehr als zwei Kisten pro Seite beschallt wird, halte ich Speakon doch für deutlich besser. Allein schon aus Gründen der Verwechslungssicherheit - viel Spaß, wenn da 10*DMX (XLR) und 10*LS aus dem Rigg hängen und Dimmer- und Amp-"City" direkt nebeneinander stehen. Da hat schnell mal ein nicht ganz so heller Stagehand den Ampausgang mit dem Movinghead verbunden. Nee nee.... "Für Monitorsysteme wird weiterhin XLR verwendet (ohne einen Hauch von Problem);" ...kenne ich nur bei aktiven Monitoren. Und da ist es richtig so, weil nur Signalspannung. Passive Monitore mit XLR habe ich auf professionellen Bühnen seit Jahren nicht mehr gesehen. "Powercon (für 230V) finde ich da m.E. schon eher Sinnvoll." ...hat aber die gleichen Probleme mit der Verlängerbarkeit. Und da ist es noch schlimmer, weil Ein- und Ausgang (aus gutem Grund) verschieden sind, aber sich nicht mal verlängern lassen. (passende) Powercon-Spookies sind ja nun noch schwerer zu finden als die Speakons... Jens
Hallo Jens, in weiten Teilen muß ich Dir widersprechen, weil Deine Beispiele teilweise keinen praktischen Nährwert haben: ""Allein schon die Verarbeitung von angemessen dicken Leitern ist beio Speakon wesentlich einfacher als bei XLR oder Klinke."" Von Klinke ist ja nicht die Rede - indiskutabel schon allein wg. der Kurzschlußgefahr beim Stecken (und sowas wird nicht verboten?). Was sind denn aber "angemessen" dicke Leiter? 2,5² lassen sich ohne weiters in einem XLR verbauen, dickere Querschnitte machen keinen Sinn. Die Verarbeitung mit den Madenschrauben im übrigen ist keine gute Lösung - besser auch hier Löten. "" "und da kocht jeder 2. Hersteller schon sein Spezialsüppchen mit exotischen Steckern" Hmmm. Die Variante 1 Top, 2 Sub ist zwar nicht wirklich genormt, aber doch die weitaus verbreitetste Variante."" Das ist richtig, das meinte ich aber nicht, sondern das viele Hersteller erst gar keine Speakons für ihre Systeme einsetzten (PA-Systeme, Monitore wie Martin LE700) ""Es hat aber auch seine Vorteile. z.B. kann man so die doch recht schweren LS-Kabel (besonders gebündelte, z.B. für geflogene Cluster) einfach immer so verwenden, wie sie aus dem Case kommen, ohne gleich etliche Kilo Kupfer "wenden" zu müssen."" Wieso müßten denn XLR-Kabel gewendet werden?? Muß ein Multicore "gewendet" werden? Außerdem, davon ab: In solchen Systemen finden sich wie gesagt selten überhaupt Speakon-Amaturen - oft genug sind das aktive Systeme. Und wenn nicht: Ampracks werden häufig gleich mitgeflogen. ""Andererseits ist es natürlich so, dass man LS-Kabel ja ohnehin (bis auf Ausnahmen) nicht bis dorthinaus verlängern möchte. (...)"" Ich weiß nicht wie Du auf sowas kommst: Bühnensituationen wo die Amps nicht gleich neben dem "Holz" stehen gibt es genügend - nochmals Stichwort Monitor. ""Und für Spezialanwendungen bekommt man bei jedem Verleiher auch m/w-Verlängerungen und kommt ohne Spookies aus."" Soetwas habe ich noch nie gesehen. Es geht nur mit Spookies. Und wer weiß schon vorher genau, ob er auskommt. Mit XLR wäre das von vornherein *überhaupt* kein Problem. "BTW: Bei Klinken müsste man auch mit "Spookies" verlängern." Soll das jetzt als Pluspunkt für Speakon durchgehen?? ""Besonders ärgerlich sind dann speziell Monitorsysteme, die sowohl XLRs als auch Speakon-Kabel und Adapter benötigen." ??? Wenn beide Anschlüsse da sind, heißt das doch eher "oder" als "und"..."" Nein, heißt es eben nicht. Oder hast Du schon jemals die Auswahl gehabt? Seit der Einführung von Speakon gibt es einfach ein Problem mehr. ""Dann frag mal die großen Tourverleiher, ob die lieber wieder auf XLR gehen würden. Ich glaube kaum."" Auch hier fehlt Dir offenbar etwas der Einblick: Große Tourverleiher haben vorkonfektionierte Systeme mit den Steckernormen, die das "Holz" vorgibt. Fast nie Speakon. In einer Liga darunter sind meist immer noch LS-XLRs im Betrieb. Z.T. werden sogar Monitorboxen mit XLRs nachgerüstet - aus gutem Grund. Auf ganz Bühnen mag Speakon funktionieren - aber wehe da kommt unterschiedliches Material zusammen. Ich habe das "Vergnügen" sowohl auf sehr kleinen als auch sehr großen Produktionen "daheim" zu sein und kann das recht gut beurteilen. ""Für kleine Clubgig-Anlagen mögen evtl. tatsächlich die Nachteile überwiegen, aber für alles, was mit mehr als zwei Kisten pro Seite beschallt wird, halte ich Speakon doch für deutlich besser."" Diese Argumentation erschließt sich mir nicht im geringsten . eher das Gegenteil ist der Fall, obwohl die Nachteile von Speakon *immer* ein KO-Argument sein müßten. ""Allein schon aus Gründen der Verwechslungssicherheit - viel Spaß, wenn da 10*DMX (XLR) und 10*LS aus dem Rigg hängen und Dimmer- und Amp-"City" direkt nebeneinander stehen. Da hat schnell mal ein nicht ganz so heller Stagehand den Ampausgang mit dem Movinghead verbunden."" So etwas gibt es nicht. Das ist an den Haaren herbeigezogen... LS-Kabel kann fast jeder von DMX-Kabeln unterscheiden - aber erst recht der, der sie patcht. Jedenfalls auf Baustellen, wo die äußerst praxisferne Anzahl von 10 LS +10 DMX (!!) Kabeln überhaupt vorstellbat wäre. ""Passive Monitore mit XLR habe ich auf professionellen Bühnen seit Jahren nicht mehr gesehen."" Dann hast Du aber wohl nicht viel gesehen. Passive Monitore (ohne integriertem Amp) sind zu recht ein absoluter Standart; XLR-Kabel an solchen Monitoren sind ebenfalls so häufig anzutreffen wie Speakon- und Spezialnormen zusammen. """Powercon (für 230V) finde ich da m.E. schon eher Sinnvoll." ...hat aber die gleichen Probleme mit der Verlängerbarkeit. Und da ist es noch schlimmer, weil Ein- und Ausgang (aus gutem Grund) verschieden sind, aber sich nicht mal verlängern lassen. (passende) Powercon-Spookies sind ja nun noch schwerer zu finden als die Speakons..."" Ich habe ja geschrieben "m.E.", soll meinen: Da wo Powercon wacklige Kaltgeräte-Buchsen ersetzten kann (bei den wenigen Self-Powered-Monitoren, in der Siderackverkabelung o.ä.) ist das Sinnvoll, weil er sich verriegeln lässt (wie XLR auch...) Ansonsten bringt Powercon nur dieselben Nachteile, die jedes (überflüssiges) Neuformat (wie Speakon) mit sich bringt: Inkompatiblitäten. In all Deinen Ausführungen konntest Du mir weder erklären, warum Speakon besser ist noch warum XLR schlechter sein soll. Ich habe mir auch Vorzüge ausgemalt, aber gelernt, das all diese theoretischen Vorzüge der Speakon-Norm durch das Grundprblem der Inkompatiblität zunichte gemacht werden. Speakon hat sich in der Profiszene daher auch - wenn überhaupt - nur äußerst widerwillig profiliert. Und zuletzt das "Sicherheits"-Argument wäre lächerlich, hier haben sich offenbar einige Herren etwas ausgedacht was in der Praxis nicht vorkommt - Verletzungen durch offene XLR-Stecker (man kann das ganze übrigens auch umgekehrt fahren wie z.B. Schuko, also Weibchen am Amp, das Problem ist aber wieder die Kompatiblität, aber immer noch besser als Speakon...). Wann werden dann normale Lampenfassungen verboten? Grüße, Christopher
Moin... "Was sind denn aber "angemessen" dicke Leiter? 2,5² lassen sich ohne weiters in einem XLR verbauen, dickere Querschnitte machen keinen Sinn." Hast du nicht gerade was von langen Leitungen erzählt? Bei 2,5² finde ich XLR schon äußerst unhandlich zu verbauen. "Die Verarbeitung mit den Madenschrauben im übrigen ist keine gute Lösung - besser auch hier Löten." Dir ist schon klar, dass sich LÖTEN bei Verbindungen über die LEISTUNG übertragen wird (mehrere 100W!) eigentlich komplett verbietet? Warum wohl ist für Spannungsversorgungen das Löten streng verboten, während Schraubverbindungen (z.B. "Lüsterklemmen") OK sind? Aderendhülse druff, Schraube satt anziehen und gut ist. Wo soll da das Problem sein? "Das ist richtig, das meinte ich aber nicht, sondern das viele Hersteller erst gar keine Speakons für ihre Systeme einsetzten (PA-Systeme, Monitore wie Martin LE700)" Nun, DAS kann aber kein Argument gegen Speakon sein. Wenn GANZ andere (Multipin-)Verbinder zum Einsatz kommen, dann beinhaltet das doch für die Praxistauglichkeit ANDERER Systeme rein gar keine Information. "Wieso müßten denn XLR-Kabel gewendet werden??" Weil beide Enden verschiedene Anschlüsse haben. "Muß ein Multicore "gewendet" werden?" Ja - es sei denn, man versieht die Enden mit richtungssymmetrischen Multipins und klemmt am Ende eine Stagbox bzw. Spliss an. "Außerdem, davon ab: In solchen Systemen finden sich wie gesagt selten überhaupt Speakon-Amaturen - oft genug sind das aktive Systeme." Das ist doch auch kein Argument. Wenn aktive Systeme im Einsatz sind, wo siehst du dann die LS-Kabel? "Und wenn nicht: Ampracks werden häufig gleich mitgeflogen." Wenn das der Fall ist, dann hast du auch kein Problem mit zu verlängernden Speakons. Geflogene Ampracks sehe ich aber auch eher selten. Bestenfalls bei modernen Line-Arrays mit leichten Digitalamps. Kein Mensch fliegt doch mehr Last als nötig. "Ich weiß nicht wie Du auf sowas kommst: Bühnensituationen wo die Amps nicht gleich neben dem "Holz" stehen gibt es genügend - nochmals Stichwort Monitor." Schon. Aber das sind keine unüberschaubaren Distanzen. Die Bühnengröße sollte ja im Vorfeld bekannt sein. Dann nimmt man passende Kabel mit und für den Notfall halt noch zwei, drei Spookies. Sooo problematisch ist das auch nicht. "Und wer weiß schon vorher genau, ob er auskommt. Mit XLR wäre das von vornherein *überhaupt* kein Problem." Nun ja. Solange du nicht Mikrokabel verbaust, weil die LS-Leitungen alle sind. So ganz verstehe ich nicht, was an einem Spookie für eine Notfallverlängerung so problematisch ist. Ich gebe dir ja recht, dass das Konzept mit den Spookies so ganz superb nicht ist, aber dieser relativ kleine Nachteil wird durch die Vorteile wie z.B. Verwechslungssicherheit locker aufgewogen. "Nein, heißt es eben nicht. Oder hast Du schon jemals die Auswahl gehabt? Seit der Einführung von Speakon gibt es einfach ein Problem mehr." Bei uns in der Gegend haben viele Verleiher (Fullrange-)Boxen mit variabler Anschlußmöglichkeit. BTW: Adapter brauchst du eher bei XLR. Welche amps haben denn heute noch XLR-Ausgänge? Da geht's doch schon los. Standard: Binding-Post (unmöglich). Meistens alternativ XLR. Vielleicht noch Klinke. Aber XLR? Seltenst. "Auch hier fehlt Dir offenbar etwas der Einblick: Große Tourverleiher haben vorkonfektionierte Systeme mit den Steckernormen, die das "Holz" vorgibt. Fast nie Speakon." Ich rede nicht von LS mit "Systemverkabelung". Die sind doch in der Diskussion "XLR vs. Speakon" sowieso außen vor. Ich rede von mittelgroßen PAs, wie sie typischerweise auf Stadtfesten, kleineren Open-Airs etc. anzutreffen sind. Eben das, was der örtliche Verleiher so im Programm hat. Und wenn das nicht Material aus den frühen 80ern ist, sehe ich da regelmäßig Speakon. Frontholz wie Monitore (wenn die nicht gar aktiv sind). "In einer Liga darunter sind meist immer noch LS-XLRs im Betrieb. Z.T. werden sogar Monitorboxen mit XLRs nachgerüstet - aus gutem Grund." Ich habe so langsam das Gefühl, dass das einfach eine regionale Besonderheit ist. im nördlichen NRW habe ich seit bestimmt 5 Jahren (außer von Bands mitgebrachten Anlagen) keine XLRs an LS gesehen. Wo kommst du her, vielleicht ist das nur bei euch eine Art "regionaler Quasi-Standard"? Sowas kommt ja öfter vor. Gerade, wenn in einer Gegend sich mehrere Verleiher zu "Dry-Hire-Clubs" zusammenschließen. "Diese Argumentation erschließt sich mir nicht im geringsten . eher das Gegenteil ist der Fall, obwohl die Nachteile von Speakon *immer* ein KO-Argument sein müßten." Welche denn? Ich sehe da nur den einen Nachteil "Spookies". Das ist lästig, aber machbar... "LS-Kabel kann fast jeder von DMX-Kabeln unterscheiden - aber erst recht der, der sie patcht." Nun gut, auf Großbaustellen ist das so. Aber da gelten sowieso andere Regeln, siehe die geflogenen Ampracks und die Systemverkabelungen. "Ansonsten bringt Powercon nur dieselben Nachteile, die jedes (überflüssiges) Neuformat (wie Speakon) mit sich bringt: Inkompatiblitäten." So neu ist Speakon ja nun nicht. Und Inkompatibilitäten hat man bei jedem Formatumstieg. Das ist aber kein sachlicher Grund gegen die jeweils "neue" Norm. "In all Deinen Ausführungen konntest Du mir weder erklären, warum Speakon besser ist noch warum XLR schlechter sein soll." Der wichtigste aus Praxissicht ist IMHO die Nichtverwechelbarkeit. Irgendeinen Hugo hast du immer mal dabei, der irgendwas vertauscht. 4-Pol für aktiv getrennte Systeme dürfte ebenso einleuchten. Der "offiziell" Hauptgrund für Speakon dürfte aber wohl eher der sein, dass XLRs für die heutigen Ampleistungen einfach unterdimensioniert sind. Und eben i.d.R. nur lötend zu verarbeiten usw. "Ich habe mir auch Vorzüge ausgemalt, aber gelernt, das all diese theoretischen Vorzüge der Speakon-Norm durch das Grundprblem der Inkompatiblität zunichte gemacht werden." Kein System ist "inkompatibel". Inkompatibilitäten gibt es nur ZWISCHEN Systemen. In einer Gegend, in der Speakon deutlich vorherrscht, ärgere ich mit jedesmal über eine Box mit XLR-Anschluss. Und vor allem: Bei Speakon gibt es ja wenigstens noch eine "Quasi-Norm" der Belegung. Bei XLR habe ich schon JEDE Möglichkeit gesehen, und es hat beim ersten Versuch NIE geklappt. Von der Frage, wo das Weibchen hingehört, mal ganz zu schweigen. Die einen machen es nämlich "sicher" (w am Ausgang), die anderen "wie gewohnt" (m am Ausgang). "Und zuletzt das "Sicherheits"-Argument wäre lächerlich, hier haben sich offenbar einige Herren etwas ausgedacht was in der Praxis nicht vorkommt" Das mag sein. Aber erstens sind die XLRs nicht für solche Spannungen gedacht, und zum zweiten reden ja mehr und mehr auch die Offiziellen bezüglich der Berufsgenossenschaften etc. mit. Die überzeugst du kaum mit "da passiert schon nix". Jens
Ich verstehe hier was nicht ganz: hafi69 hat geschrieben: ""Das ist richtig, das meinte ich aber nicht, sondern das viele Hersteller erst gar keine Speakons für ihre Systeme einsetzten (PA-Systeme, Monitore wie Martin LE700)""....... .......Auch hier fehlt Dir offenbar etwas der Einblick: Große Tourverleiher haben vorkonfektionierte Systeme mit den Steckernormen, die das "Holz" vorgibt. Fast nie Speakon"" die von dir angesprochenen Martin LE700 hat doch Speakon und Mittlerweile hat fast jedes "Holz" Speakon
Hallo. ""die von dir angesprochenen Martin LE700 hat doch Speakon und Mittlerweile hat fast jedes "Holz" Speakon"" Martin LE700 kenne ich nur mit EP8-Anschluß, aber nach kurzer Recherche muß ich feststellen, daß sowohl die alte LE700 (die ich kenne) als auch der Nachfolger LE700A auch Speakon Anschlüsse haben. Das ist mir vorher nicht aufgefallen. Aus gutem Grund hat die Firma (eine sehr große Essener) für die ich damals arbeitete die Martins mit den EP8 betrieben und NICHT mit Speakon... Das fast jede Box Speakon hat ist so nicht richtig. Es gibt eine Fülle von Steckervariationen an verschiedenen Systemen, kann sein das in den letzten Jahren fast alle Passiven und einige Aktiv getrennte Systeme mit Speakon ausgeliefert werden - XLR ist ja nicht mehr zulässig. Gruß, Christopher
Hallo Jens, es ist schon etwas traurig wie wir stellenweise aneinander vorbeireden bzw. wir unsere Argumente dem anderen nicht deutlich machen können. Im speziellen verstehe ich nicht was Du mit "wenden" von Kabel meinst; dieser Terminus oder eine passende Aktion sind mir noch nicht untergekommen... ""Dir ist schon klar, dass sich LÖTEN bei Verbindungen über die LEISTUNG übertragen wird (mehrere 100W!) eigentlich komplett verbietet? Warum wohl ist für Spannungsversorgungen das Löten streng verboten, während Schraubverbindungen (z.B. "Lüsterklemmen") OK sind? Aderendhülse druff, Schraube satt anziehen und gut ist. Wo soll da das Problem sein?"" Das Problem ist das es nicht besonders belastbar ist. Die Thematik Löten&Leistung ist zwar zu beachten, es stellt sich aber die Frage unter welchen Umständen Lötstellen (Schmelzpunkt >185°!, dann schmilzt auch längst der Kunstoff aller Stecker!) an LS-Leitungen wirklich schaden nehmen. Immerhin werden LS Verbindungen auch meist innerhalb von Geräten, Steckfeldern und LS gelötet; ich halte diese Diskussion für vernachlässigbar. Sicher würden Lötstellen an 5000 Watt Amps (Subbassbetrieb?) heiß - aber das ist auch schon "worst case". Denn das, was da an "Watts" rausgeht ist doch immer *erheblich* niedriger als irgendwelche Maximalleistungen. ""Ampracks werden häufig gleich mitgeflogen." Wenn das der Fall ist, dann hast du auch kein Problem mit zu verlängernden Speakons. Geflogene Ampracks sehe ich aber auch eher selten. Bestenfalls bei modernen Line-Arrays mit leichten Digitalamps. Kein Mensch fliegt doch mehr Last als nötig."" Im Vergleich zu einem C4/C7 Cluster ist das Gewicht der Amps kein Thema mehr. Manchmal wird das gemacht aus platztechnischen Gründen und eben auch um LS-Kabel kurz zu halten - bedenke: in aktiven Systemen ist der Amp ja auch schon integriert und wird auch immer mitgeflogen. Digitalamps meinst Du sicher nicht (denn die sind noch nicht marktreif) sondern wohl Schaltnetzteilamps. Im obrigen Fall waren das aber konventionelle d&b P1200 Amps im "Flugcase" ""Nun ja. Solange du nicht Mikrokabel verbaust, weil die LS-Leitungen alle sind."" Aus diesem vermeindlichem Nachteil wird schnell ein Vorteil, falls zuwenig Kabel da sind. NF-Kabel funktionieren zur Not, besser 40% Leistungverlust als gar nichts. ""Adapter brauchst du eher bei XLR. Welche amps haben denn heute noch XLR-Ausgänge? Da geht's doch schon los. Standard: Binding-Post (unmöglich). Meistens alternativ XLR. Vielleicht noch Klinke. Aber XLR? Seltenst."" Weil XLR ja aus irgendwelchen Gründen nicht mehr verbaut werden darf. Du vergißt aber, daß zumindest im professionellen Verleih Anschlußpanelen an Ampracks Standart sind - wer hampelt schon gerne hinter Ampracks rum um an den Bindings herumzupuhlen? Und wenn ohne Panele, dann ist es doch egal ob ich auf Speakon oder XLR adaptiere (es sei denn der Amp hat Speakons eingebaut, die einzige Position wo ich mit Speakons gerne leben kann). ""Wo kommst du her, vielleicht ist das nur bei euch eine Art "regionaler Quasi-Standard"?"" Ganz bei Dir umme Ecke: westliches Ruhrgebiet. Also daran liegt es wohl eher nicht. Schon eher daran, wie alt das Material ist mit dem man zu tun hat.... ""So neu ist Speakon ja nun nicht. Und Inkompatibilitäten hat man bei jedem Formatumstieg. Das ist aber kein sachlicher Grund gegen die jeweils "neue" Norm."" 15 Jahre alt - immerhin, gut. Ein sachlicher Grund etwas abzulehnen ist aber wenn man es nicht braucht. Und Speakon war von Anfang an ein Format, was so richtig niemand gebraucht hat. ""Inkompatibilitäten gibt es nur ZWISCHEN Systemen. In einer Gegend, in der Speakon deutlich vorherrscht, ärgere ich mit jedesmal über eine Box mit XLR-Anschluss."" Also nochmal: Es ist ja nichts gegen Speakon einzuwenden, wenn der Verleiher (o.ä) dafür Sorge trägt, das genug Kabel, Spookies und ggf. XLR-Adapter zur Verfügung stehen. Leider sieht die Praxis anders aus. Wären alle noch auf XLR würden die Kabel allein reichen. Hätten alle PCs und keiner Macs wäre die Computerwelt einfacher. Gebe es nur eine Sorte Staubsaugerbeutel und nicht tatsächlich gut 1500(!) wäre die Welt nicht ärmer sondern reicher. So in etwas darum geht es mir - und XLR hat nun mal die wesentlich älteren Rechte ;-) ""Bei Speakon gibt es ja wenigstens noch eine "Quasi-Norm" der Belegung. Bei XLR habe ich schon JEDE Möglichkeit gesehen, und es hat beim ersten Versuch NIE geklappt. Von der Frage, wo das Weibchen hingehört, mal ganz zu schweigen. Die einen machen es nämlich "sicher" (w am Ausgang), die anderen "wie gewohnt" (m am Ausgang)."" Da muß ich aber heftigst widersprechen: Es gibt eine Standart LS-XLR-Belegung, die kann ich seit 20 Jahren auswendig: 1 - , 2 +, 3 frei - jede andere Belegung ist frei erfunden. Dagegen gibt es aber bei Speakon immer noch Hersteller/Panelenbauer, die sich nicht an "1" Top/ "2" Sub halten. Und das Weibchen gehört zum Eingang, genau wie es die Steckernorm vorgibt. Sollte jemand eine Amp-Panele mit "female"-Ausgängen gebaut haben (ich kenne da genau EINEN oberschlauen Verleiher, Stufen selbst hatten IMMER "Male") dann ist das auch schnell zu erkennen. "erstens sind die XLRs nicht für solche Spannungen gedacht" Wo steht das? Mit XLR-Steckern ließe sich Problemlos Netzspannung übertragen, vorrausgesetzt sie wären aus Kunstoff (gibt es) und sie führen den Ausgang am Weibchen. Und vergiß nicht: LS-XLR wird seit mind. 35 Jahren Problemlos als LS-Armatur eingesetzt. Fassen wir also noch mal zusammen: Pro Speakon: -Berührungssicher (wens interessiert...) -Verwechlungsgefahr mit anderen Leitungen besteht noch weniger als bei XLR ("PA für Dummies"?? :-) -4 (8)-polige Ausführung -Sehr dicke Kabel lassen sich etwas leichter verarbeiten -Geschraubte Verbindung (nicht wirklich ein Vorteil, s.u.) Contra Speakon: -Lässt sich nicht ohne Zubehör Verlängern -Gefahr des Nichteinrastens (ungeschulte Aufbauhelfer; das ist mir schon zigmal passiert!) -Alte Stecker mit Schraubverschluß schließen nur Unzureichend -Keine Lötfahnen, unzuverlässiger Klemmverschluß, dadurch: -Inbusschlüssel zur Verarbeitung notwendig (wo isser??) -Oft unklare Steckerbelegung (ich habe schon "1 auf 2" Adapter gebraucht!) Pro XLR: -Problemloser Betrieb und Standart seit Jahren -Zuverlässe Verriegelung -lässt sich problemlos Verlängern (zur Not auch mal mit NF-Leitung) -Lötbar (es gibt aber auch Lötfreie Versionen!) Contra XLR: -Sehr dicke Kabel sind schwerer zu Verarbeiten -Durch eine sehr fragliche Verordnung verliert diese Norm nach und nach an Bedeutung So, nun muß aber gut sein ... Grüße, Christopher
Moin... "Das fast jede Box Speakon hat ist so nicht richtig. Es gibt eine Fülle von Steckervariationen an verschiedenen Systemen, kann sein das in den letzten Jahren fast alle Passiven und einige Aktiv getrennte Systeme mit Speakon ausgeliefert werden " Das ist so. Schau mal auf die Webseiten der einschlägigen Hersteller (LS und Amps), und du wirst feststellen, dass es da genau zwei Varianten gibt: a) Speakon b) eine herstellerspezifische Systemverkabelung. a) dürfte für 90% aller Boxen zutreffen, die nicht prinzipbedingt ausschließlich im Cluster auftreten (LA) b) nur bei Systemen, die eben entweder nur geclustert Sinn machen oder aber auf Kundenwunsch bzw. optional mit entsprechenden Multipins ausgerüstet werden. Und selbst z.B. bei L'Acoustics, die ja sonst ein sehr dickes "System-Süppchen" kochen, findest du durchgängig Speakon in der Standardausführung. Dito Nexo etc... Wenn da also im Feld irgendwelche anderen Anschlüsse gesichtet werden, dürfte das eine Anfertigung nach Kundenspezifikation oder ein Umbau des Verleihers sein. Nenn mir doch mal EINE Box oder einen Amp, der aktuell noch mit XLR bestückt zu kaufen ist... Jens