MBHO

Erstellt 20 Antworten21 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo,
ich bin auf der Suche nach ein paar guten Kleinmembranmikrofonen über folgende Webseite gestolpert:
http://www.mbho.de
Diese Firma hatte ich zuvor noch nie gesehen. Kann mir jemand etwas über die Qualität dieser Produkte sagen. Kann man sowas mit Schoeps vergleichen?
Edgar
ZitierenPost melden
Antwort#2
Kann man sowas mit Schoeps vergleichen
kann man !! weil, wenn ich mich nicht irre Herr Haun bei Schoeps gerlernt hat.
Wenn Du verglichen hast wäre ich an Deiner Beurteilung sehr interessiert.
Gruß Saso
ZitierenPost melden
Antwort#3
Ich habe zwar keine Schoeps, aber MBHO. Vergleichen kann ich somit nicht. Unabhängig davon bin ich sehr zufrieden. Man beachte auch, daß die Speiseteile mit 20V ohne Dynamikverluste auskommen und 35 Ohm Abschlußimpedanz haben - das erinnert schon eher an Schoeps und sehr große Kabellängen sollten kein Problem machen. Meine Meinung: Sehr professionell
ZitierenPost melden
Antwort#4
Im Direktvergleich habe ich mit der Nierenkapsel (von Leif, der hier sicherlich was dazu schreiben wird :) geliehen) den Eindruck, daß sie klanglich zwischen Schoeps und Neumann liegen. Leichte Höhenanhebung, aber nicht so stark wie bei Neumann KM140/184.
Durchaus für Klassik sinnvoll einzusetzen.
ZitierenPost melden
Antwort#5
Die Verbindungen der Fa. MB GmbH (ehedem Neckarelz/Schwetzingen, später MB-Quart, Obrigheim) zu Schoeps sind etwas älter und datieren in Tage zurück, da Haun noch sehr jung war und beim Konstrukteur jener Kapseln (Manfred Schneider) lernte.
Wenn man den Kollegen Wuttke auf jene Ursprünge anspricht, wird er -nicht ohne Grund- etwas einsilbig. Alles klar?
Ich besitze neben meinen Neuleuten und Schoepsen wohl etwa anderthalb Dutzend MB-Mikrofone (548, 640, 603) mit den verschiedensten Kapseln) seit teilweise mehr als drei Jahrzehnten. Klanglich ist von Standpunkt des Aufnehmers klassischer Musik nicht unbedingt viel gegen sie einzuwenden; die Zuverlässigkeit wird/wurde bei meinen 548 ein wenig durch früher immer einmal wieder auftretende Streukapazitäten zwischen der Kontaktgabel und dem Kapselmittenkontakt, ggflls. auch durch den Kapselaußenkontakt/Elox-Reste in der Verschraubung belastet. Bedingungen betrieben werden mussten.
Von den Produkten Hauns, der ja auch für andere (Brauner) arbeitet, hört man ansonsten nur erfreuliches; offensichtlich ist das Problem im Griff, Hauns Flexibilität indes legendär.
Hans-Joachim
ZitierenPost melden
Antwort#6
sorry,
hab mich da wohl a bissal ungeschickt ausgedrückt .
Gruß Saso
ZitierenPost melden
Antwort#7
... daß die Speiseteile ... 35 Ohm Abschlußimpedanz haben
Dies gilt _nur_ für das Speiseteil Typ 603 und das Mikrofon MBNM 608.
Man beachte (wie bei SCHOEPS Colette), daß das Mischpult bzw. der Vorverstärker auch den Phantomstrom vom ca. 4 mA pro Mikrofon liefern können muß.
Alle anderen HAUN-Mikrofone haben 200 Ohm Ausgangsimpendanz und begnügen sich mit geringeren Speiseströmen < 2 mA.
ZitierenPost melden
Antwort#8
Hans Joachim schrieb:
... Hauns Flexibilität ist indes legendär....
Kann ich nur bestätigen, Herr Haun realisiert auch mal Sonderwünsche ohne Aufpreise. Erwähnenswert ist auch der schnelle und gute Service und die 'lebenslange' Garantie.
Nach meiner Erfahrung liegt der Unterschied Schoeps/MBHO eher im Bereich des persönlichen Geschmacks. (Habe sowohl einige MBHO's und auch einige Schoepse)
Beides sind Top Produkte und in jedem Fall einem 'Geheimnis des fernen Ostens' vorzuziehen.
Gruss
Gerhard
ZitierenPost melden
Antwort#9
Ich weiß, ich weiß - ich habe beide Modelle: Die MBC 603 und 2 MBNM 440. Selbst mein als Monitormixer gebraucht gekauftes Behringer MX802 scheint keine Probleme mit dem 4 mA zu haben. Oder ich hab es noch nicht gemerkt weil ich das so nie ernsthaft eingesetzt habe.
ZitierenPost melden
Antwort#10
... ich sehe die Probleme auch erst dann, wenn bei einem "billigen" Pult alle Mikrofoneingänge mit Stromfressern a la Colette oder MBHO Impendanzwandler Typ 603 betrieben werden.
Meist wird die Phantom"hoch"spannung mit einer Kaskade aus Dioden und Elkos erzeugt. Um einen Nutzstrom von 40 ... 50 mA für 10 Mikros zur Verfügung stellen zu können, benötigt die Kaskade bis zu einigen 100 mA Eingangsstrom. Bei dem heutigen Schaltungsdesign mit dem Rotstift der Kostenrechnungsstelle bin ich skeptisch, daß entsprechenden (DIN-)Normen eingehalten werden ...
(Nach den Normen DIN EN 61938 und DIN 45 596 muß eine 48V-Phantomspeisung 10 mA (!) pro Kanal liefern können.)
ZitierenPost melden
Antwort#11
Ja,
kann wie auch die anderen sehr gutes von MBHO berichten. Ich habe insbesondere Gefallen an dem neuen MBP604 Vorverstärker gewonnen. Eine Warnung hat mir Georg bzgl der 648 Speiseteile gegeben; sie seien sehr anfällig gegen Phantomspeisung, die nicht exakt 48V hat.
Habe neulich beim Leihaus in Treppendorf die Kugel, die Breite Niere und die Niere von Haun gegen die Schoepsen vergleichen können. Die Haun Breite Niere ist dabei leider etwas höhenlastig und hat mir nicht gefallen. Die anderen beiden sind, insbesondere für das Geld, durchaus sehr gut, auch wenn ich nachwievor die Schoeps noch neutraler finde.
Vor allem: man kann sie erstmal als "günstige" Hauptmikros oder, wenn man wieder Geld hat, als "sehr gute" Stützen verwenden; wer aber dennoch das non plus ultra will, der sollte dann bei diesen beiden Alternativen doch Schoeps nehmen, dafür zahlt man dann aber auch etwas mehr als das doppelte.... such is life....
Grüsse
Leif
ZitierenPost melden
Antwort#12
Hast du mal die 603 mit den 604 verglichen ? Deutlich besser oder nur minimale Unterschiede ?
Danke
mfg
Gerhard
ZitierenPost melden
Antwort#13
Hallo Leifislifem
wenn Du Dir den Frequenzschrieb der breiten Niere hier anschaust:
http://www.mbho.de/pdf/ka100lk_ka100dk_ka300nb.pdf
dann sieht man, daß in der breiten Niere eben noch ein "großer Anteil" diffusfeldentzerrter Kugel drinsteckt incl. des damit verbundenen Höhenanstiegs. Insofern verwundert mich der Eindruck von Dir nicht. Was spricht dagegen, soetwas mittels EQ zu entzerren? Ist der Frequenzgang wirklich ein Qualitätsmerkmal? Meistens wird der Klang von Mikrofonen "nackt" miteinander verglichen, ich weiß nicht, ob das die beste Vorgehensweise ist. Es würde ja auch niemand behaupten, daß diffusfeldentzerrte Kugeln "nicht so gut" seien wie freifeldentzerrte Kugeln, oder?
Erdie
ZitierenPost melden
Antwort#14
also,
die zwei nierenpaare, die ich habe, klangen irgendwie gleicher beim 604 als beim 603... und ein bisschen "fetter" fand ich den klang der 604 auch;) habs aber bisher nur vernünftig mit meinem cello getestet.
hmmm... ich würde sagen eher nuancen, aber es gibt ja leute die beim unterschied zwischen millennia und gordon vollkommen abdrehen... geschmack...
wenn ich meine anderen bestellten 604er pres habe, dann mache ich mal einen richtigen auch mit den kugeln und ihr könnt mich dann anmailen (per geheim klick...;)) oder ich lade es im gearslutz forum hoch... werde mich melden.
grüsse
ZitierenPost melden
Antwort#15
hi,
ich habe die differenz der schoeps breite niere und haun breite niere per mls puls durch die freeware speakerworkshop auf achse und unter diversen winkeln versucht zu bestimmen und dann per eq auszugleichen.
ja, leider klappt das nicht perfekt, da der frequenzgang nicht komplett "komplementär" ist unter winkeln. nach einer stunde habe ich dann aufgegeben...
wenn man diesen sound mag ists ok, ich mochte ihn nun mal nicht...
grüsse
ZitierenPost melden
Antwort#16
Könnte sein daß die breiten Hauns was für mich wären. Für die Streicher mag ich ja gerne ein bißchen richtungsabhängige Höhenanhebung...gerade als Decca-Flanken statt nochmal Golfballmikro ;) muß ich mal ausprobieren. thx für die Idee, Leif.
ZitierenPost melden
Antwort#17
hi,
hier noch eine kleine "durchhalte email"... die heutige studie für den mk4, ka200 und km184 vergleich lief (bis auf einen kleinen schönheitsfehler... dank 4h schlaf) sehr erstaunlich.
ich bin geneigt zu behaupten, dass man die ka200 durch equalizing erstaunlich nahe auf die mk4 bringen kann.
ich muss nochmal mls machen und vorallem das ergebnis des mls in eine equalizer einstellung übertragen, aber die ersten versuche waren recht erstaunlich viel versprechend.
wenn es so weit ist werde ich die files verblinden und posten, dann kann jeder mal raten was schoeps und haun und neumann ist...
ZitierenPost melden
Antwort#18
in dieser disziplin sind sie leider wirklich ein bisschen schlechter (und dank der mich zumindest immer wieder verwirrenden gewichteten und gemittelten rausch angaben fand ich krasser als erwartet, mag aber subjektiv bedingt sein) als schoeps mk4 und neumann km 184.
für nahe am orchester irrelevant... für gitarren duo (nicht elektrisch....;)) oder laute oder ähnliches in 5m entfernung aber????

die files gibt es demnächst irgendwie, ich melde mich
grüsse
ZitierenPost melden
Antwort#19
Genau bei Laute (bin selbst Lautenist) habe ich die 648 einmal verglichen mit KM84 und wegen des deutlich wahrnehmbaren Rauschens (aus ca. 1m Entfernung) dann nicht gekauft. Ich bin inzwischen bei Schoeps gelandet und glücklich.
Hermann
ZitierenPost melden
Antwort#20
Welche Kapsel war das denn? Ich vermute, daß es auch noch Unterschiede zwischen den 648ern und 603ern gibt.
ZitierenPost melden

Deine Antwort

Du kannst ohne Anmeldung schreiben.