Stimme für Meditations-CD

Erstellt 3 Antworten4 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo zusammen,
ich habe ein Problem mit einer Frauenstimme. Sie spricht einen Text über vorhandene Meditationsmusik (Flöten, Bachlauf, Vogelgeräusche,...). Die Spur der Stimme rauscht etwas, leider nicht mehr zu ändern. Ich habe leider viel zuwenig Ahnung wie ich an so eine Stimme rangehen soll da ich sonst nur Musikaufnahmen mache. Gibts es eine typische Signalkette, was die Reihenfolge der Inserteffekte angeht??? Macht man bei solchen CD´s eine sanfte Voiceover-Compression oder sowas? Wie sieht es mit Hallräumen aus? Habe eine Referenz-CD die mit sehr starken Stereoeffekt auf der Stimme arbeitet, so eine Art "breitmacher", klingt fast wie gedoppelt...
Meine Probleme liegen hauptsächlich in Kompression, De-Essing (kriege das kaum hin, es handelt sich um eine Frauenstimme, verliere beim deessing sofort an präsenz!) und Raum.
Hier weiß doch sicher jemand wie man an so etwas rangehen könnte. Zur Verfügung habe ich Logic und das Waves Bundle. AUfgenommen wurde die Stimme mit einem Rode NT1 und MotuWandler.
Vielen Dank für eure Tipps...!
ZitierenPost melden
Antwort#2
Hallo Peer,
was Du brauchen wirst ist ein EQ und Kompression.
Versuche Soft Knee-Kompression mit einem Ratio um 2:1 um die Stimme etwas voller und beständiger zu bekommen.
Nimm die Schärfe aus dem Präsensbereich die das NT1 macht heraus,
typischerweiser um 4-6 khz, Deesser nur bei echtem Bedarf.
Für Meditation stelle ich mir eine volle, "warme" Stimme vor, also den Bassbereich vielleicht etwas anheben.
Raumeffekte nur im Kontext mit dem restlichen Audio - ansonsten erstmal trocken lassen.
Rauschen mit einem LowPassFilter (LPF) oder Shelving EQ bei ca. 10 khz filtern. Ein High-PF bei 100-150 hz wird auch nützlich sein - gegen Ploppgeräusche und Rumpeln.
Achtung: Es gibt auch hier keine "Kochanleitungen", dies ist nur ein grober Anhaltspunkt, das *kann* helfen, evt. aber auch nicht.
Im Zweifel "weniger" machen.
Gruß,
Christopher
ZitierenPost melden
Antwort#3
Danke dir!
Natürlich gibt es kein Rezept, so etwas hatte ich auch nicht erwartet. Aber wie es bei gewissen Musikrichtungen grobe Erläuterungen geben kann so dacht ich mir ist es bei soetwas auch. Ich mache das zum ersten mal. Deine Tipps probiere ich mal aus, klingt sehr hilfreich...danke!
Grüße, Peer
ZitierenPost melden
Antwort#4
mein tip: ne männerstimme nehmen! im ernst, das kommt genau deswegen besser, weil sich da nicht so viel überschneidet....
mal ins theater gehen und nen schauspieler mit ner warmen stimme ansprechen. oder selber etwas sprecherziehung nehmen... lg matthias
ZitierenPost melden

Deine Antwort

Du kannst ohne Anmeldung schreiben.