Tenor + Streichquartett

Erstellt 3 Antworten4 Beiträge
Startbeitrag#1
Arrangements traditioneller Volkslieder für Tenor und Streichquartett, mit LEICHTEM Kitsch-Faktor. Der Auftraggeber möchte das am liebsten in einer größeren Kirche machen (buahh!), ich will versuchen, ihn zu einem kleineren Raum zu bringen.
Zur Verfügung stehen genügend Spuren, diverse Kleinmembranen (Neumann, Schoeps, Haun) und wenns sein muß ein paar Mittelklasse-Großmembranen für Eigenklang ;)
Natürlich haben alle Herangehensweisen ihre Vor- und Nachteile. Ich möchte einfach ein paar Meinungen einholen, im vollen Bewußtsein, daß ich das letztlich selbst nach der Situation entscheiden muß. Aber vielleicht hat ja jemand ähnliche Aufnahmen gemacht...
Meine Grundgedanken wären:
Wenn schon große Kirche, dann im Seitenschiff eher in der Ecke (oder ganz hinten im Chorraum), um ein paar FRÜHE Erstreflexionen zu haben.
Entweder eine konzertähnliche Aufstellung: Streicher hinter dem Sänger, beide mit einem Hauptsystem (tendiere zu ORTF oder EBS-Äquivalenz), plus die nötigen Stützen.
Oder, wohl eher im kleineren Saal sinnvoll: Sänger gegenüber den Streichern. Vorteil: Sänger ist auch der Bearbeiter und kann auf diese Weise besser "führen".
Zwei Hauptsysteme: Äquivalenz für Streicher, kleine AB für Sänger.
Evtl. statt zwei Systemen nur EIN Druckempfänger-Hauptsystem in die Mitte stellen, auf den Sänger ausgerichtet und dadurch die Streicher etwas in den Hintergrund verfrachtend; Tiefenstaffelung und Balance ansonsten durch Distanz zum Hauptsystem. Kann, wenn es funktioniert, sämtliche Stützen sparen - bietet dann aber natürlich keine Möglichkeit, einzugreifen.
Was meint ihr? Danke schonmal :)
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Antwort#2
Streichquartett und Sänger in einer Kirche geht immer gut. Was aber wichtig ist: ständiges (!) pegelmäßigiges Verfolgen des Sängers.
Also zwei Stereosysteme: eins für den Sänger AB-Kugeln 0,30 m und 1,50 Abstand zu Sänger und ORTF-Nieren für Streichquartett.
Sänger und Streichquartet müssen sich nicht ansehen und die beiden Mikrofonpaare müssen nicht dazwischen stehen.
Besser finde ich Konzertaufstellung. Sänger und Quartet spielen in die gleiche Richtung.
Weitere Mikrofone werden nicht gebraucht. Nie *ein* Mikrofon für den Sänger benutzen; es sei denn, es ist ein nah aufgenommener Blues-Sänger.
"... um ein paar FRÜHE Erstreflexionen zu haben."
Auf die kann ich immer verzichten. Die machen einen kleinen Raumeindruck.
Vilko
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Antwort#3
An etwa diese Größenordnung AB für Sänger hatte ich auch gedacht, evtl. auch etwas größer bis max. ca. 50 cm, damit wenigstens seitliche Reflexionen die volle Basisbreite ausfüllen.
zu den frühen Erstreflexionen: es soll ja nicht gerade in der Abstellkammer sein, aber eben doch eher 5-6 Meter als 15 Meter Breite haben. Mein persönlicher Geschmack tendiert für Streichquartett eher zu kleineren Räumen mit 1 bis 1,5 sec Nachhallzeit, aber nicht 4,5 wie es die betreffende Kirche hat (die der Musiker kostenlos kriegt...). Wobei: für Kitsch...;)
Danke jedenfalls schonmal.
Weitere Meinungen?
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Antwort#4
50 cm Kugel AB für einen Solisten bei 1 m Abstand in halliger Kirche ist sicher zu viel. 20 bis 30 cm sind angebracht. Es geht um die gute Stabilität und den festen Klang der bedeutenden Schallquelle der Stereoaufnahme.
Sicher würde *ein* Mikrofon dabei nicht zu übertreffen sein, aber das macht die Räumlichkeit des Sängers und des Streichquartetts kaputt. Es wäre aber ausnahmsweise wirklich die Notlösung, wenn nichts anderes mehr in der halligen Kirche geht.
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