Studio vocal Mic

Erstellt 29 Antworten30 Beiträge
Startbeitrag#1
Ich brauch ein Studio Vocal Mic bis 500-600 euro. Für Soul-Jazzy Frauenstimmen (viel Backings ). Am besten neutraler sound(hab ich mir sagen lassen) --- ich brauch nicht unbedingt Röhre (oder vielleicht doch????). Als pre hab ich SPL track one mit internem AD wandler.
Was ist denn so das beste für die Kohle (mehr hab ich leider nicht...) ?
Wie sind denn die BLUE MICROPHONES ? Könnte ich billig kriegen -- alle Modelle...
Würde mich über Auskünfte und Erfahrungsberichte freuen !!!
Danke schon mal
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Antwort#2
auf Ebay ein Neumann KM184 oder KM84 meistens so um die 500 Euro gebraucht. Neutral und sehr gut.
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Antwort#3
Schliesse mich dem an und rate: Finger weg von Billig-Produkten. Habe damit selbst hunderte von Euro in den Sand gesetzt und mich hinterher nur geärgert! Lieber ein sehr gutes Mikro als 3 schlechte! Und für Gesang brauchst auch nicht zwingend ein Grossmembran-Mikro, auch wenn's auf den MTV-Videos immer so zu sehen ist! Kleinmembraner finde ich sogar günstiger! Prima Tip, das mit dem KM 84 oder KM184.
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Antwort#4
Ich mache gerade positive Erfahrungen mit dem MBHO MBP603 + KA200 Nierenkapsel.
Ebenfalls sehr neutral und gut.
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Antwort#5
Hallo,
Kleinmembran = vielleicht, KM184 NEIN!
Mein ehemaliges KM140 (=KM184) hat niemals gegen ein C414 ULS, M49 oder dynamisches Mikro (441, M160, etc) bestehen können (Vocalaufnahmen im Studio sind immer eine Frage des Geschmacks und der Stimme).
Zuletzt habe ich ein (AKG) C4x0/CK63 erfolgreich für Backingvocals eingesetzt, und davor eine C4x0/Ck61 Klein-AB Anordnung für klassischen Sopran. Das KM140/184 im Close-Miking-Bereich hat mir nie überzeugt (Mittelmaß und/oder überteuert, wie alles von Neuheiser...)
Ich würde Dir ein gebrauchtes C414-ULS empfehlen, das ist neutral (für ein GM!), sehr flexibel und bewegt sich genau in Deinem Preissegment. Alternativ dazu ein MG M70/71, M930/940 (gebraucht). Sehr gut fürs Geld auch die AT 4050/4047.
Oder evt. ein neues C4000. Letzteres sowie die MG und AT-Mikros sind allgemein unterbewertet....
Auf jeden Fall hast Du mit Deinem Preamp/Channelstrip voll ins Schwarze getroffen,
was besseres gibts in der Preisklasse nicht. Noch besser wird es mir dem optionalen Lundahl-Übertrager, nicht ganz billig (150.-) aber lohnt sich wirklich - ich habe beide Versionen bei mir im Studio verglichen.
Gruß,
Christopher
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Antwort#6
Generell muss man auch folgendes achten: Es gibt in der Tat Mikrofone, die einen auf den ersten Augenblick sehr überzeugen. Will man aber nachträglich EQen oder das Signal anderweitig bearbeiten, kommt man ziemlich auf die Welt.
Da ist plötzlich ein himmelweiter Unterschied zwischen einem (oft gehassten) U87 oder KM184 gegenüber billigeren und "wohlklingenderen" Mikrofonen (wobei ich damit nicht das C414) meine... aber z.B. AT-Genossen.
Also, die Substanz des Signals ist viel wichtiger als der erste Schein!
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Antwort#7
Hallo Blaubar,
Deine subjektiven Erfahrungen will ich Dir nicht nehmen,
aber den Mikros der AT 40-Serie kann man wirklich nicht schlechtes Nachsagen.
Das ein U87-Signal EQ-Manipulationen besser hinnimmt als ein AT4050-signal ist wohl kaum nachzuweisen (Das 4050 ist ein 87-Clone).
Noch weniger habe ich so etwas bei Compressor-Bearbeitung erlebt - zum Tragen kommt hier aber manchmal das Grundrauschen der *gesamten* Übertragungskette.
In der Preisklasse um 500 EUR "neu" sind die ATs wirklich eine gute Empfehlung,
wobei diese Preisklasse sich generell schon deutlich vom Billig-China-Niveau absetzt,
egal ob da AKG, Rode, Shure oder AT draufsteht.
Beide Extreme stehen also auch nicht zur Diskussion.
Ich würde auch vorn vornherein Mikros wie das KM184 auschließen, wenn hier Erfahrungsgemäß von vornherein EQ von Nöten sein wird.
Die Neutralität die jedes (!) KM bietet ist in der Pop/Rock-Vocal-Produktion nicht wirklich ein Vorteil, wenn 90% der Sänger nicht von alleine "gut genug" klingen...
Gruß,
Christopher
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Antwort#8
Das stimmt schon. Nur wollte der Poster eben ein möglichst neutrales Mikrofon haben für Gesang. Ich selber benütze eher weniger Kleinmembraner für direkten Gesang. Zu der EQ-Bearbeitung möchte ich noch sagen, dass ich dutzende von Mikros miteinander im Test verglichen habe. Und erst bei der EQ-Bearbeitung waren die Unterschiede extrem. Und das U87 hat in diesem Test deutlich am besten abgeschnitten. Man konnte schrauben wie man wollte und es klang eigentlich immer gut. Ganz im Gegensatz zu anderen Kandidaten. Dein AT war nicht im Test dabei. Vielleicht ist es ja wirklich ein Geheimtipp.
Ich bin doch eher skeptisch geworden, was den "primären" Klang einer Mikros angeht.
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Antwort#9
Hallo Christopher,
dass fuer Deinen Geschmack Mikrophonvorverfaerbung durch Grossmembranmikrophone passt, ist ok.
Fuer meinen Geschmack - und damit stehe ich nicht alleine - ist einem guten neutralen Kleinmembran-Kondensatormikrophon IMMER der Vorzug zu geben - die Verzerrungen und Verfaerbungen holt man sich besser spaeter im Effektgeraet.
Deine pathologisch zu nennende Abneigung gegen Sennheiser und Neumann teile ich ebenfalls nicht. Der Unterschied zu Billigmikrophonen ist den Preisaufschlag allemal wert, wenn man an die Lebensdauer von Mikrophonen denkt.
Ich habe Mikrophone von Neumann, AKG, Schoeps, Sennheiser (MKH), Rode, AT und Beyerdynamic im Vorrat - darunter sind nur noch drei Grossmembranmikros - zwei brauchbare (C414B-ULS) und ein maessiges (NT1000) - hatte schon einige andere, war aber nie zufrieden damit - der Einsatzbereich ist eingeschaenkt.
Fuer Gesang nehme ich i. A. auch Kleinmembran-Kondensatormikros, meisst MKH40, MKH406 oder KM140 - fuer Skeptiker laeuft eine Grossmembrane als Plazebo mit.
Den Rest - wenn noetig - macht der Effekt-plugin.
Als Mikrophonvorverstaerker laufen meisst V676a/b/c...
Gruss
Micha
---
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Antwort#10
Irgendwie gelingt es doch immer wieder sich ins Kreuzfeuer mancher Kritik zu begeben, obwohl man ganz klare Statements abgibt. Weder bin ich ein Verfechter von GM-Mikros, noch ein "pathologischer" Sennheiser und Neumann-Hasser. Denn die machen ja ganz nette Sachen, nur eben sind die Preise für deren Mittelmaß dafür zu hoch... Das einzige mich überzeugende Mikro war das U89. Aber wenn ich GM will geh ich zu MG, wenn ich (noch mehr) KM will geh ich zu Schoeps oder MG. Lange Geschichte.
Nochmal zum Thema Kleinmembran: Ich benutze KMs in jeder Applikation, AUCH für Gesang. Aber zu Behaupten, GM in der nicht-klassischen Musik wären in irgendeiner Form falsch ist Vermessen. Und wenn hier Exemplarisch ausgerechnet das KM184 gennant wird zeugt das nicht gerade von tiefer Marktkenntniss.
Gruß,
Christopher
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Antwort#11
"Wie sind denn die BLUE MICROPHONES ? Könnte ich billig kriegen -- alle Modelle..."
Hallo,
ich habe ein Blue Kiwi, ist schon ein gutes Mikrofon... Am besten Testen.

Grüße
Martin
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Antwort#12
Hallo,
wie wäre es mit einem gebrauchten Schoeps?
Liegt in der Preisklasse und ist für meinen Geschmach kaum zu übertreffen.
Lieben Gruss
Thomas
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Antwort#13
Was für Effekt - Plugins nutzt Du denn um einen Großmembran - ähnlichen Sound zu erzeugen? Würde mich brennend interessieren, ich habe nämlich meine Großmembraner verkauft und besitze nur noch Kleinmembraner.
Erdie
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Antwort#14
Welche Gründe gibt es eigentlich, um seine Schoeps Mikrofone zu verkaufen? So etwas verkauft man nicht, selbst wenn die Geschäfte schlecht gehen.
Gebrauchte wären für mich erst dann akzeptabel, wenn sie vorher Karlsruhe-Durlach im Service waren.
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Antwort#15
... ebay Kaufpreis + Inspektion bei SCHOEPS (ca. 80 ?) wird so teuer, daß sich ein gebrauchtes SCHOEPS eigentlich gar nicht lohnt.
Es sei noch auf die von Rainer vor einiger Zeit angezettelte Diskussion um den Nextel-Lack verwiesen, der sich bei einem Alter von mehr als 15 Jahren auflösen soll. Bei manchen ebay-Auktionen sehen die verkauften SCHOEPS schon speckig aus ...
Dann lieber beim Hersteller direkt kaufen und den dort möglichen Vorkassenskonto ( 5 % ) einstreichen!
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Antwort#16
.. besitze nur noch Kleinmembraner.
Diese Handlung ist völlig richtig, wenn das Ziel ist, möglichst dicht am wirklichen akustischen Sound zu bleiben.
Hier im Forum hört man immer wieder von grotten-schlechten Sängern und anderen nicht wie gewünscht klingenden Musikgerätschaften und der starken Hoffnung, das unbedingt mit zufällig richtig-färbenden Großmembranmikrofonen doch noch irgendwie etwas besser hinzukriegen.
Das ist wie beim Lotto. Vielleicht klappt's.
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Antwort#17
Moin...
"Diese Handlung ist völlig richtig, wenn das Ziel ist, möglichst dicht am wirklichen akustischen Sound zu bleiben."
Ach je, immer die gleiche Sichtweise, die nichtmal bis zum eigenen Tellerrand geht, geschweige denn darüber hinaus.
Definiere doch bitte mal "wirklicher Sound". Wo hört man den und wie ist der so? Für alles im weitesten Sinne "klassische" ist das relativ klar definiert und da ist natürlich die entfernte Aufnahme mit einem möglichst neutralen Mikro das A und O.
Für "direkte" Aufnahme (ggf. inklusive der kreativen Nutzung des NB-Effekts) möge mir bitte erstmal jemand den "Soll-Sound" definieren, bevor hier immer wieder kategorisch (und vermutlich von Leuten, die in ihrem Leben noch keine Pop/Rock-Aufnahme gemacht haben) und gebetsmühlenartig das hochheilige KM als einzig "richtig" gepriesen wird.
Andererseits ist natürlich der "Glaube", allein ein möglichst großes Mikrofon werde es schon richten, genauso falsch.
Aber es muss doch möglich sein, mal sachlich darüber zu diskutieren, ob in diesem oder jenen Anwendungsfall dieses GM, jenes KM oder vielleicht sogar ein "Dynamiker" das passende sein kann, ohne dass das jedesmal in Glaubenskriege ausartet.
"Hier im Forum hört man immer wieder von grotten-schlechten Sängern und anderen nicht wie gewünscht klingenden Musikgerätschaften und der starken Hoffnung, das unbedingt mit zufällig richtig-färbenden Großmembranmikrofonen doch noch irgendwie etwas besser hinzukriegen."
Genau das meine ich: Wer ein GM einsetzt, der tut das nicht zwingend, um zu kaschieren oder um sich "ratend" an den richtigen Sound zu begeben. Zumal "zufällig" nun das völlig falsche Wort ist. Ja, GMs färben nunmal - aber nun weiß Gott nicht zufällig, sondern in einer sehr gut bekannten Weise und durchaus gewollt.
Der Knackpunkt, den hier immer noch viele aus der "Klassikfraktion" entweder nicht begriffen haben oder es nicht wahrhaben wollen, ist der: Für einen "nicht-klassischen" Sänger ist oft das Mikrofon Teil des Instruments und nicht "nur" Aufnahmegerät. Es wird benutzt, um bestimmte Effekte zu erzielen - und zwar in Interaktion mit dem Sänger. Das gilt live sowieso, aber auch sehr oft in einer Studiosituation. Gute Sänger "arbeiten" mit dem Mikrofon, entfernen sich, ändern den Winkel usw. und erzeugen so für verschiedene Phrasen INNERHALB eines Songs verschiedene Färbungen, für die man bei der Nachbearbeitung am Pult ungelich länger brauchen würde, müsste man die dadurch entstehenden Änderungen z.B. des Frequenzgangs und der Dynamik von Hand erledigen. Und gerade weil das so ist, gilt in der Rock- und Popmusik ein ganz anderes Credo als für die (vermeintlich) "naturgetreue" Darstellung von Schallquellen etwa in der Klassik: Das Mikrofon muss zum Sänger passen. Genauso, wie einem Gitarristen sein Instrument passen muss (der eine bevorzugt die Strat, der andere ist Paula-Fan). Wichtig ist, was "hinten rauskommt".
Und da ist es nunmal so, dass mit einem GM sehr viele Sänger, die live ein dynamisches Handmikro gewohnt sind, schneller klarkommen als mit einem 2m entfernten KM. Was nicht bedeutet, dass nicht das KM auch mal die bessere Wahl sein kann. Oder das mitgebrachte Bühnenmikro. Insofern ist ein GM im (Pop-)Studio ein sehr universell einsetzbares Gerät - wenn auch nicht immer das Optimum (das ist aber gerade hier das KM auch beileibe nicht!).
Und BTW habe ich noch niemals gehört, dass sich jemand beschwert hätte, die Stradivari, Telecaster usw. würde ja "färben" (OMG, das tun sie, und zwar wie verrückt! Der "natürliche" Ton einer Geige ist das Kratzen des Bogens auf der Saite).
Jens
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Antwort#18
Hallo,
woher soll ich wissen, warum man ein Schoeps verkauft? ;-))
Auf E-Bay findet man diese tatsächlich kaum, aber es gibt ja auch noch andere einschlägige Seiten.
Ich habe mein Pärchen damals erstaunlicherweise in den Gebrauchtmarktanzeigen vom grossen T gefunden, für damals noch 1900 DM für 2 CMC5 mit Mk4.
Bei dem Preis wäre auch noch Service "möglich" gewesen, aber die Miks waren bei Studioauflösung nachweislich 1Jahr alt und hatten keinerlei Blessuren, und auch die Aufnahmen haben gezeigt dass ein Service nicht nötig war....
Sicher ist das eher ein Glücksgriff, aber man weiss ja nie.... die Frage war eben:
"...Am besten neutraler sound..... Was ist denn so das beste für die Kohle ..."
:-)
Gruss
Thomas
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Antwort#19
Der "natürliche" Ton einer Geige ist das Kratzen des Bogens auf der Saite
Ich darf dich korrigieren: Er nähert sich einer Dreiecksschwingung.
Ansonsten achte und teile ich (als Klassiker!) Deine Auffassung, daß das Mikrofon Teil des Instrumentes "Gesang" sein kann (aber bei mir meist nicht sein darf - Ausnahmen bestätigen die Regel, wie z.B. Cathy Berbarians Stripsody. Hier würde ich das Mikrofon als Mittel zum Zweck akzeptieren).
Damit sollte sich aber auch die U-Fraktion darüber im Klaren sein, daß Betrachtungsweise "Mikrofon als Teil des Instrumentes" konträr zur Forderung nach einem "neutralen Tonabnehmer" steht. Hier kann ich mir ein Schmunzeln nicht verkneifen ...
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Antwort#20
Korrktur:
Er nähert sich einer Dreiecksschwingung
Eher Sägezahn: Der Bogen zieht die Saite, bis die Rückstellkräfte so groß werden, daß die Haftreibung zwischen Bogen und Saite überwunden wird und die Saite in ihre Ausgangslage zurückschnellt.
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