Hallo, ich habe eine Frage zu 1:1 Trenntrafos: Wann sind sie sinnvoll und wann nicht? Macht es z.B. Sinn ein Mischpult an einen Trenntrafo anzuschlie�en, wenn die am Mischpult angeschlossenen Geräte weiterhin normal mit dem Stromnetz verbunden sind? Oder wäre das vielleicht sogar in Sicherheitsrisiko? Ich möchte in manchen Situationen gerne mal mit einem Trenntrafo experimentieren, um bestimmte Störgeräusche zu minimieren. Evtl. auch als Nothelfer für mobiles Recording. Da ich mich aber zugegebener Ma�en nicht so gut mit solchen Geräten auskenne, würde ich gerne wissen, ob es unter bestimmten Bedingungen auch gefählich sein kann (sowohl für mich, als auch für meine Geräte) einen Trenntrafo zu benutzen. Gru�, Lars
Fragen: Ob es sinnvoll ist, ein Mischpult an einen Trenntrafo anzuschließen, wenn die am Mischpult angeschlossenen Geräte weiterhin normal mit dem Stromnetz verbunden sind? Oder wäre das vielleicht sogar in Sicherheitsrisiko? Bekannt ist von großen Studios, dass bestimmte Räume vollständig an Trenntrafos angeschlossen sind. Alle Audiogeräte in dem Raum gehen dann über diesen Trenntrafo. Beide heißen Netzanschluss-Phasen sind dann erdfrei. So ein Trenntrafo hat etwa 500 Watt. An den Steckdosen steht die Warnung: Keine hochwattigen Filmstrahler anschließen. Den Sinn kann ich hier einsehen. Aber das Mischpult alleine an einen Trenntrafo zu hängen und den Rest der Geräte nicht - halte ich nicht für einen Vorteil. Es ist aber in keinem Falle irgend ein "Sicherheitsrisiko". Vielleicht gibt es ja noch andere Gesichtspunkte.
Die Idee ist zunächst naheliegend. Aber es bringt nicht viel. Wenn ich davon ausgehe, daß z.B. ein Ü-Wagen einen einzigen großen Trenntrafo hat an dessen Sekundärseite die gesamte Anlage hängt bringt es meines Erachtens mehr, wenn das ganze Studio an einem einzigen Trenntrafo hängt (der dann natürlich entsprechende Leistung aufbringen kann) und vor diesem aufwendige Netzfilter hängen und in den Einzelgeräten vor den Netztrafos nochmals separate HF-Filter. Dann hat man auch keine Probleme mehr mit Knackern.
Hallo. Erstmal vielen Danke für die infomative Antwort! Das hat mir schonmal sehr geholfen!. Jetzt würde mich interessieren wie es denn die Kollegen hier im Forum machen. Wie handhabt Ihr die Stromversorgung eures Studios? Also ich nutze zur Zeit nur einen einfachen Überspannungsschutz (einfacher Steckdosenaufsatz aus dem Baumarkt) und eine USV als Spannungskonstanthalter ( für 80 Euro von Ebay erstanden). Dran hängt mein gesamter Regieraum. Ist nicht gerade eine Profi- Lösung, aber es funktioniert, ist günstig und ist immerhin besser als nichts. Wie handhabt Ihr das? Gruß, Lars P.s.: Welche Netzfilter sind denn zu empfehlen und wo bekommt man sie?
Wenn Du Dich für eine professionelle Lösung für Netzfilterung interessierst, hier ein möglicherweise interessanter Link. Wir haben in unserer Firma sämtliche Audio-Messtechnik an so einem Netzleitungsfilter der Firma MPE hängen, der für 10A ausgelegt ist. Vielleicht sind solche Filter für den Privat- /Studiogebrauch in Konstruktion und Aufbau etwas 'oversized', aber sicher haben die auch anderes von der Stange... Auf der Website ist auch ein Vertrieb in Deutschland genannt, der vielleicht weitere Fragen beantworten kann. Vielleicht kannst Du ja zunächst einmal analysieren, mit welcher Art Störungen Du zu kämpfen hast und wo die Ursachen hierfür liegen?
Die professionelle Lösung für Netzfilterung schließt keine Transformator-Entkopplung ein. Damit gibt es keine galvanische Trennung von Hauptnetz. Für größere Tonstudios ist die galvanische Trennung vom Hauptnetz durch Trenn-Transformatoren schon etwas Grundsätzliches. Damit kommen die von E-Werk gesendeten "Spikes" nicht durch, also die Spannungsspitzen zum Stellen ihrer Unterverteiler. Die Trafos sind dann in ihrer Hysterese-Sättigung. Das bringen "Netzfilter" eben nicht.
Zu den Netzfiltern wird auch die "Unterbrechungsfreie StomVersorgung gezählt, genannt USV. Nur ein Tipp: USVs sind hochfrequente Dreckschleudern und die Hersteller betreiben einen Heidenaufwand an Netzfilterung, um diese Teile überhaupt am Netz betreiben zu können. Als Netzfilterersatz sind sie daher denkbar ungeeignet, eventuell hat man damit sogar mehr Störungen als ohne.