Hallo, ich will mir nun in nächster Zeit tasächlich einen größeren Trenntrafo anschaffen. Habe bei Conrad einen recht günstigen mit 1500VA gefunden (siehe Bild und Link). Taugt der was oder muss man doch mehr investieren? Kennt jemand weitere Bezugsquellen? Gruß, Lars
ob der Trafo etwas taugt, kann man so ohne weiteres nicht sagen. Was soll an dem Trafo denn nichts taugen? Meines Wissens haben heut alle Trafohersteller das selbe Computerprogramm für die Berechnung. Somit kannst Du also sicher gehen, daß ein Trafo mit 1500 VA und 1:1 ein und den selben Kern, die selben Windungszahlen und Drahtquerschnitte hat - egal bei welchem Hersteller er gebaut wurde. Und was die VDE-Vorschriften betrifft: Auch hier gibt es klare Festlegungen die eingehalten werden müssen. Ich selbst lasse mir meine Trafo grundsätzlich kundenspezifisch anfertigen. Habe im Umkreis von 15 km um meinen Wohnort 3 Trafohersteller, die alle kundenspezifisch fertigen und auch Einzelstücke. Der eine ist meine ehemalige Lehrfirma, der andere ist ein sich selbstständig gemachter Kollege aus meiner Lehrfirma und der 3. ist der Schwager des Chefs meiner Lehrfirma der sich dort rausgezogen und sich als Kunkurrent selbständig gemacht hat... So läuft das manchmal... Und Tonfrequenzübertrager lasse ich mir ebenfalls kundenspezifisch bauen - bei Haufe oder bei Pikatron. Grüße Rainer
Dieser-UNIVERSAL-TRENNTRAFO "IT-1500" von VoltCraft hat nicht 1500 Watt, wie die Zahl 1500 suggeriert, denn der Trafo ist mit 5 Ampere abgesichert, wie man am Bild lesen kann. P = U x I = 230 x 5 = 1150 Watt. Das nur als kleine Anmerkung.
Soweit ich das weis, muss man bei der Umrechnung von VA auf Watt den Blindleistungsfaktor (cos phi) mit einberechnen, zumindet wenn man von nicht-ohmsche Lastens ausgeht. Also VA * cos phi = Watt (wobei cos phi ca 0,6 - 1,0 ist) Also bei diesem Trafo gehe ich von ca. 1000 Watt Leistung aus. Stimmt das so? Gruß, Lars
Moin, habe aus ner grossen Studioauflösung mehrerer grosse Trenntrafos auf Halde. Alle mit einer Leistung von 3000W. Sind allerdings ohne Gehäuse, da diese im Schaltraum auf Spezialregale gebaut waren. Haben zwar auch schon was auf dem Buckel (3-14 Jahre ) aber was soll an Kupfer vergehen, wa? Also, wenn Interesse besteht dann mail mir einfach. Gruss chris
@Lars. Lars schrieb: "Soweit ich das weis, muss man bei der Umrechnung von VA auf Watt den Blindleistungsfaktor (cos phi) mit einberechnen, zumindet wenn man von nicht-ohmsche Lastens ausgeht. Also VA * cos phi = Watt (wobei cos phi ca 0,6 - 1,0 ist)" VA ist ja nichts anderes als die Scheinleistung (S = VA (Voltampere) [W]), Vermutlich meinst Du nicht die Blindleistung (Q = S * sin phi), sondern die Wirkleistung (P = S * cos phi). Egal ob Blind oder Wirkleistung, die hängt vom Phasenverschiebungswinkel (phi) ab. Wenn der Phasenverschiebungswinkel sehr ungünstig liegt, wird aus einem Verbraucher ein Erzeuger, und im Sonderfall wird (cos varphi = 0). Aber woher den Phasenverschiebungswinkel nehmen und nicht stehlen? Gegebenenfalls ist das aus dem Leistungsfaktor (lambda) und der Wirkleistung möglich. So betrachtet sind mehr Zustände möglich als zwischen (0,6 und 1). Eigentlich interessieren sich die Energieversorgungsunternehmen nicht um diese Phasenverschiebungswinkel, weil die sich bei Privathaushalten gegenseitig ausgleichen. Bei Industriebetrieben, die ihre Energieversorgung aus Mittelspannungsnetzen herausholen (Meist mit eigenem Transformator) ist das sehr wohl von Bedeutung. (Daraus berechnet sich der Tarif, wie auch noch durch andere Faktoren wie z.B. Spitzenlasten). Ob jetzt Tontechnikstudios derartige Energiemengen wie Industriebetriebe verbrauchen vermag ich nicht (mangels Besichtigung eines entsprechenden Tonstudios) zu sagen, vermutlich eher nicht. Lars schrieb: "Also bei diesem Trafo gehe ich von ca. 1000 Watt Leistung aus. Stimmt das so?" Also ich würde von einer angegebenen Scheinleistung von 1500 Watt (S = VA) ausgehen. Ich hoffe ich habe Deine Frage richtig verstanden und eine befriedigende Antwort gegeben.
""Eigentlich interessieren sich die Energieversorgungsunternehmen nicht um diese Phasenverschiebungswinkel, weil die sich bei Privathaushalten gegenseitig ausgleichen. "" Wie bitte? Wie soll denn das gehen? In der Regel sind die Verbraucher in Privathaushalten ohmisch-induktiv (Waschmaschinen, Küchenmixer, Spülmaschinen, Fernseher, Radios, Microwellengeräte u.v.a.). Wie sollen die sich denn gegenseitig ausgleichen? Ausgleichen kann man Verbraucher mit induktiver Komponente nur kapazitiv.
@Rainer. Rainer schrieb: "Rebecca schrieb: "Eigentlich interessieren sich die Energieversorgungsunternehmen nicht um diese Phasenverschiebungswinkel, weil die sich bei Privathaushalten gegenseitig ausgleichen. " Wie bitte? Wie soll denn das gehen? In der Regel sind die Verbraucher in Privathaushalten ohmisch-induktiv (Waschmaschinen, Küchenmixer, Spülmaschinen, Fernseher, Radios, Microwellengeräte u.v.a.). Wie sollen die sich denn gegenseitig ausgleichen? Ausgleichen kann man Verbraucher mit induktiver Komponente nur kapazitiv." Ich gebe nur das wieder, was ich im Studium von meinem Elektrotechnikprof. und unabhängig davon von einem ehemaligem Vorsitzenden eines Energieversorgungsunternehmen und dessen Ingenieuren gelernt habe. Und nach deren Aussagen haben sie mit den Privathaushalten keine Probleme. Nach Aussage meines Elektrotechnikprofessors soll es in Privathaushalten nicht nur induktive Blindwiderstände geben sondern auch kapazitive. Man möge es mir nachsehen, das ich mangels eigenem Energieversorgungsunternehmen, keine eigenen praktische Erfahrungswerte wiedergeben kann. Somit muß ich mich auf die Aussagen dieser Spezialisten verlassen. Erwähnte ich schon, das Maschbauer E-Technik hassen? Auf jedem Fall wurde dieses Thema nur am Rande einer Elektrotechnikvorlesung für Maschinenbauer erwähnt und ich habe im späteren Studiumverlauf während Energietechnikvorlesungen und diversen Kraftwerksbesuchen wiederholt dieses Thema angesprochen, weil ich auch mehr über dieses Thema wissen wollte. Liebe Grüße, Machiko
"Und nach deren Aussagen haben sie mit den Privathaushalten keine Probleme." ich befürchte, dass sehen einige Bewohner von Westdeutschland nach den "großartigen Leistungen" nach einem gar nicht außergewöhlichen Winter etwas anders. Kann ja sein, dass die EVN taub, blind und stumm sind, aber das ist dann der Segen der Einfalt. Grüße, Tonmaus
"Ist es eigentlich üblich, dass Trenntrafos, so wie auf der Abbildung, Steckdosen mit Schutzleiter haben? " Ich sehe da keine Schutzleiter, nur die Aussparungen im Kunststoff"topf", wo normalerweise Schutzkontakte sitzen... Wenn man sich auf der Herstellerseite mal das etwas größere Bild ansieht, wird das deutlicher. Jens
Nicht haben dürfen? In den Niederlanden sind die Steckdosen-ohne-Schutzleiter standart in Wohn/Schlafzimmern. Nur in Küchen und ähnliche feuchte Räume gibt es geerdete Steckdosen. Schlimm mit solche unterschiedliche Vorschriften. Im einen Ort MUSS ein metallisches Küchenbrett geerdet sein, im nächsten Ort, 15 km weiter ist es VERBOTEN zu erden :-) Jaja.... dumm dumm..... MfG, Evert
@Tonmaus. (Auch auf die Gefahr hin, das Rainer die OT Diskussion killt ... Tonmaus schrieb: "Machiko schrieb: "Und nach deren Aussagen haben sie mit den Privathaushalten keine Probleme." ich befürchte, dass sehen einige Bewohner von Westdeutschland nach den "großartigen Leistungen" nach einem gar nicht außergewöhlichen Winter etwas anders." Ich stimme Dir vorbehaltlos zu. Ich war auch über die desolaten Überlandleitungen geschockt. Ich hatte mich mit besagtem Dozenten (Leiter des Örtlichen Energieversorgungsunternehmen) öfters in der Wolle. Der Grund waren u.a. die völlig überhöhten Flüssiggaspreise ... ... aber mit fremden Geld kann man ja auch Wohltäter spielen (Schwimbäder und ÖPNV sponsoren). Ähnliches vorgehen der "Billyboy Stiftungen". Tonmaus schrieb: "Kann ja sein, dass die EVN taub, blind und stumm sind, aber das ist dann der Segen der Einfalt." Ich halte Energieversorgungsunternehmen ähnlich Vertrauenswürdig wie Banken, Krankenversicherungen und Versicherungen im allgemeinen, die Mafia usw. usf. ... Liebe Grüße, Machiko
Wo hast Du studiert, bzw. wer hat solchen Unsinn verbreitet? Als ich studierte - ok, das liegt zwei Jahrzehnte zurueck - wurde schon im ET-Grundstudium auf das Problem der Blindlasten aus Haushalten hingewiesen, und entsprechende Kompensationsmethoden vorgestellt, die auch von allen vernuenftigen EVUs eingesetzt wurden - Kondensatorbatterien (z. B. EVS, UWAG, HEAG, BEWAG), Synchronmaschinen im Phasenschieberbetrieb (z. B. EVS, RWE, Badenwerk, Schluchsewerke), Umrichter im Phasenschieberbetrieb (z. B. UWAG)... Nur in Laendern mit sehr langen Leitungsnetzen (z. B. CA, CO, RU, US, CN) kann man die Kapazitaet der Hochspannungsleitungen teilweise zur Kompensation der induktiven Blindlasten nutzen. Manchmal muss man zusaetzliche induktive Blindlasten generieren - dazu gibt es Resonanzdrosseln.. Gruss Micha ---