Welches Stereoset würdet ihr bevorzugen?

Erstellt 17 Antworten18 Beiträge
Startbeitrag#1
Ich stehe vor der Wahl zwischen dem Beyerdynamic MC 530 u. dem MC 930 Stereoset.
Ich will diese Mikros für Recording verwenden.
Technische Daten vom 930er:
Wandlerprinzip Kondensator
Arbeitsprinzip Druckgradientenempfänger
Richtcharakteristik Niere
Feldleerlaufübertragungsfaktor bei 1 kHz (0dB = 1V/Pa) 30 mV/Pa
Nennimpedanz 180 Ω
Nennabschlußimpedanz 1000 Ω
Anschlussstecker 3-pol. XLR
Gewicht ohne Kabel 115 g
Übertragungsbereich 40 - 20.000 Hz
Max. Grenzschalldruckpegel bei 1 kHz 125 dB (mit Vordämpfung 140 dB)
Geräuschspannungsabstand bezogen auf 1 Pa 71 dB
A-bewerter Aquivalentschalldruckpegel 16 dB
Spannungsversorgung 11 - 52 V Phantomspeisung
Stromaufnahme 4,6 mA
Abmessungen Länge: 128 mm / Durchmesser: 21 mm

Technische Daten vom 530er:
Wandlerprinzip Kondensator (Back-Elektret)
Arbeitsprinzip Druckgradientenempfänger
Richtcharakteristik Niere
Feldleerlaufübertragungsfaktor bei 1 kHz (0dB = 1V/Pa) 5 mV/Pa = -46 dBV
Nennimpedanz 200 Ω
Nennabschlußimpedanz > 1 kΩ
Anschlussstecker 3-pol. XLR, male
Gewicht ohne Kabel 36 g
Übertragungsbereich 30 - 20.000 Hz
Max. Grenzschalldruckpegel bei 1 kHz 136 dB (bei 48 V Phantomspeisung) / 126 dB (bei 12 V Phantomspeisung)
Geräuschspannungsabstand bezogen auf 1 Pa 64 dB
A-bewerter Aquivalentschalldruckpegel 22 dB
Spannungsversorgung 12 - 48 V Phantomspeisung
Stromaufnahme < 6 mA

Besitzt jemand vom euch eines der beiden Sets und hat Erfahrung damit?
Welches Mikrofon würdet ihr bevorzugen zum recorden?
So unterschiedlich sind sie ja nicht aber der Preisunterschied ist enorm.
Mfg
VM


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Antwort#2
Nicht guter Vergleich. Die 530er sind Kleinmembranmikrofone und die 930er sind Großmembranmikrofone.
Das sollte man schon beachten, wenn man z. B. eine ORTF-Mikrofonanordnung anwenden will.
Natürlich sorgt der Vertrieb für Werbung um die großen Dinger auch für ORTF.
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Antwort#3
Die MC-930 sind auch Kleinmembranmikrofone. Ich würde sie auf jeden Fall gegenüber den MC-530 bevorzugen, obwohl ich beide nicht kenne. ;-) Der Preisunterschied hat sicher Gründe - z. B. das geringere Eigenrauschen und der höhere Ausgangspegel (vorteilhaft bei "suboptimalen" Vorverstärkern) der 930er.
Grüße,
Andi
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Antwort#4
Hab was Wichtiges vergessen: es kommt natürlich darauf an, WAS du mit den Mikrofonen aufnehmen willst und welche Ansprüche du stellst. Also erzähl mal was darüber, dann bekommst du hier vielleicht auch hilfreiche Antworten.
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Antwort#5
Um ehrlich zu sein: Ich wuerde von den beiden eigentlich gar nichts nehmen.
Gruss,
Mathematiker
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Antwort#6
Wer auch nur ambitioniert Aufnahmen machen möchte, sollte lieber das MC930 nehmen. Schon allein 6 dB mehr Geräuschspannungsabstand sind ein Detail, das den Mehrpreis rechtfertigt.
Das Funktionsschaltbild des MC 530 läßt auf eine ziemlich primitive Schaltung schließen. Sicherlich handelt es sich bei diesem Mikrofon um ein "Billigmodell" für den Einsteiger. Andererseits: Selbst dieses Mikrofon habe ich schon in anderen Studios als Overhead-Mikrofon für Schlagzeug gesehen.
Ich kenne keins der beiden Mikrofone, weiß aber in dieser Preisklasse keine Alternative zu benennen ...
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Antwort#7
Aus welchem Grund Mathematiker, was schlägst du mir sonst vor? Bitte nicht die Neumann und Brauner Preisklasse...
Mfg
VM


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Antwort#8
Will die Melodie Instrumente einer Oberkrainerbesetzung im Stereoverfahren aufnehmen (Trompete, Klarinette). Bin mir selbst noch nicht schlüssig ob ich das XY oder das ORTF verfahren anwende.
Hab bis jetzt zwei T.Bone SCT800er (bitte kein Kommentar dazu, ich weiß...) und will jetzt auf was "professionelleres" umsteigen.
Mfg
VM


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Antwort#9
Mit einem Stereomikrofonsystem die Oberkrainer-Melodie-Instrumente ganz natürlich aufzunehmen, wird niemals gehen, weil der Naturklang beider Instrumente auch nicht ansatzweise so ist, wie es in der Oberkrainermischung zu klingen hat.
In der Mischung hat die Klarinette leicht führend eine Art "Trompetenton" zu haben und die Trompete darf nicht so scharf und vordergründig klingen. Diese "Kunstmischung" ist nur mit zwei Einzelmikrofonen und einer akustischen Trennung zwischen den Instrumenten zu erreichen.
Ein Freund von Vilko und Slavko Avsenik.
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Antwort#10
Servus Jo mai mit dir würd ich mich gern mal unterhalten, hast du evtl skype msn yahoo icq oder einfach nur e-mail?
Mfg
VM


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Antwort#11
Hab bis jetzt zwei T.Bone SCT800er (bitte kein Kommentar dazu, ich weiß...)
und will jetzt auf was "professionelleres" umsteigen.
Und da ziehst Du MC530 in Erwägung? - Schmunzel ...
Bei der Beschreibung von MC530 und MC930 bin ich über ein kleines Detail gestolpert:
Es ist zwar ein Feature, wenn ein Kondensatormikrofon an Phantomspannungen von 12 ... 48 V betrieben werden kann, insbesondere, wenn es an alle möglichen Vorverstärkern und Mischpulten angeschlossenen werden können soll. Es gibt einige (preiswerte) Geräte, deren Phantomspeisung nur 24 V zur Verfügung stellt.
Bei einer "Back Electret"-Kapsel (wie im MC530) ist eine niedrige Versorgungsspannung kein Problem: Es wird keine Polarisationsspannung für die Kapsel benötigt, für den Impendanzwandler reicht eine niedrige Betriebsspannung.
Allerdings (und dies kann man verallgemeinern):
Eine niedrigere Phantomspeisespannung verringert die maximale Aussteuerbarkeit des Mikrofons!
Die meisten "echten" Kondensatormikrofone laufen ausschließlich mit 48 V. Daß das MC930 als preiswertes (!!!) Kondensatormikrofon eine Ausnahme machen soll, läßt mich stutzen: Sollte hier für wenig Geld noch ein Spannungswandler drin sein, der unabhängig von der anliegenden Phantomspannung die (üblicherweise) 60 V Polarisationsspannung liefert?
Oder handelt es sich hierbei doch um ein Back Electret? Manche Hersteller sind etwas großzügiger bei den Produktbeschreibungen, was ich mir bei beyerdynamic wiederum nicht vorstellen kann ...
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Antwort#12
Danke Juppy für deine schnelle Antwort aber, könntest es mir noch einfacher erklären, bin kein Vollprofi in dem Gebiet.


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Antwort#13
Hallo VM!
Vor lauter Selbstverständlichkeiten sehe ich Deine Probleme nicht ...
Also konkretisiere Deine Fragen!
Ich habe mich zwischenzeitlich auf der Seite von beyerdynamic umgeschaut. Meine Bedenken, das MC930 könnte ein "back electret"-Mikrofon sein, wurden dabei zerstreut: Denn viele Kondensatormikrofone dieses Herstellers arbeiten mit Versorgungsspannungen zwischen 12 - 48 V, und bei einigen Mikrofonen findet man explizit den Zusatz auf Elektret-Kapseln.
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Antwort#14
" Da das MC930 als preiswertes (!!!) Kondensatormikrofon eine Ausnahme machen soll, lässt mich stutzen: Sollte hier für wenig Geld noch ein Spannungswandler drin sein, der unabhängig von der anliegenden Phantomspannung die (üblicherweise) 60 V Polarisationsspannung liefert? "
Das mein ich könntest verdeutlichen für mich.
Also so wie ich das mitbekommen hab ist das 930er für Recording besser geeignet oder?
Mfg
VM


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Antwort#15
In der Region vom 930er tendiere ich eher zum Sennheiser K6-System.
AT3031 ist auch ganz OK.
Das 530 waere mir zu unflexibel.
Gruss,
Mathemaitker
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Antwort#16
Juppy, ad "Grosszuegige Beschreibung": Guck' Dir doch mal das "Richtdiagramm" und den "Soll-Frequenzverlauf" an...:-)
Gruss,
Mathematiker
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Antwort#17
Also so wie ich das mitbekommen hab ist das 930er für Recording besser geeignet oder?
Als das 530? Ja. Aber fuer Deine Zwecke?
Ich verstand Deine Anfrage so, dass Du ein Stereo-Paerchen suchst. Du willst aber zwei Einzelinstrumente in Oberkrainer-Besetzung aufnehmen. Das wird so eher nichts... Beovr Du das tust und Geld investierst: Guck Dir mal das Abstrahlungsverhalten von Trp. und Kl. an!
Dazu findest Du infos auf den Seiten von www.sengpielaudio.com; auch die Artikel auf Uwes Ladwigs Seite sind informativ. Du wirst mit _einem_ Stereopaerchen zu unflexibel sein.
Gruss,
Mathematiker
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Antwort#18
... sehr nah am (theoretischen) Ideal oder sogar übertreffend ...
tendiere ich eher zum Sennheiser K6-System
Aber nur, wenn es eine wesentliche Steigerung zum Vorläufer dieses Systems gibt. Ich hatte das K3 - System (oder hieß es anders?) nur kurze Zeit und war froh, als ich es ohne Verlust abstoßen konnte.
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