Den folgenden Beitrag habe ich auch in das RDW-Forum gestellt.
Wäre mal interessant Eure Meinung zu diesem Trend zu lesen.
Wenn auf den örtlichen el. Energieversorgungsnetzen HF-Störungen zu messen sind, wundert einen das heutzutage nicht mehr. Dank der Miniaturisierung werden die Netzteile heutiger E-Geräte immer kleiner. Schaltnetzteile sind heute "in", weil sie schön klein und leistungsfähig sind. Aber... keiner ist sich recht bewusst darüber, was die Dinger für ein hochfrequentes Störspektrum ins Netz zurückschicken.
Aber nicht nur diese sind die ausschließlichen Störquellen, sondern es geht viel "früher" und einfacher los:
Betrachtet man mal Netztrafos der früheren Jahre (erinnere mich noch an meine Lehrzeit in den 60-er Jahren in einer Transformatorenfabrik) wurden diese auf der Primärwicklung so ausgelegt, dass eine magnetische Induktion von 12000 Gauß ? entsprechend heutiger Maßeinheiten 1,2 Tesla.
Betrachtet man die heutigen Trafos, werden diese auf bis zu 1,9 T primär induziert! Das hat natürlich zur Folge, dass die Magnetisierungsströme bei weitem nicht mehr sinusförmig sind, sondern erhebliche Oberwellenanteile enthalten aufgrund der Nichtlinearität der Magnetisierungskennlinie (Hysteresis-Schleife). Und nicht zuletzt erwärmt sich der Trafo ungleich stärker und die Verluste werden größer.
Ich frage mich, muß das denn sein?
Ein weiterer seuchenhafter Unfug ? der insbesondere in der sog. "Hifi- und High-End-Szene" zu beobachten ist:
Es gibt da so einige Gurus, die meinen sie müssten Ihren Hifi-Verstärker noch dahingehend verbessern, indem sie die Siebkondensatoren im Netzteil derart vergrößern, dass Kapazitäten von mehreren 10000 µF keine Seltenheit sind.
Was aber diese Freaks vergessen oder nicht wissen: Je größer der Sieb-Elko hinter dem Gleichrichter ist, desto kleiner werden die Stromflusswinkel bei der Ladung des Kondensators. Und je kleiner die Stromflusswinkel werden, desto größer und breitbandiger wird der erzeugte Oberwellenanteil den das betreffende Gerät wieder ins Netz zurück schickt.
Den Platz den man durch verkleinerte Netzteile und Trafos einsparen will verplempert man dann wieder durch aufwendige HF-Filter vor den Netzteilen.
Würde hier ein ganz klein wenig mehr Gehirnschmalz bei der Schaltungsentwicklung investiert, könnte bereits ein Teil der HF-Störungen im Netz vermieden werden.
MfG
Rainer
Wäre mal interessant Eure Meinung zu diesem Trend zu lesen.
Wenn auf den örtlichen el. Energieversorgungsnetzen HF-Störungen zu messen sind, wundert einen das heutzutage nicht mehr. Dank der Miniaturisierung werden die Netzteile heutiger E-Geräte immer kleiner. Schaltnetzteile sind heute "in", weil sie schön klein und leistungsfähig sind. Aber... keiner ist sich recht bewusst darüber, was die Dinger für ein hochfrequentes Störspektrum ins Netz zurückschicken.
Aber nicht nur diese sind die ausschließlichen Störquellen, sondern es geht viel "früher" und einfacher los:
Betrachtet man mal Netztrafos der früheren Jahre (erinnere mich noch an meine Lehrzeit in den 60-er Jahren in einer Transformatorenfabrik) wurden diese auf der Primärwicklung so ausgelegt, dass eine magnetische Induktion von 12000 Gauß ? entsprechend heutiger Maßeinheiten 1,2 Tesla.
Betrachtet man die heutigen Trafos, werden diese auf bis zu 1,9 T primär induziert! Das hat natürlich zur Folge, dass die Magnetisierungsströme bei weitem nicht mehr sinusförmig sind, sondern erhebliche Oberwellenanteile enthalten aufgrund der Nichtlinearität der Magnetisierungskennlinie (Hysteresis-Schleife). Und nicht zuletzt erwärmt sich der Trafo ungleich stärker und die Verluste werden größer.
Ich frage mich, muß das denn sein?
Ein weiterer seuchenhafter Unfug ? der insbesondere in der sog. "Hifi- und High-End-Szene" zu beobachten ist:
Es gibt da so einige Gurus, die meinen sie müssten Ihren Hifi-Verstärker noch dahingehend verbessern, indem sie die Siebkondensatoren im Netzteil derart vergrößern, dass Kapazitäten von mehreren 10000 µF keine Seltenheit sind.
Was aber diese Freaks vergessen oder nicht wissen: Je größer der Sieb-Elko hinter dem Gleichrichter ist, desto kleiner werden die Stromflusswinkel bei der Ladung des Kondensators. Und je kleiner die Stromflusswinkel werden, desto größer und breitbandiger wird der erzeugte Oberwellenanteil den das betreffende Gerät wieder ins Netz zurück schickt.
Den Platz den man durch verkleinerte Netzteile und Trafos einsparen will verplempert man dann wieder durch aufwendige HF-Filter vor den Netzteilen.
Würde hier ein ganz klein wenig mehr Gehirnschmalz bei der Schaltungsentwicklung investiert, könnte bereits ein Teil der HF-Störungen im Netz vermieden werden.
MfG
Rainer
