Auf dem Flohmarkt habe ich solch eine (eklige) Mikrofonkapsel aus einem alten Telefon erstanden. Kann mir jemand sagen, warum beim Anschließen an meine Computer-Soundkarte da nichts mit aufzunehmen geht?
Telefon-Mikrofonkapsel als Mikrofon
Vielleicht kaputt? Teste doch mal mit einem Durchgangsprüfer oder Ohmmeter, ob die Spule noch intakt ist.
Wenn das eine Kohle-Mikrofon ist, muß durch die Kapsel ein Strom fließen der dann gemäßt ohmschen Gesetz aufgrund der Widerstandsschwankungen der Kapsel moduliert wird. Die Kapsel liefert von sich aus keine Spannung, so daß das von Dir beschriebene Scenario nicht funktionieren kann.
-Erdie
-Erdie
Unmöglich! In einer alten Telefon-Sprechkapsel ist doch niemals 'ne Spule drin. Das ist doch ein Kohlemikrofon.
Da muss man sich mal informieren. Aus Kohlenstaub kommt doch keine "Musik" nicht :-)
Da muss man sich mal informieren. Aus Kohlenstaub kommt doch keine "Musik" nicht :-)
Hallo Tirsch, schau mal wie's geht. Ohne Strom nix los.
Übliche Kohlekapsel als Telefon braucht eine Batterie
Übliche Kohlekapsel als Telefon braucht eine Batterie
Einprägsam ist, dass hier mal deutlich vom Prinzip "Wackelkontakt" gesprochen wird, bei mehr als 10 Prozent Klirrfaktor,
der uns beim Telefonieren gar nicht mehr auffällt.
Mir kommt es so vor, als ob die "Händys" schlimmer klingen, als ehrwürdige alte "Post-Telefone".
Da ist man jetzt wohl außerdem noch mit der digitalen Datenreduzierung zu weit gegangen.
Ebs ist wieder mal empfehlenswert:
http://www.sengpielaudio.com/ArtenDerSchallumwandlungDurchMikr.pdf
der uns beim Telefonieren gar nicht mehr auffällt.
Mir kommt es so vor, als ob die "Händys" schlimmer klingen, als ehrwürdige alte "Post-Telefone".
Da ist man jetzt wohl außerdem noch mit der digitalen Datenreduzierung zu weit gegangen.
Ebs ist wieder mal empfehlenswert:
http://www.sengpielaudio.com/ArtenDerSchallumwandlungDurchMikr.pdf
Die Beschaltung einer Kohlekapsel kannst Du _in ganz grober Näherung_ mit der einer Elektretkapsel (mit eingebautem FET-Impedanzwandler) vergleichen.
Bei:
http://www.mdw.ac.at/I101/iea/tm/scripts/jecklin/tt03mikrofon.pdf
findest Du in 1.2.1 ein Prinzipschaltbild. Bitte nicht so nachbauen.
In 4.2.2 findest Du Schaltungen zur Verwendung von Elektretkapseln an Eingängen mit P48. Einfach mal ausprobieren und statt der Elektretkapsel das Kohlemikrofon anschließen.
Die Hörkapsel aus dem Telefon ist übrigens auch als dynamisches Mikrofon verwendbar. Klang und Handhabung sind natürlich nicht annähernd mit richtigen Mikrofonen zu vergleichen. Aber warum nicht ausprobieren, wenn es zur Anwendung passt?
In den letzten von der Post/Telekom vermieteten und später verkauften Telefonen mit klassischer Schaltung befanden sich dynamische- und seltener Piezo-Mikrofone mit eingebautem Preamp, die sich elektrisch wie Kohlekapseln verhalten.
Bei:
http://www.mdw.ac.at/I101/iea/tm/scripts/jecklin/tt03mikrofon.pdf
findest Du in 1.2.1 ein Prinzipschaltbild. Bitte nicht so nachbauen.
In 4.2.2 findest Du Schaltungen zur Verwendung von Elektretkapseln an Eingängen mit P48. Einfach mal ausprobieren und statt der Elektretkapsel das Kohlemikrofon anschließen.
Die Hörkapsel aus dem Telefon ist übrigens auch als dynamisches Mikrofon verwendbar. Klang und Handhabung sind natürlich nicht annähernd mit richtigen Mikrofonen zu vergleichen. Aber warum nicht ausprobieren, wenn es zur Anwendung passt?
In den letzten von der Post/Telekom vermieteten und später verkauften Telefonen mit klassischer Schaltung befanden sich dynamische- und seltener Piezo-Mikrofone mit eingebautem Preamp, die sich elektrisch wie Kohlekapseln verhalten.
sollte man dynamische mikros wirklich mit einem durchgangsprüfer checken? könnte durch die angelegte spannung nicht die kapsel zerstört werden, da sich die tauchspule evtl. arg bewegt?
gruß peter
gruß peter
Weder Lautsprecher noch dynamische Mikrofone, die man ja auch prima als Kommando-Lautsprecher verwenden kann, gehen durch das Anlegen einer Batteriespannung von 1,5 Volt kaputt.
Etwas vorsichtiger sollte man bei Bändchenmikrofonen sein. Das Mikrofon hat einen eingebauten Übertrager und das Bändchen ist nur hauchdünn. Beim Anlegen der Batterie gibt's da einen "schönen" Induktionsstoß, mit Auswirkungen, die nicht immer dem Bändchen bekömmlich sind.
Etwas vorsichtiger sollte man bei Bändchenmikrofonen sein. Das Mikrofon hat einen eingebauten Übertrager und das Bändchen ist nur hauchdünn. Beim Anlegen der Batterie gibt's da einen "schönen" Induktionsstoß, mit Auswirkungen, die nicht immer dem Bändchen bekömmlich sind.
