Frage an die Profis /M.Hein

Erstellt 7 Antworten8 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo
Also mir fällt auf das ich noch massive Probleme habe mir einen Sound in meinen Kopf zu greieren.
Also ich meine bevor ich eine Aufnahme Starte mir klar zu sein wie das dansch klingen soll.
Wohl sind die Vorstellungen vorhanden die umsetztung is net perfect nur is es so das ich dann beim Mix zuhause am (G5/DR Marillon Pult)zu sehr herumspiele bevor ich dort hin komm wo meine Soundvorstellungen ganz anderse sind...als zuvor.
Ich würde gerne von euch wissen wir Ihr das angeht?
Nehmen wir an:
Eine Band(Funk,Rock,Bluse..) kommt zu euch ins Studio und will recorden.
Wie kommt ihr mit der band auf eine Welle um in die gleiche richtung zu gehen.
Sprich das man nicht von zwei dingen spricht?
Klar is das nie auszuschliessen aber versuchen tuts doch jeder?
Wie weit lasst ihr eure Musiker den Sound der Instrumente bestimmen?
Was sind eure ersten Schritte beim Mix?
Wie Setzt Ihr den an?
Zuerst das Schlagzeug intern mixen?
Jedes Instrument einen eigen Sound geben und immer wieder mit dem gesammten Mix hören?
Wann macht ihr das Panning?
Es währe sehr hilfreich andere Ansätze zu hören wie ein Mix wächst.
Klar is mir auch das net immer alles gut sein muss was im kopf is offt passieren Dinge die einfach "geil" Klingen!
Wie setzt Ihr eure Hall´s ein?
Klar is das unterschiedlich von Musik zu Musik aber nehmt einfach bei diesen Fargen die ich eucg gestellt habe euren letzten Mix her um mir zu Antworten .
Es würde mich sehr freun wenn sich jemand die Zeit nehmen könnte um mir ausfürlich zu Antworten.
Ich danke sehr für die inspiration und Hilfe!
Danke
Max W.
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Antwort#2
Hi,
in Teil 2 des "The Mixing Engineer's handbook" von Bobby Owsinski werden diese Fragen größtenteils in Interviewform mit mehr oder weniger bekannten Toningenieuren behandelt.
Gruß
der Musiker
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Antwort#3
wooten meint: Also mir fällt auf, dass ich noch massive Probleme habe mir einen Sound in meinen Kopf zu kreieren.
Also ich meine, bevor ich eine Aufnahme starte mir klar zu sein, wie das dann klingen soll.

Das gehört zum Lernprozess jedes Menschen.
Am besten klingen Aufnahmen , die gleich mit den Mirofonen, Filtern und Raum richtig klingen und wenn dann nur kleinste Korrekturen gemacht werden müssen.
Dann hat man dabei eine "Vorstellung" gehabt. Richtiger Raum, richtiges Mikrofon im richtigen Abstand.
Schlimm sind die Aufnahmen, die irgendwie gemacht werden und alles über Gates und Filter und Finalizer hinterher "vergurkt" werden muss und trotzdem nie klanglich zufriedenstellend ist.
Daher ist die eigene Klangvorstellung in gewissen Grenzen von Vorteil.
Bei Aufnahmen mit Bands wird man nicht anders können, als so gut wie möglich die Klangwünsche der Musiker zu realisieren. Dazu muss man sie erst einmal verstehen. Auch das ist ein Lernprozess.
Wenn man aber nicht mit der Klangrichtung der Musiker klarkommt, dann sollte man sich lieber trennen. Es wird eh nichts.
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Antwort#4
Wie kommt ihr mit der band auf eine Welle um in die gleiche richtung zu gehen.
Sprich das man nicht von zwei dingen spricht?
Wie weit lasst ihr eure Musiker den Sound der Instrumente bestimmen?
Was sind eure ersten Schritte beim Mix?
Zuerst das Schlagzeug intern mixen?
Jedes Instrument einen eigen Sound geben und immer wieder mit dem gesammten Mix hören?
Wann macht ihr das Panning?
Wie setzt Ihr eure Hall´s ein?
Beispiele vorspielen lassen.
Gitarre wie bei Band XY, Drums wie bei ZY usw.
Abklären, ob das überhaupt möglich/sinnvoll ist.
Nahezu komplett, wenn sie gut sind und voraussichtlich passen.
Bassdrum (EQ, Gate, Comp, Soundreplacement)
Overheads (EQ, Expander/Compressor)
Snare (EQ, Gate, Comp)
Highhat (EQ, vosichtig dazumischen und pannen, damit es passt)
Gesang (EQ, Comp)
Bass (EQ, Comp)
Rhythmusinstrumente (Gitarre, EQ)
-> solange mixen bis es passt. Dabei immer im Zusammenhang beurteilen und auch immer schon Melodieinstrumente (Sologitarre, Keys, Background voc) mitlaufen lassen und gegebenefalls auch schon grob EQen.
Zuerst Bassdrum, Snare, Becken, Bass, Flächeninstrumente und Hauptgesang zusammen druckvoll und "rund" bekommen. Gesang noch nicht wirklich bearbeiten, aber immer mit anhören wenn man das Rhythmusfundament bearbeitet.
Toms mache meist später und behandle sie wie jedes andere "Verzierungsinstrument".
Beides. Einstellen (hören was sich verändert) ist manchmal alleine einfacher, aber immer zusammen hören. Oder auch mal in Gruppen, z.B. nur alle Gitarren.

Gut.
Rhytmusgitarren meist links-rechts, Toms und Highhat so dass es dem Eindruck entspricht der durch die Overheads kommt. Bass, Bassdrum, Snare, Hautpgesang immer genau mitte.
Gut. Wie's passt halt.
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Antwort#5
Selten gibt das ja jemand zu, aber ich habe mich schon von Aufnahmen im beiderseitigem Einvernehmen verabschiedet, weil ich besten Willens nicht extremste Wünsche realisieren konnte und wollte.
Es befriedigt ein wenig, wenn man später hört, dass die Aufnahme beim nächsten Kollegen im Prinzip dann auch in die Hose ging.
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Antwort#6
moin!

---Wohl sind die Vorstellungen vorhanden die umsetztung is net perfect nur is es so das ich dann beim Mix zuhause am (G5/DR Marillon Pult)zu sehr herumspiele bevor ich dort hin komm wo meine Soundvorstellungen ganz anderse sind...als zuvor.---
das passiert.

---Wie kommt ihr mit der band auf eine Welle um in die gleiche richtung zu gehen.
Sprich das man nicht von zwei dingen spricht?
Klar is das nie auszuschliessen aber versuchen tuts doch jeder?---
ich lasse mir auch ne cd mit soundbeispielen zusammenstellen. damit höre ich öfter beim mix refferenz damit oben genanntes nicht passiert. oder wenigstens nicht so drastisch.
---Wie weit lasst ihr eure Musiker den Sound der Instrumente bestimmen?---
soweit wie es geht. es gibt aber auch ausnahmen wenn ich 8 spuren zerrgitarren stapel, muss der gitarist drastisch zerre lassen. sonst kommt da nur matschepampe bei raus.
---Was sind eure ersten Schritte beim Mix?---
ich fange normalerweise mit dem wichtigsten instrument an. das ist meist der gesang . den mach ich so wie er klingen soll und dann bau ich alles andere drumrum.
angefangen mit drums, bass, gitarren... ect.
fürs panning nejme ich zettel und stift und schreib mir auf was wann wo hin soll.
befor ich aber eq´s, comps ect. einsetze schreib ich tonnenweise lautstärkeautomationen. ich nutze samplitude da kann ich die kompressoren z.B. nach der lautstärke automation insertieren. ich habe auch recht früh einen summenkompressor im mix. der macht aber nur ein paar dB leichte verdichtung.

---Wie setzt Ihr eure Hall´s ein?---
recht früh. und wenige unterschiedliche, da gehen gerne mal OH, vox, git in den gleichen. pre del und länge richten sich oft nach dem tempo des songs.

---Ich danke sehr für die inspiration und Hilfe!
Danke---
bitte
grüße
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Antwort#7
Hallo Wooten,
danke für die Vorschußlorbeeren!
-- Als Techniker versuche ich immer, mir vorab Material von der Band geben zu lassen, daß ich mir anhöre, Qualität egal.
-- Als Musiker muß ich versuchen, mir ein Bild von den Qualitäten der Band zu machen. Wo liegen die Stärken & Schwächen.
-- Als Psychologe besteht die Anforderung die Band so zu motivieren, daß die Musiker Ihre Leistung "auf den Punkt bringen". Beispiel: Es macht keinen Sinn das für die Musiker schwierigste Stück zuerst einzuspielen, weil sie dann unnötig Kraft verschwenden. Es ist durchaus erlaubt "klare" Worte an die Muisker zu richten, aber immer darauf achten daß der Umgangston stimmt.
Ich sehe es ähnlich wie du, eine Aufnahem ist zu einem guten Stück "Kopfarbeit".
Aufgenommen wird möglichst so, das die Musiker optimal klarkommen. Ich würde nicht versuchen eine Liveband in fünf Einzelkabinen zu stecken und ohne Sichtkontakt einspielen lassen. Die Musiker müssen sich wohlfühlen, sonst kann ich einpacken....
Sound:
-- Mit den Musikern Klangvorstellungen besprechen, einen Rohmix alleine machen & auf CD den Musikern geben, von jedem eine gut/schlecht Liste erstellen lassen. Alles was mehrere Musiker bemängeln, ändern. Einzelwünsche vorher diskutieren oder kurz ausprobieren.
-- Panning: Drums meist nicht im Extremstereo, Gitarren oft halblinks/ halbrechts, gedoppelte Sounds eher Extremstereo
-- Hall: Gerne & viel, teilweise 5 oder 6 Hallsounds auch mal Hallzeiten von 3...5 sec.
-- Noise Gates: Eigentlich nur für Drums, dann als Effekt & mit Bandpassfilter zur exakten Triggerung
-- Trigger Sounds: Manche Drumssounds lassen sich nur mit Trigger erzeugen. Erlaubt ist was gefällt.
-- Stimme: Das A&O. Möglichst sauber aufnehmen. Gute Sänger mehrfach overdubben. Oft nehme ich den Gesang mit XY-Stereo auf. Vom Klang her gefällt es mir besser, weil man kleine Bewegungen des Sängers auch hört, ist nicht jedermanns Sache, viele möchten den Gesang "in der Mitte festgenagelt".
Final-Mix:
-- Bei jedem Stück überlegen wo das markante Merkmal liegt & diese Merkmal stützen. Z.B. Motown-Hits: Schellenkranz im Hintergrund. Oder die berüchtigten "Hooklines" manchmal ist es ratsam Sounds sehr stark zu verfremden um diesen markanten Charakter zu erreichen, Cher & der Intonator sind hier zu nennen.
Diese Vorgehensweise erfordert Zeit, leider.
Gruß
M. Hein
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Antwort#8
...kompliment.. sehr schön ausgedrückt alles! so mach ich es auch immer ;O)

grüsse
dB
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