Metal: Gitarren matschig trotz gutem Equipment

Erstellt 21 Antworten22 Beiträge
Startbeitrag#1
Hi, wir machen gerade Aufnahmen und im Grossen und Ganzen sind wir ganz zufrieden. Das Problem sind die Gitarren (Metal). Die klingen etwas "blind" und "matschig". Die Aufnahmekette: Neumann TLM - 103 (Niere) , SPL Preamp, RME ADI 2 Wandler, also schon ganz gut, oder ? Sound und Mikroposition haben wir rumprobiert bis es gut klang, aber im Mix klingts am Ende dann doch im Vergleich mit professionellen Produktionen wie erwähnt. Wir haben 2 Gitarren links, 2 rechts gedoppelt. Haben auch schon 1 Paar weggenommen, bringt auch nichts. Was machen wir falsch ? Was können wir mal mixtechnisch ausprobieren ? Wir haben nur EQ und und ein bisschen Hall drauf. Kompressor braucht man ja bei verzerrten Gitarren eher nicht. Es ist klar, dass es kein "Rezept" gibt, aber n paar Anregungen wären nett.
Gruss,
Michi
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Antwort#2
Hi!
Habt Ihr es mal mit weniger verzerrung versucht? Die addiert sich ja qusai bei gedoppelten Gitarren. Also lieber etwas weniger nehmen.

Gruß
Sebastian
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Antwort#3
Vielleicht liegt es ja "ausnahmsweise" an der Musik oder den Musikern..
Soll es geben!
Gruss, Thomas
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Antwort#4
Vielleicht liegt es ja "ausnahmsweise" an der Musik oder den Musikern..
Soll es geben!
Aber bei der heutigen forgeschrittenen Technik soll das nichts mehr ausmachen.
Da werden doch so tolle digitale Geräte angeboten, die das alles hinkriegen.
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Antwort#5
Evtl. die Gitarren frequenzmäßig unterschiedlich bearbeiten. Wenn alle in den gleichen Frequenzen rumwuseln, kann das schnell zuviel des Guten sein.
Marcel
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Antwort#6
Versuch doch mal ein anderes Mikro. Diese Großmembraner sind meistens viel zu derbe für Gitarren, da kommt man mit anderen Instrumenten dann nicht mehr drüber.
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Antwort#7
versuchs mal ohne hall und ohne eq.
warum eqst du? nochmal ran an die mikroposition und an den gitarrensound.
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Antwort#8
Wenn die Verstärker gut "aufgedreht" sind und eigentlich so richtig fett klingen, haben eigentlich schon fast alle Mikrofone, speziell Kondenser, Probleme, ein sauberes Signal zu liefern. Das TLM 103 ist da auch nicht besser.
Abhilfe: Entweder ein U47fet, ein SM57/58 (klingt ein bisschen "festgehalten") oder ein Marek Design RS1/ VS2.
Anderer Tipp: Verstärker mit geringerer Lautstärke aufnehmen, dann tut es auch das TLM 103.
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Antwort#9
Ja, das wird einem wirklich suggeriert, dabei ist meiner Meinung nach die Kette
Musiker - Instrument - Techniker viel wichtiger als diese ganze Equipment-Diskussion.
Gruss, Thomas
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Antwort#10
...dabei ist meiner Meinung nach die Kette Musiker - Instrument - Techniker viel wichtiger als diese ganze Equipment-Diskussion.

Und wie Recht du hast, aber ganz besonders in USA wird die Diskussion allein auf die Geräte gelenkt. Darum muss man dort immer "angeben", dass man kein Audio-Gerät einfach "von der Stange" gekauft hat (igitt :-) , sondern man hat es von einem Guru verbessernd umbauen lassen - so wie man seinen Automotor von Abarth aufbohren lässt.
Man muss auch mindestens ein Neumann-Mikrofon U47 Original-Röhre vorweisen können. Dann ist man ein "guter" Techniker und hat Prestige.
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Antwort#11
Dort reden in den Foren aber z.T. Menschen mit sehr viel Erfahrung, die in ihren Diskussionen ja voraussetzen, dass der Musiker selbstverständlich mal spielen können muss, bevor da was halbwegs verarbeitbares auf Band bzw. Harddisk kommt. Dass dann u. a. aus Studioreputationsgründen teure Röhrenmikros etc. benutzt werden wird ja nicht grundsätzlich "anstelle" von Musik gemacht sondern "dafür".
Wie wir wissen ist ja nicht alles super, was in den USA produziert wird, aber es gibt dort einfach viel mehr davon, mehr Bands, mehr Studios, mehr Erfahrung in bestimmten Musikrichtungen, mehr Konkurrenz....
Über die Aufnahme von Gitarrenamps gibt es in amerikanischen Foren unendliche Diskussionen, solltest dir dort mal Tips holen:)
Grüße Vasco
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Antwort#12
Unser Gitarrist spielt, seitdem er 8 Jahre war, also seit 17 Jahren, klassische Gitarre, und seitdem er 14 ist, elektrische Gitarre. Aber die Freundin des Sängers hat keine klassische Ballettausbildung, vielleicht liegt es daran :-)
Nix für ungut, aber meine Frage bezog sich auf die Technik und den "kreativen" Umgang damit. Ich bin kein "Gearhead", ich hatte lediglich freundlich um ein paar Denkanstösse gebeten und habe mir erlaubt, einigermassen gutes Equipment zu verwenden.
MfG,
Michi
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Antwort#13
Es gibt eben doch noch Leute hier, die statt dem ewig gleichen Gesülze auch ehrliche Tipps und Denkanstösse geben. Vielen Dank !
Michi
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Antwort#14
Ich denke, das Problem liegt am ehesten in den Amp-Einstellungen und der Mikro-Position. Ich habe selbst mal Gitarrenverstärker mit TLM170 "ab"genommen, was keineswegs schlecht war - das 103 ist ja nun nicht soooo viel anders. Zu sagen, "Großmembrankondensator funktioniert nicht", halte ich für sehr verallgemeinernd. Gibt schließlich auch viele Leute, die mit U87 oder C414 arbeiten.
Mehr als das Mikrofon ist die Position entscheidend, und der Amp selber. Weniger Zerre, andere EQ-Einstellungen am Amp, und "im Ganzen" denken: nicht die Gitarre allein soll gut klingen, sondern alle Gitarren zusammen im Kontext von Bass, Schlagzeug, Gesang, etc.! Wenn die Gitarre allein gut klingt, ist das meist die Garantie für schlechten Gesamtklang...Nur so als Denkanstoßö.
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Antwort#15
Das war ja nicht böse gemeint. An Deinem Equipment liegt es sicherlich nicht und für mich hat sich die Frage ein bisschen nach "Hilfe, mein Auto läuft nicht besonders gut. Woran kann das liegen?" angehört.
Meiner Meinung nach stellst Du entweder ein Soundfile ein oder probierst selbst was das Zeugs hält.
Also Meister:
Dir die Hand geb!
Gruss, Thomas
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Antwort#16
Moin.
Seh ich auch so. Außerdem halte ich es für sehr sinnvoll neben dem Signal vom Amp noch das Di-Signal aufzunehmen. Dann kann man das ganze bei Bedarf reampen (Superwort das!) und hat somit die Möglichkeit noch während des Mischens am Amp rumzudrehen. Bestenfalls steht dafür das Top in der Regie und die Box im Aufnahmeraum. Weiterer Vorteil: Während Du den Sound machst, muss der Musiker nicht spielen und ist dann auch nicht sauer, wenn Du so lange rumschraubst.
Gruß Thilo
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Antwort#17
- sauberer spielen
- besser Arrangieren/andere Instrumente - vielleicht sind es gar nicht die Gitarren
- weniger verzerren
- SM57 benutzen
- andere Saiten, Saitenlage (scheppern?)
- weniger Bässe reindrehen/anders EQen
- Multiband-Comp (auf 1-Band) um 300Hz rum zu komprimieren
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Antwort#18
Unser Gitarrist spielt, seitdem er 8 Jahre war, also seit 17 Jahren, klassische Gitarre, und seitdem er 14 ist, elektrische Gitarre.
Leider nur zu oft erlebt:
Solche Gitarristen klimpern dir oft wunderbar was vor, dass man selber sein Instrument in die Ecke stellen möchte, aber bei einem präzisen knackigen abgestoppten Rhythmussound kommt dann nur Geschrammel.
Und der andere Gitarrist, der z.T. noch mit Zwei-Finger-Suchsystem spielt, spielt dann alle Rhytmusparts wesentlich besser.
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Antwort#19
Beim Re-Amping fehlt allerdings die direkte Interaktion der Gitarre (jaaa, auch eine Brettgitarre schwingt, wenn sie genug Krach abkriegt) mit dem Lautsprecher - sprich: Feedback-Geschichten sind nicht möglich. Das gibt dann diese ultrasauberen Sounds, die m.E. kein "Leben" haben.
Für definierteren Rhythmus-Sound kann man allerdings durchaus ein (meist eher stark gefiltertes) DI-Signal zum mikrofonierten Amp dazumischen, für knackigeren Anschlag.
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Antwort#20
Wenn diese Interaktion der Aufnahme Leben einhauchen soll, kann der Gitarrist immer noch bei gleicher Einstellung neu einspielen. Ansonsten gibt es ja hunderte Möglichkeiten Feedback zu erzeugen;)
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