Hallo da draussen Ich hoffe allen gehts gut. Eine kurze knappe und ein wenig blöde Frage. Ich möchte ein highshelfband boosten, gleichzeitig soll aber auch ein deesser wirken. Wo platziere ich den deesser? Vor oder nach dem highshelf? Davor oder? Nicht, dass ich ein Problem hätte, nur wie ist es richtig? Und eine ein wenig tiefergehende Frage: Ein highshelf soll immer dann geboostet werden wenn kein s-Laut vorliegt. Gibt es da was dediziertes, ein "Brilliantmacher" sozusagen, oder bleibt mir nur ein Expander mit sidechain? Ich freu mich über alle Antworten auch wenn die Frage nicht soo spannend ist. Liebe Grüsse ausm Süden Nikita
Hi Nikita, ein Boost-Filter ist statisch, da bist du mit Enhancer oder Transienten Designer meist besser bedient. Ich würde allerdings den De-esser hinter den Transientendesigner/Enhancer legen. Letztlich dürfte das auch Ansichtssache sein. Gruß M. Hein
Bin auch deiner Meinung. Ich verstehe eigentlich nicht, warum man einen Deesser nicht immer als letzten Bearbeitungsschritt (z.B nach Kompressor) des Einzelsignals anwenden sollte. Schließlich würde ein nachgeschalteter Kompressor die durch einen Deesser reduzierten S-Laute wieder mit anheben. Ebenso ist der Effekt m.M.n. doch besser nach einem EQ oder Exciter aufgehoben. Vielleicht gibt es hier den ein oder anderen der den Deesser vorher im Signalweg benutzt und mich über seine Sichtweise aufklären könnte.
Also ich mache es mal so und mal so. Es kommt schonmal vor, wenn man eine Spur mit sehr starken s-Lauten in einen Kompresor gibt, dass es dann unangenehme Verzerrungen gibt und die S-Laute noch schärfer klingen als vorher. Besonders natürlich dann, wenn man einen Röhrenkompressor benutzt. Dann setze ich den Deesser vor den Kompressor anstatt dahinter. Gruß, Lars
... und noch etwas: eines Exciter setze ich grundsätzlich hinter den Deesser. Sonst macht der Exciter doch wenig Sinn, oder? Kommt aber wahrscheinlich auch auf die Anwendung an. Gruß, Lars
Warum nicht mit einem hochwertigen EQ boosten? Dann bist du auch viel flexibler und boostest nicht so grob wie mit einem Exciter. Bei dem kann man ja praktisch nur die Einsatzfrequenz regeln, mehr nicht.
Warum? EQ und Excitern machen nunmal nicht das selbe! Der Exciter fügt Obertöne hinzu, die vorher nicht da waren, ein EQ kann "nur" das anheben was schon vorhanden ist. Aber Du hast schon recht: In manchen Fällen bekommt man mit einem EQ besser Ergebnisse als mit einem Exciter. Gruß, Lars
Naja, normalerweise nimmt man den nur für Klangrestauration. Als Stilmittel arbeitet er mir wie gesagt zu grob, da kann man nicht viel pushen, ohne dass es gleich auffällt. Hängt aber sicher auch vom Exciter ab. So ein Höfex ist bestimmt ein tolles Teil ;-)
Nachtrag: Ist ja quasi wie eine Art Highshelf-Filter. Ab einer bestimmten Frequenz wird alles verzerrt und highpass-gefiltert hinzugemischt; ob da gerade zischende S-Laute drin sind oder nicht, interessiert den Deesser nicht. Besser sind da schon Peak-Filter, wie man sie nur mit einem EQ erzeugen kann. Ich spreche hier allerdings von hochwertigen Eqs ;-) Muss nicht unbedingt Outboard sein, aber das Highshelf vom Red EQ hat mir schon sehr gut gefallen, muss ich sagen. Aber auch die URS-Teile klingen (A und N-Serie) gefallen mir in den Höhen.