EHrlich benötigt

Erstellt 18 Antworten19 Beiträge
Startbeitrag#1
Uups da war ich voreilig.
Hallo allerseits... es geht um folgendes:
Für ein Seminar muss ich schnell eine möglichst umfangreiche und belegbare Pro/Kontra-Liste zu analogen Summierern machen.
Also nur ganz fix das Brain stormen und einfach mal sagen was spricht dafür, was dagegen.
Ich persönlich bin eher dagegen und ich weiss auch, dass es dazu schon einen thread gibt, aber ich bräucht dennoch nochmal kurz eure Meinungen.
Also pro-kontra Analoge Summierer.
Vielen Dank für die Hilfe im vorraus und ein paar schöne Winterliche Tage wünsch ich.
Nikita
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Antwort#2
Zu was man heute alles Referate halten kann... vielleicht so:
Pro: (eher für den jeweiligen Hersteller zutreffend)
- Ist schick und "modern"
- läßt sich mit pseudowissenschaftlichem Geschwafel dem geeigneten Kunden gut verkaufen
- Der Name am jeweiligen Gerät macht gerne irgendwelchen Eindruck.
Kontra: (eher für den Kunden / Anwender zutreffend)
- braucht eigentlich keiner
- "Klang" sowieso mehr von den jeweiligen Wandlern abhängig
- eine meist total überteuerte, unflexible Kiste Elektronikschrott mehr rumstehen
Kopf einzieh' und weg...
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Antwort#3
Mal abgesehen vom schon zu genüge diskutierten Für und Wieder; die meisten dieser schicken Kisten haben keine regelbaren Eingänge, die benötigten DA´s werden also im Zweifelsfalle völlig unterpegelt. Wie soll es da zur vielbeschworenen "Klangverbesserung" kommen?
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Antwort#4
Kopf einzieh' und weg...
Wieso? Du hast doch vollkommen recht!
Gerade mischen, also addieren, kann man prima digital machen.
Und wenn dann müssten analoge Summierer wenigstens Röhren haben, die man durch die Vorderfront sieht. Damit siehts wenigstens nach was aus.
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Antwort#5
Gibts da nicht schon was von Bähringer? Tube-Summer PRO - 8 ch = 239 EUR
Zwar nur eine Röhre drin (CONTRA) , dafür sitzt die aber auch nicht im Signalweg... (PRO) ;-)
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Antwort#6
Ah, jetzt wissen wir warum denen ihr Lager in Australien abgebrannt ist ;))
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Antwort#7
Ergänzend:
PRO - bringt evtl. geringe "analoge" Nichtlinearitäten, die von manchen Leuten als "angenehm" empfunden werden
PRO - eine Kiste mit vielen Knöpfen macht Eindruck auf manche Kunden - früher hatte man dazu das Mischpult ;)
CONTRA - bringt evtl. geringe "analoge" Nichtlinearitäten, die von manchen Leuten als "unangenehm" empfunden werden
CONTRA - bringt zumindest meßbares Rauschen. Ob das bei Popmusik viel ausmacht, wage ich zu bezweifeln.
Man sieht: die PRO-Punkte sind eher psychologisch, die CONTRA-Punkte (schönen Gruß an Johann Sebastian...) eher technisch.
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Antwort#8
Hat jemand von Euch schon einen A - B Vergleich gemacht. Oder seit ihr alle
weileshaltgünstigerundpraktischerist Digitalsummierer (wie ich)?
Ich würde gerne mal einen Vergleich hören.
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Antwort#10
Ich empfehle Dir das Heft "KEYS 1.07" zu kaufen . Da liegt eine CD bei auf der die Ergebnisse von ca. 10 verschiedenen Analogsummieren als .wav - Files drauf sind. Und zwar pegelkorrigiert und nur mit neutralen Buchstaben benannt (..damit man nicht voreingenommen reinhört ). Ich kann nur sagen sehr , sehr lehrreich und unbedingt empfehlenswert. Wer behauptet das diese Geräte nutzlos sind sollte erst mal damit arbeiten und sich dannach ein Urteil erlauben. Vorurteile egal welcher Art halte ich für Dummheit.
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Antwort#11
""Vorurteile egal welcher Art halte ich für Dummheit. ""
Das ist weise gesprochen.
Dennoch: Wenn denn schon unbedingt analog Summiert werden muß (und es muß ganz sicher NICHT) - warum nicht mit einem wesentlich funktionelleren Mischpult?
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Antwort#13
-Dennoch: Wenn denn schon unbedingt analog Summiert werden muß (und es muß ganz sicher NICHT) - warum nicht mit einem wesentlich funktionelleren Mischpult?-
1. Weil oft der Platz fehlt
2. Weils teuerer ist -siehe 3.
3. Um ein Mischpult in der Güte moderner Summierverstärker zu kaufen, muß man schon ordentlich investieren
4. Das entkräftet auch ein weiter unten stehendes Argument: Wenn ich viele blinkende Lämpchen zum Angeben brauche, kaufe ich ein Mischpult und keinen ( 19" , 1 HE ) Summierverstärker.
und 5. Hör´s dir einfach mal an !
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Antwort#14
Es gab in der Juni-Ausgabe 2006 einen AB Vergleich mittels 60 (oder so...) bändigem Meßsystem eines "internen" und analog summierten Mixdowns. Das Messsystem hat keinen Unterschied festgestellt.
Was in diesem Zusammenhang noch amüsanter ist, ist der (sicher begründete) Hinweis, dass viele geäußerte Klagen über die mangelnde Summierfähigkeit digitaler Systeme auf zu hohes Aussteuern der einzelnen Spuren zurückzuführen ist, sprich eine interne (also digitale) Übersteuerung des Main-Bus.
Wenn intern mit 24 bit gearbeitet wird ist das durchaus vorstellbar.
lg Vasco
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Antwort#15
Hab ich übersehen: Der Artikel war in SoundonSound erschienen
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Antwort#16
""1. Weil oft der Platz fehlt""
Wohl eher nicht. Wir reden ja nicht von einem 40er+-Rahmen.
". Weils teuerer ist -siehe 3.
3. Um ein Mischpult in der Güte moderner Summierverstärker zu kaufen, muß man schon ordentlich investieren"
Nein. Gute analoge Tische (z.B. Soundcraft, ADT, DDA...) bekommt man nachgeschmissen. Es reicht dann ja auch eine kleinere Konfiguration. Es muß nicht mal ein Inline-Pult sein. Zudem - und das macht die Geschichte erst recht interessant - bekommt man "Gratis" noch einen Haufen meist sehr hochwertiger Preamps!
""4. Das entkräftet auch ein weiter unten stehendes Argument: Wenn ich viele blinkende Lämpchen zum Angeben brauche, kaufe ich ein Mischpult und keinen ( 19" , 1 HE ) Summierverstärker.""
Das war ja nicht *mein* Argument.
"und 5. Hör´s dir einfach mal an ! "
Würde ich tun wenn ich a) das Gefühl hätte mein "Sound" wäre nicht gut genug (und wenn ich mal nicht zufrieden bin dann liegt das IMMER am Frontend bzw. gleich beim Künstler...)
und b) wenn ich die Muße hatte mal eben ca. 5000 E (Summierer + adäquate D/A Wandler!) für etwas auszugeben was einem NIEMAND honoriert - der Kunde will guten Sound, keine blinkenden Lämpchen, aber erst recht keine ominösen "Summierboxen".
Ich werde demnächst wieder *optional* mit einem Mittelklasse-Analog-Pult (gebraucht unter 1000 E!) arbeiten - aber nicht wg. des Klangs (?) der analogen Summierung sondern wg. der Möglichkeit der Einbeziehung reichlich vorhandener analoger Dynamiks und div. ext. Effekte sowie ab und an der Bord-EQs.
All das geht mit Summierboxen nur sehr bedingt bzw. gar nicht...
Für analogen "Dreck" braucht übrigens niemand teures Equipment, da reichen zur Genüge Plugins, wie z.B. der PSP "VintageWarmer".
Fast immer kann man eine Menge Geld sparen wenn man nicht dem gerade angesagten technischen "Fortschritt" (bzw. Hype) hinterherhinkt.
Zur Freude diverser Hersteller gibt es aber immer wieder Gläubige, die meinen sie würden bestimmte Dinge tatsächlich brauchen - seien es Laptops, PDAs, 120 TV-Programme, Navis (wer braucht das wirklich??), "Klangleiter", oder eben Summierboxen.
Wem's gefällt...
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Antwort#17
Was legt man denn, sagen wir, für ein gebrauchtes 24-Kanal-ADT-Pult hin?
OT: Zum Thema "Hype": bei 120 TV-Programmen stimme ich dir zu. Ich brauche noch nichtmal alle ÖRes und habe die ersten 20 Jahre meines Lebens komplett ohne das, was die Australier so treffend "ldiot box" nennen, verbracht. Dito Klangleiter, Summierboxen, 96 kHz, Sitzheizung, B&O-Stereoanlage, Eipod, Fotohandy.
Laptops finde ich allerdings schon sehr praktisch, weil sie einfach viel weniger Platz verbrauchen als herkömmliche Rechner. Außerdem mag ich die Kurzhubtastaturen. Und mittels Navi findet man gelegentlich leichter zum Aufnahme- oder Drehort als wenn man ohne Beifahrer nach Karte navigieren muß. Solange es mir nicht sagt, ich solle eine Treppe hinunter fahren (schon erlebt! - und dann 10 Minuten lang "wenn möglich, bitte wenden").
/OT
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Antwort#18
Hallo Ferunde.
Ich bin so froh endlich wieder im schönen Schwäbischen zu sitzen, München ist unerträglich. Vor allem wenn man zwischen Schikitypen und Tussen in Maxvorstadt eingesperrrt ist. Aber das ist sehr OT, newahr...
Also vielen vielen Dank für alle Antworten. Es lief im übrigen trotzdem mäßig. Man kann analoges summieren einfach nicht argumentativ vertreten. Wissenschaftlich betrachtet macht es erstmal keinen Sinn. Ein Gegenargument würden nur Hörtests darstellen. Und die gibt es weder empirisch, noch reproduzierbar genug. Alles was man findet ist unvalide.
Das einzige was ich rauskramen konnte war eine Bachelor-Arbeit, die sich mit dem Thema auseinadersetzt. Der bisher beste Hörtest den ich kenne. (Die Veröffenlichung dauert aber bis zur Korrektur, also gedult)
Das Ergebnis:
Doppelblind A/B Test jeweils eine DAW gegen einen passiven Summierer.

Haben sie einen Unterschied gehört?
-Über 60 % sagen "NEIN"
Von den ja sagern wiederum:
Welches der beiden Stücke gefällt ihnen klanglich auf anhieb besser?
-etwas mehr als die Hälfte sagen "digitale Summierung"
Welches der beiden Stücke hat ein räumlicheres Klangbild?
-Über 60% sagen: "analoge Summierung" (passiver Selbstbau!)
Getestet wurden Logic7.1, Nuendo 3, Samplitude 8 & ProTools (HD3) 7
Der einzige Aussreißer war ProTools (der einzige mit fixpoint Berechnung per 56bit register, da gibts ein whitepaper von Digidesign wie das funktioniert)
Hier wurde ein deutlicher Unterschied gehört (>70%). ProTools war schlechter und weniger räumlich. Das befindet eine deutliche Mehrheit.
Samplitude hat am besten abgeschnitten. Mit nur einer Stimme Mehrheit klingt es sogar räumlicher als der analoge Summierer.
Es ist zu erwähnen, dass der analoge summierer ein billiges passives Ding war in dem alle Eingänge über Widerstände auf die Summe laufen, hiernach war ein Mikpre als aufholverstärker eingeschleift.
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Antwort#19
moin!
mein analogsumierer ist nicht existent aber würde es ihn geben sähe er volgendermassen aus.
von "oben nach unten":
line in, insert, 2-4 auxwege, pan, fader.
aux, pan und fader automatisierbar. die automation sollte im sequenzer aufzuzeichnen sein und besser funktionieren als midi. aber in der jeweiligen spur.
jetzt wirds kompliziert...
die lautstärkeautomation möge bitte nur auf den analog fader wirken. nutze ich aber einen aux der daw soll die lautstärkeautomation vor diesem berechnet werden. (aux dann post fader). die möglichkeit den daw aux zu automatisieren sollte dennoch gegeben sein.

fortan mit voll ausgesteuerten wandlern in diese kiste. die automationen mit den ohren machen und nicht mit den augen. (ein riesen problem wie ich finde)
nur bei den daw internen auxen bliebe das problem bestehen.
so in etwa...
ach ja... weil man nen ganzen sack DA wandler braucht wäre eine wandleroption nett.
grüße
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