Hallo !
Tut mir ja leid, daß ich Euch mit solchen Sachen belästigen muss ... aber ich habe hier leider widersprüchliche Informationen.
Also, im groben geht es mir im Moment um Laufzeitdifferenzen beim natürlichen Hören - dadurch komme ich auch auf den Punkt der Phasen- bzw. Hüllkurvenunterschiede.
Jetzt habe ich in Herrn Dickreiters "orangenem Buch" folgendes gelesen:
"Für die Feststellung der Zeitunterschiede kann sich das Gehör am Schwingungsverlauf und an der Einhüllenden der Schwingung orientieren. Für Frequenzen unterhalb von 800 Hz, höchstens aber 1600 Hz, kann das Gehör dem Schwingungsverlauf Zeitdifferenzen bzw. Phasendifferenzen entnehmen; deshalb können nur in diesem Frequenzbereich auch unmodulierte Sinusschwingungen zu einer Lokalisation führen. Der Vergleich der Hüllkurven der Signale kann Zeitdifferenzen für Schwingungen auch höherer Frequenzen erbringen."
Also, von Sinussignalen sprechend, kann die Phasenbeziehung eines Signals unterhalb der Frequenz, deren Wellenlänge größer ist als der Ohrabstand, eine Lokalisation ermöglichen.
Der Vergleich der Hüllkurve ("Einhüllende" finde ich klasse !) eines Signals passiert aber laut Dickreiter - so weit ich das verstanden habe - nicht nur in diesem Frequenzbereich.
Nun habe ich aber gelesen (allerdings zitiert), daß Blauert in "Räumliches Hören" behauptet (hätte), daß unterhalb 1,6 kHz (Wellenlänge > Ohrabstand) gerade die Hüllkurvenunterschiede eine Rolle spielen würden und die "zeitliche Verschiebung" (wohl eher Phasenbeziehung) des Signals unbewertet bliebe.
Die Frage "wer hat Recht" kann ich mir wohl schenken ... allerdings möchte ich schon eine konkrete Aussage machen können, wie Differenzen der Hüllkurven und Phasenlagen sich denn nun wirklich auf unser Gehör (natürlich bzgl. Lokalisation) auswirken.
Gerne würde ich mit Hilfe von verschiedenen Berechnungen selbst zu einem Ergebnis kommen, eigene Theorien aufstellen und begründen können ... allerdings stehe ich wirklich unter erheblichem Zeitdruck und muss mit einer grundlegenden Überlegung vorlieb nehmen können.
Vielen Dank für das Tolerieren meiner mit Sicherheit sehr praxisfernen Fragerei.
Viele Grüße !
-michael-
Tut mir ja leid, daß ich Euch mit solchen Sachen belästigen muss ... aber ich habe hier leider widersprüchliche Informationen.
Also, im groben geht es mir im Moment um Laufzeitdifferenzen beim natürlichen Hören - dadurch komme ich auch auf den Punkt der Phasen- bzw. Hüllkurvenunterschiede.
Jetzt habe ich in Herrn Dickreiters "orangenem Buch" folgendes gelesen:
"Für die Feststellung der Zeitunterschiede kann sich das Gehör am Schwingungsverlauf und an der Einhüllenden der Schwingung orientieren. Für Frequenzen unterhalb von 800 Hz, höchstens aber 1600 Hz, kann das Gehör dem Schwingungsverlauf Zeitdifferenzen bzw. Phasendifferenzen entnehmen; deshalb können nur in diesem Frequenzbereich auch unmodulierte Sinusschwingungen zu einer Lokalisation führen. Der Vergleich der Hüllkurven der Signale kann Zeitdifferenzen für Schwingungen auch höherer Frequenzen erbringen."
Also, von Sinussignalen sprechend, kann die Phasenbeziehung eines Signals unterhalb der Frequenz, deren Wellenlänge größer ist als der Ohrabstand, eine Lokalisation ermöglichen.
Der Vergleich der Hüllkurve ("Einhüllende" finde ich klasse !) eines Signals passiert aber laut Dickreiter - so weit ich das verstanden habe - nicht nur in diesem Frequenzbereich.
Nun habe ich aber gelesen (allerdings zitiert), daß Blauert in "Räumliches Hören" behauptet (hätte), daß unterhalb 1,6 kHz (Wellenlänge > Ohrabstand) gerade die Hüllkurvenunterschiede eine Rolle spielen würden und die "zeitliche Verschiebung" (wohl eher Phasenbeziehung) des Signals unbewertet bliebe.
Die Frage "wer hat Recht" kann ich mir wohl schenken ... allerdings möchte ich schon eine konkrete Aussage machen können, wie Differenzen der Hüllkurven und Phasenlagen sich denn nun wirklich auf unser Gehör (natürlich bzgl. Lokalisation) auswirken.
Gerne würde ich mit Hilfe von verschiedenen Berechnungen selbst zu einem Ergebnis kommen, eigene Theorien aufstellen und begründen können ... allerdings stehe ich wirklich unter erheblichem Zeitdruck und muss mit einer grundlegenden Überlegung vorlieb nehmen können.
Vielen Dank für das Tolerieren meiner mit Sicherheit sehr praxisfernen Fragerei.
Viele Grüße !
-michael-
