Was nimmt ein SoundDesigner an Stunden/Tagessatz?

Erstellt 28 Antworten29 Beiträge
Antwort#21
Beide dürften wir diese Arbeit auch mit Fug und Recht "Sound Design" nennen - und wir sind darum "Sound-Designer".
Na klar. Wie meine Putzfrau sich auch stolz "Raum-Kosmetikerin" nennt.
Wir hatten das hier schon. Nur klingt das nicht auch etwas lächerlich, weil weichlich, verspielt, unklar und eben nicht "geldeinbringend".
Detlev
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Antwort#22
Hallo Thomas!
Du schreibst: "Aber du bist ja aauuuch Komponist und Arrangeur und Geräuscheeinbringer!
Dein Schwerpunkt ist (wie nennst du deine leistung denn?) dann eher Ton-Techniker, meiner eher Komponist. Beide dürften wir diese Arbeit auch mit Fug und Recht SoundDesign nennen! ;)"
Ja, da hast Du schon Recht, irgendwie sind wir alle Sound-Designer ... mit jedem selbstprogrammierten Synthie-Preset ist man irgendwie Sound-Designer, oder wenn man mit nem Kompressor auf der Stimme den Klang "designed" ...
Aber während Du den Begriff wohl als selbsterklärend und/oder "neugierig-machend" betrachtest, war er mir persönlich zu schwammig und neumodisch (wusste gar nicht, daß ich ne konservative Ader habe).
Außerdem habe ich bei diesem Wort immer das Bild vor Augen, wie ein junger Mann mit Trendfrisur vor einem "virtuell-analogen" Synthesizer beliebiger Firma steht, mit dem Kopf zu dem im Hintergrund stampfenden 4/4tel-Takt nickt und an der Cutoff-Frequenz schraubt ... naja, und irgendwie sehe ich mein zukünftiges (Haupt-)Betätigungsfeld wo anders und habe mich deswegen "Musikproduzent" genannt.
(Wobei ich mit dem Wort immer einen blonden jünger-als-er-ist-erscheinenden Herrn mit doofem Dialekt assoziiere, der mit seinem breiten Grinsen in Tonhöhen singt, die nur noch für Hunde und Fledermäuse voll im Hörbereich liegen ...)
Irgendwie ist also jede Bezeichnung nur ein Kompromiss (zumindest bei uns noob-Quereinsteigern) - ich habe mir einfach das rausgesucht, was mir relativ "seriös" und dehnbar genug (obwohl irgendwie auch schwammig) erschien.
Viele Grüße nach Düsseldorf!
-michael-
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Antwort#23
I BIN "SOUNDDESIGNER" und "QUEREINSTEIGER"
was mich von meinen kollegen"Tonmeistern" in meinem umkreis unterscheidet, ist eine weniger technische herangehensweise an das thema "musik" oder "sound" (auch eine ledierte klampfe hat einen "Sound")
Wir freien künstler müßen uns halt bereiche suchen wo noch keine "Akademiker" drinnsitzen, das heißt nicht, das wir nur die minderen arbeiten machen können (wie trittgeräusche und glasklirren in filmen und hörspielen).
meine kunden sind arme unbekannte musiker und Regiseure, die sich keinen "Titelträger" Leisten können, aber auch die sollen jemanden haben der mit gleichviel (vieleicht sogar mehr) enthusiasmus und wissen künstlerisch und technisch gute Produkte schaffen.
auserdem gibt es soviel gute songs die sonst niemand recorden würde
btw preise sind bei mir verhadlungssache wenn der song gut der film interesant und die typen sympathisch warum kein auge zukneifen (ALLES für die Produktion und die kunst)
*motzmodus AUS*
grüße an alle und
Prost
Soda
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Antwort#24
Dass es Ausbildungsberufe gibt, ist schon gut so,
aber die Zeiten ändern sich schneller als früher (die beschleunigung!;)
und gefragt ist mehr und mehr der "Allrounder" am Rechner;)
Da ich auch als Journalist taetig bin, verfolge ich auch die Threads in Deutschlands größtem Journalisten-Forum, dem jonet! Und da ist's bei vielen Freien gang und gäbe, dass die auch mal eben in Cool Edit Audio schneiden oder mal'n Bild bearbeiten, viele können auch HTML..
Sprich, der Nichtfestangestellte schafft sich in der Regel auch allerhand viel technik drauf, waehrend die Redakteure oft "nur" Word koennen.
Viele Grueße
ThomasK
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Antwort#25
"was mich von meinen Kollegen "Tonmeistern" in meinem umkreis unterscheidet, ist eine weniger technische herangehensweise an das thema "musik" oder "sound" (auch eine ledierte klampfe hat einen "Sound")"
Lieber Soda,
anscheinend hast Du eine falsche Vorstellung vom "Tonmeister" - wir Tonmeister sind nämlich fürchterlich träge und faule Leute, wir greifen weder ein Kabel, noch ein Mikro an, geschweigedem das Mischpult. Dafür gibt es doch die Toningeneure.
Wir Tonmeister lehnen uns doch nur mit unseren dicken Bäuchen im Regieraum zurück, blättern verträumt in der Partitur und geben ab und zu mehr oder weniger sinnvolle Anweisungen an den ausführenden Ingeneur ("vorsicht, die flöte lauter in 3-2-1-jetzt!).
Aber wir Tonmeister haben natürlich nix mit Musik am Hut, die Instrumente die wir während unseres Studiums erlenen müssen sind nur dazu da um die Studenten zu quälen, und auch sonst empfinden wir eigentlich Musik und vor allem Musiker als Qual (weswegen wir es auch tunlichst vermeiden mit den Künstlern bei Produktionen zu kommunizieren. Die machen ihr Ding, wir unseres.) Wir beschäftigen uns mit Kompositionslehre nur um die innere Leere aufzufüllen, Harmonie kennen wir nur von Melitta und auch die Instrumentenkunde ist eigentlich nur ein Bastelkurs für Anfänger.
Wenn ich so Bilanz ziehe - eigentlich sind wir vollkommen überflüssig. Wer leiht mir sein Gewehr?
Frustriert,
Georg


Wir verstehen nichts von Musik!
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Antwort#26
"Na klar. Wie meine Putzfrau sich auch stolz "Raum-Kosmetikerin" nennt.
Wir hatten das hier schon. Nur klingt das nicht auch etwas lächerlich, weil weichlich, verspielt, unklar und eben nicht "geldeinbringend"."
Nun, ich weiß, dass man mit "Sound-Design" Geld verdienen kann. Ich glaube eher, dass sich eben gerade hier in diesem Forum viele Dipl.Ings auf den Schlips getreten fühlen durch die Quereinsteiger, aber was soll'
s.
Sound-Design beinhaltet doch schon, worum's geht:
Klang - Geräusch - alles als audio fertig gemischt wird - zu gestalten.
Das könnte Musik im herkömmlichen Sinne bedeuten, muss aber nicht unbedingt BPM's haben, genau so gut lassen sich athmosphärische geschichten via sprache unterlegt mit sound erzaehlen. auch ein jingle ist sd.
Sound-Design bedeutet (fuer mich) absolut freie kompositorische Handhabe über jegliche Klangquellen (ob gefundene oder produzierte), so frei wie ein Auftraggeber eben will und einen selbst machen lässt.
Klar, ich könnte mich auch Komponist nennen (was ich bin), aber viele denken sich bei dem Stichwort Komponist womöglich irgendeinen wirren Typen, der in seiner Kemenate über verstaubtem Papier seine Parttituren per Hand aufzeichnet und für den Computer fremde Gebilde sind.
Nee, das will ich nu nicht!
Viele Grueße an alle Mit-Threader,
ThomasK
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Antwort#27
Und ThomasK meinte:
Nun, ich weiß, dass man mit "Sound-Design" Geld verdienen kann.
Ich glaube eher, dass sich gerade hier in diesem Tontechniker-Forum
viele Dipl.Ingenieure durch die Quereinsteiger auf den Schlips
getreten fühlen, aber was soll's!
Also das Codewort für Quer-Einteiger ist zur Verschleierung Sound-Designer.
Einen Schlipse tragenden Ingenieur oder so einen Techniker habe ich lange nicht mehr gesehen.
Wer tritt nun und wo drauf?
Urs



Ja, das sind Sound-Designer - Wahnsinn!
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Antwort#28
Also ich bekomme die Diskussion immer noch nicht rund:
" viele Dipl.Ingenieure durch die Quereinsteiger auf den Schlips
getreten fühlen, aber was soll's!"
Wieso die Ingenieure? Meines Empfindens nach sollten sich - wenn überhaupt -hier doch eher die Dipl.-Musiker auf den Schlips getreten fühlen, wenn die gehirntechnisch linkslastigen Ing.'s als Quereinsteiger in die rechtslastige Designszene einbrechen. Ich sehe Soundkreation nach wie vor eher künstlerisch und der Musikstudent studiert da deutlich mehr dafür, als der Ing. - oder liege ich da total daneben?
"das Codewort für Quer-Einteiger ist zur Verschleierung Sound-Designer."
hm... ?!?
"Einen Schlipse tragenden Ingenieur ... habe ich lange nicht mehr gesehen."
Nee, oder? - Geh' mal häufiger auf 'ne Fachmesse. Aber ich weiss schon, was gemeint ist, Schlips ist zunehmend out. Bei Siemens und VDO aber laufen noch massenhaft Dipl.-Schlipser herum, die stellen praktisch nur solche ein :-)
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Antwort#29
genau solche aussagen meinte ich
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