Klassische Musik ohne reale Instrumente erschaffen

Erstellt 6 Antworten7 Beiträge
Startbeitrag#1
Ein schönes neues Jahr an alle, die das hier lesen.
Ersteinmal vielen Dank an die vielen freiwilligen Helfer unter euch, ich habe nun schon fast einen Arbeitstag (nachts) damit verbracht, mich durch das Forum zu lesen und habe auch viel dabei gelernt.
Mein Problem passt nicht ganz hierher, (ich hoffe, hier ist jemand, der mit weiterhelfen kann, auch mit einem anderen Forum), aber vielleicht hatte der ein oder andere das selbe auch schon mal. Ich versuche mittlerweile verzweifelt, aus einer Partitur (Das Klarinetten Konzert in A-Moll (K581)), welches mir als Midi und in Notenform vorliegt, elektronisch in einer vernünftigen Qualität ein Musikfile zu erzeugen. Das Stück wurde geändert, fertig. Das Stück wurde in den Computer übertragen, fertig. Das Stück spielt nach "Geräusch" richtig. Ich habe mit Cubase und Halion, dem Orchester VST von Edirol, Soundkarte und einem Casio Keyboard probiert, alles Mist. Mein Ergebnis: Entweder sind die Töne klar und klingen irgentwie nach Violine, Cello usw. oder der Klang passt, aber die Brillianz ist auf der Strecke geblieben. Man kann zwar tausend Sachen bei den Programmen einstellen, aber das Ergebnis reicht für ein Klassisches Stück einfach nicht aus oder ich bin zu blöd dafür. Meine Frage nun: Weiß jemand einen Midi-fähigen Synthesizer oder ein Keyboard (beides nach Möglichkeit im bezahlbaren Rahmen (>5000 Euro scheidet aus), welches ich für so etwas nehmen kann (evtl. auch gebraucht). Ich versuche keine künstlerische Interpretation des Stückes, ich möchte nur, das es sich von den Instrumenten her so anhört, das man erkennen kann, was das sein soll.
Für jede Hilfe bin ich dankbar und verbleibe
mit den besten Wünschen
Stephan
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Antwort#2
Ob MIDI-Expander oder Samples, die Gerätequalität macht garnicht so einen großen Unterschied. Im Musikerforum für klassische Musik gibt es Themen dazu: "Vienna Symphonic Library", "Wiener Schnipsel", "Professionelle Orchestersamples". Allerdings führt dort "jemand" :-) deutlich aus, daß die musikalische Qualität auch und vor allem am eingespeisten MIDI liegt. Hüllkurven sind da DAS Thema. Einfach Note ON/OFF sagt zu wenig aus, über das Einschwingen einer Saite. Weiter passend die Samples oft nicht sinnig zusammen. Um ein halbwegs taugliches Ergebnis zu erzielen, müssen zumindest alle Intrumente einzeln durchgespielt, positioniert und zu Gruppen gemischt werden. Anschließend erfolgt noch ein Klangausgleich, besonders, da Du z.B. fehlende Brillianz bemängelst. Mit ordentlichem Aufwand ist da schon einiges zu erreichen. Ein Composer hat auch kürzlich ein gutes Beispiel seiner Arbeit geliefert. Es klang für meine Begriffe ausgesprochen gut nach Orchester, obwohl es nur ein Roland 1010 gewesen sein soll.


Musikerforum
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Antwort#3
Hallo studio96,
danke für deine Antwort, auch wenn sie mich in meinem Vorhaben nicht richtig weiter brachte. ;-) Ich habe deinen Text und das erwähnte Forum gelesen, vielen Dank dafür. Immerhin weiß ich nun auch, warum es nicht so klappt, wie es soll.
Falls ich noch eine Frage stellen darf, hättest du weitere Infos darüber, wie das vom Prinzip mit den Hüllkurven geht? Wie ich schon schrieb, habe ich nur Noten bzw. daraus resultierende Midi Files. Wie bzw. womit übersetzt man diese Noten in Hüllkurven?
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Antwort#4
... sehr interessanter Artikel in Spiegel 1/03, Seite 108: "Die Wiener Schnitzpsel-Musikanten". Eine Firma in Wien spielt derzeit wohl tatsächlich zu jedem einzelnen Orchesterinstrument jede denkbare Variation zu jedem Ton ein - bei der Solovioline lt. Spiegel etwa 20.000 Einzeltöne. Momentan umfasst die Datenbank anscheinend etwa 1,1 Millionen vorgefertigte Bausteine. Ziel: Kostenpflichtige DB für z. B. Filmmusik etc.
Gruß
Uwe
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Antwort#5
Lesenswert der Artikel aus dem Spiegel zur Computermusik hier unten im Link "Die Wiener Schnipsel-Musikanten".
Kann ein Computer ein ganzes Sinfonieorchester mit allen Instrumenten ersetzen? Eine Firma in Wien tritt den Beweis an.
Der Aufwand dazu ist gewaltig: Musiker müssen hierzu hunderttausende Klangbausteine einzeln für den Rechner einspielen.
Viel Spaß beim Lesen.
ebs


http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,280113,00.html
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Antwort#6
Nun, die MIDI-Note gibt ja die Höhe und die Tonlänge an. Den Lautstärkeverlauf speziell im Anschlag macht dann der Tonerzeugeer nach seinen individuellen Einstelllungen, z.B: der ADSR-Kurve. Diese lässt sich natürlich manipulieren. Zudem kann man ja die Tonhöhe und vor Allem die Lautstärke in rascher Folge per MIDI vorgeben. Mit den passenden Einstellungen für Portamento folgt der Ton dann kontinuierlich- MIDI-Blasinstrumente machen das z.B: so.
Damit stellt sich die Grundfrage, wie man vorgeht: Entweder blasses, monotones Sample, das selber moduliert wird (dann muss das irgendeiner einspeilen) oder fertiges allinclusive-Sample. Mit dessen Verlauf gibt man sich dann zufrieden. Diese Samplelibraries machen es so (z.B. die im Forum angesprochene Wiener Library) - allerdings sind der künstlerischen Gestaltung damit Grenzen gesetzt.
Wenn Du Dich ernsthaft mit MIDI-Einspielungen befassen möchtest, dann sieh Dir mal die Z-TAR an. Damit gelingen z.B. perfekte Gitarreneinspielungen.



ZTAR MIDI Controller
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Antwort#7
HI
probier doch mal den gigasampler aus, der kann mit den dementsprechenden Samples
noch am besten hinstinken
Z.B. hat da ein Flügel ca 1 GB Audiodaten was man ja von Halion oder Akais nicht wirklich behaupten kann
Am besten mal in nen Shop gehen und anhören
Kostenpunkt ca. 2-3000 Teuros
Aber wichtig: Du musst eine Soundkarte haben, die den Gigasampler unterstützt
(Achtung genau lesen! Da viele es können aber nur unter win98, leider nur wenige unter 2k oder xp)
Kuck mal unter http://www.nemesysmusic.com
Greetz
Mischi
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