Deutsch: aufnehmen - abnehmen

Erstellt 25 Antworten26 Beiträge
Startbeitrag#1
Servus,
weil es nicht enden will, hab ich mich schlau gemacht und u.a. bei der Duden-Redaktion angerufen.
Allerdings hat das keine großartigen neuen Erkenntnisse gebracht. Bitte beachtet dabei: Sprachwissenschaft sollte nur beschreiben, wie Sprache verwendet wird und welche Regeln dabei herrschen. Sprache wandelt sich. Damit sind jetzt keine (kurzlebigen) Sprachmoden gemeint, sondern grundsätzliche, bleibende (Regel-)Veränderungen in der Sprache.
Beide Wörter - jeweils in "unseren" Bedeutungen - kommen vor:
aufnehmen = sowohl im allgemeinen Standardwortschatz als auch im Fachwortschatz
abnehmen = eher nur im Fachwortschatz
Eine geografische Differenzierung scheint es nicht zu geben, was bei einem Fachwort wie "abnehmen" auch nicht zu erwarten ist. Allerdings sind beide Wörter (in ihrer hier gemeinten Bedeutung) wohl unterschiedlich alt. Dabei scheint "abnehmen" so jung zu sein, daß es in (standardsprachliche) Wörterbücher noch nicht aufgenommen wurde. Vielleicht kommt das ja noch.
abnehmen = auf Ton/Klang/Geräusch-Herkunft bezogen,
. . . . . . im Sinne von "nehmen" und weitergeben, hörbar machen,
. . . . . . z.B. eine Gitarre (mit einem Mikrofon) abnehmen und
. . . . . . sofort (live) über eine PA wiedergeben
. . . . . . es gibt dabei einen engen (technischen) Zusammenhang
. . . . . . zwischen Ton/Klang/Geräusch-Herkunft und -Weitergabe
. . . . . . ähnlich: Tonabnehmer
aufnehmen = auf Ton/Klang/Geräusch-Ziel bezogen,
. . . . . . im Sinne von "nehmen" und weitergeben an ein Speichermedium,
. . . . . . z.B. eine Gitarre (mit einem Mikrofon) aufnehmen und auf/mit(?)
. . . . . . einem Tonband aufzeichnen
. . . . . . der Zusammenhang zwischen Ton/Klang/Geräusch-Herkunft und der
. . . . . . Wieder-(nicht Weiter-)Gabe ist nicht so unmittelbar
. . . . . . ähnlich: Tonaufnahme
Deutlich wird dieser kleine (aber entscheidende?) Unterschied zwischen beiden Wörtern, wenn man sie mit anderen Worten in Verbindung bringt:
Ein (Musik-)Instrument kann ich sowohl ab- als auch aufnehmen.
Musik kann ich aufnehmen.
Kann ich Musik auch abnehmen?
Eine Geige kann ich
(wenn ich ein entsprechendes Gerät z.B. auf den Steg klemme, direkt)
abnehmen.
Kann ich ein Orchester abnehmen?
Eher nicht.
Bei einer (einzelnen) Tonquelle wird der Ton "ab-genommen" und - primär nicht zum Speichen (= "Auf-nehmen") - weitergegeben. Diese Tonquelle kann dann natürlich auch aufgenommen werden. Dann gehört aber das "Auf-nahme-"Medium bzw. -Gerät(notwendigerweise) mit dazu.
Ist ein DAT-Recorder ein Tonaufnahme- oder ein Tonabnahmegerät?
Ist ein Piezo-Tonabnehmer ein Tonaufnahme- oder ein Tonabnahmegerät?
Ist ein Mikrofon ein Tonaufnahme- oder ein Tonabnahmegerät?

Einer Gruppe von (vielen) Tonquellen könnte zwar der Ton als Gesamtereignis "ab-genommen" werden, dann fehlt aber der direkte Zusammenhang zwischen Ton-/Klangerzeuger und Ton-"ab-nahme".
Noch was:
Zur Tonabnahme gehört ein, wie schon festgestellt, enger Zusammenhang zwischen Tonerzeuger und Tonabnehmer. Dieser kann - muß aber nicht - baulich in das Instrument integriert sein.
Es ist ein Unterschied (auch für das Wörtchen "direkt"), wenn ich sage:
Diese Gitarre nehme ich direkt ab.
oder
Diese Gitarre nehme ich direkt auf.
Ein Schlagzeug als ganzes wird eher nicht abgenommen, die Snare vermittels Nah-(!)Mikrofonierung dagegen schon.
So, und was sagt der Engländer?
mike
An older, less-used abbreviation for microphone. Also, the act of picking up or recording an audio signal with a microphone.
http://www.guitar9.com/glossarylm.html#MIKE
to record (unter anderem)
to cause (as sound, visual images, or data) to be registered on something (as a disc or magnetic tape) in reproducible form
intransitive senses : to record something
http://www.m-w.com/cgi-bin/dictionary?book=Dictionary&va=record
pick-up
noun [C]
a device on an electrical musical instrument or a record player which causes sounds to be produced or made louder
http://dictionary.cambridge.org/define.asp?key=100780&dict=CALD
Das ist der berüchtigte Tonabnehmer, den (und nur den) einige der Hardcore-AUF-Nehmer gelten lassen wollen. Ein Mikrofon kann diese Funktion auch übernehmen.
redi,
der nix anderes zu tun hat.
ZitierenPost melden
Antwort#2
Danke Redi ,
endlich mal jemand der diese unsägliche Diskussion mit fundiertem
und überlegten Recherchen (hoffentlich) beendet.
Und eigentlich, wenn man sich´s so betrachtet , ist es ja auch ganz klar , oder ?
Gezeichnet: Einer der sich bisher nicht an derartigen Diskussionen beteiligt hat, dem diese Art der Kommunikation sehr auf die Nerven ging.


PowerStation Studio
ZitierenPost melden
Antwort#3
Statt penibel darauf zu achten, wie etwas (sprachlich) _genannt_ werden muss, würde ich lieber mich darauf konzentrieren, wie etwas (fachlich) _gemacht_ werden sollte.
Zwischen fachspezifischer und linguistischer Begriffswelt gibt es nun mal keine durchgängige Konsistenz:
Tonleute "steuern aus".
Eltern steuern die heiratende Tochter aus.
Langzeitarbeitslose werden aus der Versicherung "ausgesteuert".
Eine Eingangsstufe wird "angesteuert". Völlig unpassend, denn Schiffe steuern den Hafen an, Flugzeuge die Landebahn, ein PKW die Parklücke.
Selbst bei genauem Verständnis der "Regelungstechnik" drehen wir an einem Knopf zur Verstärkungs"regelung", den ganz gründliche Leute dann "Gain-Steller" nennen. Aber die ewigen Besserwisser kann man hier schnell verunsichern, denn in der Gesamtschau ist es doch meist eine "Regelung":
Wir drehen zwar am "Stellglied", beobachten dabei z.B. Aussteuerungsanzeigen, oder hören die Auswirkung. Im Gehirn (so weit benutzt) wird dann eine Abweichung zwischen (angestrebtem) Sollwert und Istwert wahrgenommen mit den Ziel, das Stellglied entsprechend zu betätigen. Also ist es nicht grundsätzlich falsch, wenn man hier mal vom Regler spricht, denn der "Regler" enthält nun mal Sensor, Stellglied und Sollwertquelle. Will man hier also nicht den Bediener am Stellglied als Bestandteil des "Reglers" akzeptieren?
Das musste ich mal loswerden, weil mir die immer wieder aufflammenden Debatten um Terminologien doch recht überflüssig erscheinen.
MfG -kln
ZitierenPost melden
Antwort#4
Gescannt aus: Christian Morgenstern, Alle Galgenlieder.
insel Taschenbuch 6, 1972
ZitierenPost melden
Antwort#5
Echt erstaunlich, wie hartnäckig diese Haarspalterei um zwei Vorsilben in diesem Forum anhält.
Für die Zukunft empfehle ich allen, die im Grunde das gleiche meinen (sich aber nicht weiter in endlose Diskussionen verstricken wollen) das Wort "mikrofonieren" zu verwenden, sofern es zutreffend ist.
Gruß
Max
ZitierenPost melden
Antwort#6
Wer sich angewöhnt hat seinen Chor abzunehmen, der wird das nicht mehr lassen können.
Das Jugendwort hat sich modisch schick besonders bei den Laien eingebürgert. Da hilft auch kein Missionieren hier.
Abnehmen ist zwar falsch und zeugt von unklarem Denken, aber was hilft es.
Da möchte jemand jedem Chorsänger ein Mikrofon an die "Backe" kleben und den Sound direkt abnehmen.
Auch wenn diese Art aufzunehmen deutlich sehr falsch ist.
Ähnlich verhält es sich mit dem Wort Boxen, wenn man seine anständigen Studiomonitore so nennt. Boxen sind diese Multimedia-Zigarrenkisten mit 1000 Wattchen, also der Schrott.
Wer sich dieses Wort Boxen mal angewöhnt hat, kommt wie magnetisiert nicht mehr von den "Kisten" los. Und solche Worte verbreiten sich recht schnell.
Also weiterhin fröhliches Abnehmen der Boxen. (Nicht im Sinne von: Von der Wand abnehmen, also abhängen.)
Man braucht das nicht als Haarspalterei zu empfinden und muss sich darüber auch nicht aufregen. Was soll's.
Frohes "Mikrofonieren".
Dieter
PS: Ab und zu nehme ich auf. :-)
ZitierenPost melden
Antwort#7
Dazu fällt mir als Talk ein, dass alle immer Äpfel und Birnen verwechseln.
Wir sprechen alle im Hausgebrauch von Glühbirnen.
Die Glühlampenfabriken haben uns von Anfang an auf ihren Glühlampenpackungen mitgeteilt, dass da Glühlampen drin sind.
Wenig bekannt ist, dass es sogar eine Glühlampensteuer gibt, wie früher einmal die Zündholzsteuer.
Trotz dieser Aufklärung will der Volksmund nicht von der Glühbirne lassen.
Um die Verwirrung voll zu machen: Das was *wir* Lampe nennen, also wo wir unsere Birne reinschrauben, das heißt "amtlich" Leuchte.
:-)
Didi
ZitierenPost melden
Antwort#8
EY LOH
hire mo, isch denge du solldest froh sin dat die leude nit in ihhre mundaade schreiwe!
;-)
wieder der DIN-norm!!!
(bzw. ihrer dogmatischen auslegung)
grüße
ZitierenPost melden
Antwort#9
Hi -
jenseits aller Wissenschaft mal ganz praktisch:
- wenn ich ein Schlagzeug live mikrofoniere und über die PA schicke, dann nehme ich es doch ab, nicht wahr? (dabei nehme ich es ja nicht auf)
- wenn ich ein Schlagzeug im Studio mikrofoniere und es dann aufnehme, dann nehme ich es ja auf; ich nehm es ja aber trotzdem mit den Mikros ab, oder?
Michael Koeppen
(Amateurmusiker)
ZitierenPost melden
Antwort#10
ich nehme den Schall auf und wandle in in Elektrizität um.
Dabei nehme ich den Schall nicht AB, denn wenn ich etwas ab-nehme, ist es weg...
Georg


Tonzauber - einfach klassisch!
ZitierenPost melden
Antwort#11
hmmm...andere überlegung:
ich nehme den schall auf und wandle ihn in elektrizität.
Ich nehme keinen schall ab, kann aber Vibrationen und Induktionen abtasten/abnehmen.
(->Tonabnehmer sowohl bei Schallplatte als auch als Körperschallabnehmer als auch als Induktionsabnehmer bei E-Saiteninstrumenten).
Aber schlußendlich ist beides umgangssprachlich und damit die gesamte diskussion müssig.
Georg


Tonzauber - einfach klassisch
ZitierenPost melden
Antwort#12
Hi Michael Amateurmusiker,
um akustische Instrumente herum werden Mikrofone aufgestellt und diese Schall-Sensoren "empfinden" die bewegenden Luftteichen. Mittels einer schwingenden Membran wird diese mechanische Bewegung in Modulationsspannung umgesetzt.
Egal, ob live oder nicht, immer ist das so. Das heißt, der Schall wird von diesesen empfindlichen Geräten aufgenommen.
Wieso eigentlich abgenommen? Da wird eben nichts abgenommen, weil nichts dazu da ist. Der Modulationsspannung ist es völlig gleichgültig, ob man diese erst einmal auf eine Festplatte speichert oder mit einer PA-Anlage (Modewort für eine "Beschallungsanlage") für das Publikum direkt verstärkt. Man wird bei der Beschallung vielleicht mit den Mikrofonen aus Rückkopplungsgründen etwas zu nah an die Schallquellen gehen, aber sonst gibt es keinen Unterschied und keinen Grund dabei irgend etwas abzunehmen. Abnehmen ist für bewegten Schalldruck in Luft die falsche Gedankenvorstellung dabei.
Einen verbeulten Kotflügel wird man sicher einfach abnehmen und durch einen neuen ersetzen.
Gruß
Michi
ZitierenPost melden
Antwort#13
Moin...
Mal ganz ehrlich: ich kann diese ganze Diskussion nur sehr begrenzt nachvollziehen. Das was hier von einigen postuliert wird, nämlich mit Mikrofonen könne man Schall nur aufnehmen (so wie übriges Wasser mit einem Aufnehmer - dann isses nämlich auch weg (vom Boden jedenfalls)), mag ja durchaus korrekt sein. Nur: muss man es immer so genau nehmen? Insbesondere, wenn - wie in diesem Thread schon angemerkt - an anderer Stelle mit Begriffen wie dem "Regler", der keiner ist, nicht so zimperlich umgegangen wird?
Anders gesagt: Wenn das eine die (von mir aus auch die einzige) _völlig_ richtige Bezeichnung ist, muss dann zwangsläufig das andere _völlig_ falsch sein? Gibt es für alles und jedes nur exakt einen richtigen Begriff?
Die ganze Argumentation hat ohnehin Löcher, denn wenn die Existennz eines Tonabnehmers (z.B. beim Plattenspieler oder der piezoelektrische Wandler an der Gitarre) nicht angezweifelt wird: Der nimmt dem schwingenden System den Ton genausowenig weg (im Sinne von "nicht mehr da") wie das Mikrofon der schwingenden Luft. Also: wo ist da der Unterschied? Beide nehmen einen verschwindend geringen Teil der Schwingungsenergie auf bzw. ab und wandeln das ganze in elektrische Signale, denen es _natürlich_ egal ist, was damit passiert.
Es ist aber im Alltags-Miteinander von Musikern und Tontechnikern doch wohl so, dass jedem klar ist, was mit der ABnahme gemeint ist (auch wenn manch einer das aufgrund eines evtl. etwas zu elitären Selbstverständnisses gar nicht verstehen _will_). Manchmal vermeidet man sogar durch die unterschiedliche Wortwahl Konfusionen: Auf die Frage "Wie möchtest du die Gitarre abgenommen haben?", würde ich evtl. mit "direkt", "per DI" oder "mit einem Raummikrofon" antworten, auf die Frage "Wie möchtest du die Gitarre aufgenommen haben?" eher mit "trocken" bzw. "mit Effekt" (ich weiß, das vermeidet man, soll ja nur ein Beispiel sein).
Und (im Sinne der umgangssprachlichen Bedeutung) ist es auch ein Unterschied, ob ich alle Instrumente eines Schlagzeugs einzeln ABnehme (und ein zusammengemischtes Stereosignal AUFnehme), oder eben wirklich alles einzeln (auf vielen Spuren) AUFnehme...
Warum denn so pingelig, wenn man sich gegenseitig trotzdem versteht?
Anderes Beispiel: Ich weiß auch, dass Gaffa nicht Gaffa, sondern Gaffer heisst.
Trotzdem schreibe ich, wenn ich das Klebeband meine, entweder "Gaffer-Tape" oder kurz "Gaffa". Sonst bekommt der Satz "Ich habe noch Gaffer-Reste an meinem Kabel" eine Bedeutung, für die sich plötzlich die Staatsanwälte interessieren...
Können wir uns nicht einfach darauf einigen, dass es genauer und richtiger (wirklich?) ist, von der TonAUFnahme zu sprechen, das im Hinterkopf behalten, und trotzdem da, wo es bequemer oder wegen Verwechslungsgefahr besser unterscheidbar ist, von der ABnahme reden?
Jens
ZitierenPost melden
Antwort#14
Wie schon gesagt, wenn ich Wasser verschütte und es mit dem Aufnehmer aufnehme, ist es auch weg...
Wenn ich mein Auto zur TÜV-Abnahme bringe, ist es dagegen (hoffentlic) NICHT weg...
???
Jens
ZitierenPost melden
Antwort#15
Man kann sich auch einen Spass draus machen und mal einen Tontechniker laut und deutlich nach "Gaffer" fragen?
Der Dialog läuft geht dann in etwa so weiter (bisher mind. 5mal erfolgreich reproduziert):
"Was?"
"Na Gaffa. - Das heisst eigl. Gaff_er_-Tape und Gaffer ist ein Begriff aus der Filmbranche."
Ungläubiges Stauen oder Miene ausgesetzt die sagt "Das haben wir immer schon Gaffa genannt und ich bin länger als Techniker tätig als du alt".
ZitierenPost melden
Antwort#16
Moin Jens,
du kannst diese Diskussion nur begrenzt nachvollziehen. Das macht nichts.
Gehe mal in Google, da wirst du die kleine Sippe finden, die das Wort Mikofon"ab"nahme benutzt (Leute, die grün hinter den Ohren sind, sowie eher unbedarfte Amateure und Pop-Musiker). Das soll nicht abwertend sein, sondern nur den Zustand schildern. Die Amateure und die Musiker sind ehrenwert.
Also: Mikrofonabnahme 162 und Mikrophonabnahme 9, das sind 173 Findungen. Da geht es mehr in die Richtung der Gitarrenbastler.
Dagegen gibt es bei Mikrofonaufnahme 640 und bei Mikrophonaufnahme 49, das sind 689 Findungen. Das geht mehr in die bekannte Hauptmikrofonaufnahmetechnik.
Es gibt also genau 4 mal mehr Meldungen zur Mikrofonaufnahme, als zur Mikrofonabnahme.
An den Plätzen der Toningenieur- und Tonmeister-Studien gibt es das Wort der Tonabnahme nur bei Gitarren-Tonabnehmern, aber niemals bei Mikrofonen. Du nennst das mit deinem Hintergrund eben "elitär". Ist schon klar und verständlich. Es klingt schon komisch und linkisch, wenn jemand ein Klavier (Flügel), einen Chor oder ein Orchester abnehmen will. Da ist doch wirklich etwas verkehrt.
Auch ist dieses zentimeternahe Reinkriechen mit den Mikrofonen in die Instrumente bei den Studienstätten recht verpönt, weil dieses nachgewiesenerweise immer sehr falsch und schlecht klingt. (Das ist doch nur Notbehelf.) Amateure, die gerne den Ton falsch abnehmen, machen das aber sehr gerne. Wissen sie, was sie tun? Das ergibt so niemals den großen Klang, den ein akustischen Instruments hat.
Mikrofone sind, wie ein Vorposter schon richtig schrieb, Sensoren. Diese können gar keine Energie aufnehmen und wandeln. (Auch unser Gehör kann das nicht.)
Diese Wandler können etwas mit Schalldruck und Schalldruckdifferenzen anfangen und recht schön in Spannung verwandeln. Sie können den Schall aufnehmen. Das haben sie früher immer so getan. Nur kommt in letzter Zeit durch die vielen Heimtontechniker dieses Hirn-Wort vom Abnehmen immer mehr in diese Diskussion. So wird leider eben auch falsch gedacht.
Eigentlich ist es egal, wie das genannt wird. Nur kommt durch falsche Wortwahl indirekt eine falsche Aufnahmetechnik zustande. Natürlich bei dir nicht. :-)
Jens-Uwe
ZitierenPost melden
Antwort#17
Also wenn ich jetzt meine Gitarre aufnehme auch wenn sie nur duch die PA geblasen wird, bin ich jetzt ein richtiger Profi?
Genau das impliziert dieses ganze sinnlose diskutiere um das richtige Wort.
Wer Gaffer sagt und aufnimmt, hat schon 90% auf dem Weg zu Profi-Tontechniker zurückgelegt.
Natürlich in einer Branche in der Werbung und Image oft mehr zählt als Können verständlich.
Schöne Aufnahme noch.
ZitierenPost melden
Antwort#18
Also wenn ich jetzt meine Gitarre aufnehme auch wenn sie nur duch die PA
geblasen wird, bin ich jetzt ein richtiger Profi?
Das ist doch jetzt Polemik und bringt doch nix.
Ein Kleid macht noch keinen Kaiser.
Meyer
PS: Ich kann schon Inschenör schreiben, bin ich jetzt einer?
ZitierenPost melden
Antwort#19
Ich finde jetzt inzwischen auch, daß man das Thema mal auf sich beruhen lassen sollte. Irgenwo muessen wir alle wohl akzeptieren, daß Sprache nicht unbedingt etwas zu 100% Logisches sein kann, das sie von ALLEN Menschen genutzt und geformt wird und nicht nur von der geistigen Elite. (is echt voll fettkrass, was manche Prolo mache aus Deutsche Sprache, gell Aldäähh ?)
Auch der Versuch, die Rechtschreibung (und Sprechung ???) per Dekret und Reform ändern und harmonisieren zu wollen, dürfte niemals gelingen, fürchte ich.
Für mich war es ein Schlüsselerlebnis, von meinem Französischlehrer einst zu erfahren, warum in manchen Regionen Frankreichs, kleine, ausstellbare Dachfenster einen "Wasisda" heissen: Als die deutschen Besatzer ein Häuschen mit einem solchen Spezialfester stürmten, deutete angeblich ein in der franzöischen Fensterarchitektur unkundiger deutsche Soldat auf selbiges Gebilde und fragte lautstark "Was ist das ?" Von da an hatte das Ding seinen Namen weg.
Wie die Franzosen es exakt schreiben, ist mir nicht bekannt. Wer das kennt, mag sich melden.
ZitierenPost melden
Antwort#20
"fenêtre de toit diagonale"
sagt die Google Übersetzung auf schräges Dachfenster auf Französisch.
Das war mir klar, bei der bekannt schwachen Übersetzung.
Didi
ZitierenPost melden

Deine Antwort

Du kannst ohne Anmeldung schreiben.