Tag Jens Uwe...
Irgendwie kann ich mich bei deinem Beitrag des Eindrucks nicht entziehen, dass deine Worte trotz aller Beteuerungen dann doch irgendwie abwertend gemeint sind.
Wie dem auch sei, mit meinem Amateurstatus kann ich gut leben. Allerdings habe ich auch oft genug mit Profis und alten Hasen zusammengearbeitet, die entweder selbst von "Abnahme" sprechen oder zumindest in der Benutzung dieses Wortes durch andere keinen Weltuntergang sehen.
Zunächst mal zu der Google-Sache: Erstens stellst du selbst fest, dass mit dem zusammengesetzten(!) Wort "Mikrofonab(oder auf-)nahme" offensichtlich zwei völlig verschiedene Dinge gemeint sind. Zweitens empfehle ich für einen halbwegs fairen Vergleich, noch ein paar weitere Suchbegriffe zu probieren.
Ich habe auf Anhieb nur zwei Paare probiert:
Schlagzeugabnahme: 474
Schlagzeugaufnahme: 46
Ampabnahme: 20
Ampaufnahme: 0
Soviel zur "kleinen Sippe" der "Bastler" - die übrigens in guter Gesellschaft zu sein scheinen: Die "Schlagzeugabnahme" wird bei etlichen Tonstudios gefunden, Beyerdynamic bietet Mikros dafür an, ein gewisser Herr Uli Eisner spricht in Büchern davon...
Ganz nebenbei: Es behauptet doch niemand, die "Abnahme" wäre richtig und die "Aufnahme" falsch. Ebensowenig hat hier jemand davon gesprochen, Mikrofone würde Schall abnehmen. Es geht doch nur um ein Synonym: "Das Schlagzeug abnehmen" = "Den Schall des Schlagzeugs (mit Mikrofonen) aufnehmen".
Dass man im übrigen beim "abnehmen" mit dem Mikrofon ganz nah herangeht, mag daherrühren, dass der Begriff der "Abnahme" eher im Live-Beschallungs-Bereich anzutreffen ist - und dort hat man wegen Feedbackgefahr und/oder Übersprechen schlicht meist keine andere Wahl. Andererseits braucht man bei einer (live-)Rockband wohl auch kaum einen "großen" Klang, wenn da ein (monauraler) Gitarrenverstärker verstärkt werden soll.
Zum Schluss noch eine kleine Anmerkung zu den Schallwandlern und der Energie: Ein Mikrofon, welches Schalldruckschwankungen oder lokale Gradienten detektiert, setzt bei der Wandlung _natürlich_ auch Energie um. Ich sprach ja von einem verschwindend kleinen Teil. Woher sonst soll z.B. bei einem dynamischen Mikrofon die elektrische Wechselspannung kommen, wenn nicht aus der Energie der Schallwelle? In sofern nehmen sie dem Schallfeld durchaus Energie "ab" (auch wenn ich an dieser Stelle "weg" bevorzugen würde).
Jede andere Darstellung kann ich nämlich mit _meinem_ Berufsethos nicht vereinbaren.
Wenn schon Haare spalten, dann bitte richtig.
Jens
Irgendwie kann ich mich bei deinem Beitrag des Eindrucks nicht entziehen, dass deine Worte trotz aller Beteuerungen dann doch irgendwie abwertend gemeint sind.
Wie dem auch sei, mit meinem Amateurstatus kann ich gut leben. Allerdings habe ich auch oft genug mit Profis und alten Hasen zusammengearbeitet, die entweder selbst von "Abnahme" sprechen oder zumindest in der Benutzung dieses Wortes durch andere keinen Weltuntergang sehen.
Zunächst mal zu der Google-Sache: Erstens stellst du selbst fest, dass mit dem zusammengesetzten(!) Wort "Mikrofonab(oder auf-)nahme" offensichtlich zwei völlig verschiedene Dinge gemeint sind. Zweitens empfehle ich für einen halbwegs fairen Vergleich, noch ein paar weitere Suchbegriffe zu probieren.
Ich habe auf Anhieb nur zwei Paare probiert:
Schlagzeugabnahme: 474
Schlagzeugaufnahme: 46
Ampabnahme: 20
Ampaufnahme: 0
Soviel zur "kleinen Sippe" der "Bastler" - die übrigens in guter Gesellschaft zu sein scheinen: Die "Schlagzeugabnahme" wird bei etlichen Tonstudios gefunden, Beyerdynamic bietet Mikros dafür an, ein gewisser Herr Uli Eisner spricht in Büchern davon...
Ganz nebenbei: Es behauptet doch niemand, die "Abnahme" wäre richtig und die "Aufnahme" falsch. Ebensowenig hat hier jemand davon gesprochen, Mikrofone würde Schall abnehmen. Es geht doch nur um ein Synonym: "Das Schlagzeug abnehmen" = "Den Schall des Schlagzeugs (mit Mikrofonen) aufnehmen".
Dass man im übrigen beim "abnehmen" mit dem Mikrofon ganz nah herangeht, mag daherrühren, dass der Begriff der "Abnahme" eher im Live-Beschallungs-Bereich anzutreffen ist - und dort hat man wegen Feedbackgefahr und/oder Übersprechen schlicht meist keine andere Wahl. Andererseits braucht man bei einer (live-)Rockband wohl auch kaum einen "großen" Klang, wenn da ein (monauraler) Gitarrenverstärker verstärkt werden soll.
Zum Schluss noch eine kleine Anmerkung zu den Schallwandlern und der Energie: Ein Mikrofon, welches Schalldruckschwankungen oder lokale Gradienten detektiert, setzt bei der Wandlung _natürlich_ auch Energie um. Ich sprach ja von einem verschwindend kleinen Teil. Woher sonst soll z.B. bei einem dynamischen Mikrofon die elektrische Wechselspannung kommen, wenn nicht aus der Energie der Schallwelle? In sofern nehmen sie dem Schallfeld durchaus Energie "ab" (auch wenn ich an dieser Stelle "weg" bevorzugen würde).
Jede andere Darstellung kann ich nämlich mit _meinem_ Berufsethos nicht vereinbaren.
Wenn schon Haare spalten, dann bitte richtig.
Jens
