ThomasT schreibt in rec.audio.pro:
On a disscussion I claimed that tape saturation is only a hype today to get more loudness and compression.
I cannot assume that the older engineers used this so often in the good old days[tm] where wheels turned around in the studio. Even for Rockmusik. I think if they cared about quality they would not want to produced distortion by tape sat. Am I right?
Du hast Recht. Es ist üblich gewesen, bei Mehrspruaufnahmen allein das Schlagzeug bei einer bestimmten (!) Spielart etwa 6 dB höher als "Normal" auszusteuern. Das heißt bei den Bandsorten 555 oder 468, die man (mit 1% Klirr bei 1000 Hz) normalerweise mit mit 513 nWb pro m Tonbandbreite auf 100 % aussteuerte, wurde 5 bis 6 dB höher ausgesteuert. Also der Spitzen-Aussteuerungsmesser war dann gerade "randvoll". Es wurde nicht mehr ausgesteuert, also bis 1000 nWb/m. Schon gar nicht wurde alles so ausgesteuert. Vocals ganz bestimmt nicht. Der Drummer hat sich auch angehört, wie sein Schlag nach der Bandsättigung klang. Oft hat er dann betimmte nicht klingende Schläge weggelassen. Die allgemeine Bandsättigung war nicht interessant, sondern nur die Frequenzen über 1 kHz und nur für sehr kurze Schläge, wobei das Ohr wegen seiner Integrationszeit noch keine Verzerrungen feststellte. Die Snare klang dann mit dieser Höhenbegrenzung satter und fetter. Bei einem anderen Spielstiel, wo bei der Snare die Besen genommen wurden, wurde niemals in die Sättigung aussgesteuert, weil das eben nicht klang. Die Bandsättigung wurde nur mit Geschmack ganz gezielt und künstlerisch eingesetzt und niemals zu viel.
Die heutigen Plugins beachten nicht die Höhenbandbegrenzung und das kurzzeitige Klippen, wie es das Tonband tat. Die machen das anders und so klingt es auch, nennt sich aber fälschlicherweise Bandsättigungseffekt. Mit dem richtigen Bandsättigseffekt muss man lernen umzugehen und ihn nur zeitweise bei den richtigen Schallquellen, überwiegend die Snare, einzusetzen.
Der Künstler muss sich das anhören. Die heutige Benutzung, indem man den Pseudo-Bandsättigungseffekts auf die fertige Summe haut, ist grässlich. Das hört man aber auch.
On a disscussion I claimed that tape saturation is only a hype today to get more loudness and compression.
I cannot assume that the older engineers used this so often in the good old days[tm] where wheels turned around in the studio. Even for Rockmusik. I think if they cared about quality they would not want to produced distortion by tape sat. Am I right?
Du hast Recht. Es ist üblich gewesen, bei Mehrspruaufnahmen allein das Schlagzeug bei einer bestimmten (!) Spielart etwa 6 dB höher als "Normal" auszusteuern. Das heißt bei den Bandsorten 555 oder 468, die man (mit 1% Klirr bei 1000 Hz) normalerweise mit mit 513 nWb pro m Tonbandbreite auf 100 % aussteuerte, wurde 5 bis 6 dB höher ausgesteuert. Also der Spitzen-Aussteuerungsmesser war dann gerade "randvoll". Es wurde nicht mehr ausgesteuert, also bis 1000 nWb/m. Schon gar nicht wurde alles so ausgesteuert. Vocals ganz bestimmt nicht. Der Drummer hat sich auch angehört, wie sein Schlag nach der Bandsättigung klang. Oft hat er dann betimmte nicht klingende Schläge weggelassen. Die allgemeine Bandsättigung war nicht interessant, sondern nur die Frequenzen über 1 kHz und nur für sehr kurze Schläge, wobei das Ohr wegen seiner Integrationszeit noch keine Verzerrungen feststellte. Die Snare klang dann mit dieser Höhenbegrenzung satter und fetter. Bei einem anderen Spielstiel, wo bei der Snare die Besen genommen wurden, wurde niemals in die Sättigung aussgesteuert, weil das eben nicht klang. Die Bandsättigung wurde nur mit Geschmack ganz gezielt und künstlerisch eingesetzt und niemals zu viel.
Die heutigen Plugins beachten nicht die Höhenbandbegrenzung und das kurzzeitige Klippen, wie es das Tonband tat. Die machen das anders und so klingt es auch, nennt sich aber fälschlicherweise Bandsättigungseffekt. Mit dem richtigen Bandsättigseffekt muss man lernen umzugehen und ihn nur zeitweise bei den richtigen Schallquellen, überwiegend die Snare, einzusetzen.
Der Künstler muss sich das anhören. Die heutige Benutzung, indem man den Pseudo-Bandsättigungseffekts auf die fertige Summe haut, ist grässlich. Das hört man aber auch.
