AB-Mikrofonanordnung?

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Startbeitrag#1
Im Link gibt es eine weltfremde Erklärung zur AB-Mikrofonanordnung.
Ein AB-Mikrofonsystem ist eine Laufzeitmikrofonierung, wobei wir nur an Lautsprecher-Stereofonie denken. Das hat nichts mit dem Ohrabstand zu tun.
Aber was hier über den Aufnahmewinkel (recording angle) erklärt wird, das ist schon seltsam.



Seltsame Erklärung für eine AB-Mikrofonanordnung
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Antwort#2
Hier liegt der unausrottbare Gedankenfehler vor, dass zur Stereofonie mit Laufzeit, die menschliche Kopfabmessung sicher irgendwie dazugehören müsste.
Das wird in folgendem Satz offenbart:
"It takes 17 cm at the speed of sound to reach the right ear. In this distance, the recording angle is 180 degrees."
Der erste Satz ist ja als Aussage richtig, nur die Schlussfolgerung für die AB-Stereofonie im zweiten Satz ist deutlich falsch.
Hier hat unser Kollege Hartkopf sicher noch nichts von psychoakustischen Laufzeitdifferenz-Werten für die Hörereignisrichtung auf der Lautsprecherbasis gehört.
Siehe:
http://www.sengpielaudio.com/HoerereignRichtungDt.pdf
Wenn er aber an Aufnahmen mit alleiniger Kopfhörerwiedergabe gedacht haben sollte, dann darf er die engen Mikrofonaufstellungen mit seinen genannten Aufnahmewinkeln nicht "AB-Stereo" nennen.
Stereo ist nämlich im englischsprechenden Ausland die übliche Lautsprecher-Stereofonie und binaural recording ist die besondere Kopfhörer-Stereofonie. Das sollte doch auseinander gehalten werden.
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Antwort#3
It takes 17 cm at the speed of sound to reach the right ear ...
Der erste Satz ist ja als Aussage richtig ...
Eigentlich aber doch nicht, oder? Ein Klang von links (90°) erreicht das rechte Ohr garnicht (direkt), bzw. muss sich "um den Kopf herumzudrängen" und dann wäre der Weg doch PI/2 länger, als die Nettodistanz der 17cm (die bei mir auch weniger sind, nebenbei gesagt)
Frage: Kommt eigentlich von einem real voll linken Signal überhaupt etwas Nennenswertes am rechten Ohr an, ausser den Reflexionen des Signales und einiger Anteile, die durch die Scgädeldecke wandeln?
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Antwort#4
Eigentlich aber doch nicht, oder? Ein Klang von links (90°) erreicht das
rechte Ohr garnicht (direkt), bzw. muss sich "um den Kopf herumzudrängen"
und dann wäre der Weg doch PI/2 länger, als die Nettodistanz der 17 cm
(die bei mir auch weniger sind.)
Frage: Kommt eigentlich von einem real voll linken Signal überhaupt etwas
Nennenswertes am rechten Ohr an, ausser den Reflexionen des Signales und
einiger Anteile, die durch die Scgädeldecke wandeln?
Ich denke wenn mir jemand 2 cm entfernt in ein Ohr etwas flüstert, dann kommt fast nichts am anderen Ohr an.
Wenn jemand 2 Meter enfernt seine Geige aus der Richtung eines Ohrs spielt, dann kommt schon einiges am anderen Ohr an, selbst im reflexionsarmen Raum. Natürlich ist das stark frequenzabhängig mit gedämpften Höhen. Ich denke der Wegunterschied von einem Ohr zum anderen wird außen herum in der Gegend von 21 cm liegen.
Inwieweit eine entfernt spielende Geige auch meinen Schädeldecken-Knochenschall wirken läßt, kann ich mir nicht so recht vorstellen. Vielleicht weniger als 40 dB leiser als der Direktschall.
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Antwort#5
Sehe ich auch so. Das mit dem nahen Hörempfinden, wenn man direkt etwas ins Ohr bekommt, lässt sich übrigens bei Kugel-AB mit Glastrennkörpern recht gut wiedergeben (wenn es einem aus sowas ankommt)
"weniger als 40 dB leiser als der Direktschall" (fuer Schall durch die Schädeldecke). Ich denke, daß Bässe deutlich besser durch das bischen Calciumcarbonat durchkommen- ich schätze mal eher -20dB. Wer hat Werte ?
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