Mikrofonaufstellung Blaskapelle

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Antwort#21
Hallo Andreas,
mir ging es doch um die Übetragung 1:1 von der dargebotenen Dynamik. Es ist das einfachste Grundwissen der Tonaufnahme, dass so etwas nicht möglich, aber auch nicht erwünschenswert ist. Die Abhörsituation ist nun mal anders, als die Darbietungssituation.
Daneben meinte ich nicht das Komprimieren im Sinne des Einsatzes eines Geräts mit dem Namen "Kompressor" = aktiver Dynamikveränderer, sondern die geschicktere und natürlichere Kompression mittels einer gut ausgedachten Kombination von Mikrofonpositionen.
Wer schon mal grosse Sinfonieorchester aufgenommen hat, weiss was ich meine. Bruckners 9. o.ä. wird, durch ein Hauptsystem alleine aufgenommen, kein zufriedenstellendes Ergebnis sein. Auch Mahlers 2. ist tontechnisch, von der Dynamikseite, ein Riesenproblem. Da muss man schon geschickt mit (vielen) Mikrofonen umgehen, um ein natürliches, augenscheinlich unkomprimiertes Klangbild zu erzielen.
Gr.
Dirk
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Antwort#22
Man hört bei Kompression sofort, daß da was nicht zusammenpaßt.
Ja, so ist es.
Dazu gibt es aber einen Trick, da das automatische Zurückregeln der Spitzenpegel unangenehm bemerkbar ist. Besonders wenn ein Sänger voll Inbrunst loslegen will und er durch den Kompressor an seinem "Ausbruch" gehindert wird. Er kriegt eins auf den Deckel. Schrecklich dieses "Abwürgen".
Weniger hörbar ist es, wenn die lauten Stellen (die "Berge") nicht abrasiert und gleichhoch gemacht werden, sondern wenn nur die zu leisen Stellen entweder von Hand im Pegel angehoben werden (also man die "Täler" auffüllt) oder wenn nur leise Pegel mit einer "Side-Chain-Schaltung" zum Direktsignal addiert werden. Siehe etwa:
http://www.sengpielaudio.com/UnhoerbareRegelwirkung.pdf
Selbst Dirigenten, die heftig fordern: "nur keinen Begrenzer", haben das vorsichtige "Zuschütten der Täler" nicht bemerkt.
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Antwort#23
Das ist dieser "das darfst du auf keinen Fall Effekt".
Gerade dadurch denkt man ständig dran, und muss auch Husten.
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Antwort#24
also ich huste immer schön auf fortissimoeinsatz ;-) und laute bläsertutti. die angebotenen hustenbonbons in einigen konzerthäusern sind auch sehr effektiv!
rainer hat recht, daß ein gedankenlos hustendes publikum nicht wirklich mit der musik "mitgeht"...! wenns ein packt müßte man schon sehr erkältet sein um den reiz nicht unterdrücken zu können.
andererseits ist die z.t. seeehr trockene luft in den opern und konzertsälen, durch klimaanlagen, auch wirklich hustenfördernd!!!
handyklingeln und garderobenmarken, die auch immer (!) beim pp runterfallen empfinde ich aber noch schlimmer.
könnte man nicht mit diesen schönen ultraschallverneblern für gute luft sorgen?? quasi ja auch per "ton"...
stell ich mir sehr mystisch vor- wagneroper und überall quellen solche vernebler vor sich hin... könnte man doch ne installation draus machen.
lg matthias
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Antwort#25
Wenn ich das nächste mal jemanden beim Metalkonzert mit Bonbonpapier oder ähnlichem Knistern sehe, denn werde ich auch ein böses "Pssssst" hinüberwerfen...
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Antwort#26
Zum Konzerthusten - Da gibt es ein Buch: Bin ich normal, wenn ich mich im Konzert langweile?
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3832178600/302-3064358-8968067
Konzerte sind schwierig. Das hat nicht unbedingt mit der Musik zu tun, auch wenn eine Marathonsitzung von Wagners Ring die Ausgangsfrage von Christinae Tewinkels Buch Bin ich normal, wenn ich mich im Konzert langweile? eigentlich in ihr Gegenteil verkehrt: Da müsste man sich fragen, ob man normal ist, wenn keine Langeweile eintritt.
Konzerte sind aus ganz anderen Gründen schwierig. Denn sie zwingen uns Erwachsenen Regeln und Verbote auf, wie wir sie sonst nur unseren Kindern zumuten. Man darf nicht zu spät kommen ins Konzert, zum Beispiel. Man darf nicht husten und muss klatschen, aber bitte nicht zu früh und nur an ganz bestimmten Stellen. Es gibt eine spezielle Kleiderordnung für Konzerte, und in den Pausen muss man sich angemessen über das Gehörte echauffieren. Zuwiderhandelnde werden mit gesellschaftlicher Ächtung bestraft.
Wie aber verhalte ich mich korrekt bei Klangkunst? Wann wird geklatscht, gelesen und gebuht? Warum sind Musikevents oft so teuer? Was ist Dur, was Moll, was Harmonie, was Dissonanz? Wie funktionieren eigentlich Noten? Was macht der Dirigent (außer überflüssigerweise -- oder vielleicht doch nicht überflüssigerweise? -- vor dem Orchester zu stehen)? Warum klingen Kirchenchöre oft so schief? Und: wie um Himmels willen kann man nur acht Stunden am Tag mit Instrumentenüben verbringen? Mit diesen und anderen Fragen beschäftigen sich die 24 Kapitel von Tewinkels amüsanter Reise durch die Welt der Musik(er). Und ihre Antworten sind mal verblüffend einfach, mal witzig -- und immer erhellend. Was Sie schon immer über Musik wissen wollten, aber nie zu fragen wagten: In diesem Buch ist es beschrieben.
Untermalt wird Tewinkels polyphoner Band von Illustrationen des intellektuellen Vorzeigezeichners Rattelschneck, dessen nur vordergründig hingeschluderte Bilder vor allem in der Titanic ganz zu Recht entzücken. Hier im Buch wirken sie eher mau und langweilig. Die Frage allerdings, ob man normal ist, wenn man Rattelschneck mal weniger komisch findet, gehört allerdings nicht hierher. --Thomas Köster
Kurzbeschreibung
Wie viel Wissen braucht man, um ein Konzert zu besuchen? Muss ich das Programmheft lesen und warum darf ich zwischendurch nicht klatschen? Worüber spreche ich nach einem Konzert, ohne mich lächerlich zu machen? Und warum sind Konzerte so teuer ? oder verdienen Musiker so viel? Was hat es mit den geheimen Gesetzen der Musik auf sich und muss ich die Sonatenhauptsatzform heraus hören? Wozu Dur und wozu moll? Was finden andere an der Oper, wo sich der Kunstgesang so eigenartig...
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Antwort#27
andererseits ist die z.t. seeehr trockene luft in den opern und konzertsälen,
durch klimaanlagen, auch wirklich hustenfördernd!!!

könnte man nicht mit diesen schönen ultraschallverneblern für gute luft
sorgen?? quasi ja auch per "ton"...
Wieviele Liter Wasser willst Du in einem Konzertsaal verblasen?
Als Beispiel:
Mein Flügel steht in einem Raum von etwa 20 m² bei einer Deckenhöhe von 2,5 m. Luftfeuchtigkeit
ist - über Hygrostat gesteuert - 60%. Beim derzeitigen Klima "verdampfe" ich täglich etwa
16 l Wasser.
Vernebler nach dem Ultraschallprinzip halte ich für weniger praktisch. Nicht nur das
Wasser wird vernebelt, sondern auch der darin enthaltene Kalk, der sich überall absetzt.
Wesentlich besser sind die VENTA Raumluftbefeuchter, deren Betrieb wegen des Ventilators
jedoch nicht bei Konzerten und Aufnahmen anzuraten ist.
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Antwort#28
Handyklingeln ...
Ist gerade letzten Sonntag passiert. Bach, Johannespassion, Alt-Arie "Es ist vollbracht", und zwar im ersten, leisen Teil der Arie. Und das hat gedauert, bis derjenige es endlich absgeschaltet hat! Grrrrrr!
Ich hätte alle Lust, alle Besucher vorher unterschreiben zu lassen: "Wessen Handy während der Aufführung klingelt, zahlt denjenigen Teil der Veranstaltungskosten, der nicht durch die Eintrittskarten gedeckt wird!"
(ein böser) Michael
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Antwort#29
Einige Fragen.
1., Der Kapellmeister kollidiert nicht mit den Fl.-Stuetzen?
2., Wo sassen 1. Horn, 1. Posaune, 1. Trompete, 1. Fluegelhorn, 1. Floete?
3., Wie sieht es mit Uebersprechen aus?
4., Wie gross war die Ausdehnung des Klangkoerpers?
5., Delays?
6., Saßen hintere Reihen (zB. Posaunen) erhoeht?
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Antwort#30
1., Der Kapellmeister kollidiert nicht mit den Fl.-Stuetzen?
3., Wie sieht es mit Uebersprechen aus?
Die Frage könnte man auch anders stellen:
Wieviele Mikrofone wurden niedergetrampelt und mußten ersetzt werden? ;-))
Darin sehe ich das größte Problem, insbesondere bei den Klarinetten-Mikrofonen, in die
meist einiges "Blech" einstreut. Insbesondere bei den (geringen) Pegeln, die die Klarinetten
im Vergleich zu anderen Instrumenten eines solchen Ensembles liefern.
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Antwort#31
An den Kapellmeister habe ich konkret gedacht, als ich das Foto gesehen habe.
Beim Uebersprechen faellt mir zunaechst einmal das Mikro zwischen 3. Klarinette und (welchem?) Horn auf.
Dann taete mich noch interessieren, wo die Piccolo sass, und ob sie (wie oft bei Blasmusik ueblich) von der 1. Floete (nicht der 3. Fl.!) gespielt wurde.
BTW: Nachtschwaermer?
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Antwort#32
BTW: Nachtschwaermer?
Sagen wir lieber: Nachtarbeiter.
Ich kann mich zu dieser Tageszeit am besten konzentrieren, die Familie schläft, kein
Telefon klingelt, und den Flügel hinter meinem Rücken darf ich zu dieser Zeit auch
nicht benutzen.
Da ich sowieso mit Kopfhörer schneide, kann ich dies jederzeit und überall machen.
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Antwort#33
Im übrigen finde ich die Idee von Rainer, ein Setup zur Diskussion zu stellen, vorzüglich.
(Auch wenn rauschende Monitore ein beinahe größeres Echo auslösen!?!)
In dem Zusammenhang die zweite Diskussion um Abnahme eines Blasorchesters eine mal
wieder bemerkenswerte Feststellung, welche Bedeutung gute Aufführungssäle für eine
Aufnahme haben können. Das Ergebnis finde ich für den minimalistischen Aufwand an
Technik für die Dokumentation eines Konzertes recht gelungen.
Sobald ich mit meiner aktuellen Produktion fertig bin, werde ich auch davon eine kurze
Beschreibung der unorthodoxen Aufnahme(technik) mit Klangbeispielen ins Netz stellen.
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Antwort#34
Zu 1: nein.
Zu 2: Kann ich heute nicht mehr exakt sagen, ob überhaupt "1." und "2." vorhanden war.
Zu 3: Du meinst sicher akustisches Übersprechen. Habe ich keine Probleme gehabt, und manches akustische Übersprechen war sogar gewollt.
Zu 4: ca. 12 Meter
Zu 5: keine verwendet
Zu 6: nein.
Posaunen habe ich bewußt nich gestützt, da ich sie etwas indirekt haben wollte. Sie werden von den U87/U89 noch mitgenommen.

Grüße
Rainer
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