...mein Erinnerungsvermögen ist doch noch ok! :)Habe mich sogar an die Firma erinnert, die dieses Teil führt... Verkaufspreis 39$ und selbst mit Versand aus USA sollte das noch billiger sein, als 113euro: http://www.trewaudio.com/catalog/items/item335.htm
Schwer nachzuvollziehen, von welchen Geräten Du da sprichst. Alle Rückmeldungen über die Speisungen unserer DN221-Serie sind erstklassig, sowohl was Verarbeitung, Betriebssicherheit, als auch das akustische Ergebnis betrifft. Sie werden mittlerweile auch von großen deutschen Mikrofonherstellern empfohlen. Dies trifft übrigens auch für den Tonader-Speisekonverter PTK zu. Beste Grüße, Peter c/o drefahlaudio.com
Hallo Namenloser, Details bitte - zur Untermauerung... Ich habe zwei DN221C - nicht von Herrn Drefahl gekauft, sondern vom Vorbesitzer zusammen mit ein paar Schoeps-CM640s erhalten. Ich konnte bei der Eingangspruefung weder Isolations- noch andere aeusserlich sicherheitsrelevante Probleme finden - auch ein Test mit Norma Unilap 701 ergab keine Beanstandung. Wo sind also die Nicht-Konformitaeten zu finden - und zu welchen DIN-VDE-Normen bzw. zu welchen EEC-Direktiven? Gruss Micha === PS: Ein reverse engineering der Schaltung finde ich unnoetig - das Resultat in der Anwendung ist ueberzeugend - ob da nun ein Kondensator zu gross bemessen ist oder nicht, die Kisten funktionieren. Vielleicht wuerde ich selbst anders konstruieren, aber deswegen sehe ich keinen Grund, die Produkte schlechtzureden. Versuchst Du selbst, ein Konkurrenzprodukt zu lancieren?!
Vielen Dank für den ergänzenden Kommentar. Das DN221 wurde im Test mit über 30 Röhrenmikrofontypen der letzten 75 Jahre entwickelt und optimiert. "Billig" war dabei nie das Ziel, und so finden sich auch im neuen DN221 V5.0 wieder überdimensionierte Bauteile - zu klaren Gunsten der Stör- und Betriebssicherheit. Schöne Grüße, P.Drefahl
Muß das sein? Na gut ... Das mir vorliegende N221 ist mit besagtem 7805 aufgebaut. Dieses bezieht die ungeregelte Spannung für die Heizung aus einem Trafo, der 6,3 V liefert. Nach Gleichrichtung und Siebung dieser Heizwechselspannung stehen am Eingang des 7805 ungeregelt ca. 7,5 bis 8 V an. Der 7805 ist _kein_ "low drop"-Spannungsregler. Das Datenblatt zum 7805 empfielt 10 V Eingangsspannung, darauf beziehen sich auch die im Datenblatt des ICs angegebenen Werte zu den Regeleigenschaften. Bei Spannungen unter 8 V regelt der 7805 noch nicht richtig. Daran ändert auch eine schwachsinnige Überdimensionierung des Ausgangselkos mit 1.000 µF nichts. Das Datenblatt zum 7805 ist in diesem Punkt eindeutig. Im Gegenteil, ich warte auf den Zeitpunkt, an dem der 7805 wegen der hohen kapazitiven Last und den damit verbundenen Ladeströmen hoch geht. Schade um die AC701, deren Heizfaden durchglüht. Einzig sinnvoll ist der 10-Ohm-Widerstand, hinter dem 7805, an dem 1 V abfällt, um eine Heizspannung von 4 V zu erreichen. Übergangswiderstände an Steckverbindungen haben damit geringere Auswirkungen als bei einer Stabilisierung, wo direkt auf 4 V stabilisiert wird. Bevor man Daten aus den Datenblättern abschreibt, sollte man Datenblätter auch lesen können - und die Daten zu dem N221 scheinen ohne Messungen am Netzteil abgeschrieben zu sein. Zu weiteren Kritikpunkten müßte ich die Schaltung nochmals heraussuchen. Der VB408 ist mit Sicherheit nicht der ideale Regler für eine Anodenspannung. Sollte ich die Notwendigkeit verspüren, mir eine Spannungsversorgung für Röhrenmikrone zu kaufen, käme mit Sicherheit das von HORCH oder ggf. auch SCHOEPS in Frage. Die Schaltung von dem HORCH-Netzteil ist solide (Shuntregelung für die Anodenspannung) konstruiert, ohne Überdimensionierung nach dem HiFi-Motto "viel hilft viel".
Das Datenblatt zum 7805 empfielt 10 V Eingangsspannung, darauf beziehen sich auch die im Datenblatt des ICs angegebenen Werte zu den Regeleigenschaften. Bei Spannungen unter 8 V regelt der 7805 noch nicht richtig.
Dann rechne mal nach: 6,3 * wurzel 2 - 1,4 V = 7,5 V Das ist gerade das, wo der 7805 anfängt zu arbeiten. Lies im Datenblatt bitte weiter - alle angegebenen Daten und Diagramme beziehen sich auf 10 V - warum wohl?
Ja, gerade - aber die angegebenen Werte können nicht erreicht werden. Der 7805 fängt erst bei Eingangsspannungen von mind. 3 V über Ausgangsspannung an zu regeln. Regeln heißt: Brummunterdrückung, Lastunabhängigkeit der Ausgangsspannung, ... Beachte, daß alle Daten im Datenblatt auf eine Eingangssspannung von 10 V bezogen sind. Darunter sind die (Regel-)Eigenschaften schlechter ...
"überdimensionierte Bauteile" Ich habe mal den Thread durchgelesen: Ich will nicht hoffen, daß der überdimensioniert 1000uF am Ausgang des Reglers sitzt. Denn dann würde ich mir mal HF-Eigenschaften von Elkos zu Gemüte führen. Weiter kann ich die Regeleinsatzgrenze für 7805er nicht bestätigen: Die funktionieren durchaus ab 2V dropout schon ganz hervorragend, kommt aber auf das Exemplar an. Nach unseren Laborversuchen komme ich auf gut 50dB Brummunterdrückung. Richtig ist, daß ein höherer Dropout im Zweifel besser ist, allerdings auch zu mehr Wärmedrift führen kann, wenn es auf die absolute Ausgangsspannung ankommt. Wer es ganz genau braucht, sollte mal über ein zweistufiges Regelsystem aus 2 78xx nachdenken, mit einem 10kH-Tiefpass dazwischen. Je nach Belstung werden ja einem Regler oft Schuztzdioden übergeschaltet und die leiten AC im HF-Bereich leider zu gut. Mit einem getrennten System von Eingangs- und Ausgangsstörungen kann man da locker 90-100db Störunterdrückung erzielen. (hat aber insgesamt 5V Drop).
... und auch lange nicht fuer alle. Vor einigen Jahren habe ich mal eine Geraeteserie analysiert, deren Netzteil ST-7805s enthielt - dort war die Regelreserve bei Nennlast am Netzteil und bei 10% Netzunterspannung gerade mal 1,5V, und trotzdem war das Ausgangssignal bezueglich Brumm- und Geraeuschspannung in der Datenblattspezifikation. Die Analyse der Geraete wurde ausgefuehrt, weil ein Netzteilproblem fuer Instabilitaeten verantwortlich gemacht wurde - diese liessen sich dann aber auf einen software-glitch zurueckfuehren... Auch das Nachschalten von grossen Kondensatoren (1000uF)hinter Dreibeinreglern ist - obwohl sicher schlechte Ingenieurspraxis - selten problematisch - eigentlich sollten die Regler dann kraeftig schwingen - was sie aber in tausenden von industriell produzierten Geraeten nicht tun - man findet solche Suenden auch in der Messtechnik und in Geraeten der (digitalen) Nachrichtentechnik, und die funktionieren trotzdem. Ich selbst wuerde so etwas nicht tun - 1 uF ist besser fuers Reglerverhalten, am besten noch mit Serienwiderstand zum Einstellen der Guete im Leerlauf - aber man sollte diese Praxis nicht pauschal als unbrauchbar abtun. Gruss Micha ---
... erstens die Frage, die nicht beantwortet wurde: Wo sind die non-conformances? Zweitens: Ich habe eben nochmal nachgemessen - am Mikrofonkabel selbst - Speisung des Netzteiles mit 10 % Unterspannung vom Ringkern-Stelltrafo - es ergibt sich keine nennenswerte Aenderung von Heiz- und Anodenspannung bei angeschlossenem Mikrofon. Folglich schliesse ich, dass die Reglerreserve hinreichend gross ist. Wo kommt also die Information aus dem vorherigen posting her? Gruss Micha --- PS: Ich habe keine Geschaeftsbeziehungen zum Herrn Drefahl und auch kein kommerzielles Interesse an den Produkten. Ich arbeite nur damit und bin zufrieden. Aber der Verriss in der vorherigen Nachricht laesst den Schluss zu, dass mitleser69 welche bei der Konkurrenz hat...
Bei dem "untersuchten" Gerät handelte es sich anscheinend um eine Laborversion mit EI-Trafo und LD-Regler (nicht 7805). Auch diese wenigen Exemplare sind bislang fehlerfrei und zur vollsten Zufriedenheit ihrer Anwender im täglichen Studioeinsatz. Alle späteren DN221 verwenden spezifizierte Ringkerntrafos und in mehrfacher Hinsicht optimierte Reglerboards. Die Netzspannungstoleranz beträgt nun bis zu -25%, jedoch erreichte schon die "Urversion" die elektrischen Vorgaben des IRT. P.Drefahl
Um einmal mit Deinen "seltsamen" Einwürfen bzgl. DN221 aufzuräumen:
Bei einem Studiomikrofon spielt ausschließlich Performance eine Rolle - und nicht, ob man irgendwo im Netzteil 80 Cent Bauteilkosten einsparen kann. Heizung direkt ab Regler ist blanker Unsinn. Versuch's mal bei einem CMV3 - und Du wirst staunen, was da außer Nutzsignal noch so alles hinten "rausrotzt". Sicherlich könnte man den Ringkerntrafo und den Entstörfilter auch wieder streichen, und das ganze dann in lackiertes Weißblech verpacken. Ist aber nicht meine Philosophie... Gott sei Dank! Gruß, P.Drefahl
... und die Untersuchung, von der ich sprach, auf ein Satellitenmodem und dessen Stromversorgung - made in Norway. Ich hatte ja schon vorher gesagt, dass ich keinerlei Probleme mit meinen DN221Cs habe, und sehr zufrieden damit bin. Die von mir gemachten Tests mit den Teilen entsprechen denen, welche ich mit jedem eingehenden Gebrauchtgeraet mache - VDE701 und Funktion bei Nennspannung +/-10% vom Netz. Meine DN221Cs haben, soweit ich mich ans Hineinschauen erinnere, Ringkerntrafos... Und ich empfehle diese Geraete - wie schon frueher in anderen threads gemacht - weiter. Gruss Micha ---