Klangvergleich Kleinmembranmikrofone - Großmembranmikrofone

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Antwort#21
Volker Straus hat ganz bestimmt nie ein "Hauptmikrofonsystem" benutzt, bei dem sein Mikrofonsystem Niere/Kugel (KM84/KM83) aus Paketen bestanden.
Damit keine Unsicherheit aufkommt.
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Antwort#22
In Kammermusiksituationen hat Straus bei jedem (!) Instrument klein-A/B aufgestellt (wieder unzutreffender Begriff).
Wie mag er denn bei einem Bläserquintett die 5 Paar = 10 Mikrofone in klein-AB "gepannt" haben.
"gepannt" heißt denglisch: Einstellung der Panorama-Steller (Panpots), denn da wird ja nichts geregelt.
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Antwort#23
In das Paket zweier Mikrofone (Straus-Paket) wird allzu gerne
etwas besonderes esoterisch guruhaftes hineingeheimnist
Kann ich nicht nachvollziehen.
In jenem Fall kam die Idee, dies zu probieren, zwar vom Interpreten, das war jedoch nur ein Schritt auf dem Weg, eine Mikrofonierung zu finden, die seinen Klangvorstellungen gerecht wird.
Interessierten Musikern bin ich immer bereit zu umreißen, was physikalisch passiert, sei es bei die Frage nach GM oder KM oder auch verschiedenen Aufnahmetechniken - und dies auch beim Abhören zu demonstrieren. Die Gefahr einer Mystifizierung sehe ich da nicht - im Gegenteil wird hier "Aufklärung" betrieben.
So war dem Interpreten bei jener Einspielung klar,daß die beiden Mikrofone pro Kanal nur die Option eines "virtuellen" Mikrofons mit einstellbarer Richtcharakteristik zwischen Niere und Kugel bieten. Und in dieser Aufnahme wäre eine breite Niere als Kapsel "zu nierig" gewesen.
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Antwort#24
So war dem Interpreten bei jener Einspielung klar, daß die beiden Mikrofone pro Kanal nur die Option eines "virtuellen" Mikrofons mit einstellbarer Richtcharakteristik zwischen Niere und Kugel bieten.
Man hat selten solche technik-verständigen Musiker. Schön, dass du solche hattest. Viele wollen damit nur wenig zu tun haben. einige sind sogar mikrofon-scheu. Das ist aber eben recht unterschiedlich. Ich dränge den Musikern die Technik nicht auf und spreche darüber nur sehr zurückhaltend bei wirklicher Nachfrage. Es geht nur um den guten Klang und da arbeiten wir alle intensiv zusammen und diskutieren eifrig. Die Technik bleibt dabei möglichst im Hintergrund. Sie ist Mittel zum Zweck und mehr nicht.
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Antwort#25
Ich dränge den Musikern die Technik nicht auf und spreche darüber nur sehr
zurückhaltend bei wirklicher Nachfrage. Es geht nur um den guten Klang und
da arbeiten wir alle intensiv zusammen und diskutieren eifrig.
Es geht eher darum, einen Einblick in die Arbeit und die Möglichkeiten der anderen Seite zu vermitteln. Schließlich geht es darum - wie Du selber schreibst - ein gemeinmsames Produkt zu machen. Wie weit man mit den Erläuterungen im Einzelfall geht, ist unterschiedlich und oft genug sind diese auch völlig uninteressant.
Bei einem "prepared piano" interessiere ich mich durchaus dafür, welche Modifikationen am Flügel vorgenommen wurden und welche (Spiel-)Techniken eingestetzt werden. Je besser die Zusammenarbeit im Vorfeld, umso mehr kann ich eine Vorstellung entwickeln, wie das ganze klingen mag, und mir Gedanken um die Umsetzung bei einer Aufnahme machen.
Banales Beispiel: Mitschnitt Liederabend.
Aufgenommen wurde mit KFM6. Der Flügel war im Konzert wirklich zu laut, sowohl auf der Bühne wie im Saal, und der Sänger glaubte, sich trotz Anstrengung nicht gegen das Instrument durchsetzen zu können. Der Pianist selbst hatte das Problem, den Sänger kaum zu hören, und trotz aller Bemühungen seinerseits - der Flügel blieb laut.
Umso größer war das Erstaunen, als beide die Aufnahme abhörten - die Balance war vollkommen ausgewogen (der Flügel hätte sogar noch eine leichte Stütze gebrauchen können) und der Sänger völlig baff. Eine kurze Erklärung half ihm, manches zu verstehen.
Manch einer möchte auch heute noch ein "perpetuum mobile" bauen; erst wenn man weiß, was warum (nicht) machbar ist, erkennt man auch, was phantastische Wunschvorstellungen sind. ;-)
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Antwort#26
Ich habe den Eindruck, daß die Qualitätsdifferenzen von komprimiertem Audiosignalen überbewerten werden. Der Heise Verlag hat dazu einen Blindtest gemacht. Heraus kam, daß ab einer bestimmten Bitraten praktisch kein Mensch mehr Orginal von komprimirtem Signal unterscheiden konnte. Lediglich Menschen mit geschädigtem Gehör sind in der Lage MP3 vom Original zu unterscheiden, wo es anderen nicht mehr können. Man führt diese Absudität darauf zurück, das die vom psychoakustischem Modell erforderten Verdeckungsmeachnismen nicht mehr funktionieren, wenn das Gehör für bestimmte Frequenzen nicht mehr empfänglich ist - so treten dann Artefakte zu Tage, die Leute mit gesundem Gehör nicht wahrnehm
http://www.heise.de/newsticker/meldung/30142
Dieser Test wurde auch in ähnlicher Form vor Ort gemacht, bei dem nur Experten (also Tonleute, wie hier) eingeladen wurden. Ab Bitraten von 256 war niemand in der Lage komprimiert von nicht-komprimiert zu unterscheiden.
Gruß
Erdie
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Antwort#27
Ab Bitraten von 256 war niemand in der Lage komprimiert von nicht-komprimiert zu unterscheiden.
Klar, ab jetzt nur noch MP3 mit höheren Bitraten > = 256 bits.
Wie sieht degegen die Wirklichkeit aus?
Wie speichert die "Masse" ihre Heavy-Metal-Hits?
Wird hier nicht auch das Wort Daten-Kompression und Daten-Reduzierung verwechselt?
Ein Kompressor der die Dynamik kleiner macht, arbeitet sicher anders, als der
Daten-Reduzierer ATRAC bei der MiniDisk, der 90% der Daten wegwirft.
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Antwort#28
Nein, ich spreche von Daten-Reduzierung. Im CT Test wurde 128 kBit und als nächste höhere Stufe 256 kBit verwendet. Bei 128 waren noch signifikante statistische Abweichungen zu erkennen - erstaunlicherweisen haben die meisten Experten das MP3 für das Original gehalten. Bei 256 war die Beurteilung statistisch verteilt.
Gruß
Erdie
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Antwort#29
BTW: Man spricht bei Datenreduzierung ebenfalls von Datenkompression, die Terminologie ist schon richtig nur kann man sie leicht mit Dynamikkompression verwechseln. Es geht definitiv nicht um Dynamikkompression.
Erdie
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Antwort#30
BTW: Man spricht bei Datenreduzierung ebenfalls von Datenkompression.
Da muss ich widersprechen.
Prof. Gerhäuser: durch Redundanzreduktion wird eine kompaktere Informationsdarstellung erzielt ohne dass sich an dem Inhalt etwas verändert. Wir kennen das bei der File Kompression wo ein Datenfile komprimiert werden kann und anschließend auf die ursprüngliche Größe entpackt werden kann. Bei der Irrelevanzreduktion wird alles das, was der Empfänger (unser Ohr) nicht wahrnehmen kann von der Übertragung ausgeschlossen, bzw. durch starke Kompression entstehende Störungen durch die sog. psychoakustische Verdeckung unhörbar gemacht.
Datenreduzierung heißt: angeblich nicht Benötigtes wegwerfen; damit ist geht sehr viel leider unersetzbar verloren.
Datenkompression heiß effektiver packen; damit geht beim Zurückpacken nichts verloren. Wie schön, denn alles bleibt erhalten.
Klar?
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Antwort#31
Es gibt Datenkompression, das ist engl. "lossless compression"
und es gibt Datenreduktion, das ist "lossy compression"
Das sind zwei unterschiedliche Dinge.
Um das Wort Datenkompression noch deutlicher zu machen, setzt man dabei oft noch das Wort "verlustfrei" (lossless) dazu. Also "verlustfreie Datenkompression", auch wenn das eigentlich nicht nötig wäre. Alles bleibt erhalten.
Datenreduktion ist dagegen immer verlustbehaftet (lossy). Man hat am Ende eben viel weniger Daten als am Anfang, mit allen sich daraus ergebenden unschönen Problemen.
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Antwort#32
Also, das sollte ja jetzt klar sein, man kann aber auch Haare spalten :)
Übrigens: man kann Daten weglassen und trotzdem den Ursprung verlustfrei rekonstruieren.
Zum Beispiel, wenn von vorneherein nicht jedes Bit aufgezeichnet wird, sondern nur die Wechsel von 1 nach 0 und umgekehrt. Auf diese Art codiert, kriegt man (zusammen mit dem dazugehörigen Clock) jedes ursprüngliche Bit zurück und der Speicherbedarf schrumpft extrem. Aber ich denke, diese Methode ist bereits uralt...
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Antwort#33
MLP = Meridian Lossless Packing
http://www.5dot1.com/articles/meridian_lossless_packing.html
An diesem sehr nützlichen sauberen Verfahren der "Datenkompression" (engl. lossless compression) kommt niemand vorbei, der Authoring für eine DVD-A in 24 bit 96 kHz machen möchte.
Das ist wirklich saubere "Datenkompression", bei der nichts verloren geht.
Der Gegensatz dazu ist die harmlos klingende "Datenreduktion", die wir bei unseren Handys erleben und welche die schrecklichsten stark hörbaren Artefate hinterlässt.
Es ist zu empfehlen, dass die Tontechniker das nicht als Haarspalterei abtun, sondern dieses ganz klar sehen. Andernfalls arbeitet man den Scharlatanen zu, die allzu gerne die Unterschiede zwischen anständiger "Datenkompression" (lossless) und unanständiger "Datenreduktion" (lossy) verwischen wollen.
Die Qualität ist generell zur Zeit im Schnitt auf dem absteigenden Ast.
Was ist der Unterschied zwischen Fruchtsaft und Fruchtsaftgetränk?
Wer das nicht weiß, der wird beschissen.


MLP = Meridian Lossless Packing
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Antwort#34
Ja, man kann Haare spalten ;-) Vor allem, da es ja um etwas anderes geht. Mich würde brennend interessieren, wer von Euch einen Blindtest im Vergleich mit einen guten Encoder erzeugtem MP3 besteht. Sagen wir mal z. B. ein mit Lame erzeugtest 225 kBit File vergleichen mit dem ursprünglichem Wave. Das Ganze über gute Monitore abgehört. BTW: Ich muß mich oben korregieren, Heise hat IMHO 128 kBit und 225 kBit getestet (nicht 256). Ich würde darauf wetten, daß dabei das Ergebnis eines Bernoulli - Experimentes herauskommt. Vorausgesetzt man macht genügent häufige Stichproben.
Erdie
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Antwort#35
Interessant ist sicher auch dieser neue Codec. Erste Vergleiche sind hervorragend!



FLAC - Free Lossles Audio Codec
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Antwort#36
Wenn schon die Rechtschreibpäpste hier sind: "Algorithmus" bitte! Das hat mit "Rhytmus" nichts zu tun.

MfG
Rainer
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Antwort#37
Mea Culpa! Im Eifer des Gehacke ...


Ich gelobe Besserung
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Antwort#38
Moin...
"Erste Vergleiche sind hervorragend!"
Vergleiche von was mit was? Ein "Lossless"-Codec braucht keinen (Hör-)Qualitätsvergleich, weil er die Originaldaten zu 100% wiederherstellt.
Jens
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Antwort#39
Hallo,
warum keine Vergleiche nötig, "lossless" könnte ja nicht zutreffen, sondern "geflunkert" sein. Ist aber nicht so, wie ein Vergleich mit den Original zeigte, der von mir aber nicht messtechnisch sonder "ohral" durchgeführt wurde.
Ein Vergleich mit dem üblichen MP3 war aufschlussreich, obwohl eigentlich überflüssig, nachdem sich im Vergleich mit dem Original keine hörbaren Unterschiede ergaben. MP3 zeigte die üblichen harschen Höhen und verminderte Transparenz und Räumlichkeit, so drücke ich das zumindest aus und möchte nicht über die Definition der Begriffe diskutieren.
Servus
Reiner
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Antwort#40
Moin...
"warum keine Vergleiche nötig, "lossless" könnte ja nicht zutreffen, sondern "geflunkert" sein."
Das wäre schon sehr dreist. Aber das kann man ja "messtechnisch" in Minutenschnelle feststellen. Wenn die Beschreibung des Algorithmus stimmt, sollte nach Kompression und anschließender Dekompression eine bitgleiche Kopie des urprünglichen Files entstehen. Da würde sich dann alle weiteren Hörtests erübrigen.
"Ein Vergleich mit dem üblichen MP3 war aufschlussreich, obwohl eigentlich überflüssig, nachdem sich im Vergleich mit dem Original keine hörbaren Unterschiede ergaben."
Nun, dass MP3 bei den üblichen Bitraten nicht das Gelbe vom Ei sit, ist hinlänglich bekannt. Insofern überrascht es nicht, dass FLAC da gewinnt, wenn es tatsächlich "lossless" ist, wovon ich stark ausgehe. Alldieweil es eine Dokumentation gibt (s. Link, noch nicht gelesen), und die Sourcecodes einsehbar sind (GPL), kann man ja leicht nachprüfen, mit welcher Art Wasser die kochen. Bei allen Nachteilen von Open Source: "flunkern" ist da nicht so leicht möglich...
Jens


http://flac.sourceforge.net/format.html
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