Hallo, über die Suche konnte ich nichts finden-deshalb: wer könnte mir einen guten dynamischen, offenen Kopfhörer empfehlen? Ich habe die Sennheiser in die nähere Auswahl gezogen. Welcher wäre empfehlenswert? HD-565, HD-580, HD-595, Hd-600, HD-650? Nicht immer muss ja das neueste/teuerste Modell am besten sein - könnte ja z.B. bewusst gesoundet sein. Es geht eben um möglichst beste Abhöre zur Beurteilung. Preisrahmen bis 300 EUR ca. Danke fü Kommentare! Andreas
Ein Tonmeister von Deutschlandradio Kultur empfahl mir einmal den HD-580. Kenne ich leider nicht aus Erfahrung (ich lebe immer noch mit dem alten HD 430 recht glücklich zusammen..;-), soll seiner Aussage nach sehr neutral sein.
Ich besitze u.a. auch einen HD580 und mag ihn sehr gerne, ist eigentl. mein Lieblingskopfhörer (zum Abhören, nicht zum Recording). Im Vergleich zu anderen Modellen schön ausgewogener Sound ohne Überzeichnung der Tiefbässe oder Höhen, und angenehmer Tragekomfort mit ausreichend Belüftung, ohne gleich glühende Ohren wg. Hitzestau zu bekommen... Aber wie das immer so ist: Geschmackssache, nach Möglichkeit am besten selbst ausprobieren...
Und wieder einmal die wichtige Frage: Welchen Hip Hop oder welche Feuerwehrkapelle willst du damit abhören? Den Kopfhörer neutral für alles gibt es nicht. Oder suchst du etwa einen Kopfhörer für Old-Time-Jazz mit Edward "Kid" Ory? Kleine Mikrofon-Sensoren gibt es dagegen einige für neutralere Soundaufnahme für alles.
allgemein für klassische Musik. Mich hatte twas die Werbeaussage zu sennheisers neuestem Modell, HD-560 irritiert: "zieht in die Musik hinein, wo man sonst nur beobachtend davor stand". Ok, Werbung... aber vllt. steckt da ja was dahinter, von wegen gesoundet... Ausserdem ist der HD-580 wirklich recht günstig, danke für die Tipps1
Hi, ich dachte, der HD-580 wird nicht mehr gebaut. Er war jedoch sicherlich ein sehr guter Kopfhörer zum günstigen Preis. Persönlich verwende ich den HD-600, den finde ich in jeder Hinsicht besser. Allgemein empfehle ich bevorzugt auf Lautsprechern zu mischen, mich haben jedoch bisher keine bezahlbaren LS dermassen überzeugt, dass ich sie verwenden würde. Daher ist die Wahl gute Kopfhörer zu gebrauchen nicht so eine blöde Idee. Falls man nicht unbedingt beruflich damit beschäftigt ist, oder einen preiswerten Zweitkopfhörer benötigt, würde ich immer den HD-580 empfehlen. Wenn ich noch einen finden würde würde ich ihn sofort kaufen. Die Nachfolgemodelle (HD-595) sind übrigens weniger überzeugend. Gr. Dirk
Ich hab den HD650 in meiner Sammlung (weil: sehr günstig bekommen). Er zeichnet und färbt wunderschön (ist also sowieso und überhaupt nicht zum Arbeiten geeignet :) Wenn man sich 'Sound' um die Ohren schlagen will, finde ich ihn phantastisch (das meine ich jetzt nicht negativ...).
Ich arbeite mit AKG 240 DF. Betonung liegt auf "DF", einer der wenigen Kopfhörer, die nach IRT Diffusfeldentzerrt sind. Obendrein bietet er _keine_ aufgeblähten Bässe oder überzogenen Höhen.
ich kann auch nur die AKG K240DF empfehlen...allerdings brauchen sie einen vernünftigen KH-Verstärker dank ihrer 600 Ohm...sie sind sehr leícht und auch sehr bequem bei längerem Arbeiten zu tragen... Wenn's laut(er) sein soll gibt's noch die K260S - allerdings haben die für meinen Geschmack leicht überbetonte Bässe. Sie sind auch etwas schwerer, dennoch noch angenehm. (Vielleicht hab ich als Österreicher auch die passende AKG-Kopfform *G*)
Alle AKG Kophörer mit Preisen als Übersicht Mit dem exotischen Referenz-Kopfhörer der "Rundfunkanstalten" AKG K 240 DF Ist nicht jedermanns Sache. Muss man ausprobieren.
Den Sennheiser HD600 kann ich ebenfalls aus Eigenerfahrung empfehlen. Allerdings zum Abhoeren - in einer Aufnahmesituation ist das offene Konzept nicht so gut zu gebrauchen. Da benutze ich noch den Bayerdynamic DT770pro - der ist auch nicht uebel, und isoliert relativ gut von der Umgebung. Gruss Micha ---
Diffusfeldentzerrung nach IRT hat auch mein Arbeitsgeraet - der Bayerdynamic DT770pro. Ich habe ihn allerdings nie mit dem AKG verglichen, kann daher nichs ueber seine relative Einstufung dazu sagen. Der DT770pro benoetigt allerdings auch einen ordentlichen KH-Verstaerker. Und man sollte beim KH-Verstaerker auf Einhaltung der Nenn-Quellimpedanz achten (oft 150 Ohm fuer KHs im Bereich 150..600 Ohm) - sonst kann man eventuell Frequenzgangverwerfungen im Vergleich zur Originalabstimmung bekommen... Gruss Micha ---
Hallo, Dir ist klar, daß Kopfhörer zur Beurteilung von Aufnahmen für Lautsprecher nur sehr bedingt geeignet sind? Bei Lautsprecherwiedergabe fällt der Schall schräg von vorne ein und es gibt ein frequenzabhängiges Übersprechen, d.h. das rechte Ohr hört auch den linken Lautsprecher und umgekehrt. Dabei wirkt natürlich immer die HRTF, d.h. die Trommelfellsignalspektren werden durch Beugung der Welle am Oberkörper/Kopf/Ohr stark verändert, was wiederum vom Schall-Einfallswinkel abhängt. Die HRTF ist individuell verschieden, so daß Du auf die Frage nach einem neutralen Kopfhörer verschiedene erstgemeinte subjektive Antworten bekommen wirst, die Du i.d.R. nicht nachvollziehen kannst. Wirklich sinnvoll ist eine eine Simulation der Lautsprecherwiedergabe für Kopfhörer, wie sie z.B. der AKG BAP1000 mit dem K1000 bietet. Dabei werden die Trommelfellsignalspektren simuliert, wie sie bei Lautsprecherwiedergabe entstehen. Es besteht die Möglichkeit, die individuelle HRTF zu messen und einzuprogrammieren, was für Abhörzwecke sehr empfehlenswert ist. Von den genannten Sennheisern erscheint mir nur der HD600 halbwegs neutral. Der HD650 hat eine starke Grundtonbetonung und der HD 580 klingt arg verfärbt. Neutral bedeutet allerdings immer, das die Kopfhörer im oberen Mitteltonbereich eine "irgendwie-Entzerrung" eingebaut haben, ein echte Freifeldendentzerrung klänge bei Lautsprecheraufnahmen ungewohnt hell. Mir persönlich scheint übrigens auch der HD600 noch zu fett im Grundton und die Senke im oberen Mittelton ist recht schwach, so daß in meinen Ohren ein gewisser "zisch-bumm-Sound" bleibt. Gruß Andreas
Die Problematik sollte bekannt sein. Aber ich weiß von Tontechnikern, die bei Außenproduktionen völlig auf Lautsprecher verzichten, auch bei der Einrichtung der Mikrofone. Einige dieser sitzen sogar in dem Saal, in dem der Musiker spielt. Eine Arbeitsweise, die ich nicht nachvollziehen kann. Während der Aufnahme - also erst nach der Einrichtung der Mikrofone und der Abmischung - hingegen und beim Schnitt nutze ich sehr gerne den Kopfhörer, denn wenn es um die Kontrolle musikalischer Details geht, habe ich mit diesem das Gefühl, konzentrierter und genauer abhören zu können - quasi alles "am Ohr" zu haben.