Tonstudio oder TV/ Rundfunk ???

Erstellt 7 Antworten8 Beiträge
Startbeitrag#1
Ja, also ich stell mir ganze Zeit die Frage, ob denn nicht gute Arbeitskräfte gebraucht werden? Ich meine eine Ausbildung als Elektroniker, um dann ein Studium in Richtung E-Technik oder Mediengestaltzun Bild und Ton einzuschlagen, klingt für mich als beste alternative. Ein Praktikum habe ich ja schon gehabt, im Theater im Tonbereich, es hat mir sehr viel Spaß gemacht und mich sehr Interessiert, mir hat etwas der Draht zur Musik gefehlt, weil ich eher musikalisch bin. Dann kommt mir die Geschichte etwas komisch vor...Es kann doch nicht sein, das studierte Leute, mit einem so "geringen Gehalt" um die Runden kommen. Ich würde gerne im Tonstudio arbeiten, weil mein Musiklehrer auch Produzent ist und naja Vitamin B hätte ich ja. Dennoch interssiert mich dei Branche im Bereich TV und Rundfunk sehr!
Daron
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Antwort#2
Also wie jetzt? Im Theater hat dir der Bezug zur Musik gefehlt? Also zur Klassik? Gut aber dann frag ich mich was du beim TV willst, weil das hat ja mit Musik so garnix zu tun.
Schlagt mich nicht aber ich denke es gibt keinen undankbareren Job als Tontechnik beim TV.
Davon abgesehen sooo schlecht verdient man in der Branche auch nicht und auch da gibt es einige wenige die richtig gutes Geld verdienen.
Man muß das immer in Relation mit der Arbeitszeit sehen. Klar du bist jung und dir ist es auch mit sicherheit egal immer am Wochenende zu arbeiten und meistens abends aber das wirst du dann eventl. immer machen, dessen sollte man sich Bewusst sein.
Wenn deine Kumpels übers Wochenende weg fahren bist du am Arbeiten. Versteh mich nicht falsch ich liebe meinen Job und wollte nie was anderes machen, aber ich kenne viele die erst nach einer gewissen Zeit merken was das an den Nerven zerren kann. Deshalb eine fundierte Ausbildung mit der man vielleicht auch etwas Branchenübergreifend Arbeiten kann ist schon eine schöne Sache.
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Antwort#3
JA, da hast du schon recht. Ich weiß das man an Wochenenden arbeiten muss, und ich bin mir sehr sicher in der Sache. Ich will in dem Beruf arbeiten und natürlich ist mir das Geld nicht so Wichitg, denn ich finde der Spaßfaktor sollte an erster Stelle stehen, dennoch finde ich es wichtig sich auch über das spätere Geld gedanken zu machen. Ich habe nicht vor, eine Ausbildung zu machen und zu Studieren und später mit einem " Hungerlohn" da stehen. Ja, ich war beim Theater und mit dem Bezug zur Musik meine ich nicht, dass ich zu wenig klassischen Musik gehört habe etc...Ich weiß es ist ein technischer Beruf, aber an diesem Arbeitsplatz, hat mir die eigene Kreativietät gefehlt.
Gruß Daron
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Antwort#4
Dir hat am Theater die Kreativität (die ich ohne "e" schreibe) gefehlt?
Und Du erwartest, daß du als Tontechniker mehr kreativ sein kannst?
Möchtest Du bestimmen, welche Farbe die Kabel haben, die Du verlegst ?
Oder glaubst Du, Du darfst in die Klanggestaltung der Musiker eingreifen?
Die echt Kreativen sind immer noch die Musiker selber und selbst die müssen vielfach einfache, billige Kompositionen abliefern, um zu leben. Viel Raum für Kreativität ist da nicht.
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Antwort#5
Und Kreativität im Rundfunkbereich ist völlig fehl am Platz heut zu tage - da musst Du primär wie eine gut geölte Maschine funktionieren...
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Antwort#6
Hallo Daron,
also meiner Meinung nach ist Teaterton einer der wenigen Bereiche, in denen man richtig kreativ sein kann. Das mag von Theater zu Theater und von Produktion zu Produktion sicherlich etwas differieren, aber im Endeffekt arbeitest Du eng mit Regisseur, Komponist oder musikalischem Leiter zusammen und kannst Dich je nach Produktion öfter mal richtig austoben. Vom "normalen" Sounddesign bis hin zur kompletten Produktion/ Komposition von Bühnenmusik für Schauspiel ist eigentlich alles drin.
Ich denke, dass Rundfunk und selbst Musikproduktion in der Beziehung nicht so abwechslungsreich sind.
Bzgl. deiner Fragen zu Bezahlung: am Anfang wird dein Gehalt extrem niedrig ausfallen. Reich wirst Du im kulturellen Bereich (darin sind ja 99% der Betätigungsfelder eines Tonmeisters/-technikers) in der Regel nicht.
Grüße
Martin
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Antwort#7
Wie Martin auch schon schrieb, wenn Du nicht grade als Produzent im Studio sitzt dann wird es wohl kaum eine Arbeitsplatz im Tonbereich geben an dem Du mehr deine eigene Kreativität einbringen kannst, wie im Theater.
Deshalb verwundert mich auch deine Aussage, Dir hätte die Kreativität gefehlt.
OK mit Sicherheit wird das von einem Praktikanten nicht Abverlangt aber Du mußt doch mal mitbekommen haben, das z.B. ein Regiesseur zu einem deiner Kollegen gesagt hat: "ich brauche da einen Donner" oder was auch immer. Da fängt es doch schon an mit der Kreativität, denn nach meiner Erfahrung wird dir kaum ein Regiesseur sagen "pass auf der soll so lang sein und aus der ferne kommen " da mußt du dir in Bezug auf die Szene schon selber gedanken machen. Das ist Kreativität im kleinen die sich wie schon gesagt in ganze Bühnenmusiken erweitern kann.
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Antwort#8
Hi,
bei grossen Produktionen (Disney etc.) wird meist alles vorgeschrieben, inkl. Mischung. Als Saalmischer bleibt einem dann meist, innerhalb sinnvoller Grenzen, "nur" die Ausfuehrung der gewuenschten Mischung.
Dass kein Abend der selbe ist, und dass da durchaus Moeglichkeiten der Kreativitaet gegeben sind, sollte klar sein. Man sollte jedoch nur wissen, dass es Grenzen - vor allem im Theaterbereich! - gibt.
Dirk
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