Na klar:
zwei Signale von einer Punktquelle treffen bei Mikrofonen in verschiedenem Abstand mit einem Zeitversatz ein, sind aber sonst identisch.
Die Kreuzkorrelationsfunktion solcher Signale hat einen stark ausgeprägten Peak bei einer Zeit tau=Laufzeitdifferenz. Bei Koinzidenzstereofonie wäre der Peak bei tau=0, hätte aber die gleiche Höhe.
Unkorrelierte Signale hätten keinen ausgeprägten Peak in der CCF - weder bei 0 noch sonstwo. Ein Beispiel wäre diffuser Hall, aufgenommen mit großer Laufzeitdifferenz oder Rauschen aus unabhängigen Quellen auf beiden Kanälen.
Da es bei der hier diskutierten Frage offenkundig NICHT um Lokalisation (die setzt IMMER korrelierte Signale voraus) geht, sondern um die "Einhüllung" (also den Eindruck eines großes Raumes, den "Mittendrin"-Eindruck, müssen wir uns auf solche unkorrelierten Signale beschränken.
Bei tiefen Frequenzen bedeutet aber nun selbst ein vergleichsweise großer Laufzeitunterschied nur eine relativ kleine Phasendifferenz. Somit sind auch tiefe Frequenzen in Laufzeitstereo immer relativ stark korreliert. Mit einigen Ausnahmen, die aber IMHO gerade bei Klassikaufnahmen als Argumente entfallen: Künstlich generierte Signale, und "Rauschen" mit starkem Bassanteil - also z.B. wenn Ambience-Mikros jeweils links und rechts im Saal ausgerechnet am Lüftungsschachtgitter der Klimaanlage aufgestellt würden.
Vielleicht unterliege ich ja einem Irrtum und die Tontechniker meinen mit Korrelation etwas anderes als Physiker, Mathematiker und Ingenieure aller anderen Fachbereiche?
Jens
zwei Signale von einer Punktquelle treffen bei Mikrofonen in verschiedenem Abstand mit einem Zeitversatz ein, sind aber sonst identisch.
Die Kreuzkorrelationsfunktion solcher Signale hat einen stark ausgeprägten Peak bei einer Zeit tau=Laufzeitdifferenz. Bei Koinzidenzstereofonie wäre der Peak bei tau=0, hätte aber die gleiche Höhe.
Unkorrelierte Signale hätten keinen ausgeprägten Peak in der CCF - weder bei 0 noch sonstwo. Ein Beispiel wäre diffuser Hall, aufgenommen mit großer Laufzeitdifferenz oder Rauschen aus unabhängigen Quellen auf beiden Kanälen.
Da es bei der hier diskutierten Frage offenkundig NICHT um Lokalisation (die setzt IMMER korrelierte Signale voraus) geht, sondern um die "Einhüllung" (also den Eindruck eines großes Raumes, den "Mittendrin"-Eindruck, müssen wir uns auf solche unkorrelierten Signale beschränken.
Bei tiefen Frequenzen bedeutet aber nun selbst ein vergleichsweise großer Laufzeitunterschied nur eine relativ kleine Phasendifferenz. Somit sind auch tiefe Frequenzen in Laufzeitstereo immer relativ stark korreliert. Mit einigen Ausnahmen, die aber IMHO gerade bei Klassikaufnahmen als Argumente entfallen: Künstlich generierte Signale, und "Rauschen" mit starkem Bassanteil - also z.B. wenn Ambience-Mikros jeweils links und rechts im Saal ausgerechnet am Lüftungsschachtgitter der Klimaanlage aufgestellt würden.
Vielleicht unterliege ich ja einem Irrtum und die Tontechniker meinen mit Korrelation etwas anderes als Physiker, Mathematiker und Ingenieure aller anderen Fachbereiche?
Jens
