t.bone SC450

Erstellt 18 Antworten19 Beiträge
Startbeitrag#1
Hi
ich wollte mal nachfragen ob es eine gute Investition ist, in das t.boneSC450 zu investieren. Ich will damit meinen Gitarrenamp abnehmen, der mit 2 Memranen versehen ist. Sprich ich wolle gerne zwei Mikros platzieren und einen Stereosound zu haben...Sinnvoll?
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Antwort#2
Meistens nicht sinnvoll.
Wer Gitarrenamps mit mehr als einem Mikro abnimmt, der weiß i.d.R. sehr genau was er tut, und warum er es tut, und hat viel Erfahrung. Versuche zunächst lieber, mit einem Mikrofon einen guten Klang zu erhalten, als daß du dir mit zwei Mikrofonen lustige Phasenauslöschungen einfängst. Meist genügt auch eine 1x12-Box; viele Aufnahmen werden sogar mit noch kleineren Boxen gemacht, die bei ohrenfreundlichem Pegel an ihrer Leistungsgrenze sind und entsprechend "größer" klingen.
Freilich will ich dich nicht davon abhalten, mal selbst auszuprobieren, wie das mit zwei Mikrofonen funktioniert - aber probiere es in Ruhe und ohne den Anspruch, gleich ein gutes Ergebnis zu haben.
Der Amp-Abnahme-Klassiker ist das Shure SM57. teebohne und Konsorten sind für den Homerecording-Einsteiger sicherlich ok, man sollte jedoch nicht erwarten, daß sie so klingen, wie die Werbung ("professionelles Studio-Großmembranmikrofon" etc) erwarten läßt. Wirkliche professionelle Studio-Großmembranmikrofone heißen Neumann, Gefell, Brauner, AudioTechnica, AKG C414, Audix, ... und kosten zwischen 500 und 5000 Euro.
Wichtiger als der Preis eines Mikros ist jedoch die geschickte und gezielte Anwendung, die man nur durch Erfahrung lernen kann.
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Antwort#3
Warum einen Gitarrenamp mit einem schlechten Grossmembranmik aufnehmen?????????? Billiger und besser ist doch das sehr gute (für diese Zwecke) SM 57 oder ähnliche...
Es muss wohl daran liegen, dass es nach mehr aussieht...
Also am besten nicht aufnehmen, sondern nur fotografieren.
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Antwort#4
Gehörst auch zu den Hexenverbrennern, die so ein Mikro nie kaufen, geschweige denn überhaupt hören würden weil da Thomann draufsteht - aber sicherlich hast du einige Chinesen mit anderem Aufdruck im Schrank
Gehörst auch zu denen, die aufjaulen, wenn jemand so ein Unwort wie T-Bone in den Mund bzw. in die Tastatur nimmt aber heimlich still und leise doch bei BigT die Hausmarke kauft.
Das T-Bone ist sicherlich nicht das beste Mikro, aber für 99? kaum zu toppen. Sicherlich ist es etwas scharf in den Höhen, aber ein EQ kriegt das schon einigermassen hin. So wie ich Peter verstanden habe, will er experimentieren und nicht eine PlatinCD damit aufnehmen. Warum nicht...
Genauso haben wir alle unseren Job gelernt.
Mit 30 Tagen Money Back ist das auch kein Problem. Und wenn er dann einige Tage experimentiert hat und seinen "Wunschsound" tatsächlich gefunden hat, waren die 99? eine gute Investition. Wenn nicht, kriegt er halt sein Geld zurück und hat unendlich viel an Erfahrung gewonnen, was wiederum mit Geld kaum zu bezahlen ist.
Aber einfach mal draufhauen und sagen: Fresst mehr Sch....e, Milliarden Fliegen können sich nicht irren (was deiner SM57 Empfehlung entspricht) ist gerade den Anfängern gegenüber ein schlechter Stil. Lass doch die Anfänger aus ihren Fehlern lernen insbesondere wenn das finanzielle Risiko überschaubar ist.
in diesem Sinne
ein DJ
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Antwort#5
Nun, ob er 99 Euros für ein teebohne oder ein SM57 ausgibt, ist für den Geldbeutel relativ egal. Für den Klang und das Erfolgserlebnis nicht. Eine große teebohne klingt sicherlich mehr nach GM-Kondensator als ein SM57. Das SM57 ist jedoch viel beliebter für Gitarrenamp, und daher wird man mit diesem Mikrofon schneller einen "typischen" Klang erhalten, sich freuen und braucht nichts nach 29 Tagen zurückzuschicken. GMs sind nunmal nichts für Anfänger, sondern benötigen ein bißchen Theoriewissen, ein bißchen Erfahrung, eine konkrete Klangvorstellung, und die Bereitschaft, lange nach dem perfekten Klang zu suchen.
Thomann behält sich übrigens ausdrücklich das Recht vor, nur Teilbeträge zurückzuerstatten, wenn das zurückgesandte Mikrofon Gebrauchsspuren trägt. Man braucht teebohnen nur scharf anzuschauen, damit sie verkratzen, wie ich mal beim Beraten einer Schule für Gehörgeschädigte (!) feststellte. Wer es schafft, ein SM57 im normalen Heimstudiobetrieb zu verkratzen, der sollte dafür eigentlich den Goldenen Bobby kriegen ;)
Blaubar besitzt, soweit ich ihn aus seinen Beiträgen einschätzen kann, keine Billigmikrofone, weder von Thomann noch von anderen Chinesen: er ist in der Klassik angesiedelt.
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Antwort#6
Nun, ich kann denn Groll gegenüber arroganten Profis verstehen. Aber nichtsdestotrotz klingt eine Amp-Aufnahme mit einem normalen dynamischen Mik besser als mit einem billigen GM. Warum setzen etablierte Studios bei einem Amp das SM 57 ein, wenn sie doch ein Neumann U47 im Schrank haben? Aber natürlich kannst du das selber ausprobieren.
Im übrigen habe ich tatsächlich gewisse Aversionen gegenüber T-Bone Mikrofone und ähnliche, weil ich es nicht mag, dass ein Mikrofon aufgemotzt aussieht, sich als High-End oder so anpreist und halt dann sch***** klingt. Ist für mich Bluff, ich mag gerne ehrliche Sachen. Und die sind oft auch gar nicht so teuer, wie man meint.
Letztlich regst du dich doch nur so auf, weil du genau weisst, was ich meine.
Und wenn dir der Klang dieser Billigmikrofone gefällt, kannst du ja einfach zufrieden sein, oder? (Im übrigen habe ich mir die T-Bone Miks tatsächlich im Vergleich angehört, ist also kein Vorurteil!)
Ich persönlich besitze keine Chinaware und kaufe auch nicht bei Thomann ein, da ich in der Schweiz andere Händler bevorzuge.
Auf Ebay kostet das Shure SM57 neu mit Kabel 94 Euro. Du kannst also mit den 5 Euro Differenz zu noch deinen Entscheid gegen ein T-Bone mit einem Bier feiern!!
Prost!
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Antwort#7
Korrektur: Das SM57 ist auf Ebay sogar für 89 Euro zu haben!
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Antwort#8
Nur ein kleiner Beitrag, aber vielleicht Hilft er das man Mikrofone Objektiv nach dem Klang bewertet und nicht nach Namen.
Letztens hatte wir wieder Aufnahmen mit einem (renomierten) Studiogitarristen. Der hat sich zu Hause ein schönes Stack verschiedener Verstärker/Boxen/Mikros zusammengestellt.
Bei einem alten AC30 hat er Ewigkeiten nach dem richtigen Mikro gesucht. Da standen diverse Neumänner davor oder auch die guten 441 und 421 oder SM57, sogar ein VM1. Und wann ging die Sonne auf? Bei einem 129 Euro Mik besagter/kritisierter Marke.
Danke für ihre Aufmerksamkeit und nun bitte die Kritik ;)
Jens
PS Ach und wieso "grosse" Studios SM57 verwengen: Weils gut funktioniert und man heute meist keine Zeit für Experimente hat.
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Antwort#9
... und man heute meist keine Zeit für Experimente hat.
Zeit dafür hatte man auch früher nicht. Man muss nur Wollen und sich Gedanken machen, wie man zwischendurch Experimente macht, das sind meistens Klangvergleiche mit verschiedenen Mikrofonen in unterschiedlichen Abständen.
Es geht nichts über das eigene Tun. Man sollte sich nicht auf Aussagen anderer verlassen, dass die T-bones gut für Gesang sind und man das SM57 für verzerrte Gitarren nimmt. Selber überzeugen und dabei lernen ist notwendig.
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Antwort#10
Dann ist ja alles gut. Ich persönlich kaufe mir sicher kein solches Mikrofon. Dass man vielleicht in einem Einzelfall damit etwas anfangen kann, ist (hoffentlich) schon möglich. Warum nehmen renommierte Studios keine T-Bone Miks? Wenn es ein Geheimtip wäre - wie z.B. das günstige Oktava MK12 oder andere - würden die T-Bones bestimmt irgendwo professionell verwendet.
Das Problem bei solchen Marken, dazu gehört auch Beringer ist, dass die ihre Geräte nicht in erster Linie bauen, um guten Klang zu erzeugen (was in manchen Fällen was kostet), sondern schlicht und ergreifend n u r um Geld zu verdienen. Es werden Designs abgekupfert, es wird geblufft und gelogen. Der Service ist katastrophal. Und das mag ich überhaupt nicht!
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Antwort#11
Nachtrag:
Es ist oft ein Fehler, nur auf den ersten Klang zu hören, der ein Mik hergibt. So richtig auf die Welt kommt man, wenn man beginnt mit dem Signal zu arbeiten (EQ etc). Da klaffen die scheinbar ähnlichen Signale plötzlich erschreckend auseinander - in der Qualität. Plötzlich sind unspektakuläre Miks wie das nicht besonders beliebte U87 unschlagbar. Bei BilligGMmiks ist erfahrungsgemäss sehr bald mal Feierabend.
Dass ein guter Techniker mit einem Beringer-T-Bone Setup ein besseres Resultat erzielt als ein Diletant in einer Neve-Umgebung ist für mich klar (und gibt allen die Hoffnung zu der ersten Gruppe zu gehören)
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Antwort#12
...Der Service ist katastrophal. Und das mag ich überhaupt nicht! ....
Das kann dir aber auch bei renommierten Firmen passieren. Gerade frisch von heute:
Your message
To: RMESupport
Subject: Re: xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx
Sent: Mon, 22 May 2006 13:56:34 +0200
was read on Thu, 22 Jun 2006 11:49:41 +0200
Gruss
Gerhard
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Antwort#13
Hallo,
sondern schlicht und ergreifend n u r um Geld zu verdienen. Es werden Designs abgekupfert, es wird geblufft und gelogen.
Also, das ist wirklich Blödsinn. Jede Firma wird versuchen müssen, profitabel zu wirtschaften - Behringer war sehr schlau und hat riesen Erfolg, und zu Recht! Man sollte nicht vergessen, dass gerade Behringer dazu beigetragen hat, dass recht ordentliche Geräte überhaupt erst erschwinglich wurden für die Masse der Musiker / Techniker. Ansonsten gäbe es heute nicht so viele Produkte, Tontechniker und Foren wie dieses.
Gr.
Dirk
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Antwort#14
[ Firmen wie das große "B" ]
... und wir sollten nicht vergessen, welch ein Schrott zum Teil die ersten "erschwinglichen Homerecording-Geräte" waren. Ich denke z.B. an das TASCAM M106 (?)-Mischpult. Derartige Geräte werden heute über ibäh als "vintage sound" verkauft.
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Antwort#15
Wer kennt denn diese kleinen 8-Spur Bandmaschinen von Fostex mit 1/4"-Band und 18-er Spulen aber 38-er Geschwindigkeit? Das waren wirklich billige Dinger.
Damals hat man darüber gelacht. Heute ist dieser Hersteller genauso geschätzt mit seinen Digitalaufnahmegeräten wie Studer oder andere.

MfG
Rainer
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Antwort#16
Willst Du nun etwa Deinen NAGRA Digitalrecorder ersetzen?
Dann mache ich Dir ein Angebot:
Ich kaufe einen Fostex und bekomme dafür das NAGRA-Gerät.
Oder habe ich ein Augenzwinkern übersehen?
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Antwort#17
Nein, das Nagra will ich nicht ersetzen. Eine Fostex dieser Art habe ich nicht. Ich meinte nur, daß damals sowas wie ein "Run" auf das ganze Homerecording zu beobachten war, und da hat Fostex "Blut gerochen".

Grüße
Rainer
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Antwort#18
Manche Firmen haben aber ausserdem noch den Stolz, g u t e Geräte zu produzieren. Dass Beringer auch teilweise brauchbare (im Semiproberich) Ware hat, ist zwar unbestritten, aber dass die Geräte dreckbillig sind, scheint doch eher noch wichtiger zu sein. (Übrigens: Auf wessen Kosten?) Sonst würde sie nicht stinkfrech bekannte Designs abkupfern, praktisch keinen Service bieten und sinnigerweise dass ing in Beringer fettdrucken. Tschuldigung, aber das ist doch Quatsch, oder? Irgendwie Kinderkram...
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Antwort#19
Hallo Rainer,
Du meinst wahrscheinlich die Fostex R8. Ich habe sie selber noch. Ist kaum gelaufen, da ich seinerzeit fast nie dazu gekommen bin mal was zu machen. Sie hat sich aber schon als "Retter" von Digitalaufnahmen zeigen können. Einen Teil der Aufnahmen, die ich auf ADAT gemacht hatte, habe ich auf den Senkel kopiert, läuft immer noch einwandfrei. Der Störspannungsabstand ist leider nicht ganz so gut. Die Maschine arbeitet mit Dolby C. Irgendwo "saut" mir da das Netzteil oder die Laufwerkselektronik rein.
Ein kleines fleißiges Lieschen dennoch.
Steht leider hier so vor sich hin und staubt ein, zumal ich als analoge Alternative eine Tascam 48 mit externen Dbx-en habe. Diese Maschine hat sogar Hinterbandkontrolle und arbeitet mit 1/2´´ Bändern.
Gruß
Markus P.
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